Heindlhof
Heindlhof Stadt Hilpoltstein
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(10)&title=Heindlhof 49° 9′ N, 11° 14′ O
{{#coordinates:49,143888888889|11,234722222222|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Heindlhof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 418 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 10 (25. Mai 1987)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91161 | |||||
| Vorwahl: | 09179 | |||||
Der Heindlhof aus südöstlicher Sicht
| ||||||
Heindlhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Hilpoltstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Heindlhof liegt in der Gemarkung Mindorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
Lage[Bearbeiten]
Die Einöde Heindlhof liegt, umgeben von landwirtschaftlich genutzten Flächen, im Vorland der Frankenalb<ref>Franz Tichy: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 163 Nürnberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1973. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)</ref> südöstlich von Hilpoltstein. 100 Meter östlich des Hofes fließt der Freibach in nördlicher Richtung dem Minbach zu.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Die Hofflur betrug Anfang des 19. Jahrhunderts 52 Hektar.<ref>Wiessner, S. 31</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurde das Land um Hilpoltstein 1505 dem neuen Territorium der „Jungen Pfalz“ einverleibt, das Pfalzgraf Ottheinrich erhielt.<ref>Siegert, S. 196 f.</ref> Hoch verschuldet, verpfändete dieser das Amt Hilpoltstein 1542 für 36 Jahre an die Reichsstadt Nürnberg.<ref>Siegert, S. 201</ref> Diese ließ 1544 ein Salbuch über das Amt Hilpoltstein anlegen, in dem die „Haindlhöfe“ verzeichnet sind. Es handelte sich um drei Höfe; einer gehörte grundherrschaftlich zum Kloster Seligenporten, der zweite war brandenburg-ansbachischer Besitz (zum Kastenamt Stauf gehörend),<ref>Gerhard Hirschmann: Historischer Atlas von Bayern. Teil Franken. Reihe I, Heft 6. Eichstätt. Beilngries-Eichstätt-Greding. München 1959, S. 81</ref> der dritte war nürnbergisch. Der unmittelbar benachbarte Zereshof kommt in dem Salbuch nicht vor; vermutlich ist er unter den Haindlhöfen subsumiert, ebenso der abgegangene „Ärchtelhof“. Die Vogel’sche Karte über das 1578 wieder eingelöste pfalz-neuburgische Pflegamt Hilpoltstein von 1604 enthält nur die Singularbezeichnung „Haimblhof in der Pfarr Garsdorf (= Jahrsdorf)“, meint aber damit ausdrücklich zwei Höfe, einen markgräflichen und einen nürnbergischen; der „Zerreshof“ ist hier gesondert aufgeführt.<ref>Siegert, S. 225; Günter Frank und Georg Paulus: Edition von Christoph Vogels Beschreibungen pfalz-neuburgischer Ämter (1598-1604), Teil 18: Pflegamt Hilpoltstein, S. 10, 27, 46, siehe [1]</ref>
Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, gehörte der eine Hof des Heindlhofs der Kirche Thalmässing, der andere dem St. Klaraamt in Nürnberg. Das ehemals pfalz-neuburgische, seit 1777 kurfürstliche Pfleg- und Kastenamt Hilpoltstein hatte die hohe Gerichtsbarkeit inne.<ref>Wiessner, S. 216</ref>
Im neuen Königreich Bayern (1806) wurde der Steuerdistrikt Weinsfeld gebildet, dem auch der Heindlhof angehörte. Nach der Gemeindebildung umfasste 1820 die Ruralgemeinde Mindorf neben dem Kirchdorf selber den Weiler Heindlhof aus drei Höfen und den Zereshof (1 Anwesen).<ref>Wiessner, S. 255</ref> 1875 erfährt man vom Viehbestand Heindlhofs: Hier gab es zwei Pferde und 25 Stück Rindvieh (Zereshof: vier Pferde, 15 Stück Rindvieh).<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Spalte 890</ref>
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern ließ sich die Gemeinde Mindorf mit Heindlhof und Zereshof am 1. Januar 1972 nach Hilpoltstein eingemeinden.<ref></ref>
Einwohner[Bearbeiten]
- 1818: 24 (3 „Feuerstellen“ = Anwesen, 4 Familien)<ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise ... enthaltenen Ortschaften, Ansbach 1818, S. 38</ref>
- 1861: 12 (6 Gebäude)<ref>J. Heyberger und andere: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. München 1867, Spalte 714</ref>
- 1871: 12 (6 Gebäude)<ref name="VZ1875" />
- 1885: 20 (3 Wohngebäude)<ref name="VZ1885" />
- 1900: 13 (4 Wohngebäude)<ref name="VZ1900" />
- 1925: 14 (2 Wohngebäude)<ref name="VZ1925" />
- 1937: 21 („Heindlhöfe“; nur Protestanten, nach Eysölden gepfarrt)<ref>Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band: Eichstätt 1937, S. 538</ref>
- 1950: 27 (2 Wohngebäude)<ref name="VZ1950" />
- 1961: 11 (2 Wohngebäude)<ref name="VZ1961" />
- 1970: 10<ref name="VZ1970" />
- 1987: 10 (2 Wohngebäude, 2 Wohnungen)<ref name="VZ1987" />
Verkehr[Bearbeiten]
Von der zwischen Weinsfeld und Eysölden verlaufenden Gemeindeverbindungsstraße zweigt eine Verbindungsstraße zum Zereshof und weiter zum Heindlhof bzw. nach Mindorf ab. Auch von Pyras her führt eine von der Kreisstraße RH 25 abzweigende Straße zum Heindlhof.
Literatur[Bearbeiten]
- Carl Siegert: Geschichte der Herrschaft, Burg und Stadt Hilpoltstein, ihrer Herrscher und Bewohner. In: Verhandlungen des historischen Vereines von Oberpfalz und Regensburg 20 (1861)
- Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Heindlhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Heindlhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="VZ1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 890, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1148 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1220 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1253 (Digitalisat). </ref> <ref name="VZ1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1086 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 797 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 180 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 348 (Digitalisat).</ref> </references>
Altenhofen | Auhof | Auholz | Aumühle | Bischofsholz | Eibach | Federhof | Fuchsmühle | Grauwinkl | Hagenbuch | Häusern | Heindlhof | Heuberg | Hilpoltstein | Hofstetten | Holzi | Jahrsdorf | Karm | Kauerlach | Knabenmühle | Lay | Lochmühle bei Heuberg | Lochmühle bei Oberrödel | Löffelhof | Lösmühle | Marquardsholz | Meckenhausen | Meilenbach | Mindorf | Minettenheim | Mörlach | Oberrödel | Patersholz | Paulusmühle | Pierheim | Riedersdorf | Rothenmühle | Schweizermühle | Seitzenmühle | Sindersdorf | Solar | Stephansmühle | Tandl | Unterrödel | Weiherhaus | Weihersmühle | Weinsfeld | Zell | Zereshof