Edderitz
Edderitz Stadt Südliches Anhalt
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1081)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 51° 42′ N, 11° 56′ O
{{#coordinates:51,698611111111|11,936111111111|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | Vorlage:Str replace m ü. NN | |||||
| Fläche: | Vorlage:Str replace km² | |||||
| Einwohner: | Vorlage:Str replace<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Südliches Anhalt ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 105 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. | |||||
| Postleitzahl: | 06388 | |||||
| Vorwahl: | 034976 | |||||
Lage von Edderitz in Sachsen-Anhalt
| ||||||
Edderitz ist ein Ortsteil der gleichnamigen Ortschaft der Stadt Südliches Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Geografie[Bearbeiten]
Edderitz liegt zwischen Köthen (Anhalt) und Halle (Saale).
Die zwischen Edderitz und Baasdorf gelegene Pilsenhöhe ist mit 111 Metern<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( des Vorlage:Referrer vom 6. Dezember 2008 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot, abgerufen am 31. August 2008</ref> die höchste Erhebung im Gebiet der Einheitsgemeinde Stadt Südliches Anhalt.
Ortsteile[Bearbeiten]
Die Ortschaft Edderitz bildet sich durch die Ortsteile Edderitz, Pfaffendorf und Pilsenhöhe.<ref>Hauptsatzung der Stadt Südliches Anhalt</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Die erste urkundliche Erwähnung als Ezeri stammt vom 2. Juni 973, als slawische Siedlung bestand der Ort möglicherweise bereits im 6. Jahrhundert.<ref name="G-EE">Website der Gemeinde, Geschichtliches – Die Entstehung Edderitz, abgerufen am 27. Juli 2008.</ref>
Im Jahre 1831 ist das Dorf durch den einzigen ernsthaften Ausbruch der Cholera in Anhalt bekannt geworden. Die Epidemie wurde am 1. März 1831 aus Halle (Saale) durch einen Reisenden eingeschleppt und dauerte sechs Tage. Während dieser Zeit fielen sechs Menschen der Krankheit zum Opfer.<ref>Allgemeine Cholera-Zeitung. Nr. 113, 20. Oktober 1832</ref>
Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Pfaffendorf nach Edderitz eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" />
Bis zur Neubildung der Einheitsgemeinde Südliches Anhalt am 1. Januar 2010<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010</ref> war Edderitz eine selbständige Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Anhalt mit den zugehörigen Ortsteilen Pfaffendorf und Pilsenhöhe.
Namensherkunft[Bearbeiten]
Der Name Edderitz wird auf das slawische Wort jezerisco zurückgeführt was etwa Ort am großen Teich bedeutet. Der Name bzw. dessen Schreibweise änderte sich im Lauf der Geschichte, so wurde das heutige Edderitz früher Ezerisko, Ezerisk, Izerizike und Esserisk genannt.<ref name="G-EE" />
Braunkohleförderung[Bearbeiten]
Am 1. August 1856 begann mit der Eröffnung der Grube Friedrich Franz der Braunkohlen-Bergbau bei Edderitz. Die 46 Bergleute förderten bis Jahresende 72.302 hl Kohle.<ref name="G-B">Website der Gemeinde, Geschichtliches – Braunkohle, abgerufen am 27. Juli 2008.</ref> 1911 begann mit der Verlegung von Stromkabeln die Elektrifizierung des Ortes.<ref>Website der Gemeinde, Geschichtliches – Chronik, abgerufen am 27. Juli 2008.</ref>
1935 wurde beschlossen, die Braunkohle unter Edderitz im Tagebaubetrieb zu fördern. Daher riss man ab 1938 etappenweise 200 Häuser und Höfe des alten Dorfs ab und errichtete direkt nördlich des aufgeschlossenen Tagebaus ein neues Dorf.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Ort zur sowjetischen Besatzungszone, die Grube Leopold AG als bisherige Eigentümerin der Grube und ihrer Nebenbetriebe wurde enteignet und die Anlagen zum 1. August 1948 in Volkseigentum überführt. Am 1. Juli 1958 erfolgte die Stilllegung des Tagebaubetriebs, die Brikettfabrik wurde am 30. Juni 1966 geschlossen.<ref name="G-B" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Nachfolgend die graphische Darstellung der Einwohnerentwicklung.<ref>Website der Gemeinde, Geschichtliches – Statistik, abgerufen am 27. Juli 2008.</ref>
<timeline> ImageSize = width:500 height:200 PlotArea = left:70 right:40 top:20 bottom:20 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = justify Colors =
id:gray1 value:gray(0.7)
DateFormat = yyyy Period = from:0 till:1800 ScaleMajor = unit:year increment:500 start:0 gridcolor:gray1 PlotData =
bar:1818 color:gray1 width:1 from:0 till:521 width:15 text:521 textcolor:red fontsize:8px bar:1848 color:gray1 width:1 from:0 till:603 width:15 text:603 textcolor:red fontsize:8px bar:1864 color:gray1 width:1 from:0 till:1079 width:15 text:1.079 textcolor:red fontsize:8px bar:1900 color:gray1 width:1 from:0 till:1283 width:15 text:1.283 textcolor:red fontsize:8px bar:1921 color:gray1 width:1 from:0 till:1200 width:15 text:1.200 textcolor:red fontsize:8px bar:1971 color:gray1 width:1 from:0 till:1752 width:15 text:1.752 textcolor:red fontsize:8px bar:1978 color:gray1 width:1 from:0 till:1584 width:15 text:1.584 textcolor:red fontsize:8px bar:1985 color:gray1 width:1 from:0 till:1434 width:15 text:1.434 textcolor:red fontsize:8px bar:1990 color:gray1 width:1 from:0 till:1399 width:15 text:1.399 textcolor:red fontsize:8px bar:2000 color:gray1 width:1 from:0 till:1294 width:15 text:1.294 textcolor:red fontsize:8px bar:2008 color:gray1 width:1 from:0 till:1182 width:15 text:1.182 textcolor:red fontsize:8px
</timeline>
(Zahl für 2008 aus<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 18. Januar 2012 im Internet Archive) (PDF; 808 kB), abgerufen am 4. Januar 2010.</ref>)
Religion[Bearbeiten]
Durch die im 16. Jahrhundert eingeführte Reformation wurden die Bevölkerung und die Kirche von Edderitz, das damals zum Erzbistum Magdeburg gehörte, lutherisch.
Evangelisch-lutherische Kirche[Bearbeiten]
Die Kirche gehört zur Kirchengemeinde Gröbzig im Kirchenkreis Köthen der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Da die alte Dorfkirche wie auch der Großteil des Dorfes Edderitz dem Braunkohlebergbau weichen musste, erfolgte 1953 die Grundsteinlegung für die heutige Kirche,<ref>Die Kirche in Edderitz. Evangelische Kirchengemeinden der Region Köthen Süd, abgerufen am 25. September 2024.</ref> die 1955 eingeweiht wurde.<ref>Johann-Arndt-Kirche Edderitz. anhalt-bitterfeld.im-bild.org, abgerufen am 25. September 2024.</ref>
Römisch-katholische Kapelle[Bearbeiten]
Die nach dem Erzengel Michael benannte Kapelle gehört zur Pfarrei St. Maria Köthen in der Pastoralregion Dessau des Bistums Magdeburg. Die Kapelle gehört im Bistum Magdeburg zu den wenigen Barackenkirchen, die heute noch gottesdienstlich genutzt werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich die Zahl der Katholiken in Edderitz durch die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa erheblich. Die Katholiken fanden Arbeit im Bergbau, in der Landwirtschaft sowie in der Brikettfabrik und der Schwelerei. Für die nun zur Pfarrei Preußlitz gehörenden Katholiken fanden in Edderitz katholische Gottesdienste in einem Klassenraum der Schule statt, später wechselte man in den Saal des Gasthauses Hundt.
Der Erwerb eines Grundstückes im Ortskern von Edderitz wurde von der politischen Gemeinde Edderitz verhindert, stattdessen konnte die Katholiken ein abgelegenes Grundstück am Hüttenweg erwerben. Das dort stehende Gebäude, das im Zweiten Weltkrieg als Gefangenenlager, danach als Waschkaue eines Tagebaus und später als Schulraum genutzt wurde, wurde Anfang der 1960er Jahre in Eigenleistung der Gemeindemitglieder zur Kapelle umgestaltet. Am 30. März 1964 weihte Friedrich Maria Rintelen, Weihbischof des Erzbistums Paderborn, zu dem Edderitz damals gehörte, den Altar der Kapelle.
Die Kapelle gehörte zur Pfarrgemeinde Gröbzig, zur Gründung einer eigenen katholischen Gemeinde kam es in Edderitz nicht. Am 15. Dezember 2007 wurde der Gemeindeverbund Köthen-Görzig-Osternienburg errichtet, zu dem die Kapelle fortan gehörte. Am 2. Mai 2010 entstand aus dem Gemeindeverbund die heutige Pfarrei St. Maria Köthen.<ref>Kapelle St. Michael. Pfarrei St. Maria Köthen, abgerufen am 25. September 2024.</ref>
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde war Annelie Fiedler. Nach der Eingemeindung wurde sie zur Ortsbürgermeisterin gewählt.
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 18. März 1993 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 2/1993 registriert.
Blasonierung: „Gespalten mit blauem Schildfuß, vorn in Schwarz zwei goldene Ähren, hinten in Gold schräg gekreuzte Schlägel und Eisen.“
Die Gemeindefarben sind Gold (für die Landwirtschaft) – Schwarz (für den Bergbau) – Blau (für das Wasser).
Die im Wappen enthaltenen typischen Agrar- und Bergbausymbole verweisen auf die von Landwirtschaft und (im 20. Jahrhundert) durch den Bergbau geprägte Gemeinde Edderitz. Die Farbe Blau ist ein Hinweis auf den ursprünglichen See, auf den auch der Name Edderitz zurückgeht (siehe Namensherkunft).
Denkmale[Bearbeiten]
- Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für 13 sowjetische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkrieges in der Zuckerfabrik Zwangsarbeit verrichten mussten
- Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Erholung[Bearbeiten]
Nach der Einstellung des Braunkohletagebaus 1953 wurde aus dem Tagebaurestloch der 40 Hektar große und etwa 40 Meter tiefe Edderitzer See geschaffen, der sich in der sonst gewässerarmen Gegend bald zur beliebten Bademöglichkeit entwickelte, der auch als Trinkwasserreservoir und zur Bewässerungswasserentnahme diente. Nach 1990 wurde die Bewässerungswasserentnahme jedoch eingestellt, worauf der Wasserstand soweit stieg, dass die Stabilität der Uferzonen in Gefahr geriet.
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten zwischen 2000 und 2003 wurde am westlichen Seeufer ein Freibad gebaut, welches von Mai bis September geöffnet ist. Um den Edderitzer See führt ein Wanderweg, an dessen Rand ein geologischer Lehrpfad angelegt wurde. Der Wanderweg um den Edderitzer See wird auch als Skater- und Sommerbiathlon-Strecke (mit einer Schießanlage für Druckluftwaffen) benutzt.
Ein etwa 6 Kilometer langer Radweg verbindet den Edderitzer See mit der Kreisstadt Köthen (Anhalt).
Verkehr[Bearbeiten]
Östlich von Edderitz verläuft die Bundesstraße 183 von Bitterfeld-Wolfen nach Köthen (Anhalt).
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Johann Arndt (1555–1621), evangelischer Geistlicher
- Bernhard Sehring (1855–1941), Architekt, Erbauer der Türme von St. Jakob in Köthen
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 17. Juni 2017 im Internet Archive)
- Fotos und Informationen zum Edderitzer See
- https://www.kirche-und-wir.de/edderitz.htm
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> </references>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Breesen | Cattau | Cosa | Diesdorf | Edderitz | Fernsdorf | Fraßdorf | Friedrichsdorf | Glauzig | Gnetsch | Görzig | Stadt Gröbzig | Großbadegast | Hinsdorf | Hohnsdorf | Kleinbadegast | Kleinweißandt | Körnitz | Lausigk | Lennewitz | Libehna | Locherau | Maasdorf | Meilendorf | Naundorf | Pfaffendorf | Pfriemsdorf | Piethen | Pösigk | Prosigk | Quellendorf | Stadt Radegast | Repau | Reupzig | Riesdorf | Rohndorf | Scheuder | Storkau | Trebbichau an der Fuhne | Wehlau | Weißandt-Gölzau | Werdershausen | Wieskau | Wörbzig | Zehbitz | Zehmigkau | Zehmitz | Ziebigk Vorlage:Klappleiste/Ende
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Ort im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)
- Geographie (Südliches Anhalt)
- Ersterwähnung 973
- Gemeindeauflösung 2010
