Wamge
Wamge Stadt Attendorn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(189)&title=Wamge 51° 6′ N, 7° 51′ O
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| Einwohner: | 189 (31. Dez. 2025)<ref name="Einwohner2025">Einwohnerstatistik der Hansestadt Attendorn zum 31.12.2025. Hansestadt Attendorn, abgerufen am 20. Mai 2026.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 57439 | |||||
| Vorwahl: | 02722 | |||||
Lage von Wamge in Nordrhein-Westfalen
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Wamge ist ein Ortsteil der Stadt Attendorn im Kreis Olpe (Nordrhein-Westfalen) und hat 189 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025).<ref name="Einwohner2025" />
Geografie[Bearbeiten]
Wamge liegt westlich des Kernortes Attendorn und südlich von Listerscheid und Papiermühle in einem Seitental der Ihne. Hausberg ist der 419 m hohe Bausenberg.
Geschichte[Bearbeiten]
Wamge wurde urkundlich erstmals im Jahre 1379 als „to Waymbecke“ und 1386 mit Wambecke erwähnt.<ref>Regesten Limburg-Styrum 2, Nr. 596 S. 287 und Nr. 657 S. 312.</ref> Die Deutung des Ortsnamens als „heller, glänzender Bach“ bezieht sich auf die nördlich der Siedlung fließende Ihne.<ref>Michael Flöer: Die Ortsnamen des Kreises Olpe, in: Westfälisches Ortsnamenbuch, Band 8, Bielefeld 2014, S. 244, Digitalisat.[1]</ref> Am 25. April 1411 verkauft Wilhelm Graf zu Limburg und Herr zu Broich seine Lehnware an dem Zehnten aus den Gütern Boikenboile, Werschede, Alverinchusen und Waymbeke an einen Kölner Bürger.<ref>Norbert Scheele (Hrsg.): Regesten des ehemaligen Klosters Ewig, Olpe 1963, Urk 26 S. 7.</ref>
Politisch gehörte Wamge ehemals zum Amt Waldenburg und im Gogericht und Kirchspiel Attendorn zur Bauerschaft Albringhausen, der auch umliegende Orte wie Listerscheid, Papiermühle, Weschede, Klinke u. a. angehörten.
In der Türkensteuerliste von 1536 ist Johanns Sohn in der Wombeke, 1563 Johann in der Wagmecke aufgeführt. Im Schatzungsregister von 1543 wurde in der Burschafft Ailberinghausen mit 26 Steuerpflichtigen Johann in der Wamk mit einer Abgabe von 1 ort (¼ Goldgulden) genannt.<ref>Schatzungsregister von 1543, S. 68, pdf.[2]</ref> Im Register von 1565 wird Johann mit 2 ort (½ Gg) besteuert.<ref>Die Schatzungsregister des 16. Jahrhunderts für das Herzogtum Westfalen, Teil 1 (1536 und 1565), Münster 1971, S. 218, pdf.[3]</ref> Während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1636 der Hof Caspar Valle in de Wamecke als verarmtes und wüstes Gut bezeichnet. 1648 sind Georg Heidtbrinck in der Wamecke mit Familie und 1664 Caspar Heidbrink und Thonis Flucht Steuerpflichtig. Mitglieder der Familie Flucht werden bis 1728 als Steuerzahler erwähnt.<ref>Listerscheider Schützenverein 1868 e. V. – Geschichte Wamge.</ref> In hessischen Zeiten (1802–1816) gab es in Wamge zwei Höfe; Hesperichs Gut und das unterste Gut, später wurden deren Grundstücke aufgeteilt.<ref>Julius Pickert: Die Bauernhöfe des Attendorner Kirchspiels im 17. Jh., in: Heimatblätter des Kreises Olpe, 4. Jhg. 1926/27, S. 19.</ref>
Seit 1839 besuchten die Kinder aus Wamge und 22 umliegenden Dörfern in Listerscheid/Wamge eine einklassige Schule. Lehrer waren u. a. Flusche und Arens, Spielmann (1899), Schulte und Stamm (1914) oder Mertin (1929).<ref>Hubert Luke: 100 Jahre Familie Luke in Biekhofen 1896–1996, Eigendruck 1997, S. 31.</ref> In den 1880er Jahren stieg die Schülerzahl so stark an, dass 1888 zusätzlich in Klinke eine einklassige Schule gebaut wurde. Später nach immer weiter steigenden Schülerzahlen 1911/12 noch eine dreiklassige Schule in Listernohl.<ref>Norbert Scheele: Geschichtliche Wanderung durch das Biggetalsperrengebiet, in: Heimatstimmen des Kreises Olpe, Olpe 1966, Folgen 58, 60, 61, 62.</ref>
Das Adressbuch von 1929 führt in Wamge die Namen „Bruse (2), Henze (4), Mücher, Rüschenberg (3), Springob (5) und Teipel (2)“.<ref>Amtliches Adressbuch des Kreises Olpe, Ausgabe 1928/29, Abschnitt Gemeinde Attendorn-Land, S. 89.</ref> Im Jahre 1936 gab es in Wamge 9 Wohnhäuser und 60 Einwohner.<ref>Amtliches Einwohnerbuch des Kreises Olpe 1938, Amt Attendorn, S. XV.</ref> 1988 hatte der Ortsteil 144 Einwohner.<ref>Attendorn – Gestern und Heute, Verein für Orts- und Heimatkunde Attendorn e. V., Nr. 14 (1990), S. 15/16.</ref>
Nach dem Bau der Biggetalsperre (1956–1965) sind in Wamge viele neue Wohnhäuser entstanden. Südlich oberhalb des Ortes führt der Bigge-Lister-Wanderweg (Rund-Wanderweg) vorbei.
Ab 1819 gehörte Wamge im Amt Attendorn zur Gemeinde Attendorn-Land, bis die Gemeinde 1969 in die Stadt Attendorn eingegliedert wurde.
Religion, Vereine[Bearbeiten]
Wamge gehört zur Pfarrgemeinde St. Josef im nahe gelegenen Listerscheid. In der Ortschaft gibt es ein 1927 errichtetes Heiligenhäuschen mit zwei Marienfiguren, das zuletzt im Jahr 2017 renoviert wurde.<ref>Meinolf Lüttecke: 90 Jahre alt und jetzt in neuem Glanz. 10. Mai 2017, abgerufen am 6. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Das Vereinsleben findet im Vereinshaus bzw. der Schützenhalle Ihnetal und auf dem Fußballplatz an der Wesetalstraße in Weschede statt. Jedes Jahr findet ein selbstorganisierter Weihnachtsmarkt statt.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Albringhausen | Attendorn | Berlinghausen | Beukenbeul | Biekhofen | Biggen | Borghausen | Bremge bei Ennest | Bremge/Biggesee | Bürberg | Dahlhausen | Dünschede | Ebbe, Forsthaus | Ebbelinghagen | Eichen | Ennest | Erlen | Ewig | Fernholte | Hebberg | Helden | Hofkühl | Hohen Hagen | Holzweg | Jäckelchen | Keseberg | Keuperkusen | Kraghammer | Lichtringhausen | Listerscheid | Mecklinghausen | Merklinghausen | Milstenau | Neuenhof | Neu-Listernohl | Niederhelden | Nuttmecke | Papiermühle | Petersburg | Rauterkusen | Rautersbeul | Repe | Rieflinghausen | Röllecken | Roscheid | Schnellenberg | Sankt Claas | Silbecke | Uelhof | Voßsiepen | Wamge | Weltringhausen | Weschede | Weuste | Windhausen | Wörmge
