Oberhegenau
Oberhegenau Markt Colmberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(32)&title=Oberhegenau 49° 23′ N, 10° 23′ O
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dim=10000 | globe= | name=Oberhegenau | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 437 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 32 (31. Dez. 2021)<ref name="Einwohner">Zahlen & Daten > Bevölkerung. In: colmberg.de. Abgerufen am 25. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91598 | |||||
| Vorwahl: | 09803 | |||||
Oberhegenau ist ein Gemeindeteil des Marktes Colmberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberhegenau liegt in der Gemarkung Binzwangen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Der Weiler liegt am Furtgraben, einem linken Zufluss der Altmühl. Im Nordwesten liegt das Bergfeld, im Nordosten das Lange Strichfeld, 1 km nördlich erhebt sich der Sauberg (484 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2245 führt über Anfelden zu einer Anschlussstelle der B 13 bei Oberdachstetten (4,5 km nördlich) bzw. zur Staatsstraße 2250 bei Unterfelden (1,7 km südlich). Die Kreisstraße AN 2 zweigt von der St 2245 nach Unterhegenau ab (1,3 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte[Bearbeiten]
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Oberhegenau zehn Mannschaften verzeichnet: zwei Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg und acht Anwesen dem eichstättischen Propsteiamt Herrieden. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 9r. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 sind die grundherrschaftlichen Verhältnisse für Oberhegenau unverändert. Das Hochgericht übte weiterhin das Vogtamt Colmberg aus, was aber vom brandenburg-bayreuthischen Schultheißenamt Markt Bergel strittig gemacht wurde.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 26. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 709.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Binzwangen mit Oberhegenau eine Realgemeinde. In Oberhegnau gab es weiterhin zehn Anwesen. Das Hochgericht übte das Schultheißenamt Markt Bergel aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Vogtamt Aurach. Grundherren waren das Kastenamt Colmberg (zwei Anwesen) und das Propsteiamt Herrieden (acht Anwesen). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J896">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 896.</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 174f.: „Oberhegenau, Eichstättischer Weiler im Ober- und Vogtamte Wahrberg-Aurach, wohin acht Unterthanen dieses Orts nebst dem Hirtenstabe und der Gemeindsherrlichkeit gehören. Der Ort ist [Sp. 175] nach Binzwang gepfarrt, wovon er nur ein Paar Büchsenschuß weit südöstlich entfernt und eben so dem Weiler Unterfelden, wie unweit davon Unterhegenau dem Weiler Unterfelden gegenüber liegt, so daß diese 4 Weiler ein vollkommenes Viereck zusammen bilden. Die übrigen Unterthanen allda sind nebst der Fraisch Ansbachisch.“</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J980"/>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberhegenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Binzwangen und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Binzwangen zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde Oberhegenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Colmberg eingemeindet.<ref name="J980">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 980.</ref><ref>Colmberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian, Cornelius und Cyprian (Binzwangen) gepfarrt.<ref name="J896"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberhegenau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 174–175 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberhegenau in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberhegenau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Auerbach | Bieg | Binzwangen | Colmberg | Häslabronn | Kurzendorf | Meuchlein | Oberfelden | Oberhegenau | Poppenbach | Unterfelden | Unterhegenau
Sonstiger Wohnplatz: Fohlenhof