Unternzenn
Unternzenn Markt Obernzenn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111)&title=Unternzenn 49° 27′ N, 10° 29′ O
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| Höhe: | 364–383 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,09 km²<ref name="Gemarkung" /> | |||||
| Einwohner: | 111 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91463 | |||||
| Vorwahl: | 09844 | |||||
Unternzenn (fränkisch: Unnäazänn<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 207. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „unęɘdsęn“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Unternzenn hat eine Fläche von 2,088 km². Sie ist in 218 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9578,86 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Unternzenn (093050). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Das Kirchdorf liegt an der Zenn. 1 km nördlich erhebt sich der Sandbühl (408 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2413 verläuft nach Obernzenn (1,2 km südwestlich) bzw. an der Hölzleinsmühle vorbei nach Oberaltenbernheim (2,2 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Im Jahre 1294 wurde der Ort als „Nidernczen“ erstmals urkundlich erwähnt, als Konrad IV. von Nürnberg und seine Frau Agnes dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg an die Kommende Virnsberg mit Eingehörungen schenkten, darunter auch Unternzenn. Im Ort gab es ein Schloss, das im Besitz der Herren von Seckendorff-Aberdar war.<ref>Ortsteile > Unternzenn. In: obernzenn.de. Abgerufen am 6. Juli 2023.</ref><ref>E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 207.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unternzenn 28 Anwesen. Das Hochgericht übte das Rittergut Unternzenn im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Unternzenn inne. Grundherren waren das Rittergut Unternzenn (24 Anwesen: Schloss, Wirtshaus, 2 Mühlen, 7 Güter, 3 Gütlein, 10 Tropfhäuser) und die Gemeinde Unternzenn (3 Häuser, Schulhaus).<ref name="H136">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 136.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Das Rittergut Unternzenn gehörte damals den Freiherren von Seckendorff-Aberdar und war dem Ritterkanton Altmühl steuerbar. Es übte das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft auch über Egenhausen und Rosenbach aus. In Ober- und Unteraltenbernheim war es gemeinsam mit der Deutschordenskommende Virnsberg Dorfherr. Neben den 24 Anwesen in Unternzenn war es noch Grundherr in Breitenau (1 Anwesen), Egenhausen (56), Ipsheim (2), Oberaltenbernheim (9), Rosenbach (11), Unteraltenbernheim (22).<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 72 f.</ref>
Im Jahre 1806 kam Unternzenn an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeediktes wurde 1808 der Steuerdistrikt Unternzenn gebildet, zu dem Egenhausen, Hölzleinsmühle und Sichelbronn gehörten. Die 1810 gebildete Ruralgemeinde war deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 964. </ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Leutershausen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Die freiwillige Gerichtsbarkeit und die Polizei hatte jedoch bis 1848 das Patrimonialgericht Unternzenn inne. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstanden zwei Ruralgemeinden: Unternzenn mit Hölzleinsmühle und Egenhausen mit Sichelbronn.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 55 (Digitalisat).</ref><ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 216.</ref> Ab 1862 gehörte Unternzenn zum Bezirksamt Ansbach und dem Rentamt Ansbach. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Leutershausen. Am 1. Januar 1880 kam Unternzenn zum Bezirksamt Uffenheim (1938 in Landkreis Uffenheim umbenannt) und zum Rentamt Windsheim (1919 in Finanzamt Windsheim umbenannt, seit 1932 Finanzamt Uffenheim).<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 216.</ref> Die Gerichtsbarkeit hatte das Amtsgericht Windsheim inne, seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,858 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Januar 1978 wurde Unternzenn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref><ref>Obernzenn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 20. April 2025.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
In Unternzenn gibt es sieben Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Obernzenn (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Evang.-luth. Filialkirche St. Maria
- Haus Nr. 10: ehemaliges Schul- und Lehrerwohnhaus
- Haus Nr. 12: Schloss Unternzenn mit Nebengebäuden
- Haus Nr. 14: Gärtnerhaus und Kellergebäude
- Haus Nr. 21: Fachwerkhaus
- Haus Nr. 23: Gasthaus Goldener Löwe
- Haus Nr. 31: ehemaliges Gemeindehaus
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Bodendenkmäler[Bearbeiten]
In der Gemarkung Unternzenn gibt es vier Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Allerheiligen (Egenhausen) gepfarrt.<ref name="H136" /> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.<ref name="OV 1961" />
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterzenn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 658 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769699270 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Reinhold Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 730115267, S. 97.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 136 (Digitalisat). Ebd. S. 216 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Uffenheim (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 22). Deutscher Kunstverlag, München 1966, DNB 457879262, S. 202–204.
Weblinks[Bearbeiten]
- Ortsteile > Unternzenn. In: obernzenn.de. Abgerufen am 6. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Unternzenn in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Unternzenn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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Binsmühle | Brachbach | Breitenau | Egenhausen | Esbach | Hechelbach | Hörhof | Limbach | Oberaltenbernheim | Obernzenn | Rappenau | Sichelbronn | Straßenhof | Unteraltenbernheim | Unternzenn | Urphertshofen | Wimmelbach
Sonstige Wohnplätze: Eisenmühle | Frickleinsmühle | Hölzleinsmühle | Schafhof | Veitsmühle
Wüstung: Wessachhof
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Ortsteil von Obernzenn
- Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
- Ersterwähnung 1294
- Gemeindegründung 1810
- Gemeindeauflösung 1977
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Ort an der Zenn
- Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim