Unterfelden
Unterfelden Markt Colmberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(57)&title=Unterfelden 49° 22′ N, 10° 23′ O
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| Höhe: | 434 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 57 (31. Dez. 2021)<ref name="Einwohner">Zahlen & Daten > Bevölkerung. In: colmberg.de. Abgerufen am 25. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91598 | |||||
| Vorwahl: | 09803 | |||||
Unterfelden ist ein Gemeindeteil des Marktes Colmberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Unterfelden liegt in der Gemarkung Oberfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Das Dorf liegt an der Altmühl. 0,4 km südlich des Ortes steht eine Gemeindeeiche, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist, 0,75 km nördlich liegt das Buchfeld, 1,5 km nordöstlich im Heiligenholz erhebt sich der Eichelberg (514 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2245 führt nach Oberhegenau (1,7 km nördlich). Die Staatsstraße 2250 führt nach Colmberg (1,8 km südöstlich) bzw. nach Geslau (5,2 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde erstmals in einer Wildbannurkunde von Kaiser Otto III. für den Bischof Heinrich von Würzburg, ausgestellt am 1. Mai 1000, als „Ueldun“ genannt und als achtzehnter Grenzpunkt bezeichnet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 139.</ref><ref>https://www.regesta-imperii.de/regesten/2-3-0-otto-iii/nr/1000-05-01_1_0_2_3_0_1111_1360.html (MGD O III. Nr. 358)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Urkunde vom 1. Mai 1000 Bild mit Übersetzung</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Unterfelden 9 Mannschaften verzeichnet: 6 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg und 3 Anwesen dem Rittergut Jochsberg. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 705.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 wurden für Oberfelden 10 Mannschaften verzeichnet: 7 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg und 3 Anwesen dem Vogtamt Jochsberg.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 28. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 710.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterfelden 9 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Ansbach als Grundherrn (Kastenamt Colmberg: 1 Hof, 1 Halbhof, 1 Gut, 1 Köblergut, 1 Söldengütlein, 1 Häuslein; Vogtamt Jochsberg: 1 Hof, 1 Hof mit Wirtschaft, 1 Köblergut). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J918">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 918.</ref> Es gab 10 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Unterfelden. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 104 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 625.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J1004">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1004f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Unterfelden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Colmberg und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Colmberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Unterfelden in die neu gebildete Ruralgemeinde Oberfelden umgemeindet. Am 1. Juli 1972 wurde Unterfelden im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Colmberg eingemeindet.<ref name="J1004"/><ref>Colmberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
- Haus Nr. 2: eingeschossiger Putzbau, Halbwalmdach, 17. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Colmberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 6: eingeschossiges Fachwerkhaus, 1699.<ref name="Denkmalliste"/>
- Haus Nr. 9: Bauernhof; Wohnstallhaus, eingeschossiger Fachwerkbau mit Halbwalmdach, zweite Hälfte 17. Jahrhundert; Scheune, teilweise verschalter Holzständerbau, mit Fachwerkwänden und Steilsatteldach, Mitte 19. Jahrhundert, unter Verwendung älterer Bestandteile.<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Maria (Auerbach) gepfarrt,<ref name="J918"/> seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Ursula (Colmberg) zuständig.<ref name="OV 1846"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Unterfelden. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 625 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 116.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Unterfelden in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Unterfelden im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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Sonstiger Wohnplatz: Fohlenhof