Freihardt
Freihardt Stadt Treuchtlingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(19)&title=Freihardt 48° 57′ N, 10° 50′ O
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dim=10000 | globe= | name=Freihardt | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 574–580 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 19 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 353 (Digitalisat).</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91757 | |||||
| Vorwahl: | 09142 | |||||
Freihardt ist ein Gemeindeteil der Stadt Treuchtlingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Freihardt liegt in der Gemarkung Auernheim.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024.</ref>
Lage[Bearbeiten]
Der Weiler liegt in der Südlichen Frankenalb in einer Geländemulde südöstlich von Auernheim und westlich des Treuchtlinger Gemeindeteils Oberheumödern der Gemarkung Windischhausen. Südlich befindet sich das Waldgebiet Grottenhof. Nördlich von Freihardt führt die Staatsstraße 2216 vorbei; von ihr zweigt, von Auernheim kommend, vor einem Sägewerk eine Gemeindeverbindungsstraße nach Freihardt ab. Etwa 1,2 Kilometer weiter östlich zweigt von der Staatsstraße eine weitere Zufahrtsmöglichkeit nach Freihardt ab.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsnamensdeutung[Bearbeiten]
„Hart/Haard“ bedeutet unbebautes Land, eine Heide oder eine Weidetrift; „frei“ bedeutet, dass das Grundstück abgabenfrei war bzw. von den umliegenden Dörfern als Weideland frei nutzbar war.<ref>Meier (2008), S. 102 f.</ref><ref name="Schuh, S. 93">Schuh, S. 93.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Auf einer Karte von 1735 ist die Freihardt als größeres Areal verzeichnet. 1796 genehmigte die Königlich-Preußische Kriegs- und Domänenkammer über das Kastenamt Heidenheim dem oettingschen Schutzverwandten Schuhmachermeister Johann Michael Kastenhuber von Windischhausen, sich in der unbewohnten „Frey Haardt“, einer Heidelandschaft mit Wacholdersträuchern und Birkenbüschchen, anzusiedeln und das Land zu kultivieren. Dies geschah noch im gleichen Jahr auf einer Fläche von circa zweieinhalb Morgen – nach vergeblichen Einsprüchen der umliegenden Gemeinden und Einzelgehöften. Sein Anwesen wurde später „Hartschuster“ (Schuster in der Haard) genannt; es ging 1807 von Elisa Kastenhuber auf Georg Friedrich Bauer über.<ref>Schuh, S. 93, 122.</ref> Der überwiegende Teil der Freihardt blieb freies Weideland.<ref>Heimatbuch Treuchtlingen, S. 131; Meier (2008), S. 104.</ref>
1802/03 wurde die Freihardt vermessen und versteint und in der Folge ihre 391 Morgen Land auf die benachbarten Gemeinden Windischhausen, Heunischhof, Siebeneichhof, Haghof, Ober- und Unterheumödern und Auernheim als Weidefläche aufgeteilt. 167 Morgen wurde für einen Gutsbetrieb reserviert, auf den der ältere Flurname „Freihardt“ schließlich überging. Dieses Land erhielt 1803 der preußische Leutnant Carl Valentin Freiherr von Lüttwitz zu Hartlieb in Schlesien (1779–1880) als Erbzinsgut. Er errichtete 1803/04 einen Ökonomiehof aus mehreren Gebäuden (Bestand 1810: 1 Wohnhaus – ein zweigeschossiger Bau in klassizistischen Formen –, 2 Flügelgebäude, 2 Scheunen, 1 Taglöhnerhaus)<ref name="Schuh, S. 93" /> und machte das Land urbar, das als wenig fruchtbar, als „kalt“ galt. Am 24. Juli 1829 veräußerte er den Gutshof an den Heidenheimer Schulmeister Mathias Andrea.<ref>Heimatbuch Treuchtlingen, S. 131; Meier (2008), S. 111–113.</ref>
Seit 1806 im Königreich Bayern, wurde Freihardt 1808 dem Steuerdistrikt Auernheim und 1810 sowie 1818 der Ruralgemeinde Auernheim im Landgericht Heidenheim zugeordnet.<ref name="HistAtlasFI8">Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089, S. 231 (Digitalisat).</ref>
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Auernheim und damit auch Freihardt im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Treuchtlingen eingemeindet.<ref></ref> 1984 bestand Freihardt aus drei landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben.<ref>Heimatbuch Treuchtlingen, S. 131.</ref>
Einwohnerzahlen[Bearbeiten]
- 1824: 17 Einwohner, 1 Anwesen<ref name="HistAtlasFI8" />
- 1837: (Nur „Hartschuster“-Anwesen): 1 Haus, 1 Familie, 5 Einwohner<ref name="Schuster, S. 122">Schuster, S. 122</ref>
- 1856: (Nur „Hartschuster“-Anwesen): 1 Haus, 1 Familie, 8 Einwohner<ref name="Schuster, S. 122" />
- 1861: 7 Einwohner, 5 Gebäude<ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1037, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref>
- 1950: 18 Einwohner, 3 Anwesen<ref name="HistAtlasFI8" />
- 1961: 12 Einwohner, 2 Wohngebäude<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 783 (Digitalisat).</ref>
- 1987: 19 Einwohner<ref name="OV 1987"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Heimat- und Bäderverein Treuchtlingen e. V. (Hrsg.): Heimatbuch Treuchtlingen. Treuchtlingen [um 1984].
- Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089 (Digitalisat).
- Adolf Meier: Die Aufteilung, Urbarmachung und erste Besiedelung der Freihardt. In: Alt-Gunzenhausen, Bd. 63 (2008), S. 102–113.
- Adolf Meier: Die Aufteilung, Urbarmachung und erste Besiedelung der Freihardt und das Geschlecht der Freiherren von Lüttwitz. In: Alt-Gunzenhausen, Bd. 64 (2009), S. 115–162.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969922X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Freihardt in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Freihardt im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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