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Witwenblumen

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Witwenblumen
Datei:Illustration Knautia arvensis0.jpg

Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Illustration

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Witwenblumen
Wissenschaftlicher Name
Knautia
L.

Die Witwenblumen, auch Knautien oder Knopfblumen, (Knautia) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Acker-Witwenblume Knautia arvensis.jpg
Blütenstand der Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Witwenblumen-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die Stängel sind nicht kantig und besitzen keine Stacheln.

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind ungeteilt bis gefiedert.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen in verbreiterten und lang gestielten Köpfchen. Diese sind zwittrig oder weiblich und besitzen häufig mehrere Reihen Hüllblätter. Der Köpfchenboden ist ohne Spreublätter, ist aber haarig. Der Außenkelch der Blüte ist klein und undeutlich gezähnt. Der Kelch trägt 8 bis 16 Borsten oder Zähne und ist mehr oder weniger gestielt. An der ungleich vierzipfeligen Krone lässt sich die Gattung von den ähnlichen, aber fünfzipfeligen Skabiosen unterscheiden. Die Blütenkrone ist blauviolett, purpurfarben oder gelblich-weiß. Die Randblüten sind häufig „strahlend“.

Die Früchte sind nussartige, einsamige Schließfrüchte. Sie sind abgeflacht und vierkantig und besitzen ein Elaiosom.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und Schmetterlinge. Die Blüten sind vormännlich (proterandrisch). Die Ausbreitung der Diasporen, es sind die Früchte, erfolgt durch Ameisen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Knautia arvensis young.jpg
Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
Datei:Knautia dipsacifolia01.jpg
Wald-Witwenblume (Knautia maxima)
Datei:Knautia drymeia 001.JPG
Ungarische Witwenblume (Knautia drymeia)
Datei:Knautia longifolia kz01.jpg
Langblatt-Witwenblume (Knautia longifolia)
Datei:Knautia macedonica IMG 1840.jpg
Rote Witwenblume (Knautia macedonica)

Die Gattung Knautia wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 101 aufgestellt.<ref name="SpPl" /><ref name="Euro+Med" /> Der Gattungsname Knautia ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Christian Knaut (1656–1716)<ref name="Burkhardt2018" /> oder es ist auch sein Bruder Christoph (1638–1694) mitgeehrt.<ref name="Genaust2017" /> Christian Knaut teilte schon die Blütenpflanzen nach der Zahl und Anordnung der Blütenblätter ein.<ref name="Burkhardt2018" /> Ein Synonym für Knautia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ist Trichera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schrad. ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roem. & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schult.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Knautia ist systematisch schwierig. Sie bildet einen Polyploidie-Komplex, wobei die Sippenneubildung noch nicht beendet ist. Häufig treten auch Hybriden auf. Es gibt etwa 60 Arten, von denen 48 auch in Europa vorkommen.<ref name="ExkFl2005" /><ref name="Euro+Med" />

Die Gattung Knautia hat ihren Schwerpunkt in Europa und im Mittelmeerraum. Sie kommt auch in Südwestasien und in Westafrika vor.<ref name="FoP" />

In Mitteleuropa kommen folgende Arten vor:

Darüber hinaus kommen in Europa weitere Arten vor (hier eine Auswahl):

Philatelistisches[Bearbeiten]

Mit dem Erstausgabetag 6. August 2020 gab die Deutsche Post AG in der Serie „Blumen“ ein Postwertzeichen im Nennwert von 200 Eurocent mit dem Bild der Knautia macedonica heraus. Der Entwurf stammt von den Grafikern Stefan Klein und Olaf Neumann aus Iserlohn.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="ExkFl2005"> </ref> <ref name="FoP"> Yasin J. Nasir: Flora of West Pakistan 94: Dipsacaceae. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1975, OCLC 311348861, S. 10 (online bei efloras.org). </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 101, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D101%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018. </ref> <ref name="Genaust2017"> H. Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 6. Aufl. Verlag Springer Basel AG., 2017, ISBN 978-3-86820-149-9, S. 319. </ref> <ref name="Euro+Med"> G. Domina (2017+): Dipsacaceae.: Datenblatt Knautia. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Knautia bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Witwenblumen (Knautia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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