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Sus Zwick

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Sus Zwick mit Michele Fuchs und Muda Mathis (vlnr) während der Show «Let's sing Arbeiterin*» von Les Reines Prochaines und Freundinnen*

Sus Zwick (* 21. August 1950 in Fribourg) ist eine Schweizer Künstlerin in den Bereichen Video, Installation, Performance und Musik und lebt und arbeitet in Basel. 2009 wurde sie und ihre Arbeit mit dem Meret Oppenheim Preis ausgezeichnet.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Sus Zwick erhielt eine Ausbildung als Primarlehrerin, Logopädin und Heilpädagogin an der Universität Fribourg. 1986 bis 88 studierte sie in der Klasse für Audiovisuelle Gestaltung, an der Schule für Gestaltung Basel. Sie arbeitet als freischaffende Künstlerin in den Bereichen Video, Installation, Performance und Musik und nimmt regelmässig an nationalen und internationalen Festivals und in der Kunst mit Videos, TV-Ausstrahlungen, Videoinstallation, Installationen, Performances und Konzerten im In- und Ausland teil. Sus Zwick ist Mitbegründerin der Ateliergemeinschaft VIA, AudioVideoKunst, Basel, Mitautorin des Manifest grosser und angesehener Künstlerinnen<ref>Erstes Manifest. Abgerufen am 2. März 2019.</ref> und der Künstlerinnengruppe Tischgespräche. Seit den frühen 1980er-Jahren hatte sie wechselnde, oft langjährige Zusammenarbeit mit verschiedenen Kunstschaffenden und Kollektiven, kontinuierlich mit Fränzi Madörin und seit 1990 mit ihrer Lebens- und Arbeitspartnerin Muda Mathis.<ref>Dina Epelbaum: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz. SIKART, 2012, abgerufen am 27. August 2016.</ref> Seit 1991 ist sie Mitglied der Musikband und Performance-Gruppe Les Reines Prochaines.<ref>«Alleine denken ist kriminell»: Unerschrocken und unverfroren. 22. Januar 2013, abgerufen am 2. März 2019.</ref> Mit verschiedenen Künstlerinnen entwickelt sie Video, Performance- und Bühnenprogramme wie zum Beispiel für die Grenzgemeinde Gottlieben Die Gottlieber Revue<ref>Kristin Schmidt: Gottlieben wird tschechisch. Abgerufen am 3. März 2019.</ref>, die Bühnenproduktion Let's sing Arbeiterin*<ref>Les Reines Prochaines auf der Höhe ihrer Kunst. Abgerufen am 3. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Dominique Spirgi: Hinreissende Audienz bei den unverwüstlichen Königinnen. In: Stadtschreiber. 24. Januar 2019, abgerufen am 3. März 2019.</ref><ref>Seit 30 Jahren im Kommen - Theater - Badische Zeitung. In: badische-zeitung.de. Abgerufen am 3. März 2019.</ref> und Alte Tiere Hochgestapelt, letzteres eine Produktion des Theaters Basel.

2021 wurden die Performances Embracing a Spanish Village aus 2011 und Protuberanzen II von 2004 vom Kunstkredit Basel Stadt angekauft. Die Performances von Muda Mathis & Sus Zwick befinden sich in Form von Notationen, Skripten und audiovisuellen Dokumentationen in der Sammlung, die künftigen Wiederaufführungen als Anleitung zur Verfügung stehen.<ref>https://media.bs.ch/original_file/c0ccf2968be820fff99506efb866fbe7164c5d32/jahresrueckblick-2021-2022.pdf</ref> 2022 wurde die erste Wiederaufführung mit Lea Rüegg, Raffia Li, Wilfred Speller im Museum Tinguely realisiert<ref>https://mediathek.hgk.fhnw.ch/ink/detail/bangbang-2108</ref> und 2024 gab es eine weitere Performance dieses Werkes von Birgit Kempker und Bärbel Schwarz in der Turbine Giswil.<ref>https://performanceart-giswil.ch/wp-content/uploads/2024/07/RZ_Giswil_A3_24_web_de.pdf</ref>

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Performance[Bearbeiten]

Videos[Bearbeiten]

  • 2016 Schlafen, 3 Kanal Arbeit mit Muda Mathis
  • 2015 Olga und Olga und die koreanische Grossmutter, HD Ton, 25’, Muda Mathis und Sus Zwick
  • 2013 The golden Landscape of Feminism – making of, mit Fränzi Madörin und Muda Mathis
  • 2006 Kiev Connection, Video DV 45', mit Fränzi Madörin und Muda Mathis mit Les Reines Prochaines
  • 2005 Carte Postale Sonore, Video DV, 7', Muda Mathis und Sus Zwick
  • 2004 Vermeintlichkeit und Zufall, Video DV, 7', Muda Mathis und Sus Zwick
  • 2004 Das ideale Atelier, Video DV, 16' mit Muda Mathis und Sus Zwick
  • 2002 Les Reines Prochaines im Thurgau, 5 Clips, DV, 10‘, Les Reines Prochaines
  • 2002 Making off – wie eine Installation entsteht, DV, 4’, Muda Mathis und Sus Zwick
  • 1998 Die Erfindung der Welt, mit Fränzi Madörin und Muda Mathis
  • 1996 Babette, Video U-Matic, 15', engl./dt. U.-Titel Fränzi Madörin, Muda Mathis, Sus Zwick mit Babette Zaugg
  • 1987 Der Rest ist Risiko, Video U_Matic low, 25'

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1993 Lob Ehre Ruhm (LP/CD)
  • 1995 Le coeur en beurre double gras (CD)
  • 1999 Alberta (CD)
  • 2003 Protest und Vasen (CD)
  • 2005 Starke Kränze (CD)
  • 2013 Blut (CD)
  • 2017 Schlafen ist individuelle Anarchie. (limited vinyl single LRP009)
  • 2020 Zu unserer Verfassung (CD)
  • 2021 Let's sing Arbeiterin*! (CD)
  • 2024 Scissor*hood, Album unrecord<ref>Les Reines Prochaines mit neuem Album Scissor*hood. Abgerufen am 23. März 2025.</ref>

Kollektive Projekte, Kunst am Bau und im öffentlichen Raum (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2023 Video Total 35 Jahre VIA VideoAudioKunst Ausstellung und Radiosendung, Amerbachstudios und RadioX<ref>35 Jahre VIA - LIVE auf Radio X. Abgerufen am 23. September 2024.</ref>
  • 2022/23 Das Projekt Erstes Manifest grosser und angesehener Künstlerinnen war im Rahmen der Ausstellung Fun Feminism täglich vom 16ten Dezember 2022 bis 19ten März 2023 zwischen 18 und 20 Uhr auf dem Lichtfries des Neubaus des Kunstmuseum Basel zu sehen.<ref>theartofintervention: «Geht weiter als erlaubt. Zögern ist blöd». 20. Juni 2023, abgerufen am 22. August 2023.</ref>
  • 2022 BANG BANG translokale Performance Geschichte:n, Ausstellungsprojekt von Revolving Histories organisiert und kuratiert von der Performance Chronik Basel, Andrea Saemann, Chris Regn, Muda Mathis, Lena Eriksson und PANCH, Museum Tinguely, Basel<ref>https://www.artinside.ch/bang-bang-translokale-performance-geschichten/</ref>
  • 2014 Der Elefant ist da, Zehn imaginäre Skulpturen für den Helvetiaplatz Bern, ein Hörspaziergang von Muda Mathis, Sus Zwick und Fränzi Madörin
  • 2010 Die Tankstelle, Fotografie, plastische Objekte, UPK Basel, Ökonomiegebäude, Personalrestaurant, Mathis/Zwick
  • 2009 Das prekäre des Vertikalen, Fotografie, Foyer Stadttheater Winterthur Saison 2009/10, Mathis/Zwick
  • 2008 The road to nieu Bethesda, ein Kooperationsprojekt organisiert von Monika Dillier und Andrea Saemann mit südafrikanischen und Schweizer Künstlerinnen.
  • 2007 Purity and Danger, Aktion, Münsterplatz, Museum der Kulturen, Basel, mit Künstlerinnengruppe Tischgespräche<ref>Yumpu.com: Brochure de programme (pdf) - Museum der Kulturen. Abgerufen am 4. September 2025.</ref>
  • 2007 Bonanza II, Video, Letzigrund Stadion, Amt für Hochbauten, DV, 3’, Mathis/Zwick
  • 2003 Audiotunnel, Audioinstallationen, Madörin/Mathis/Zwick, Museum für Kommunikation, Bern
  • 2001 Nie gesehene Perlen, Fernsehsendung, Madörin/Mathis/Zwick, u. a. Wanderlust, Point de Vue und Viper, Basel DV, 57‘
  • 2001 Glückliches Radio: Radio Felix, Hörstück in Folgen, Madörin/Mathis/Zwick/Hipp Mathis u. a., Platter Spital, Basel, Kunstkredit, Basel

Preise[Bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Alexandra Könz: Die Macht des Erzählens – Narrative Strategien in zeitgenössischer Schweizer Performancekunst: Andrea Saemann, Muda Mathis und Sus Zwick, Yan Duyvendak. Chronos Verlag, Zürich 2015, ISBN 978-3-0340-1278-2.
  • Chris Regn: Interview mit Muda Mathis und Sus Zwick. In: Facetten 12. Kulturstiftung des Kantons Thurgau, Niggli Verlag, Sulgen 2010, ISBN 978-3-7212-0760-6.
  • Isabel Zürcher: Interview mit Muda Mathis und Sus Zwick. In: Prix Meret Oppenheim. Schweizer Bundesamt für Kultur (Hrsg.), Bern 2010, ISBN 978-3-9523580-1-6.
  • Annina Zimmermann, Pierre-André Lienhard: échanges 4, Fränzi Madörin, Muda Mathis, Sus Zwick. Schwabe Verlag, Basel 2003, ISBN 3-7965-2039-1.
  • Katharina Steffen (Hrsg.): Alles wird gut!: Visionen und Experimente aus der Schweiz. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-518-39407-X.
  • Margrit Brehm u. a.: Muda Mathis & Sus Zwick – die Erfindung der Welt. In: yet on the other Hand. Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden 1998, ISBN 3-925521-44-5.
  • Must or Not | Fokus Performance & Photography. herausgegeben von Iris Ganz, Andrea Saemann, Verlag Existenz und Produkt, Basel, 2024, ISBN 978-3-907364-17-8
  • Lesebuch Revolving Histories – zu translokaler Performance Kunst Schweiz. Andrea Saemann, Chris Regn, Lena Eriksson, Margarit von Büren, Muda Mathis, Sabine Gebhardt Fink (Hrsg.): Vexer Verlag, St.Gallen, Berlin 2025, ISBN 978-3-907690-01-7<ref>© Bundesamt für Kultur: Kulturerbe Darstellende Künste 2025. Abgerufen am 2. Januar 2026.</ref>

Filme[Bearbeiten]

Die Hamburger Filmemacherin Claudia Willke realisierte 2012 den Dokumentarfilm Les Reines Prochaines – alleine Denken ist kriminell mit der Basler Freihändler Filmproduktion als Koproduktion mit: Schweizer Radio und Fernsehen (Dokumentarfilm TV-Fassung 52 min, Festival-Fassung 77 min).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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