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XCOR Aerospace

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XCOR Aerospace
Rechtsform Privat
Gründung September 1999
Auflösung November 2017
Sitz Mojave Spaceport, Mojave (Kalifornien) und Midland (Texas)
Leitung Jay Gibson
Mitarbeiterzahl 40
Branche Luftfahrt, Raumfahrt, Weltraumtourismus

XCOR Aerospace war ein amerikanischer, privater Raketenantriebs- und Raumfahrzeugentwickler, mit Sitz auf dem Mojave Spaceport in Mojave, Kalifornien.<ref name="popmech20091001">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.New Area 51: Mojave’s Desert Outpost Holds Space Flight’s Future. PopularMechanics.com, August 2008 (Memento vom 19. Oktober 2008 im Internet Archive)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

XCOR wurde im September 1999 von vier Mitarbeitern des Raketenbauers Rotary Rocket in Mojave gegründet: Jeff Greason, Doug Jones, Dan DeLong und Aleta Jackson.<ref>Kathleen Petty: A look at XCOR. Midland Reporter Telegram, 7. Juli 2012, abgerufen am 24. November 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Erster CEO war Jeff Greason.<ref>Jeff Greason. Co-founder and CEO of XCOR Aerospace. NASA, 4. Juni 2009, abgerufen am 24. November 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juli 2012 wurde der Sitz nach Midland in Texas verlegt. XCOR überlegte, neben anderen Orten u. a. auf den Spaceport Colorado umzuziehen. Letzten Endes fiel die Wahl auf Midland, da die Stadtverwaltung und die Midland Development Corporation mit einer finanziellen Unterstützung mit bis zu 10 Millionen US-Dollar lockten.<ref name="mwt20120709">Kathleen Petty: Midland, Texas ideal destinations for aviation industry, officials say, „a $10 million economic development deal“. mywesttexas.com, 9. Juli 2012, abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="av20120710">Mark Carreau: XCOR Selects West Texas For Suborbital, Orbital R&D Hub. Aviation Week, 10. Juli 2012, abgerufen am 6. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im März 2015 wurde Jay Gibson als neuer CEO eingesetzt,<ref>PR Newswire: XCOR Aerospace Announces Jay Gibson As New Chief Executive Officer. 16. März 2015, abgerufen am 24. November 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Greason und DelOng verließen die Firma im November 2015.<ref>XCOR: Founders Stepping Back Marks New Phase in XCOR Lynx Development. 23. November 2015, abgerufen am 24. November 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Mai 2016 hat XCOR seine Mitarbeiter entlassen und 2017 Chapter 7 bankruptcy angemeldet.<ref>Jeff Foust: XCOR Aerospace files for bankruptcy. Abgerufen am 30. November 2018.</ref><ref>Doug Messier: XCOR Files for Chapter 7 Bankruptcy. Abgerufen am 30. November 2018.</ref>

Projekte[Bearbeiten]

Datei:Xcor-rocketracer-N216MR-071029-07cr-7.jpg
Der Prototyp des Rocket Racer, auf Basis der Velocity SE am 29. Oktober 2007 auf seinem ersten Flug auf dem Mojave Spaceport
Datei:Xcor-rocketracer-N216MR-071029-37cr-16.jpg
Der Rocket Racer beim Ausrollen nach der Landung.
Datei:Xcor-rocketracer-N216MR-071029-39cr-16.jpg
Heckansicht des Rocket Racer.

Abgeschlossene Projekte[Bearbeiten]

XCOR beschäftigte sich von Anfang an mit raketenbetriebenen Flugzeugen:

  • EZ-Rocket: Eine Rutan Long-EZ ausgestattet mit 1,8 kN starken Raketenantrieben, die die herkömmlichen Propellerantriebe ersetzen. Das Flugzeug wurde auch mehrmals auf Flugschauen gezeigt, u. a. auf der 2005 Oshkosh Airshow.<ref name="spacedaily20050819">XCOR To Fly EZ-Rocket At X Prize Cup Countdown. Space Daily, 19. August 2005, abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> EZ-Rocket war das erste privat gebaute und geflogene Raketenflugzeug weltweit.<ref name="mrt20120707">Kathleen Petty: A look at XCOR. Midland Reporter-Telegram, 7. Juli 2012, abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Rocket Racer: Das EZ-Rocket-Programm führte zu einem zweiten Modell, welches für die Rocket Racing League ausgelegt war. Es beruht auf dem Airframe einer Velocity SE und wurde auch als Mark-I X-Racer bekannt. Angetrieben wurde es von einem selbstentwickelten Triebwerk. Es handelt sich dabei um das XR-4K14-Triebwerk.<ref name="xa20101227">Products Overview. XCOR Aerospace, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. November 2010; abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Twin 400 lb-thrust XR-4A3 engines aboard the EZ-Rocket" (with in-flight photograph) ... "Another engine that we have developed in parallel is the XR-4K14, ... a 1,500 lb thrust regeneratively cooled LOX and pump-fed kerosene system ... used as the Rocket Racer aircraft's main engine.“</ref> Dieses Flugzeug machte 2008 verschiedene Demonstrationsflüge auf der EAA AirVenture Oshkosh.<ref name="ut20090806">Nancy Atkinson: XCOR X-Racer. Universe Today, 6. August 2009, abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Schub des Einzeltriebwerks soll bei 6,7 kN<ref name="xa20101227" /> bis 8 kN gelegen haben.<ref name="ps20060215">Michael Belfiore: X-Racers, Start Your Rockets! : The creators of the X prize offer a sensational vision of rocket-powered airplanes speeding through the sky. But can their new racing league steal a bit of Nascar's thunder? Popular Science, 15. Februar 2006, abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das wäre doppelt so viel wie bei der EZ-Rocket. Das Triebwerk verbrennt Flüssigsauerstoff und Kerosin. Diese Kombination erlaubt die einfache Lagerung in den Flügeltanks.<ref name="avp20080711">Allison Gatlin: XCOR performance tested. Antelope Valley Press, 11. Juli 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juli 2009; abgerufen am 17. April 2013.</ref> Nach den Tests, die 2008 abgeschlossen wurden, konnte XCOR sieben Flüge an einem Tag mit dem Flugzeug absolvieren.<ref name="mrt20120707" />
  • Tea cart engine: Ein 67 N starkes Steuertriebwerk, welches Distickstoffmonoxid und Ethan benutzt. Es ist auf einem fahrbaren Gestell montiert und wurde schon oft in Innenräumen zu Demonstrationszwecken gestartet und kommt auf über 1837 Zündungen und 9039 s Gesamtlaufzeit.<ref name="xa_ethanengine">XCOR Aerospace - 15 lb-thrust nitrous oxide / ethane rocket engine. XCOR Aerospace, 25. Februar 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Mai 2013; abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Test von LOX/Methan-Raketentriebwerken im Jahr 2005.<ref name="xcor2015">XCOR: XCOR Aerospace Completes Successful Development of Methane Rocket Engine. 30. August 2005, abgerufen am 12. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kopie einer XCOR-Pressemitteilung).</ref>
  • Frühere Arbeiten an LOX/Methan-Triebwerken führten zu einem Vertrag mit der NASA, zusammen mit ATK ein 33 kN starkes Triebwerk für den möglichen Einsatz als Rückkehrtriebwerk für den Orion-CEV-Mondlander. Am 16. Januar 2007 teilte XCOR mit, eine voll funktionstüchtige Vorversion getestet zu haben.<ref name="xcor20070116">XCOR Aerospace Begins Test Firing of Methane Rocket Engine. XCOR Aerospace, 16. Januar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2012; abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Lynx[Bearbeiten]

Lynx ist ein suborbitales Raketenflugzeug, das Pilot und Nutzlast bis in eine Höhe über 100 km bringen soll. Zwischen 20 und 50 Testflüge ebenso wie zahlreiche statische Triebwerkstest am Boden sind geplant. Ein komplettes Programm mit Taxi-Tests, Starttest und vollständigen Starts ist geplant, um das Flugzeug voll betriebsfähig zu machen. Lynx hat die Größe eines kleinen Privatflugzeugs. Es soll dank seiner wiederverwendbaren, nichttoxischen Triebwerke mehrmals am Tag starten können, um so die Betriebskosten niedrig zu halten.<ref name="xcpr20080326" /> Lynx ersetzt einen vorherigen Entwurf, das Xerus-Raumflugzeug. Die Entwicklung von Lynx wurde am 26. März 2008 mit dem Ziel angekündigt, innerhalb von zwei Jahren ein flugfähiges Fahrzeug zu entwickeln.<ref name="xcpr20080326">XCOR: XCOR AEROSPACE suborbital vehicle to fly within two years. 26. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Februar 2016; abgerufen am 12. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dieses Datum wurde mehrmals verschoben, zuerst ins Frühjahr 2012,<ref name="cur">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Countdown has begun for SXC (Memento vom 27. Dezember 2014 im Internet Archive) „Early next year, we will make the first sub-orbital flight, after which the final development will speed up tremendously. According to our schedule, we will be ready for commercial take-off by the end of 2013“</ref> dann ins Jahr 2013 und schließlich nach 2015.<ref>XCOR kündigt Lynx-Premiere für 2015 an. Raumfahrer.net, 8. Dezember 2014, abgerufen am 27. Dezember 2014.</ref> Das Modell Mark II soll neun bis 18 Monate nach dem Prototyp Mark I fliegen, je nachdem wie schnell das Testprogramm abgeschlossen werden kann.<ref name="xcpr20080326" />

XCOR Aerospace verkaufte bereits vorab 175 Lynx-Flüge für je 95.000 US-Dollar.<ref name="mrt20120707" />

Nonburnite[Bearbeiten]

XCOR hat Nonburnite entwickelt, einen kryokompatiblen, inhärent nichtbrennbaren Verbundwerkstoff, basierend auf thermoplastischen Fluorpolymeren. Ein niedriger Temperaturkoeffizient und eine eingebaute Unterdrückung von Mikrorissen machen es zu einem geeigneten Werkstoff für kryogene Tanks und für den Aufbau des Raumfahrzeugs selbst.<ref>XCOR Aerospace: Cyro Compatible Fluoropolymer Composite Material. XCOR Aerospace, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. April 2013; abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gemeinschaftsentwicklung einer LH2-betriebenen Oberstufe mit ULA[Bearbeiten]

Im März 2011 kündigte die United Launch Alliance (ULA) an, dass sie einen Vertrag zur gemeinschaftlichen Entwicklung eines flugtauglichen Oberstufentriebwerks mit XCOR abgeschlossen haben. Dieses soll mit Flüssigwasserstoff und Flüssigsauerstoff als Treibstoff entwickelt werden. Beruhend auf positiven Versuchen eine neue Triebwerksdüse aus Aluminiumlegierungen mit Hilfe innovativer Herstellungsverfahren zu entwickeln, glaubt ULA, dass das neue Triebwerk mehrere hundert Kilogramm leichter gebaut werden und zu niedrigeren Kosten und höherer Nutzlast für die private und staatliche Raumfahrt führen kann.<ref name="ula20110317">XCOR and ULA Demonstrate Revolutionary Rocket Engine Nozzle Technology — also sign contract for Liquid Hydrogen Engine Development. ULA, 17. März 2011, abgerufen am 9. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Hauptziel der Entwicklung ist die Produktion eines Triebwerks mit einem Schub von 110 bis 130 kN, welches signifikant niedrigere Produktionskosten hat und einfacher zu betreiben und zu integrieren ist als vergleichbare Triebwerke.<ref name="aw20110323">Frank Morring Jr.: ULA, XCOR to Develop Upper-Stage Engine. In: Aviation Week. 23. März 2011, abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „United Launch Alliance (ULA) and XCOR Aerospace are planning a joint effort to develop a low-cost upper-stage engine in the same class as the venerable RL-10, using technology XCOR is developing for its planned Lynx suborbital spaceplane. The two companies have been testing actively cooled aluminum nozzles XCOR is developing for its liquid oxygen/kerosene 5K18 engine for the Lynx, a reusable two-seat piloted vehicle the company plans to use for commercial research and tourist flights.“</ref>

Die ersten Tests fanden am 22. März 2011 statt und nutzten das für Lynx vorgesehene LOX-Kerosin-Triebwerk 5K18. Die Triebwerks-Düsen-Kombination zeigte die Fähigkeit der Aluminiumdüse, die hohen Temperaturen in mehreren Testläufen ohne sichtbaren Verschleiß oder Veränderung der Materialeigenschaften zu überstehen. Die Tests bestätigten das Design, die Materialauswahl und die Herstellungsverfahren der Düse und sind Grundlage zur Vergrößerung des bestehenden Entwurfs.<ref name="xcor20110322">XCOR and ULA Demonstrate Revolutionary Rocket Engine Nozzle Technology; Also Sign Contract for Liquid Hydrogen Engine Development. In: press release. XCOR Aerospace, 22. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2011; abgerufen am 17. April 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Dauer des Entwicklungsprogramms wird von der Höhe der Investitionen abhängen, die beim Erreichen der gesetzten Ziele im Rahmen von XCORs „build-a-little, test-a-little“-Prinzip (Baue ein bisschen, Teste ein bisschen) nötig sind. Bei einer Verringerung der Investitionen würde das Triebwerk erst in fünf bis zehn Jahren fertig.<ref name="aw20110323" />


Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />