Gordon Schnieder

Gordon Schnieder (* 8. Juli 1975 in Trier) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit Mai 2026 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz.
Seit 2016 ist er Abgeordneter im Landtag Rheinland-Pfalz, von 2023 bis 2026 war er dies als Fraktionsvorsitzender seiner Partei und somit auch als Oppositionsführer. Außerdem ist er seit September 2024 Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz.
Leben[Bearbeiten]
Gordon Schnieder wurde am 8. Juli 1975 in Trier<ref>Gordon Schnieder (CDU). Abgerufen am 18. März 2026.</ref> geboren und wuchs mit drei Geschwistern in Birresborn im Landkreis Vulkaneifel auf. Er ist ein Bruder des Bundestagsabgeordneten und früheren Bundesministers für Verkehr Patrick Schnieder.
Nach dem Abitur in Gerolstein leistete Schnieder seinen Grundwehrdienst und studierte anschließend von 1995 bis 1998 an der Fachhochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen in Nordkirchen. Nach seinem Diplom als Finanzwirt war er bis 2001 in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen tätig, bevor er in die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz wechselte. Dort war er von Januar 2002 bis April 2004 im Sitzungsdienst tätig. Von Mai 2004 bis März 2014 war er stellvertretender Kämmerer des Eifelkreises Bitburg-Prüm. Von April 2014 bis zu seiner Wahl in den Landtag war er als Leiter der Kommunalaufsicht tätig.
Schnieder lebt in Birresborn, ist römisch-katholisch, verheiratet und hat drei Kinder.
Er ist Alter Herr der katholischen Studentenverbindung KDStV Grotenburg (Detmold) Köln im CV, die 2012 in der KDStV Asgard (Düsseldorf) Köln im CV aufging, der er seitdem ebenfalls angehört, sowie der KÖHV Sängerschaft Waltharia Wien im ÖCV.<ref>Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: Gesamtverzeichnis des CV 2015 - Die Verbindungen des CV mit ihren Ehrenmitgliedern, Alten Herren und Studierenden - München 2015, V - S. 103.</ref><ref>Cartellverband der katholischen österreichischen Studentenverbindungen (Hrsg.), Gesamtverzeichnis des Österreichischen Cartellverbandes 2014, Wien 2014, IV. Teil, S. 533.</ref> Außerdem ist er Ehrenmitglied der VKDSt Hasso-Rhenania Mainz.<ref>Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: Academia - Zeitschrift des Cartellverbandes der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen, Ausgabe 4-2026, S. 8–11.</ref> 2014 wurde Schnieder zum Vizepräsidenten des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz gewählt.<ref>Achim Hallerbach ist neuer Präsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz. In: nr-kurier.de. 29. März 2018, abgerufen am 26. März 2026.</ref>
Seine Hobbys sind Kochen<ref>Ohne Kuss verlässt Gordon Schnieder morgens nicht das Haus. 11. März 2026, abgerufen am 18. März 2026.</ref> und Wandern.<ref>dpa: Strapaze Wahlkampf: Gordon Schnieder kann überall schlafen. In: Die Zeit. 6. Februar 2026, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 18. März 2026]).</ref>
Politische Karriere[Bearbeiten]
Gordon Schnieder trat 1991 in die CDU ein<ref>Über mich. In: cdurlp.de. Abgerufen am 19. März 2025.</ref>. Als politisches Vorbild sieht er Helmut Kohl<ref name=":0">Nächsten Sonntag wählt Rheinland-Pfalz: Der nächste Wahlkrimi. In: bild.de. 15. März 2026, abgerufen am 18. März 2026.</ref>. 2004 wurde er in den Kreistag des Landkreises Vulkaneifel gewählt. Seit 2010 stand Schnieder der CDU im Landkreis Vulkaneifel und seit 2013 der CDU-Kreistagsfraktion vor. 2014 wurde er zum Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Birresborn gewählt.<ref>Knapper Sieg von Gordon Schnieder in Birresborn. In: Volksfreund.de. 25. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2016; abgerufen am 13. Februar 2023.</ref> Dieses Amt hatte er bis 2019 inne.
Bei den Landtagswahlen 2016, 2021 und 2026 wurde er jeweils als Wahlkreiskandidat im Wahlkreis Vulkaneifel direkt in den rheinland-pfälzischen Landtag gewählt.<ref>mjo: Gordon Schnieder gewinnt im Vulkaneifelkreis. 14. März 2021, abgerufen am 30. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gordon Schnieder war bis Dezember 2017 CDU-Obmann in der Enquete-Kommission Wirtschafts- und Standortfaktor Tourismus in Rheinland-Pfalz. Diese nahm im September desselben Jahres ihre Arbeit auf.<ref>Enquête-Kommission „Wirtschafts- und Standortfaktor Tourismus in Rheinland-Pfalz“ beschließt Arbeitsplan und startet in die inhaltliche Arbeit. In: Eifel-Mosel-Zeitung.de. 20. September 2017, abgerufen am 13. Februar 2023.</ref>
Schnieder war von 2017 bis 2021 Landesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung Rheinland-Pfalz und von 2019 bis 2021 stellvertretender Bundesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands.
Er wechselte im Dezember 2017 in den Innenausschuss des Landtages Rheinland-Pfalz und wurde Kommunalpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. In der 18. Wahlperiode war Schnieder Mitglied im Innenausschuss und im Kulturausschuss. Gleichzeitig war er stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Am 22. März 2023 wurde er als Nachfolger von Christian Baldauf zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewählt.<ref>Frankenthal: Baldauf ist nicht mehr CDU-Fraktionschef. In: swr.de. 22. März 2023, abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Am 21. September 2024 wurde Schnieder zum Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz und zu deren designierten Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 gewählt.<ref>S. W. R. Aktuell: Gordon Schnieder ist neuer Landeschef und Spitzenkandidat der CDU in RLP. 21. September 2024, abgerufen am 23. September 2024.</ref> Am 15. November 2025 wurde er durch eine Landesvertreterversammlung in Morbach mit 99,5 % der Stimmen offiziell auf Platz 1 der Landesliste gewählt.<ref>dpa Rheinland-Pfalz/Saarland: CDU wählt Schnieder bei Parteitag zum Spitzenkandidaten. 17. November 2025, abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref> Bei der Wahl am 22. März 2026 erzielte die CDU mit Schnieder als Spitzenkandidat 31 % der Stimmen und wurde damit erstmals seit 1991 wieder stärkste Kraft bei einer rheinland-pfälzischen Landtagswahl.<ref>Landesergebnis. In: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 25. März 2026.</ref> Am 13. Mai 2026 folgte ihm Christoph Gensch als Fraktionsvorsitzender nach.<ref>Christoph Gensch führt CDU-Fraktion im RLP-Landtag. In: tagesschau.de. 13. Mai 2026, abgerufen am 13. Mai 2026.</ref>
Am 18. Mai 2026 wurde er als Nachfolger von Alexander Schweitzer (SPD) zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt. Er führt das Kabinett Schnieder. Gleichzeitig ist er seit seinem Amtsantritt als Ministerpräsident turnusgemäß bis 30. September 2026 Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).
Positionen[Bearbeiten]
In Rheinland-Pfalz wurde im Juli 2025 ein Landesklimagesetz mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP beschlossen, CDU und AfD stimmten dagegen. Schnieder warf im Wahlkampf 2026 der damaligen SPD-geführten Landesregierung vor, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dieses aus seiner Sicht „grün-ideologische Landesklimaschutzgesetz“ durchgedrückt zu haben. Nach der Wahl hat er das von ihm als „grün-ideologisch“ bezeichnete Gesetz dann im Koalitionsvertrag mit derselben SPD nicht gekippt, sondern bestehen lassen (mit der vereinbarten früheren Überprüfung des 2040-Ziels).<ref>Yağmur Ekim Çay: CDU-Wahlkampf in Rheinland-Pfalz: Hauptgegner ist der Klimaschutz. In: Die Tageszeitung: taz. 26. Februar 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 14. Juli 2026]).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Internetauftritt von Gordon Schnieder
- Biographie beim Landtag Rheinland-Pfalz
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gordon Schnieder Kandidat der CDU ( vom 13. Februar 2023 im Internet Archive)
- Mario Hübner: CDU-Kreisparteitag in der Vulkaneifel: Gordon Schnieder zum Wahlkreiskandidaten gewählt. In: volksfreund.de. 20. Februar 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2016.
- Thorsten Wirtz: Gordon Schnieder: „Es geht um Sachargumente, nicht um Emotionen“. In: Wochenspiegel. 16. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2016.
- S. W. R. Aktuell: Gordon Schnieder ist neuer Landeschef und Spitzenkandidat der CDU in RLP. 21. September 2024, abgerufen am 23. September 2024.
- dpa Rheinland-Pfalz/Saarland: CDU wählt Schnieder bei Parteitag zum Spitzenkandidaten. 17. November 2025, abgerufen am 19. Dezember 2025.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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Wilhelm Boden | Peter Altmeier | Helmut Kohl | Bernhard Vogel | Carl-Ludwig Wagner | Rudolf Scharping | Kurt Beck | Malu Dreyer | Alexander Schweitzer | Gordon Schnieder
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Cem Özdemir (Baden-Württemberg) | Markus Söder (Bayern) | Kai Wegner (Berlin) | Dietmar Woidke (Brandenburg) | Andreas Bovenschulte (Bremen) | Peter Tschentscher (Hamburg) | Boris Rhein (Hessen) | Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) | Olaf Lies (Niedersachsen) | Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen) | Gordon Schnieder (Rheinland-Pfalz) | Anke Rehlinger (Saarland) | Michael Kretschmer (Sachsen) | Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) | Daniel Günther (Schleswig-Holstein) | Mario Voigt (Thüringen)
Präsidium des Bundesrats:
Andreas Bovenschulte (Präsident) |
Anke Rehlinger (Erste Vizepräsidentin) |
Hendrik Wüst (Zweiter Vizepräsident)
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Ministerpräsident: Schnieder (Stellvertreterin: Bätzing-Lichtenthäler)
Landesminister:
Ebling (Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima) |
Ahnen (Finanzen) |
Martin (Justiz und Verbraucherschutz) |
Schwickert (Inneres, Integration und Verkehr) |
Eiling-Hütig (Bildung) |
Bätzing-Lichtenthäler (Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend) |
Hoch (Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit) |
Schneider (Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten) |
Teuber (Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur) |
Klein (Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien)
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Peter Altmeier (1946–1966) | Helmut Kohl (1966–1974) | Bernhard Vogel (1974–1988) | Hans-Otto Wilhelm (1988–1992) | Werner Langen (1992–1993) | Johannes Gerster (1993–1997) | Christoph Böhr (1997–2006) | Christian Baldauf (2006–2010) | Julia Klöckner (2010–2022) | Christian Baldauf (2022–2024) | Gordon Schnieder (seit 2024)
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Baden-Württemberg: Manuel Hagel | Berlin: Kai Wegner | Brandenburg: Jan Redmann | Bremen: Heiko Strohmann | Hamburg: Dennis Thering | Hessen: Boris Rhein | Mecklenburg-Vorpommern: Philipp Amthor | Niedersachsen: Sebastian Lechner | Nordrhein-Westfalen: Hendrik Wüst | Rheinland-Pfalz: Gordon Schnieder | Saarland: Stephan Toscani | Sachsen: Michael Kretschmer | Sachsen-Anhalt: Sven Schulze | Schleswig-Holstein: Daniel Günther | Thüringen: Mario Voigt
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Leitung: CDU-Präsidium (geschäftsführender Vorstand)
Zusätzlich gewählte Mitglieder des Bundesvorstands: Kristy Augustin | Felor Badenberg | Joe Chialo | Birte Glißmann | Serap Güler | Elke Hannack | Mechthild Heil | Carina Hermann | Nicole Hoffmeister-Kraut | Thomas Jarzombek | Thomas Kufen | Ralph Alexander Lorz | Dorin Müthel-Brenncke | Marcus Optendrenk | Christiane Schenderlein | Bastian Schneider | Felix Schreiner | Armin Schuster | Kim-Sarah Speer | Marc Speicher | Jessica Steiner | Johannes Steiniger | Vivian Tauschwitz | Johannes Volkmann | Astrid Wallmann | Paul Ziemiak
Mitgliederbeauftragter: Philipp Amthor Digitalbeauftragter: Fabian Beine
Beratende Mitglieder des Bundesvorstands: Charlotte Beermann | Gitta Connemann | Christian Haase | Manuel Hagel | Jakob Hornhues | Hubert Hüppe | Christoph Plett | Egon Primas | Thomas Rachel | Dennis Radtke | Jan Redmann | Gordon Schnieder | Sönke A. Siegmann | Jochen Steinkamp | Heiko Strohmann | Dennis Thering | Stephan Toscani | Johannes Winkel
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Peter Altmeier (1947) | Alois Zimmer (1947–1951) | Wilhelm Boden (1951–1961) | Hermann Matthes (1961–1963) | Helmut Kohl (1963–1969) | Johann Wilhelm Gaddum (1969–1971) | Willi Hörter (1971–1972) | Kurt Böckmann (1973–1976) | Rudi Geil (1976–1981) | Hans-Otto Wilhelm (1981–1987) | Emil Wolfgang Keller (1987–1988) | Hans-Otto Wilhelm (1988–1994) | Christoph Böhr (1994–1996) | Johannes Gerster (1996–1997) | Christoph Böhr (1997–2006) | Christian Baldauf (2006–2011) | Julia Klöckner (2011–2018) | Christian Baldauf (2018–2023) | Gordon Schnieder (2023–2026) | Christoph Gensch (seit 2026)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schnieder, Gordon |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdL, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz |
| GEBURTSDATUM | 8. Juli 1975 |
| GEBURTSORT | Ockfen |
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- Vorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz
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- Deutscher
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