Enterobakterien
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Citrobacter freundii (sekundärelektronenmikroskopisches Bild) | ||||||||||
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| Adeolu et al. 2016 |
Die Enterobakterien bzw. die Vertreter der 2016 etablierten Ordnung Enterobacterales sind eine große Gruppe gramnegativer Bakterien. Nach dem phylogenetischen System gehören sie zur Klasse der Gammaproteobacteria in der Abteilung (Divisio, bei den Prokaryoten auch als Phylum bezeichnet) Pseudomonadota Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Garrity et al. 2021 (ehemals Proteobacteria) und bilden dort eine eigene Ordnung.
Vor 2016 wurde für diese Bakteriengruppe der Name „Enterobacteriales“ verwendet, der jedoch nach den Regeln des Bakteriologischen Codes ICNB (die vor 2019 gültige Version des International Code of Nomenclature of Prokaryotes, ICNP) nicht gültig war. Weiterhin gab es nur eine Familie – die Enterobacteriaceae – innerhalb der Ordnung. Mit der Etablierung der Ordnung Enterobacterales verbunden ist eine Aufteilung der bisher bekannten Taxa auf mehrere neue Familien.<ref name="Adeolu" /> Die neue Systematik führt beispielsweise dazu, dass die Gattungen Escherichia, Morganella und Yersinia drei unterschiedlichen Familien angehören (vgl. Abschnitt Systematik).
Der Name Enterobakterien leitet sich von enteron (gr. ἔντερον ‚Darm‘) ab, weil viele von ihnen typische Darmbewohner sind. Aber auch viele freilebende und ubiquitär vorkommende, nicht darmbewohnende Bakterienarten gehören in diese Ordnung. Unter den Enterobacterales finden sich bedeutende Krankheitserreger, ebenso gibt es zahlreiche Vertreter, die als nicht pathogen angesehen werden. Sie können mit oder ohne Sauerstoff wachsen, ihr Stoffwechsel ist fakultativ anaerob.
Merkmale[Bearbeiten]
Erscheinungsbild[Bearbeiten]
Die Zellen sind stäbchenförmig und gewöhnlich 1 bis 5 µm (Mikrometer) lang und besitzen einen Durchmesser von etwa 0,5–1,0 µm. Es werden keine Endosporen gebildet. Die meisten können sich mit Flagellen aktiv bewegen, sie sind motil, es kommen jedoch auch Gattungen vor, die sich nicht aktiv bewegen können. Da die Bakterienzellwand aus wenigen Mureinschichten und einer zweiten, äußeren Membran besteht, sind die Enterobakterien gramnegativ, werden also in der Gram-Färbung durch die verwendeten Farbstoffe rosa bis rot angefärbt. Bei manchen Arten, z. B. aus der Gattung Klebsiella ist die Zellwand von einer Kapsel umgeben, die aus Polysacchariden besteht. Sie verleihen den auf einem Nährboden gewachsenen Bakterienkolonien ein schleimiges Aussehen.
Wachstum und Stoffwechsel[Bearbeiten]
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Ihr Stoffwechsel ist fakultativ anaerob, daher können sie sowohl über Oxidation unter Anwesenheit von Sauerstoff Stoffe abbauen, als auch unter anaeroben Bedingungen (kein Sauerstoff) Gärung betreiben. Als Kohlenstoff- und Energiequellen verwerten sie D-Glucose und weitere Kohlenhydrate. Zwei wichtige anaerobe Stoffwechselwege, die zur Unterscheidung der einzelnen Gattungen genutzt werden, sind die 2,3-Butandiol-Gärung und die gemischte Säuregärung (mixed acid fermentation). Bei der gemischten Säuregärung treten als End- und Nebenprodukte vorwiegend organische Säuren, wie Essigsäure, Milchsäure und Bernsteinsäure (Succinat), aber kein Butandiol auf. Bei der 2,3-Butandiol-Gärung entstehen aus der Gärung von Glucose als End- und Nebenprodukte geringere Mengen von Säuren, aber vor allem in großen Mengen der Alkohol 2,3-Butandiol. Ein weiteres Merkmal der 2,3-Butandiol-Gärung ist das Zwischenprodukt Acetoin und die wesentlich höhere Gasproduktion (CO2). Man findet Butandiolgärung z. B. bei Enterobacter, Klebsiella, Erwinia und Serratia. Gemischte Säuregärung nutzen u. a. Gattungen wie Escherichia, Salmonella und Proteus. Weiterhin reduzieren die Enterobakterien Nitrat zu Nitrit. Der Oxidase-Test verläuft bei ihnen negativ, der Katalase-Test bei vielen, aber nicht allen Arten positiv.
Zur Bestimmung der einzelnen Gattungen wird eine Vielzahl von Diagnosetests genutzt. Zum Beispiel wird mit Hilfe des Voges-Proskauer-Tests das Zwischenprodukt Acetoin der 2,3-Butandiol-Gärung nachgewiesen. Auch der Nachweis des Enzyms β-Galactosidase wird häufig zur Unterscheidung verwendet. Bakterien, die über dieses Enzym verfügen, können das Disaccharid Lactose (Milchzucker) hydrolytisch in die Monosaccharide Glucose und Galactose spalten, um sie im Stoffwechsel zu nutzen. Sie werden als lactosepositiv charakterisiert und auch als Coliforme bezeichnet. Bei Selektivmedien erfolgt der Nachweis des Lactoseabbaus häufig über die Säurebildung beim fermentativen Abbau des Kohlenhydrats, durch die Säurebildung verändert der im Nährmedium enthaltene pH-Indikator seine Farbe. Bei manchen Arten ergibt sich in Bezug auf die Lactoseverwertung kein einheitliches Bild, da zu wenig Säure produziert wird, wobei dann die Angabe „variabel“ verwendet wird, hier ist es empfehlenswert, den ONPG-Test zu nutzen. Einen Überblick über biochemische Nachweise oder weitere Methoden zur Identifizierung findet sich in den jeweiligen Gattungs- oder Spezies-Artikeln.
Die meisten Enterobakterien sind in Bezug auf die benötigten Nährstoffe nicht anspruchsvoll und wachsen auf üblichen Nährmedien, die Pepton oder Fleischextrakt enthalten, als nicht-selektives Nährmedium kann auch Blutagar genutzt werden. Sie tolerieren einen Massenanteil von 0–6 % an Natriumchlorid (NaCl) im Nährmedium, ein NaCl-Zusatz im Nährmedium ist aber nicht notwendig. Wenn sie auf MacConkey-Agar kultiviert werden, lassen sich bereits lactosepositive und lactosenegative Vertreter unterscheiden, auch Eosin-Methylen-Blau-Agar wird dafür eingesetzt. Sie wachsen auf oder in Nährmedien, die Gallensalze enthalten, dies kann zur Isolierung genutzt werden. Auf festen Nährmedien wachsen die Kolonien mit einem Durchmesser von 2–3 mm. Auffällig ist hier die Gattung Proteus, insbesondere P. vulgaris und P. mirabilis, bei denen man das sogenannte „Schwärm-Phänomen“ beobachtet. Wenn sich wachsende Kolonien dieser Bakterien auf einer Agar-Platte ausbreiten, sieht man einen Bakterienrasen mit konzentrischen Ringen.<ref name="med_MB_7" />
Die meisten Vertreter der Enterobacterales sind mesophil, d. h. sie bevorzugen mittlere Temperaturen, medizinisch bedeutsamen Arten wachsen meist gut bei 35 – 37 °C. Das bakterielle Wachstum findet allerdings in einem weiten Bereich von ungefähr 4 – 45 °C statt, je nachdem, welche Art kultiviert wird. Einige Vertreter zeigen bei niedrigeren Temperaturen (25 – 30 °C im Vergleich zu 37 °C) eine höhere Stoffwechselaktivität, was in den oben genannten biochemischen Tests dann beispielsweise zu einem positiven Ergebnis führt, während der Test bei einer Inkubation bei 37 °C negativ oder nicht eindeutig ausfällt. Viele Yersinia-Arten sind bei niedrigeren Temperaturen motil, aber nicht bei 37 °C. Ähnliche Ergebnisse findet man bei Arten aus den Gattungen Enterobacter, Hafnia und Tatumella.<ref name="med_MB_7" />
Chemotaxonomie[Bearbeiten]
Wie für gramnegative Bakterien typisch, besitzen die Enterobakterien eine äußere Membran, bei ihr sind die Phospholipide überwiegend durch Polysaccharide ersetzt, die mit Lipiden komplexe Lipopolysaccharide (LPS) bilden. Diese Lipopolysaccharide wirken als Antigene, Pyrogene und Endotoxine. Die Enterobacterales besitzen ein gemeinsames Antigen, das ECA (enterobacterial common antigen), welches chemisch gesehen ein Polymer aus Aminozuckern ist, die teilweise mit Fettsäuren verestert sind. Das ECA liegt normalerweise als freies Glykolipid in der äußeren Membran vor, bei einigen Bakterienstämmen hingegen ist es mit den LPS verbunden.<ref name="med_MB_7" />
Folgende Bestandteile der Bakterienzelle wirken ebenfalls als Antigene: Es kommen einmal die sogenannten somatischen O-Antigene vor, sie beruhen auf den nach außen ragenden Oligosacchariden der Lipopolysaccharide in der äußeren Membran der Zellen, sie werden auch O-spezifische Oligosaccharide oder O-spezifische Kette genannt. Die H-Antigene sind durch die Flagellen begründet, die F-Antigene durch die Fimbrien und die K-Antigene durch eine Kapsel. Die O- und H-Antigene wurden ursprünglich bei Untersuchungen von Proteus-Stämmen beschrieben, sehr motile Stämme überziehen beim Wachstum das Nährmedium wie mit einem Film, ohne sichtbare Bildung von Kolonien, dies wurde als „Hauch“ bezeichnet, darauf basiert der verwendete Buchstabe ‚H‘. Stämme, die nicht motil sind, wachsen „ohne Hauch“ (‚O‘).<ref name="med_MB_1" /> Die Bezeichnung und die zelluläre Zuordnung der Antigene ist bei dem für Salmonellen angewendeten Kauffmann-White-Schema beschrieben, es erlaubt die serologische Einordnung von Serovaren (Serotypen) zur Identifizierung.
Bei pathogenen Stämmen von Enterobakterien spielt das O-Antigen eine Rolle, bestimmte O-Antigene verursachen eine höhere Virulenz, ein Beispiel ist das Serovar E. coli O157:H7, ein Vertreter der Enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC).<ref name="med_MB_1" /> Das glatte (smooth) Aussehen der Kolonien wird mit den O-spezifischen Oligosacchariden in Verbindung gebracht, die ein Teil der LPS sind. Manche Mutanten oder bestimmte Stämme wachsen als raue (rough) Kolonien, bei ihnen sind die LPS zwar ebenfalls vorhanden, aber bei den enthaltenen Polysaccharidketten liegt nur der Kernteil (core) vor, die variable O-spezifische Kette fehlt.<ref name="med_MB_7" /> Die Antigene sind auch die Grundlage für serologische Untersuchungen von Patientenseren, beispielsweise bei der Bestimmung des Antikörpertiters, dies wird jedoch nur selten durchgeführt.<ref name="med_MB_1" />
Pathogenität[Bearbeiten]
Angesichts der vielen Arten, die zur Ordnung der Enterobacterales gehören, sind keine allgemeinen Aussagen möglich. Zur Ordnung gehören drei bedeutsame Krankheitserreger: Yersinia pestis, der Erreger der Lungen- und Beulenpest, Salmonella enterica subsp. enterica Serovar Typhi (kurz: Salmonella Typhi) als Typhus-Erreger und Shigella dysenteriae Serovar 1, verantwortlich für die Bakterienruhr. Sie werden durch die Biostoffverordnung in Verbindung mit der TRBA (Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe) 466 der Risikogruppe 3 zugeordnet, der höchsten für Bakterien vergebenen Risikogruppe.<ref name="trba-466" /> Auch die weiteren Shigella- und Salmonella-Arten oder -Serovare verursachen beim Menschen Diarrhoe (Durchfall) und intestinale Infektionen, also Infektionen im Darm („Enteritis“), sie werden der Risikogruppe 2 zugeordnet.<ref name="trba-466" />
Ebenfalls sind einige, aber nicht alle Arten der Gattungen Escherichia und Yersinia typische Darm-Pathogene. Eine Auswahl weiterer pathogener Enterobakterien ist im Abschnitt Medizinische Bedeutung genannt. Weitere Vertreter können bei gesundheitlich geschwächten Personen krankheitserregend wirken, sie sind also fakultativ pathogene (opportunistische) Krankheitserreger. Sie kommen auch bei Gesunden häufig im Darm vor und lösen nicht notwendigerweise Krankheiten aus. Daneben gibt es zahlreiche Vertreter der Ordnung, die nicht pathogen für den Menschen sind und der Risikogruppe 1 zugeordnet werden. Manche Arten sind jedoch pathogen für Pflanzen, beispielsweise Erwinia und Pectobacterium oder für Tiere, beispielsweise Arsenophonus nasoniae für die Erzwespe Nasonia vitripennis.<ref name="med_MB_7" />
Die Lipopolysaccharide der äußeren Membran, genauer gesagt die darin enthaltene Komponente Lipid A wirkt als Endotoxin, das erst beim Zerfall der Bakterien, also nach ihrem Tod, freigesetzt wird. Wenn es in den Blutkreislauf gelangt, kann es einen Zytokinsturm auslösen und dadurch u. a. Fieber verursachen, die Wirkung ist also auch pyrogen. Einige wenige Spezies oder auch nur Serovare einzelner Arten bilden Enterotoxine, diese werden so genannt, da sie den Darm (griechisch: enteron) angreifen. Dazu gehört das von Shigella dysenteriae produzierte Shiga-Toxin und das von den Enterohämorrhagischen E. coli (EHEC) produzierte Vero-Toxin, beides sind Proteine. Die Vero-Toxine 1 und 2 werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu denen von Shigella auch Shiga-like-toxin I/II (SLT I/II) genannt. Enterotoxische E. coli (ETEC) produzieren zwei verschiedene hitzelabile Enterotoxine (LT I und II) und ein hitzestabiles Enterotoxin (ST).<ref name="med_MB_1" />
Genetik[Bearbeiten]
Die Desoxyribonukleinsäure (DNA) liegt in den Zellen als ein ringförmiges Bakterienchromosom vor. Das Genom von zwei Stämmen von Escherichia coli wurde im Jahr 2001 vollständig sequenziert. Die Ergebnisse der Sequenzierungen bei verschiedenen Enterobakterien zeigen einen GC-Gehalt (den Anteil der Nukleinbasen Guanin und Cytosin) in der Bakterien-DNA im Bereich von 39–59 Mol-Prozent, bei den meisten Gattungen liegt er im Bereich von 49–59 Mol-Prozent. Die DNA von Stämmen der gleichen Art kann deutlich variieren, was evolutionär begründet ist. Darauf basieren die in Laboratorien angewendeten molekularbiologischen Methoden zur Unterscheidung bzw. Identifizierung.<ref name="med_MB_7" />
Viele Stämme der Enterobacterales enthalten zusätzliches genetisches Material in Form von Plasmiden oder Bakteriophagen. Deren Gene codieren wichtige Proteine, wie verschiedene Toxine und Kolonisationsfaktoren, die von Bedeutung für die Pathogenität und Virulenz sind. Die Plasmide enthalten weiterhin Gene, die für Enzyme codieren, die im Stoffwechsel der Kohlenhydrate oder bei der Synthese der Zellwand beteiligt sind und Gene für die Antibiotikaresistenz. Sie können durch horizontalen Gentransfer zwischen den verschiedenen Enterobakterien ausgetauscht bzw. weitergegeben werden.<ref name="med_MB_7" />
Durch Verwendung phylogenetischer Methoden kann die Stammesgeschichte und die verwandtschaftlichen Beziehungen der Bakterien untereinander geklärt werden. In der 2016 veröffentlichten Beschreibung der Ordnung Enterobacterales werden fünf ‚konservierte charakteristische Indels‘ (engl. conserved signature inserts and deletions, CSI; Näheres dazu im Abschnitt Systematik und Taxonomie) festgelegt, die typisch für die Vertreter der Ordnung sind, aber nicht bei anderen Bakterien vorkommen. Die fünf CSI kommen in den Gensequenzen vor, die für die Proteine L-Arabinose-Isomerase, Elongationsfaktor-P ähnliches Protein YeiP, Peptid-ABC-Transporter Permease, Pyrophosphatase und ein hypothetisches Protein codieren.<ref name="Adeolu" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Der wahrscheinlich bekannteste Vertreter der Enterobakterien ist Escherichia coli, einer der wichtigsten Modellorganismen der Genetik, Biochemie sowie der Mikrobiologie und verbunden mit der Entdeckung der Bakteriophagen, die auf ihn spezialisiert sind. Das Bakterium gehört zur normalen menschlichen Darmflora und wird daher als Indikatororganismus für fäkale Verunreinigungen z. B. in Gewässern oder Lebensmitteln verwendet. Viele Enterobakterien sind Teil der gesunden Darmflora von Menschen und Tieren. Sie sind jedoch ubiquitär verbreitet und kommen nahezu überall in der Umwelt vor, beispielsweise im Boden, im Wasser, bei Pflanzen einschließlich deren Früchte (Obst, Gemüse, Körner) und anderen Lebensmittel. Manche Arten sind pathogen für Pflanzen, vergleiche Abschnitt Pathogenität. Einige Spezies besetzen spezielle ökologische Nischen, so wurde Photorhabdus luminescens aus Nematoden isoliert, mit denen das Bakterium eine Symbiose bildet.<ref name="med_MB_7" /> Serratia-Arten sind häufig bei verschiedenen Insekten zu finden. Weitere tierische Habitate sind Schnecken, Reptilien und Vögel, beispielsweise Hühnervögel.<ref name="med_MB_1" />
Systematik und Taxonomie[Bearbeiten]
Verwendete Methoden der phylogenetische Systematik[Bearbeiten]
Bei den Vertretern der „Enterobacteriales“ führten die Ergebnisse phylogenetischer Methoden der letzten Jahre, die insbesondere auf Untersuchung der 16S rRNA beruhten, ein für Prokaryoten typischer Vertreter der ribosomalen RNA, zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Daher war es das Ziel mehrerer Wissenschaftler (Adeolu et al.) der McMaster University in Ontario, Kanada eine phylogenetische Systematik zu erstellen, die auf Vergleich von genetischen Merkmalen möglichst vieler Vertreter der Gruppe basiert. Zum Zeitpunkt der Untersuchung (2016) waren bereits 14.000 Genome von 54 den Enterobakterien zugehörigen Gattungen in der Genomdatenbank des Nationalen Zentrums für Biotechnologieinformation (NCBI) verfügbar. Für die Analyse wurden 179 repräsentative Genomsequenzen herangezogen und verschiedene molekularer Marker ausgesucht und verglichen, um jeweils einen phylogenetischen Baum zu erstellen, der die evolutionären Beziehungen zwischen den Vertretern der Enterobakterien darstellt.<ref name="Adeolu" />
Zum einen wurden dafür 1548 Hauptproteine herangezogen, die typisch für die Gruppe sind und DNA-Sequenzen verglichen, die für die Proteine codieren. Analog dazu wurden 53 ribosomale Proteine (rProteine) verwendet und weiterhin wurde die DNA-Sequenzanalyse von mehreren Loci (MLSA), die für vier Proteine codieren, durchgeführt. Bei den Proteinen handelt es sich um GyrB (Gyrase B), RpoB, AtpD and InfB. Die so konstruierten drei phylogenetischen Bäume ergeben ein einheitliches Bild mit jeweils sieben Kladen, die als Enterobacter-Escherichia-Klade, Erwinia-Pantoea-Klade, Pectobacterium-Dickeya-Klade, Yersinia-Serratia-Klade, Hafnia-Edwardsiella-Klade, Proteus-Xenorhabdus-Klade und Budvicia-Klade bezeichnet werden. Darauf basierend wird die Ordnung Enterobacterales mit sieben Familien definiert. Das Ergebnis dieser phylogenetischen Analyse wird durch die Resultate der Analyse der Genomverwandtschaft unterstützt. Diese Methode erfolgt ebenfalls in silico (computerbasiert) als Ersatz für die DNA-DNA-Hybridisierung und ist hilfreich für die Einordnung taxonomisch höherer Rangstufen.<ref name="Adeolu" />
Die Genomanalyse ermöglicht auch das Entdecken bzw. Festlegen von ‚konservierten (bewahrten) molekularen Eigenschaften‘, die sich innerhalb einer Gruppe von nah miteinander verwandten Organismen nicht oder kaum voneinander unterscheiden, während sie sich bei Organismen einer anderen Gruppe durch Evolution deutlich verändert haben. Für die phylogenetische Systematik der Prokaryoten werden dazu ‚konservierte charakteristische Indels‘ (engl. conserved signature inserts and deletions, CSI) verwendet. Gruppenspezifische CSI sind charakteristisch für ein bestimmtes Taxon (beispielsweise eine Ordnung), da sie in allen Vertretern dieser Gruppe und nicht in anderen Gruppen auftreten. Das ursprüngliche Indel eines gruppenspezifischen CSI trat vermutlich bereits vor der Aufspaltung im letzten gemeinsamen Vorfahren auf und wurde von den daraus entstandenen Vertretern der Gruppe übernommen („vererbt“).<ref name="Gupta" /> Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Untersuchung von Adeolu et al. ist die Entdeckung von 71 CSI, darunter fünf, die einzigartig für alle Vertreter der Ordnung Enterobacterales sind und daher für ihre Beschreibung verwendet werden. Die übrigen 66 CSI sind spezifisch für die sieben Gruppen und können bei zukünftigen Genomanalysen von neu entdeckten Spezies der Enterobakterien für deren systematische Klassifikation verwendet werden.<ref name="Adeolu" />
| Kladogramm zu den Verwandtschaftsverhältnissen innerhalb der Ordnung Enterobacterales (Stand 2016)<ref name="Adeolu" /> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Das Kladogramm gibt die Anzahl der dazugehörigen konservierten charakteristischen Indels (CSI) an. Später beschriebene Familien sind nicht enthalten. |
Das Ergebnis der umfangreichen genomweiten Analysen aus dem Jahr 2016 ist Grundlage der im Folgenden dargestellte Systematik, die bereits weiter aktualisiert wurde.
Nomenklatur und Taxonomie der Ordnung[Bearbeiten]
Die Gattung Enterobacter ist nicht die Typusgattung der Familie Enterobacteriacea, dies ist die Gattung Escherichia. Damit wird von der festgelegten Nomenklatur gemäß dem Prokaryotischen Code (International Code of Nomenclature of Prokaryotes, ICNP, früher: Bakteriologischer Code) abgewichen, was 1958 durch Festlegung in der Judicial Opinion 15 der Judicial Commission (in etwa „richterliche oder unparteiische Kommission“) der Internationalen Kommission für die Systematik der Prokaryoten (International Committee on Systematics of Prokaryotes, ICSP) bestätigt wurde.<ref name="ICNP_2022" /> Nach den Regeln des Prokaryotischen Codes müsste eine Ordnung mit der Typusgattung Escherichia folglich „Escherichiales“ genannt werden, eine Ordnung mit der Typusgattung Enterobacter müsste „Enterobacterales“, jedoch nicht „Enterobacteriales“ genannt werden.<ref name="ICNP_2022" /> Um die Akzeptanz der neuen Systematik sicherzustellen und die mögliche Verwirrung bei Benennung der Ordnung als „Escherichiales“ zu vermeiden, wurde der Name Enterobacterales ord. nov. mit der Typusgattung Enterobacter gewählt.<ref name="Adeolu" />
Aktuelle Systematik[Bearbeiten]
Zu der 2016 etablierten Ordnung der Enterobacterales gehören acht gültig beschriebene Familien (Stand 28. August 2026)<ref name="lpsn1" /> mit insgesamt ca. 70 Gattungen. Weitere Familien, wie die Thorselliaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kämpfer et al. 2015 wurde durch eine Gruppe von Wissenschaftlern erstbeschrieben,<ref name="Kaempfer" /> sie ist zwar nach der Genom-gestützten Phylogenie der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (GTDB) in der Ordnung enthalten; jedoch nicht in der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (LPSN), sondern dort als incertae sedis gekennzeichnet.<ref name="lpsn2" /> Im Taxonomy Browser des {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (NCBI) gehört sie allerdings ebenfalls zu den Enterobacterales.<ref name="taxo" /> Ein neuerer Zugang ist die Familie Gallaecimonadaceae, sie „entstammt“ ebenfalls der Genom-gestützten Phylogenie der GTDB und wurde mit Hunderten weiterer Taxa 2023/2024 dem ICNP entsprechend beschrieben<ref name="Chuvochina_329" /> und inzwischen als Gallaecimonadaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Chuvochina et al. 2024 in der Validation List no. 215 gültig veröffentlicht<ref name="validation" /> und den Enterobacterales zugeordnet.<ref name="lpsn1" />
Die neu festgelegte und damit den Regeln des Prokaryotischen Codes (ICNP) entsprechende Typusgattung der Ordnung ist die Gattung Enterobacter. Die gültige Beschreibung der Ordnung Enterobacterales Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adeolu et al. 2016 entspricht der Beschreibung der Familie der Enterobacteriaceae im Bergey’s Manual of Systematic Bacteriology von 2005, mit der Erweiterung, dass die Vertreter der Ordnung von allen anderen Bakterien durch fünf CSI unterschieden werden können.<ref name="Adeolu" />
Im Folgenden eine Auflistung der zugehörigen Familien mit Nennung den meisten der dazugehörigen Gattungen (Stand 28. August 2024).<ref name="lpsn1" /> Es bedeuten:
- Budviciaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adeolu et al. 2016 (L, G: Synonym von Enterobacteriaceae)
- Budvicia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bouvet et al. 1985 – Typusgattung der Familie
- Leminorella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hickman-Brenner et al. 1985
- Pragia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Aldová et al. 1988
(sekundärelektronenmikroskopische Aufnahme)
- Enterobacteriaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rahn 1937 (Approved Lists 1980) (bzw. (ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rahn 1937) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ewing et al. 1980) (L,G) [Enterobacteraceae (ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lapage 1979) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lapage 1982 Escherichiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Goodfellow & Trüper 1982]
- Apirhabdus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Quinn et al. 2024
- Buttiauxella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ferragut et al. 1982
- Cedecea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Grimont et al. 1981
- Citrobacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Werkman & Gillen 1932 (Approved Lists 1980)
- Cronobacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Iversen et al. 2008, z. B.:
- Dryocola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maddock et al. 2023
- Edaphovirga Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Xue et al. 2025
- Enterobacillus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Patil et al. 2015
- Enterobacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hormaeche & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Edwards 1960 (Approved Lists 1980)
- Escherichia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Castellani & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Chalmers 1919 (Approved Lists 1980) – Typusgattung der Familie (sic!), z. B.:
- Franconibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stephan et al. 2014
- Gibbsiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brady et al.
- Huaxiibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.He et al. 2022
- Intestinirhabdus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Xu et al. 2020
- Izhakiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Aizenberg-Gershtein et al. 2016
- Jejuibacter corrig. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Jiang et al. 2025
- Klebsiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Trevisan 1885 (Approved Lists 1980) [Raoultella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Drancourt et al. 2001], z. B.:
- Kluyvera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Farmer et al. 1981
- Kosakonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brady et al. 2013
- Koserella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hickman-Brenner et al. 1985
- Leclercia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tamura et al. 1987
- Lelliottia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brady et al. 2013
- Limnobaculum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baek et al. 2019
- Mangrovibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rameshkumar et al. 2010
- Phytobacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Zhang et al. 2017
- Plesiomonas corrig. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Habs & Schubert 1962 (Approved Lists 1980), z. B.:
- Pluralibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brady et al. 2013, z. B.:
- Pseudescherichia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Alnajar & Gupta 2017
- Pseudocitrobacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kämpfer et al. 2014
- Rosenbergiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Halpern et al. 2013
- Saccharobacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Yaping et al. 1990
- Salmonella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lignieres 1900 (Approved Lists 1980)
- Scandinavium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Marathe et al. 2020
- Shigella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Castellani & Chalmers 1919
- Shimwellia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Priest & Barker 2010
- Siccibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stephan et al. 2014
- Silvania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maddock et al. 2023
- Superficieibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Potter et al. 2025
- Tenebrionibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hu & Yang 2022
- Tenebrionicola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lee et al. 2022
- Trabulsiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.McWhorter et al. 1992
- Yokenella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kosako et al. 1985
- Enterobacteriaceae_A (G: Abspaltung, nicht in L)
- „Ca. Annandiella“ corrig. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.von Dohlen et al. 2013 [„Ca. Annandia“ Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.von Dohlen et al. 2013] (G, L: incertae sedis)
- Erwiniaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adeolu et al. 2016 (L, G: Synonym von Enterobacteriaceae)
- Buchnera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Munson et al. 1991
- Duffyella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Soutar & Stavrinides 2023
- Erwinia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Winslow et al. 1920 (Approved Lists 1980) – Typusgattung der Familie, z. B.:
- Mixta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Palmer et al. 2018
- Pantoea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gavini et al. 1989
- Phaseolibacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Halpern et al. 2013
- Tatumella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hollis et al. 1982
- Wigglesworthia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Aksoy 1995
- Gallaecimonadaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Chuvochina et al. 2024 (L,G)
- Gallaecimonas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rodríguez-Blanco et al. 2010 – Typusgattung der Familie
- Hafniaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adeolu et al. 2016 (L, G: Synonym von Enterobacteriaceae)
- Edwardsiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ewing & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.McWhorter 1965
- Hafnia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Møller 1954 – Typusgattung der Familie
- Obesumbacterium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Shimwell 1963
- Morganellaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adeolu et al. 2016 (L, G: Synonym von Enterobacteriaceae)
- Arsenophonus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gherna et al. 1991
- Moellerella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hickman-Brenner et al. 1984
- Morganella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fulton 1943 – Typusgattung der Familie
- Photorhabdus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boemare et al. 1993
- Proteus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt. Hauser 1885 (Approved Lists 1980), z. B.:
- Providencia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ewing 1962 (Approved Lists 1980)
- Xenorhabdus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Thomas & Poinar 1979 (Approved Lists 1980)
- Pectobacteriaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adeolu et al. 2016 [„Bruguierivoracaceae“ Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Li et al. 2021] (L, G: Synonym von Enterobacteriaceae)
- Acerihabitans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lee et al. 2021
- Biostraticola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Verbarg et al. 2008
- Brenneria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hauben et al. 1999
- Bruguierivorax Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Li et al. 2026
- Dickeya Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Samson et al. 2005
- Lonsdalea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brady et al. 2012
- Pectobacterium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Waldee 1945 (Approved Lists 1980) – Typusgattung der Familie
- Prodigiosinella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hugouvieux-Cotte-Pattat et al. 2024
- Sodalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maudlin Dale & 1999
- Symbiopectobacterium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nadal-Jiménez et al. 2022
- Thorselliaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kämpfer et al. 2015 (G, L: incertae sedis)
- Coetzeea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kämpfer et al. 2016
- Thorsellia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kämpfer et al. 2006 – Typusgattung der Familie
- Yersiniaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adeolu et al. 2016 (L, G: Synonym von Enterobacteriaceae)
- Chania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ee et al. 2016
- Chimaeribacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rossi & Fisher 2020
- Ewingella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Grimont et al. 1984
- Rahnella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Izard et al. 1981
- Rouxiella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Le Flèche-Matéos et al. 2015
- Samsonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sutra et al. 2001
- Serratia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bizio 1823 (Approved Lists 1980), z. B.:
- Yersinia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.van Loghem 1944 (Approved Lists 1980) – Typusgattung der Familie, z. B.:
- Yersinia pestis, Auslöser der Lungen- und Beulenpest
Die GTDB fasst die Taxa grundsätzlich weiter (sensu lato). Daraus erklären sich einerseits die vielen Synonyme der Familien, andrerseits gehören dort zur Ordnung weitere Familien:
- Aeromonadaceae (G, L: zu Aeromonadales)
- Succinivibrionaceae (G, L: zu Aeromonadales)
- Alteromonadaceae (G, L: zu Alteromonadales)
- Celerinatantimonadaceae (G, L: zu Alteromonadales)
- Psychrobiaceae (G, L: Synonym von Shewanellaceae zu Alteromonadales)
- Psychromonadaceae (G, L: zu Alteromonadales)
- Shewanellaceae (G, L: zu Alteromonadales)
- Moritellaceae (G, L: zu Alteromonadales)
- Kangiellaceae (G, L: zu Oceanospirillales)
- Pelagibaculaceae (G, L: zu Oceanospirillales)
- Neiellaceae (G, L: zu „Vibrionales“)
- Vibrionaceae (G, L: zu „Vibrionales“)
- Pasteurellaceae (G, L: zu Pasteurellales)
- Psittacicellaceae (G, L: zu Pasteurellales)
- Permianibacteraceae (G, L: Synonym von Pseudomonadaceae zu Pseudomonadales)
Historische Entwicklung und einige Synonyme[Bearbeiten]
Der Name Enterobacteriaceae für die Familie, deren Vertreter nun der Ordnung Enterobacterales angehören, wurde 1937 von Rahn vorgeschlagen. Allerdings sind einige Arten innerhalb dieser Gruppe schon davor beschrieben worden, beispielsweise wurde Serratia marcescens 1823 von Bizio so benannt und erstbeschrieben. Andere „alte“ Vertreter sind Yersinia pseudotuberculosis (1883), Salmonella Typhi (1884), Salmonella cholerae-suis, Proteus vulgaris und Proteus mirabilis (alle 1885 erstbeschrieben) sowie Yersinia pestis (1894). Escherichia coli wurde 1885 erstbeschrieben, dabei jedoch von Migula als „Bacillus coli“ bezeichnet, dieser Name gilt als Basonym. Diese durch die Regeln des Bakteriologischen Codes (mittlerweile der Prokaryotische Code) notwendigen Änderungen in der Nomenklatur führten zu zahlreichen Synonymen für Arten oder Gattungen, was Kritiker als „quälenden Prozess“ (torturous process) bezeichnen, was jedoch mit dem erweiterten Wissen über die Bakterien erklärbar ist.<ref name="med_MB_7" />
Hier einige Beispiele für Synonyme und Umstellungen (z. B. Combinatio nova): Alle Arten von Levinea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Young et al. 1971 wurden zu der Gattung Citrobacter Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Werkman & Gillen 1932 gestellt. Verschiedene Erwinia-Arten wurden in die Gattungen Pantoea, Enterobacter, Pectobacterium und Brenneria aufgeteilt. Liquidobacterium genauso wie Cosenzaea ist ein Synonym für Proteus. Die Gattung Calymmatobacterium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Aragão & Vianna 1913 ist ein Synonym für Klebsiella.<ref name="lpsn1" />
Medizinische Bedeutung[Bearbeiten]
In der Ordnung der Enterobacterales finden sich einige bedeutende Krankheitserreger. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2010 machen sie etwa 80 % der klinisch relevanten isolierten gramnegativen Bakterien aus und etwa 50 % insgesamt, bezogen auf alle Bakterien. Enterobakterien findet man bei knapp 50 % der Fälle von Septikämie und bei etwa 70 % der Fälle von Harnwegsinfektionen, vor allem werden intestinale Infektionen (Infektionen des Darms) durch sie verursacht. Zu den weiteren beim Menschen durch Enterobakterien verursachten Krankheiten gehören Diarrhoe (Durchfall), Meningitis, Bakteriämie, Pneumonie (Lungenentzündung), Wundinfektionen und Abszesse. Sie kommen vielfach als nosokomiale Erreger vor („Krankenhauskeime“) und befallen Menschen mit schwachem Immunsystem.<ref name="med_MB_7" />
Bedeutsame Infektionskrankheiten, die durch bestimmte Arten der Enterobakterien verursacht werden, sind unter anderem Lungen- und Beulenpest, Typhus und die Bakterienruhr, vergleiche Abschnitt Pathogenität. Durch Infektion mit Enterotoxin-bildenden Stämmen kann vor allem bei Kindern das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) ausgelöst werden.
Einige Enterobakterien verursachen extraintestinale Infektionen, also Infektionen außerhalb des Darms. Im Vergleich zur Vielzahl an Spezies in der Ordnung Enterobacterales sind dies nur wenige Arten. Dazu gehören beispielsweise Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Proteus mirabilis, Klebsiella aerogenes (Synonym: Enterobacter aerogenes), Vertreter des Enterobacter cloacae Komplexes und Serratia marcescens.<ref name="med_MB_7" />
Antibiotikaresistenz und nosokomiale Infektionen[Bearbeiten]
Einige Arten der Enterobakterien sind als Erreger von nosokomialen Infektionen von großer Bedeutung, sie machen etwa 50 % dieser Infektionen aus (Stand 2005).<ref name="med_MB_1" /> In Deutschland gibt es seit 2016 eine Meldepflicht (vergleiche nächster Abschnitt), so dass mittlerweile durch das Robert Koch-Institut Fälle erfasst und Daten im Infektionsepidemiologischen Jahrbuch veröffentlicht werden. In dem Dokument für 2020 wird auf die Bedeutung der Carbapeneme als sogenannte Reserveantibiotika aufmerksam gemacht. Diese Antibiotika können durch Carbapenemasen (bakterielle Enzyme) gespalten werden, dadurch sind die Bakterien resistent oder zeigen zumindest eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber den Carbapenemen, was deren therapeutischen Einsatz verhindert. Daher sind Carbapenemase-produzierende Bakterienstämme im Krankenhaus von großer Bedeutung. Unter den Enterobakterien sind dies vor allem Stämme von E. coli (65 % produzieren Carbapenemase) und K. pneumoniae (50 %), während dies bei K. aerogenes nur auf 3 % der Stämme zutrifft. Im Infektionsepidemiologischen Jahrbuch 2020 werden insgesamt 3.590 Fälle von Enterobacterales mit verminderter Carbapenem-Empfindlichkeit aufgeführt. Zum Vergleich: Bei Acinetobacter-Arten (z. B. Acinetobacter baumannii) wurden 481 Fälle mit verminderter Carbapenem-Empfindlichkeit erfasst.<ref name="RKI_2020" /> Die Beschränkung der Daten auf Carbapenemase-produzierende Stämme ermöglicht keine generalisierte Aussagen zur Relevanz der Enterobakterien für nosokomiale Infektionen. Bei Daten über das Vorkommen von MRGN (multiresistente gramnegative Bakterien) ist zu beachten, dass zu dieser Gruppe neben den Enterobakterien auch Pseudomonas-, Acinetobacter- und weitere Arten gehören.
Neben erworbenen Antibiotikaresistenzen können Enterobakterien auch über eine primäre Resistenz (intrinsische Resistenz) verfügen, als genetisches Merkmal, das unabhängig vom klinischen Einsatz der Antibiotika ist. So sind beispielsweise mehrere oder sogar alle Arten aus den Gattungen Buttiauxella, Cedecea, Citrobacter, Enterobacter, Ewingella, Hafnia, Morganella, Providencia und Serratia resistent gegen Cefalotin. Weiterhin sind Cedecea-Arten, Citrobacter amalonaticus, Escherichia hermannii, Klebsiella pneumoniae, Kluyvera ascorbata, Kluyvera cryocrescens, Proteus vulgaris, Morganella morganii und Serratia fonticola resistent gegen Ampicillin und Edwardsiella tarda sogar gegen Colistin.<ref name="med_MB_7" />
Meldepflicht[Bearbeiten]
In Deutschland ist der direkte Nachweis von Enterobacterales namentlich meldepflichtig nach § 7 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), aber nur Nachweis einer Carbapenemase-Determinante oder mit Resistenz gegenüber Meropenem. Die Meldepflicht besteht nur bei Infektion oder Kolonisation (§ 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 52 lit. b IfSG).<ref>Artikel 7 Nr. 3 lit. a Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz — ApoVWG) BGBl. 2026 I Nr. 195 mit Wirkung zum 2. Juli 2026.</ref> Zudem ist das Auftreten von zwei oder mehr nosokomialen Infektionen namentlich zu melden, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird (§ 6 Abs. 3 IfSG).<ref>Zuletzt geändert durch Artikel 7 Nr. 2 lit. b Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz — ApoVWG) BGBl. 2026 I Nr. 195 mit Wirkung zum 2. Juli 2026.</ref>
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Volume 6: Proteobacteria: Gamma Subclass. In: Martin Dworkin, Stanley Falkow, Eugene Rosenberg, Karl-Heinz Schleifer, Erko Stackebrandt (Hrsg.): The Prokaryotes. A Handbook on the Biology of Bacteria. 3. Auflage. Springer-Verlag, New York 2006, ISBN 978-0-387-25496-8, doi:10.1007/0-387-30746-X_9.
- J. J. Farmer III, M. K. Farmer, Barry Holmes: The Enterobacteriaceae: general characteristics. In: S. Peter Borriello, Patrick R. Murray, Guido Funke (Hrsg.): Topley & Wilson's Microbiology and Microbial Infections - Bacteriology Volume 2. 10. Auflage. John Wiley & Sons, Ltd, Chichester, UK 2010, ISBN 978-0-470-68638-6.
- Michael T. Madigan, John M. Martinko, Jack Parker: Brock – Mikrobiologie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2001, ISBN 3-8274-0566-1
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Adeolu"> M. Adeolu, S. Alnajar, S. Naushad, R. S. Gupta: Genome-based phylogeny and taxonomy of the ‘Enterobacteriales’: proposal for Enterobacterales ord. nov. divided into the families Enterobacteriaceae, Erwiniaceae fam. nov., Pectobacteriaceae fam. nov., Yersiniaceae fam. nov., Hafniaceae fam. nov., Morganellaceae fam. nov., and Budviciaceae fam. nov. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology. Band 66, Dezember 2016, S. 5575–5599, doi:10.1099/ijsem.0.001485. </ref> <ref name="Chuvochina_329"> Maria Chuvochina, Aaron J. Mussig, Pierre-Alain Chaumeil, Adam Skarshewski, Christian Rinke, Donovan H. Parks, Philip Hugenholtz: Proposal of names for 329 higher rank taxa defined in the Genome Taxonomy Database under two prokaryotic codes. In: FEMS Microbiology Letters. Band 370, 17. Januar 2023, S. 1–33, doi:10.1093/femsle/fnad071, PMID 37480240. </ref> <ref name="Gupta">Radhey S. Gupta, Emma Griffiths: Critical Issues in Bacterial Phylogeny. In: Theoretical Population Biology. Band 61, Nr. 4, Juni 2002, S. 423–434, doi:10.1006/tpbi.2002.1589, PMID 12167362.</ref> <ref name="ICNP_2022"> International Code of Nomenclature of Prokaryotes. Prokaryotic Code (2022 Revision). In: Aharon Oren, David R. Arahal, Markus Göker, Edward R. B. Moore, Ramon Rossello-Mora, Iain C. Sutcliffe (Hrsg.): International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology. Band 73, 23. Mai 2023, S. 005585, doi:10.1099/ijsem.0.005585. </ref> <ref name="Kaempfer"> P. Kämpfer, S. P. Glaeser, L. K. J. Nilsson, T. Eberhard, S. Håkansson, L. Guy, S. Roos, H.-J. Busse, O. Terenius: Proposal of Thorsellia kenyensis sp. nov. and Thorsellia kandunguensis sp. nov., isolated from larvae of Anopheles arabiensis, as members of the family Thorselliaceae fam. nov. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology. Band 65, Februar 2015, S. 444–451, doi:10.1099/ijs.0.070292-0. </ref> <ref name="lpsn1"> Aidan C. Parte, Joaquim Sardà Carbasse, Jan P. Meier-Kolthoff, Lorenz C. Reimer, Markus Göker: List of Prokaryotic names with Standing in Nomenclature (LPSN) moves to the DSMZ. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology. Band 70, Nr. 11, 1. November 2020, S. 5607–5612, doi:10.1099/ijsem.0.004332 (dsmz.de [abgerufen am 4. April 2024]). </ref> <ref name="lpsn2"> LPSN: Family Thorselliaceae. In: DSMZ. Abgerufen am 4. April 2024. </ref> <ref name="med_MB_1"> Herbert Hof, Rüdiger Dörries: Enterobacteriaceae. In: Duale Reihe: Medizinische Mikrobiologie. 3. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-13-125313-2, S. 374–400.</ref> <ref name="med_MB_7"> J. J. Farmer III, M. K. Farmer, Barry Holmes: The Enterobacteriaceae: general characteristics. In: Topley & Wilson's Microbiology and Microbial Infections - Bacteriology Volume 2. 10. Auflage. John Wiley & Sons, Ltd, Chichester, UK 2010, ISBN 978-0-470-68638-6, S. 1317–1359. </ref> <ref name="RKI_2020"> Infektionsepidemiologisches Jahrbuch für 2020. Robert Koch-Institut, 20. September 2021, abgerufen am 5. April 2024. </ref> <ref name="validation"> Aharon Oren, Markus Göker: Validation List no. 215. Valid publication of new names and new combinations effectively published outside the IJSEM. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology. Band 74, 1. Februar 2024, S. 006173, doi:10.1099/ijsem.0.006173. </ref> <ref name="taxo"> Conrad L. Schoch et al.: NCBI Taxonomy: a comprehensive update on curation, resources and tools. In: Database: The Journal of Biological Databases and Curation. Band 2020, 1. Januar 2020, S. baaa062, PMID 32761142 (nih.gov [abgerufen am 4. April 2024]).</ref> <ref name="trba-466"> TRBA (Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe) 466: Einstufung von Prokaryonten (Bacteria und Archaea) in Risikogruppen. In: Webseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). 25. August 2015, abgerufen am 27. März 2024 (letzte Änderung vom 20. März 2023).</ref> </references>