Marquardsholz
Marquardsholz Stadt Hilpoltstein
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(405)&title=Marquardsholz 49° 11′ N, 11° 12′ O
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| Höhe: | 435 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 405 (31. Dez. 2021)<ref>Nahverkehrsplan Landkreis Roth. (PDF; 9,8 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 66, abgerufen am 25. September 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91161 | |||||
| Vorwahl: | 09174 | |||||
Dorfmitte
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Marquardsholz ist ein Gemeindeteil der Stadt Hilpoltstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Marquardsholz liegt in der Gemarkung Hofstetten.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
Lage[Bearbeiten]
Das Dorf liegt circa einen Kilometer südlich des Zentrums von Hilpoltstein auf der Landterrasse einer vom Oberen Burgsandstein und Feuerletten gebildeten Schichtstufe.<ref>Geologische Karte 6833 1:25.000 Download beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (ZIP 31.187 kB)</ref> In Hilpoltstein und in Solar zweigen von der Staatsstraße 2238 Gemeindeverbindungsstraßen nach Marquardsholz ab.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Die Dorfflur war Anfang des 19. Jahrhunderts 177 Hektar groß.<ref>Wiessner, S. 35</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
1364 wurde Marquardholz erstmals urkundlich erwähnt, als Heinrich Mässinger hier ein Eichstätter Lehen erhielt.<ref>Felix Mader: Geschichte der südlichen Seglau (Ehem. Eichstättisches Amt Jettenhofen.) = Sammelblatt des Histor. Vereins Eichstätt 53 (1937), S. 1</ref> Am 10. November 1424 ist Marquardsholz in einer in Nürnberg abgefassten Urkunde erwähnt; der Eichstätter Bischof Johann verlieh dem Nürnberger Patrizier Heinrichen Slüsselfelder unter anderem ein Gut zu „Markartsholcz“, das er von Wilhelm Grossen von Meckenhausen gekauft hatte.<ref>C. H. von Lang und Maximilian von Freyberg: Regesta sive Rerum Boicarum Autographa... , Volumen XIII, München 1954, S. 46</ref>
Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg 1505 kam das Gebiet um Hilpoltstein und damit auch Marquardsholz, zu dieser Zeit aus drei Höfen bestehend, zum neuen Territorium der „Jungen Pfalz“. Wohl durch Hofteilungen oder durch Rodung entstanden immer mehr Höfe; 1604 waren es sechs Höfe, von denen einer bischöflich-eichstättisch und einer reichsstädtisch-nürnbergisch war, ein weiterer dem Kloster Seligenporten gehörte und drei im Besitz der Patrizierfamilie Fürer zu Nürnberg waren.<ref>Günter Frank und Georg Paulus: Edition von Christoph Vogels Beschreibungen pfalz-neuburgischer Ämter (1598-1604), Teil 18: Pflegamt Hilpoltstein, S. 28, siehe [1]</ref> Schließlich gab es neun Höfe, die sich im Alten Reich vier Grundherrschaften teilten: Vier gehörten der Fürer’schen Güteradministration zu Nürnberg, drei dem pfalz-neuburgischen, ab 1777 kurbaierischen Rentamt Hilpoltstein, einer dem Klosteramt Seligenporten und einer war frei eigen. Die hohe Gerichtsbarkeit übte der Pfleger des Landesherrn zu Hilpoltstein aus. Das Dorf war in die katholische Pfarrei Hilpoltstein gepfarrt.<ref>Wiessner, S. 224</ref> 1801 heißt es, dass es in Marquardsholz zwei eichstättische, zum Pfleg- und Kastenamt Obermässing gehörende Untertanen gibt.<ref>Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, III. Bd., Ulm 1801, Spalte 455; so auch bei Gerhard Hirschmann: Historischer Atlas von Bayern. Teil Franken. Reihe I, Heft 6. Eichstätt. Beilngries-Eichstätt-Greding. München 1959, S. 78</ref>
Im Königreich Bayern (1806) wurde Marquardsholz dem Steuerdistrikt Hilpoltstein unterstellt. Als mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Ruralgemeinde Hofstetten entstand, wurde Marquardholz dieser zugewiesen.<ref>Wiessner, S. 253</ref> 1875 gab es in Marquardsholz bei 45 Einwohnern 39 Stück Rindvieh.<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Spalte 889</ref>
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Hofstetten mit ihrem Gemeindeteil Marquardsholz im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Hilpoltstein eingegliedert.<ref></ref>
Ab den 1970/80er Jahren wandelte sich der Dorfcharakter von rein landwirtschaftlicher Prägung hin zu einem bedeutenden Siedlungsort der Stadt Hilpoltstein. Heute wohnen hier über 400 Personen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.hilpoltstein.de ( des Vorlage:IconExternal vom 3. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1818: 49 (9 „Feuerstellen“ = Herdstätten/Anwesen; 11 Familien)<ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise ... enthaltenen Ortschaften, Ansbach 1818, S. 57</ref>
- 1836: 44 (9 Häuser)<ref>Th. D. Popp: Matrikel des Bissthumes Eichstätt. Eichstätt: Ph. Brönner 1836, S. 82</ref>
- 1861: 40 (10 Gebäude; Ortsname hier: Marquardstein)<ref>J. Heyberger und andere: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. München 1867, Spalte 713</ref>
- 1871: 45 (23 Gebäude)<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Sp. 889</ref>
- 1900: 41 (9 Wohngebäude)<ref>Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, München 1904, Spalte 1219</ref>
- 1937: 45 (darunter 5 Protestanten)<ref>Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band: Eichstätt 1937, S. 507</ref>
- 1950: 63 (11 Anwesen)<ref>Wiessner, S. 253</ref>
- 1961: 52 (14 Wohngebäude)<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 795</ref>
- 1970: 81<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 1. Mai 1978, München 1978, S. 166</ref>
- 1987: 173 (49 Wohngebäude, 54 Wohnungen)<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 348</ref>
- Ca. 2010: 427
- 2019: 434
Götz-Kapelle[Bearbeiten]
Die Kapelle am östlichen Ortsrand wurde 1949 an der Stelle errichtet, an der der katholische Pfarrer Georg Götz aus Hilpoltstein bei einer Flurprozession 1948 verstorben ist. Sie ist mit einem Altar aus der Gründerzeit des 19. Jahrhunderts ausgestattet, auf dem eine Christusfigur steht.<ref>Informationstafel in der Kapelle; Kleinod erstrahlt in einem neuen Glanz. In: Hilpoltsteiner Zeitung vom 31. August 2011</ref> Neben der Kapelle steht ein mittelalterlicher Kreuzstein. Die Kapelle gilt als Baudenkmal. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Vereine[Bearbeiten]
- Feuerwehrverein der Freiwilligen Feuerwehr Marquardsholz, 1982 gegründet
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Marquardsholz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 455 (Digitalisat).
- Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).
Weblinks[Bearbeiten]
- Patersholz. In: hilpoltstein.de. Abgerufen am 11. Oktober 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Marquardsholz in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Marquardsholz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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