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Oberrödel

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Oberrödel
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42)&title=Oberr%C3%B6del 49° 9′ N, 11° 10′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42) 49° 8′ 51″ N, 11° 10′ 25″ O
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Höhe: 390 m ü. NHN
Einwohner: 42[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Postleitzahl: 91161
Vorwahl: 09177

Oberrödel ist ein Gemeindeteil der Stadt Hilpoltstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberrödel liegt in der Gemarkung Tiefenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>

Lage[Bearbeiten]

Der Weiler liegt etwa fünf Kilometer südwestlich der Altstadt von Hilpoltstein im Tal der Kleinen Roth. Oberrödel liegt an der Staatsstraße 2225 zwischen Tiefenbach im Süden und Unterrödel im Norden. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt von Oberrödel in südwestlicher Richtung parallel zur oberen Roth nach Heideck, eine weitere in nordöstlicher Richtung zur Lochmühle bei Oberrödel. Südlich von Oberrödel zweigt von der Staatsstraße 2225 eine Gemeindeverbindungsstraße nach Zell ab.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Die Ortsflur war Anfang des 19. Jahrhunderts circa 284 Hektar groß.<ref>Wiessner, S. 37</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

„Rota“ bei „Tyufenbach“ erscheint urkundlich erstmals 1129, und zwar als bischöflich-eichstättischer Besitz.<ref>Pastoralblatt des Bisthums Eichstätt, Nr. 48 vom 1. Dezember 1860, S. 208</ref> 1384 erwarb Friedrich II. von Heideck einige Höfe bei Rödel.<ref>Wiessner, S. 107</ref> 1489 ist „Oberrötell“ genannt.<ref>Sammelblatt des Historischen Verein Eichstätt 46/47 (1931/32), S. 68</ref> 1505 kam Oberrödel nach dem Landshuter Erbfolgekrieg zum neu gebildeten Territorium „Junge Pfalz“ (= Pfalz-Neuburg) und dort zum Pflegamt Heideck. Der hoch verschuldete Pfalzgraf Ottheinrich verpfändete das Pflegamt 1542 an die Reichsstadt Nürnberg, die noch im gleichen Jahr im Einverständnis mit Pfalz-Neuburg die Reformation einführte. Pfalz-Neuburg löste 1585 das Amt Heideck wieder ein.<ref>Wiessner, S. 177</ref> Die Wiedereinführung der katholischen Glaubensausübung im Amt Heideck und damit auch für die Untertanen in Oberrödel erfolgte mit der Rekatholisierung von Neuburg-Pfalz unter dem zum alten Glauben konvertierten Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm ab dem Jahr 1627, und zwar durch Jesuiten in Heideck mit Hilfe eines herzoglichen Religionspatentes von 1628.<ref>Wiessner, S. 179</ref>

Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand der Weiler Oberrödel aus sechs Untertanen-Anwesen, von denen je zwei grundherrlich dem Landrichteramt Heideck, dem Landrichteramt Hilpoltstein und dem Domkapitel Eichstätt gehörten. Das pfalz-neuburgische Pflegamt Heideck übte die hohe Gerichtsbarkeit aus.<ref>Wiessner, S. 228</ref>

Im Königreich Bayern (1806) kam Oberrödel mit seiner Mühle zum Steuerdistrikt Unterrödel und zur Ruralgemeinde Tiefenbach.<ref>Wiessner, S. 258</ref> Bezüglich der niederen Gerichtsbarkeit gehörte der Weiler zum 1816 errichteten Patrimonialgericht II. Klasse des Hofmarksherrn zu Zell Friedrich von Boller. Es bestand unter dem Hofmarksherrn Wilhelm von Hornberg bis 1848.<ref>Königlich-Baierisches Regierungsblatt. VIII. Stück. München, 16. März 1816, Sp. 114</ref>

1875 wurden in Oberrödel acht Pferde und 52 Stück Rindvieh gehalten.<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Spalte 892</ref>

Zum 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Tiefenbach aufgelöst. Oberrödel und die Lochmühle wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Stadt Hilpoltstein eingegliedert während Tiefenbach in den Markt Thalmässing eingemeindet wurde.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.hilpoltstein.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hilpoltstein.de</ref>

In Oberrödel arbeitet ein Sägewerk.

Einwohner[Bearbeiten]

  • 1818: 41 (11 „Feuerstellen“ = Anwesen, 10 Familien)<ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise ... enthaltenen Ortschaften, Ansbach 1818, S. 68</ref>
  • 1861: 48 (18 Gebäude)<ref>J. Heyberger und andere: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. München 1867, Spalte 715</ref>
  • 1871: 47 (22 Gebäude)<ref>Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Sp. 892</ref>
  • 1900: 51 (11 Wohngebäude)<ref>Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, München 1904, Spalte 1222</ref>
  • 1950: 59 (8 Wohngebäude)<ref>Wiessner, S. 258</ref>
  • 1961: 50 (8 Wohngebäude)<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 798</ref>
  • 1970: 36<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 1. Mai 1978, München 1978, S. 166</ref>
  • 1987: 33 (9 Wohngebäude, 11 Wohnungen)<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 348</ref>
  • Um 2015: 42<ref>hilpoltstein.de</ref>

Bau- und Bodendenkmäler[Bearbeiten]

Als Baudenkmal gilt die ehemalige Mühle, Oberrödel 1 (D-5-76-127-105), ein zweigeschossiger Putzbau mit Steilwalmdach aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. 300 m nordwestlich von Oberrödel befand sich eine steinzeitliche Siedlung, die als Bodendenkmal (D-5-6833-0124) geschützt ist.<ref>LfD - Liste Hilpoltstein</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Westlich von Oberrödel, am östlichen Ortsrand von Seiboldsmühle befindet sich ein Sühnekreuz, das Steinkreuz bei Seiboldsmühle.

Vereine[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Oberrödel-Tiefenbach
  • Bulldogfreunde Tiefenbach-Oberrödel-Unterrödel
  • DJK Zell, Ober- und Unterrödel e. V.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

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