Umarex
| UMAREX GmbH & Co. KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Umarex Logo2013.svg | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1972 |
| Sitz | Arnsberg, Deutschland |
| Leitung | Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin UMAREX Verwaltungs GmbH:
Wulf-Heinz Pflaumer Eyck Pflaumer Martin Wonisch Matthias Strack |
| Mitarbeiterzahl | 880<ref name="KA2023">Unternehmensregister (Hrsg.): Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. 2024.</ref> |
| Umsatz | 226,8 Mio. Euro<ref name="KA2023" /> |
| Branche | Waffen und Messtechnik |
| Website | https://www.umarex.de/ |
| Stand: 31. Dezember 2023 | |
UMAREX (Eigenschreibweise: UMAREX) ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Arnsberg im Hochsauerlandkreis. Das Unternehmen wurde 1972 gegründet und ist insbesondere als Hersteller und Anbieter von Druckluftwaffen, Schreckschusswaffen und Airsoft-Produkten bekannt. Zur Unternehmensgruppe gehört unter anderem der Sportwaffenhersteller Carl Walther. Die Unternehmensgruppe ist außerdem im Bereich Messtechnik tätig; die Marke Laserliner entwickelt und vertreibt unter anderem Laser-, Mess- und Prüfgeräte.<ref>Kontakt. UMAREX GmbH & Co. KG – Laserliner, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Das Unternehmen wurde 1972 als UMA Mayer & Ussfeller GmbH gegründet. Zunächst stellte es Gas- und Signalwaffen her. 1978 kamen Druckluftwaffen hinzu. 1979 übernahm das Unternehmen die Reck Sportwaffenfabrik Karl Arndt und änderte seinen Namen zunächst in Umareck und später in Umarex.
Ein frühes erfolgreiches Produkt war die 1978 eingeführte Reck PK 800, eine Gas- und Signalwaffe in der Gestaltung der Walther PPK. In den folgenden Jahren erweiterte Umarex das Sortiment um weitere Gas-, Signal-, Druckluft- und CO2-Waffen. Für verschiedene Modelle wurden Lizenzen internationaler Waffenhersteller erworben.
1993 übernahm Umarex den Sportwaffenhersteller Carl Walther. 1996 wurde die US-amerikanische Tochtergesellschaft Umarex USA in Fort Smith, Arkansas, gegründet.<ref>Umarex USA. Umarex USA, abgerufen am 22. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2006 erwarb Umarex die Rechte an der Marke Hämmerli. 2008 kamen Lizenzrechte für freie Waffen von Heckler & Koch hinzu.
2010 übernahm Umarex die Waffensparte des Spannwerkzeugherstellers Röhm aus Sontheim an der Brenz. Zu dem übernommenen Bereich gehörten unter anderem Schreckschuss- und Druckluftwaffen sowie die Lichtwaffentechnik.<ref>UMAREX übernimmt Waffensparte von Röhm. In: dwj.de. 23. Dezember 2009, abgerufen am 31. März 2013.</ref>
Standorte und Ausbau in Voßwinkel[Bearbeiten]
Neben dem Stammsitz in Arnsberg-Neheim baut die Unternehmensgruppe ihren Standort im Arnsberger Stadtteil Voßwinkel aus. Das dortige Gewerbegebiet Gut Nierhof ist inzwischen ein wichtiger Standort der Unternehmensgruppe.
2022 begann der Bau eines neuen Gebäudes für die zur Umarex-Gruppe gehörende Marke Laserliner. Der Spatenstich erfolgte am 5. April 2022 im Gewerbegebiet Gut Nierhof in Arnsberg-Voßwinkel. Der Neubau umfasst nach Angaben des Unternehmens rund 20.000 Quadratmeter. Ziel war es, zuvor auf mehrere Standorte verteilte Bereiche von Laserliner an einem Standort zusammenzuführen.<ref>Laserliner bündelt alle Abteilungen an einem Standort. In: diy online. 20. April 2022, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Zu dem Neubau gehören unter anderem ein Bürogebäude und eine rund 6000 Quadratmeter große Lagerhalle. Für Besucher entstand außerdem ein rund 300 Quadratmeter großer Showroom, in dem Produkte aus verschiedenen Bereichen der Marke präsentiert und ausprobiert werden können. Ein Schulungsraum ergänzt die Räumlichkeiten.<ref>Neues Zuhause für Innovationen. UMAREX GmbH & Co. KG – Laserliner, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit bezog Laserliner den Neubau. Die dort gebündelten Bereiche umfassen unter anderem Entwicklung, Vertrieb, Marketing und weitere Unternehmensbereiche. Nach Angaben der IHK Arnsberg sind auf den rund 20.000 Quadratmetern erstmals alle Abteilungen von Laserliner an einem Standort zusammengeführt.<ref>Laserliner zieht in klimaeffizienten Neubau. In: Wirtschaft im Sauerland. Industrie- und Handelskammer Arnsberg, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Auch die Umarex-Unternehmensgruppe selbst errichtet beziehungsweise erweitert in Voßwinkel ihre Infrastruktur. Für ein neues Logistikzentrum wurde auf einem rund 25.000 Quadratmeter großen Grundstück ein etwa 12.000 Quadratmeter umfassendes Gebäude geplant. Das Logistikzentrum soll mehrere Produktbereiche an einem Standort zusammenführen und bestehende Lagerkapazitäten ergänzen.<ref>Logistikzentrum Neubau. ALS Arnsberg, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Die Unternehmensgruppe bezeichnet den weiteren Ausbau des Standorts Voßwinkel inzwischen als langfristiges Projekt. Nach eigenen Angaben soll der Standort bis 2030 zum neuen Hauptsitz der Unternehmensgruppe entwickelt werden.<ref>Nachhaltigkeit. UMAREX GmbH & Co. KG, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Messtechnik und Laserliner[Bearbeiten]
Laserliner ist eine Marke beziehungsweise Sparte der Umarex-Unternehmensgruppe und auf Mess- und Prüftechnik spezialisiert. Das Sortiment umfasst unter anderem Linien- und Kreuzlinienlaser, Entfernungsmesser, Feuchtigkeitsmessgeräte, digitale Messgeräte und Geräte zur Bau- und Innenausstattung.<ref>Laserliner. UMAREX GmbH & Co. KG, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Nach Angaben des Unternehmens wurde Laserliner 1993 gegründet und entwickelte zunächst Laser-Wasserwaagen. Die Marke wurde anschließend um weitere Mess- und Prüfgeräte für Handwerk, Bau und Freizeit erweitert.<ref>Kontakt. UMAREX GmbH & Co. KG – Laserliner, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Ermittlungen gegen Carl Walther[Bearbeiten]
Im September 2015 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft gegen die Umarex-Tochtergesellschaft Carl Walther wegen des Verdachts eines illegalen Exports von Pistolen nach Kolumbien ermittelte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Südwest Presse vom 24. September 2015 ( vom 27. September 2015 im Internet Archive)</ref>
Am 27. September 2017 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart das Ermittlungsverfahren eingestellt hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft seien die nach Kolumbien gelieferten Kleinkaliberwaffen ohne militärische Bedeutung gewesen und der Export deshalb nicht genehmigungspflichtig.<ref>Kein illegaler Export von Waffenhersteller. In: Heilbronner Stimme. 27. September 2017, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Strafverfahren wegen Waffenhandels[Bearbeiten]
Von 2015 bis 2019 entwendete ein Mitarbeiter des Unternehmens nach den Feststellungen des Gerichts Waffenteile vom Werksgelände in Arnsberg. Daraus wurden unter anderem Pistolen des Typs P22 und P38 zusammengesetzt und über Zwischenhändler verkauft. Das Verfahren gegen den Mitarbeiter und mehrere beteiligte Zwischenhändler wurde 2020 abgeschlossen.
Der ehemalige Mitarbeiter wurde zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten verurteilt. Ein Hauptzwischenhändler erhielt eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten; ein weiterer Angeklagter wurde unter anderem wegen weiterer Straftaten zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.<ref>Waffenteile aus Fabrik im Sauerland gestohlen: Pistolen für 250 Euro verkauft. In: Sauerlandkurier. 17. Oktober 2019, abgerufen am 22. September 2026.</ref><ref>UMAREX-Prozess: Ex-Mitarbeiter geht für vier Jahre in Haft. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 13. Februar 2020, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Marken und Lizenzrechte (Auszug)[Bearbeiten]
Umarex beziehungsweise Unternehmen der Umarex-Gruppe stellen Produkte unter verschiedenen Marken und auf Grundlage von Lizenzvereinbarungen her. Dazu gehören unter anderem:
Art und Umfang der jeweiligen Lizenzvereinbarungen können sich im Zeitverlauf ändern.
Weblinks[Bearbeiten]
Website der UMAREX GmbH & Co. KG. Abgerufen am 22. September 2026.
Laserliner. UMAREX GmbH & Co. KG, abgerufen am 22. September 2026.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />