Uncle Remus
Uncle Remus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>vgl. Uncle Tom’s Cabin; or, Life Among the (Onkel Toms Hütte oder Aus dem Leben der Negersklaven)</ref> ist die Titelfigur und der fiktive Erzähler einer Sammlung von afrikanisch-amerikanischen Volkserzählungen (folktales), überwiegend von Versen und Geschichten über fiktive Tierfiguren, die von dem amerikanischen Journalisten, Autor und Volkskundler Joel Chandler Harris (1845–1908) im Atlanta (Georgia) der „post-Reconstruction“-Zeit<ref>Siehe auch Redeemers (englisch).</ref> eingerichtet und zusammengestellt, und zuerst 1881 in Buchform veröffentlicht wurden.<ref>Digitalisat der Ausgabe von 1881</ref> Insgesamt erschienen sieben Uncle-Remus-Bücher von ihm. Für seine Geschichten bediente sich der Autor am Fabel-, Märchen- und Mythenschatz afrikanischer, indianischer und europäischer Völker. Bereits zuvor hatte Robert Roosevelt Brer-Rabbit-Geschichten veröffentlicht.<ref>vgl. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Robert Roosevelt's Brer Rabbit Stories ( vom 15. Dezember 2007 im Internet Archive) & Theodore Roosevelt on Brer Rabbit and his Uncle</ref> Im Zentrum der volkstümlichen Uncle-Remus-Erzählungen stehen Charaktere wie der Trickster Br'er Rabbit (Bruder Hase)<ref>Siehe auch Meister Lampe, Die Geschichte von Peter Hase usw.</ref>, Brer Wolf, Brer Fox, Little Mister Cricket, die alte Aunt Mammy-Bammy-Big-Money, Daddy Jack aus dem „Low-Country“ und viele andere.<ref>Eine Liste der Figuren in den Onkel-Remus-Geschichten liefert die englischsprachige Wikipedia: List of Uncle Remus characters. - Siehe ebendort auch die Themenliste (Uncle Remus)</ref>
In den Geschichten spiegelt sich die Welt der alten Plantagen der amerikanischen Südstaaten (Deep South) wider: von Sklaven, die weder schreiben noch lesen können, dafür aber hervorragende Erzähler von Geschichten sind, die vom Vater an den Sohn weitergegeben werden.
Eine Besonderheit der Geschichten ist die phonetisch wiedergegebene Sprechweise, wodurch die Sprache der Sklaven in ihrem unverfälschten lokalen Dialekt einzufangen versucht wurde.
Die Uncle-Remus-Geschichten zählen zu den Meisterwerken der amerikanischen Literatur. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Von dem Maler A. B. Frost stammen bekannte Illustrationen zu den Geschichten.
Der Walt-Disney-Musical-Film Song of the South (dt. unter dem Titel: Onkel Remus’ Wunderland) aus dem Jahr 1946, worin Realschauspieler und Trickfilmfiguren gemeinsam auftreten, basiert auf den Onkel-Remus-Geschichten. Uncle Remus wird darin von James Baskett gespielt. Ein berühmter Song daraus ist Zip-a-Dee-Doo-Dah<ref>Klangbeispiel bei youtube.com</ref>.
Ein von den Geschichten inspirierter Zeichentrickfilm Die Abenteuer von Bruder Hase erschien 2006 in den USA.
Uncle-Remus-Bücher[Bearbeiten]
- Uncle Remus: his songs and his sayings<ref>National Library of Scotland: Uncle Remus : his songs and his sayings : the folk-lore of the old plantation. D. Appleton and Company, New York 1881 (archive.org [abgerufen am 26. Oktober 2019]).</ref>
- Uncle Remus: His Songs & His Sayings with illustrations by Arthur Burdette Frost, 1896
- Nights With Uncle Remus: Myths & Legends of the Old Plantation with illustrations by Frederick Stuart Church & William Holbrook Beard, 1883
- Daddy Jake, the Runaway: & Short Stories Told After Dark with illustrations by Edward Windsor Kemble, 1889<ref>University of California: Daddy Jake the Runaway: And Short Stories Told After Dark. Century, 1889 (archive.org [abgerufen am 26. Oktober 2019]).</ref>
- Uncle Remus & His Friends: Old Plantation Stories, Songs, & Ballads with Sketches of Negro Character with illustrations by Arthur Burdette Frost, 1892<ref>Robarts - University of Toronto: Uncle Remus and his friends; old plantation stories, songs, and ballads, with sketches of Negro character. Illustrated by A.B. Frost. Boston Houghton, Mifflin, 1892 (archive.org [abgerufen am 26. Oktober 2019]).</ref>
- Told by Uncle Remus: New Stories of the Old Plantation with illustrations by Arthur Burdette Frost & J Condé and line drawings after half-tones by Frank Verbeck, 1905<ref>University of North Carolina at Chapel Hill Information and Library Science Library: Told by Uncle Remus : new stories of the old plantation. McKinlay, Stone & Mackenzie, New York 1905 (archive.org [abgerufen am 26. Oktober 2019]).</ref>
- Uncle Remus & Brer Rabbit with illustrations by J Condé, 1907
- Uncle Remus & the Little Boy with illustrations by J Condé, 1910
- Uncle Remus Returns with illustrations by Arthur Burdette Frost & J Condé, 1918
- Seven Tales of Uncle Remus, 1948
Übersetzungen (Auswahl)
- Harris, Joel Chandler & Janecek, Ota (Illustrationen): Onkel Remus erzählt. Verlag Werner Dausien 1965 Hanau
- Harris, Joel Chandler und Hans Petersen: Geschichten von Onkel Remus. Berlin, Kinderbuchverl., 1968.
Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten]
<references />
Literatur[Bearbeiten]
- Florence E. Baer: Sources and Analogues of the Uncle Remus Tales. 1980 (FFC 228)
- Low Country Gullah Culture, Special Resource Study: Environmental Impact Statement. National Park Service. 2003 (Online-Teilansicht)
Weblinks[Bearbeiten]
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Literarische Figur
- Literarisches Werk
- Literatur (19. Jahrhundert)
- Literatur (Englisch)
- Afroamerikanische Literatur
- Romanzyklus
- Kinder- und Jugendliteratur
- Erzählung
- Tierfabel
- Hase in Kunst und Literatur
- Sklaverei in den Vereinigten Staaten