Tetrasilan
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Tetrasilan | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Tetrasilan | |||||||||||||||
| Andere Namen |
n-Tetrasilan | |||||||||||||||
| Summenformel | Si4H10 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, an der Luft selbstentzündliche Flüssigkeit<ref name="voltaix">Material Safety Data Sheet for Tetrasilane (Si4H10) (PDF-Datei)</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 122,42 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig<ref name="voltaix" /> | |||||||||||||||
| Dichte |
0,792 g·cm−3<ref name="CRC-Handbook" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−89,9 °C<ref name="CRC-Handbook">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. Internet Version 2005. Auflage. CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Inorganic Compounds, S. 4-81 – 4-81.</ref> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
108,1 °C<ref name="CRC-Handbook" /> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
27 Torr (20 °C)<ref name="voltaix" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
Zersetzung in Wasser<ref name="voltaix" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Tetrasilan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Silane mit der Halbstrukturformel SiH3–(SiH2)2–SiH3. Es ist das Siliciumanalogon des n-Butans und ist konstitutionsisomer zu iso-Tetrasilan.
Darstellung und Reaktionen[Bearbeiten]
Tetrasilan kann im Gemisch mit anderen Silanen durch Umsetzung von Magnesiumsilicid (Mg2Si) mit wässrigen Säuren, z. B. mit 20%iger Phosphorsäure bei 50–60 °C gewonnen werden.<ref name="Steudel2014">Ralf Steudel: Chemie der Nichtmetalle: Synthesen - Strukturen - Bindung – Verwendung. De Gruyter, 2014, ISBN 978-3-11-030797-9, S. 294–295 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- <math>\mathrm{Mg_2Si + \ 4 H^+\ \longrightarrow \ Si_nH_{2n+2}}</math>
Im gewonnenen Rohsilan können Silane bis n=15 isoliert werden, wobei das Gemisch neben dem linearen n–Tetrasilan auch iso–Tetrasilan enthält. Bei der Umsetzung von Magnesiumsilicid mit 25%iger Salzsäure entstehen 40 % Monosilan, 30 % Disilan, 15 % Trisilan, 10 % Tetrasilan und 5 % höhere Silane.<ref name="Wiberg2011">Egon Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie: Mit einem Anhang: Chemiegeschichte. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-023832-7, S. 319–320 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das Gemisch kann durch fraktionierende Destillation getrennt werden.
Daneben können höhere Silane auch durch Einwirkung von stillen elektrische Entladungen auf Monosilan gewonnen werden:<ref name="Steudel2014" />
- <math>\mathrm{SiH_4 \ \rightarrow \ SiH_2 \ + \ H_2}</math>
- <math>\mathrm{SiH_2 \ + \ SiH_4 \rightarrow \ H_3Si{-}SiH_3}</math>
- <math>\mathrm{SiH_2 \ + \ H_3Si{-}SiH_3 \rightarrow \ H_3Si{-}SiH_2{-}SiH_3}</math>
- <math>\mathrm{SiH_2 \ + \ H_3Si{-}SiH_2{-}SiH_3 \rightarrow \ H_3Si{-}SiH_2{-}SiH_2{-}SiH_3}</math>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Tetrasilan ist eine farblose, pyrophore Flüssigkeit von widerwärtigem Geruch, die bereits unter 54 °C zur Selbstentzündung neigt.<ref name="voltaix" /> Im Vergleich zu Trisilan ist reines Tetrasilan weniger stabil und zersetzt sich bei Raumtemperatur am Tageslicht langsam unter Wasserstofffreisetzung und Bildung der kürzeren Homologen.<ref name="Siliciumwasserstoffe XVI">Alfred Stock, Paul Stiebeler, Friedrich Zeidler: Siliciumwasserstoffe, XVI.: Die höheren Siliciumhydride. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 56, Nr. 7, 4. Juli 1923, S. 1695–1705, doi:10.1002/cber.19230560735.</ref>
Reaktionen[Bearbeiten]
Aus Tetrasilan bildet sich durch photochemische Disproportionierung 3-Silylpentasilan und Disilan:<ref name="ZAAC_1976_9">F. Fehér, I. Fischer: Beiträge zur Chemie des Siliciums und Germaniums, XXVIII. Die photochemische Disproportionierung von n-Tetrasilan, Darstellung und Eigenschaften von 3-Silylpentasilan. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. Band 421, Nr. 1, März 1976, S. 9–14, doi:10.1002/zaac.19764210103.</ref>
- <math>\mathrm{2 \ Si_4H_{10} \rightarrow \ Si_2H_6 \ + H_3Si{-}SiH(Si_2H_6)_2 }</math>
Durch Erhitzung von n-Tetrasilan in Xylol in Gegenwart von Aluminiumchlorid kann iso-Tetrasilan gewonnen werden.<ref>Franz Fehér, Franz Ocklenburg, Dieter Skrodzki: Beiträge zur Chemie des Siliciums und Germaniums, XXXII, Isomerisierung von höheren Silanen mit Aluminiumchlorid. In: Zeitschrift für Naturforschung B. 35, 1980, S. 869–872 (PDF, freier Volltext).</ref>
- <math>\mathrm{2 \ H_3Si{-}SiH_2{-}SiH_2{-}SiH_3 \longrightarrow \ H_3Si{-}SiH(SiH_3)_2 }</math>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Monosilan | Disilan | Trisilan | Tetrasilan | Pentasilan | Hexasilan Vorlage:Klappleiste/Ende
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Wikipedia:P-Sätze fehlen
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Silan