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Unimog 437.4

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Mercedes-Benz
Unimog 3000 437.4 (2002–2013)
Unimog 3000 437.4 (2002–2013)
Unimog 3000 437.4 (2002–2013)
Unimog 437.4
Hersteller Daimler-Chrysler AG
Daimler AG
Daimler Truck AG
Daimler Truck Holding AG
Verkaufsbezeichnung Ab 2001<ref name="Vogler – Typenatlas 2021" details="S. 178" /> – UHN:
U 3000
U 4000
U 5000
Ab 2014<ref name="Vogler – Typenatlas 2021" details="S. 184" /> – UHE:
U 4023
U 5023
Produktionszeitraum seit 2001
Vorgängermodell Unimog 437.1
Nachfolgemodell keines
Technische Daten
Bauformen Kurzhauber
Motoren Mercedes-Benz Reihenvierzylinder-Dieselmotoren
OM 904, OM 924, OM 934
Leistung 110–231 kW
Breite 2490 mm
Radstand 3250–3850 mm
Wendekreis 14,3–16,2 m
zul. Gesamtgewicht 7,5–14,5 t
Datei:Gaggenau 2016 -Unimog-Museum- by-RaBoe 085 (cropped).jpg
Unimog 5023 437.4 (Modellpflege MJ 14)

Als Unimog 437.4 wird die zweite Generation der Unimog-Baureihe 437 bezeichnet. Sie wird seit 2001<ref name="Schmeing, Wischhof – Traktoren der Daimler AG" details="S. 292" /> von der Daimler Truck Holding AG (beziehungsweise den Vorgängerunternehmen) im Mercedes-Benz-Werk Wörth in Serie produziert. Grund für die Bezeichnung 437.4 ist, dass sämtliche Baumuster dieser Generation mit dieser Zahlenfolge beginnen. Vorgestellt wurde das Fahrzeug im September 2002 auf der IAA in Hannover.<ref name="Schneider: Unimog – Alle Modelle seit 1948" details="S.382" /><ref name="Daimler 2" /> Technisch basiert der Unimog 437.4 auf seinem Vorgänger, dem Unimog 437.1. Während der Unimog 437.1 zu den Schweren Baureihen Unimog (SBU) gezählt wurde, wird der 437.4 von Mercedes-Benz als hochgeländegängige Baureihe bezeichnet. Dennoch ist das 1974 eingeführte Erscheinungsbild der SBU mit dem kantigen Fahrerhaus bis heute beim Unimog 437.4 deutlich zu erkennen, auch wenn es leicht modernisiert wurde. Im Jahr 2013 wurde die Generation 437.4 einer umfassenden Modellpflege unterzogen. In den ersten zehn Produktionsjahren liefen 6497 Fahrzeuge in zwölf Baumustern vom Band. Auch das militärische Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) Dingo 2 ist auf dem Fahrgestell des Unimog 437.4 aufgebaut. Die Modellbezeichnung der 2002 eingeführten Modelle orientiert sich beim Unimog 437.4 nicht mehr, wie bei den Unimog-Modellbezeichnungen vorher üblich, an der Motorleistung in DIN-PS. Stattdessen wurden wie beim Unimog 405 Nummern (U 3000, U 4000, U 5000) verwendet, die keine Rückschlüsse mehr auf die Motorleistung zulassen.<ref name="Daimler" /> Bis 3/2010 wurden die Fahrzeuge mit dem OM 904/OM 924 und einer Abgasreinigung nach Euro IV (wahlweise Euro III), ab 1. Juli 2009 mit einer geänderten Abgasaufbereitung nach Euro V ausgeliefert.

Die Modelle U 3000, U 4000 und U 5000 wurden bis April 2013 gebaut. Im Zuge der verschärften Schadstoffgrenzwerte in Europa kam es dann zu einem Modellwechsel.

Die aktuellen Modelle (Stand 2026) tragen die Bezeichnung U 4023 und U 5023, es wird der Motor OM 934 LA verbaut und die Schadstoffklasse Euro VI erreicht. Der Motor wurde weiter hinten als bei den Vorgängermodellen positioniert, die Abgasaufbereitung verändert und das Fahrerhaus den neuen Platzverhältnissen angepasst. Im Innenraum des Fahrerhauses wurde zudem das Ausstattungsdesign geändert. Außerdem änderte sich die Stoßstange, welche nun mit deutlich kleineren Rundscheinwerfern versehen ist.

Von Ende 2019 bis Ende 2023 hielt ein Unimog 5023 mit 6694 m über dem Meeresspiegel (erreicht auf dem Nevado Ojos del Salado) den Höhenweltrekord für Landfahrzeuge.<ref>MATTHIAS JESCHKE – EXTREM EVENTS: Erlebnis Projekte – Über uns. Abgerufen am 8. Februar 2022.</ref><ref>Mercedes-Benz Unimog knackt in Chile auf 6.694 m Höhen-Weltrekord. 23. Dezember 2019, abgerufen am 8. Februar 2022.</ref> Am 2. Dezember 2023 brach diesen Rekord ein Porsche 911 mit 6721 m.<ref>Porsche 911 stellt neuen Höhen-Weltrekord auf - Porsche Newsroom DEU. 4. Dezember 2023, abgerufen am 21. Dezember 2023.</ref>

Technik[Bearbeiten]

Das Fahrzeug ist zweiachsig und hat einen nach unten gekröpften Leiterrahmen mit U-förmigen Längsträgern, dessen Querträger geschweißt sind. Die Räder sind vorne und hinten an starren Portalachsen mit Radvorgelege aufgehängt, die an Schubrohren und Querlenkern geführt sind. Sie stützen sich auf Schraubenfedern mit Teleskopstoßdämpfern, zusätzlich dazu sind Stabilisatoren eingebaut. Vom mittig eingebauten Getriebe wird das Drehmoment über in den Schubrohren laufenden Gelenkwellen an die Achsen übertragen, die Differenzialgetriebe können gesperrt werden. Wie beim Unimog üblich wird die Hinterachse fest angetrieben, während der Vorderachsantrieb zuschaltbar ist. Die mögliche Achsverschränkung dieser Konstruktion beträgt laut Daimler bis zu 30°<ref name="Antriebsstrang" />. Serienmäßig ist ein vollsynchronisiertes Getriebe mit acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgängen eingebaut, der Vierzylinderdieselmotor wird in verschiedenen Leistungsstufen angeboten.

Technische Daten[Bearbeiten]

Vor Modellpflege / nach Modellpflege[Bearbeiten]

UNIMOG-Typ/Verkaufsbezeichnung U3000/U4000 U5000 U4023 U5023
Baumuster (BM) z. B. 437.420/425/426 z. B. 437.430/435 437.427 437.437
Interne BezeichnungDie Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. 1 UHN1 kurz/lang UHN2 kurz/lang UHE1 lang UHE2 lang
Radstand (mm) 3250 kurz, 3850 lang 3850
Zul. Gesamtgewicht (t) 7,5 – 8,5 12,5 (Feuerwehr 14,1) 7,5 – 9,8 12,5 – 14,1
Motortyp OM 904 LA III/2/5 OM 904 LA III/1 OM 934 LA
Motor-Baumuster 904.953/904.952, 924.916 (EU III) 924.916 (EU III) 934.974 (EU VI)
Zylinderzahl und -anordnung 4, R
Hubraum (cm³) 4249 4801 5132
Nennleistung (kW/PS) 110/150
130/177
160/218 170/231
bei Nenndrehzahl (min−1) 2200
Max. Drehmoment (N·m) 580/675 810 900
bei Drehzahl (min−1) 1400 1400 1200–1600
Getriebe UG 100E-8/9,57-0,74 GPA, Baumuster G 718.841
Achsbaumuster Vorderachse 737.365/737.366 * (AU7) 737.220/737.221 ** (AU8) 737.367 737.223
Achsbaumuster Hinterachse 747.365/747.366 * (HU7) 747.220/747.221 ** (HU8) 747.367 747.223
Achsflanschmaß 2127 2550 2183 2250
Lochkreisdurchmesser Radbolzen (mm) 205 335 275 335
Anzahl der Radbolzen 6 10 8 10
Dimension der Radbolzen M18 × 1,5 (M20 × 1,5 *) M22 × 1,5 M20 × 1,5 M22 × 1,5
Achsübersetzung 6,53 6,94 6,53 6,94
Kegelrad/Tellerrad 22:7 23:9 22:7 23:9
Vorgelege 27:13 38:14 27:13 38:14

* Achsbaumuster ab Fahrgestellnummer 206866
** Achsbaumuster ab Fahrgestellnummer 208672

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1 
UHN (Unimog Hochgeländegängig Neu)

Sonstige Kenngrößen[Bearbeiten]

U 4023 (2016)<ref name="U4023" /> U 5023 (2016)<ref name="U5023" /> U 4000 (Baumuster 437.421) (2010)<ref name="U4000" /> U 4000 (Baumuster 437.426) (2010)<ref name="U4000" />
Abmessungen, Gewichte und Füllmengen
Länge 5950 mm 5350 mm 5950 mm
Breite Abhängig vom Aufbau 2490 mm
Höhe Abhängig vom Aufbau 2600 mm
Böschungswinkel 44° 41°
Wendekreisdurchmesser 16,2 m 14,3 m 16,2 m
Wattiefe 800 mm (Serienausführung)
1200 mm (Sonderausführung)
Maximale Vorderachsbelastung 4600 kg 6400 kg 4000–4500 kg
Maximale Hinterachsbelastung 6000 kg 8800 kg 4400–5800 kg
Tankinhalt 160 l (Serienausführung)
235 l (Sonderausführung)
145 l (Serienausführung)
160 l (Doppelkabine)
180 l (Sonderausführung)
Reifendimensionen 335/80 R20 oder
405/70 R24
335/80 R20 oder
425/75 R20
Kraftübertragung
Kupplung SAE 2 (⌀ 395 mm)
Drehmomentübertragung auf Hinterräder, Vorderradantrieb zuschaltbar
Bremsen Scheibenbremsen rundum
Lenkung ZF 8095
Höchstgeschwindigkeit 89 km/h (elektronisch abgeregelt) 90 km/h
Elektrische Anlage
Bordspannung 24 V
Akkuladungsträgerkapazität 100 Ah (Serienausführung)
170 Ah (Sonderausführung)
100 Ah (Serienausführung)
125 Ah (Sonderausführung)

Baumusterübersicht[Bearbeiten]

Es gibt zwar 14 verschiedene Baumuster, laut Daimler wurden jedoch nur 12 davon gebaut.

Baumuster des Unimog 437.4 (bis 2012)
Baumuster Verkaufsbezeichnung Ausführung Radstand (mm) Motorisierung (kW) Stückzahlen
437.420<ref name="BM437.420" /> U 3000 / U 4000 (EU3) geschlossenes Fahrerhaus 3250 110/130/160 544
437.421<ref name="BM437.421" /> U 4000 110/115/130/160 299
437.425<ref name="BM437.425" /> U 3000 / U 4000 (EU3) 3850 110/130/160 1378
437.426<ref name="BM437.426" /> U 4000 110/115/130/160 532
437.427<ref name="BM437.427" /> 170 wurde nie gebaut
437.430<ref name="BM437.430" /> U 5000 (EU3) 3250 160 217
437.431<ref name="BM437.431" /> U 5000 138
437.435<ref name="BM437.435" /> U 5000 (EU3) 3850 1160
437.436<ref name="BM437.436" /> U 5000 1730
437.437<ref name="BM437.437" /> U 5023 170 22
437.460<ref name="BM437.460" /> – Fahrgestell ohne Aufbau 3250 160
437.465<ref name="BM437.465" /> – 3850 1072
437.467<ref name="BM437.467" /> – Fahrgestell ohne Aufbau, 14,5 t 225/240
437.470<ref name="BM437.470" /> – Fahrgestell ohne Aufbau 3250 170

Unimogzeitleiste[Bearbeiten]

Vorlage:Unimogbaureihen

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Unimog 437.4 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive> <ref name="Schmeing, Wischhof – Traktoren der Daimler AG"> Werner Schmeing, Hans-Jürgen Wischhof: Traktoren der Daimler AG. 2., überarbeitete Auflage. Band 2 – Unbekannte Einblicke in Technik und Wirtschaft: Vom Unimog zum MB-trac und warum es keinen Nachfolger gab. DLG Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-7690-0832-6. </ref> <ref name="Schneider: Unimog – Alle Modelle seit 1948"> Peter Schneider: Unimog – Alle Modelle seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-613-02598-1. </ref> <ref name="Vogler – Typenatlas 2021"> Carl-Heinz Vogler: UNIMOG – 1946 bis 2021. Geramond, München 2021, ISBN 978-3-96453-247-3. </ref> <ref name="Daimler"> Daimler AG: Mercedes-Benz Public Archive: „Baureihe 437.4“. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.420"> Daimler AG: Baumuster 437.420. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.421"> Daimler AG: Baumuster 437.421. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.425"> Daimler AG: Baumuster 437.425. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.426"> Daimler AG: Baumuster 437.426. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.427"> Daimler AG: Baumuster 437.427. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.430"> Daimler AG: Baumuster 437.430. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.431"> Daimler AG: Baumuster 437.431. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.435"> Daimler AG: Baumuster 437.435. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.436"> Daimler AG: Baumuster 437.436. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.437"> Daimler AG: Baumuster 437.437. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.460"> Daimler AG: Baumuster 437.460. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.465"> Daimler AG: Baumuster 437.465. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.467"> Daimler AG: Baumuster 437.467. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="BM437.470"> Daimler AG: Baumuster 437.470. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="Daimler 2"> Daimler AG: Baureihe 437.4 – Mediendatenbank. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="Antriebsstrang"> Daimler AG: Unimog Baureihe 437.4 Detailzeichnung Fahrzeugtechnik Getriebe, Achsen und Federung. Abgerufen am 28. Januar 2018 </ref> <ref name="U4000"> Mercedes-Benz Unimog U 4000 </ref> <ref name="U5023"> Mercedes-Benz: Unimog Hochgeländegängig – Technische Daten U 5023 </ref> <ref name="U4023"> Mercedes-Benz: Unimog Hochgeländegängig – Technische Daten U 4023 </ref> </references>

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Krafträder und Quads

DKW P1-505 P • Hercules K 125 BW • Hercules K 180 BW • Maico M 250 B • KTM 400 LS-E Military • KTM 640 LS-E Military • Yamaha Grizzly 450 • LL Utility Terrain Vehicle

PKW und Transporter

VW Typ 2 • VW T3 • VW Typ 181

Kraftomnibusse

Setra S 313

LKW der 1. Generation

DKW Munga • Borgward B 2000 A/O • Mercedes-Benz Unimog S 404 B • Ford G 398 SAM • Henschel HS 115 A • MAN 630 L2 A/AE • Mercedes-Benz LG 315/46 • Magirus-Deutz A 6500 • Magirus-Deutz Jupiter • Faun GT 8/15 • Faun L 908 (Langhauber) • Faun L 908/54 VA • Faun L 912 (Langhauber) • Faun Z 912/21 • Faun L 912/VSA • Faun L 1212/45 VSA • Faun LK 12/21-400 • Faun LK 12/12-485

LKW der 2. Generation

VW Iltis • Faun KraKa 640 • Mercedes-Benz Unimog U 1300 L • MAN gl Kat I/Kat I A1 • Magirus-Deutz 168 M11FL/Iveco Magirus 110-17 AW • Mercedes-Benz L 1017/1017 A • MAN 15.192 F • MAN 15.240 FAS • MAN 22.240 DF/DE • Magirus-Deutz 320 D20FAT/Iveco Magirus 200-32 AH • Magirus-Deutz 320 D22FS/Iveco Magirus 220-32 AHT • Magirus-Deutz 320 D26FT/Iveco Magirus 260-32 AH • SLT 50-2/3 Elefant • SLT 56

LKW der 3. Generation

Mercedes-Benz Wolf • Mercedes-Benz Unimog (U 4000/U 5000) • MAN gl Kat I A1.1 • Multi

Radpanzer

Luchs • Fuchs • Fennek • GTK Boxer • RCH 155 • Patria 6×6

Geschützte Radfahrzeuge

ATF Dingo 1 • Serval • Duro 3/Yak • ATF Dingo 2 • ESK Mungo • Multi 2 FSA • Eagle IV/V • Enok • Mercedes-Benz Zetros • Iveco Trakker

Sonstige

Leichtes Artillerieraketensystem • PULS

Amphibienfahrzeuge

DUKW • M2 Alligator • M3

Prototypen und Versuchsmuster

Goliath Typ 31 Jagdwagen • Porsche 597 Jagdwagen • APE • Radpanzer 90 • Zobel • Sonderwagen 4 (TM-170) • KMW GFF 4 • Rheinmetall Wisent

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