Fohlenhof (Colmberg)
Fohlenhof war ein Gemeindeteil des Marktes Colmberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Heute ist das denkmalgeschützte Anwesen Haus Nr. 7 der Colmberger Ortsstraße Am Fohlenhof.<ref>Parzellarkarte. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Die Einöde lag ursprünglich 200 Meter östlich der Colmberger Kernsiedlung am Rande des sich im Norden und Westen anschließenden Gemeindewald auf einer Höhe von 453 m ü. NHN. Im Osten grenzte das Koohfeld an. Zu dem Anwesen selber gehörten keine Acker- oder Grünflächen.<ref>Bayerische Uraufnahme. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Das Anwesen war ursprünglich ein Revierförsterhaus des ansbachischen Oberamtes Colmberg. Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Anwesen für die Fohlenzucht genutzt und war dem Fürstentum Ansbach direkt unterstellt. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums erhielt das Anwesen bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 72 des Ortes Colmberg.<ref name="J847">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 847.</ref><ref>Johann Kaspar Bundschuh: Colmberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 538 (Digitalisat). Laut dieser Quelle gab es zu der Zeit 70 bis 80 Fohlen.</ref> Zugleich wurde Fohlenzucht aufgehoben.<ref>Landwirthschaftliche Mittheilungen aus Mittelfranken: 1861, S. 87 (Digitalisat).</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fohlenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Colmberg und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Colmberg zugeordnet. In den amtlichen Verzeichnissen nach 1888 wurde der Ort nicht mehr aufgeführt.
Baudenkmal[Bearbeiten]
- Am Fohlenhof 7: Ehemaliges Forsthaus mit Scheune, Nebengebäude und Gartenmauer<ref>Denkmalliste für Colmberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Religion[Bearbeiten]
Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Ursula (Colmberg) gepfarrt.<ref name="J847"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 91.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblink[Bearbeiten]
Fußnoten[Bearbeiten]
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Auerbach | Bieg | Binzwangen | Colmberg | Häslabronn | Kurzendorf | Meuchlein | Oberfelden | Oberhegenau | Poppenbach | Unterfelden | Unterhegenau
Sonstiger Wohnplatz: Fohlenhof
Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 49° 21′ 27,1″ N, 10° 24′ 15,1″ O
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