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Lenkkopf

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Datei:Zündapp DB 201 - Lenkkopf.JPG
Lenkkopf am Motorrad Zündapp DB 201. Die beiden Rohre der Teleskopgabel sind hier dem Lenkkopflager vorgesetzt.
Datei:Stephi Sport 1955.jpg
Lenkkopf an einem älteren Fahrrad. Bei Fahrrädern ist der Gabelschaft meist zugleich die Achse des Lenkkopflagers.

Der Lenkkopf oder Steuerkopf ist der hoch belastete Teil des Fahrgestells eines Zweirads oder Trikes, in dem bei der Steuerkopflenkung mit zwei Wälzlagern die Gabel geführt wird und drehbar gelagert ist. Er bildet die Lagerstelle zum Lenken beziehungsweise das feste Rohr zum Aufbau dieser Lagerung.

Ein dickes kurzes Rohr (Lenkrohr oder Steuerrohr) mit plangefräster oberer und unterer Lagerstelle wird mit im Winkel von ca. 70 Grad zur Horizontalen an den Rahmen geschweißt, dann mit Kegelrollenlagern bestückt und mit der Gabel zur Radführung versehen. Im Steuersatz von Fahrrädern werden nur im Ausnahmefall Kegelrollen verwendet, meist sind gewöhnliche Kugellager enthalten.

Bei älteren Motorrädern ist am Lenkkopf oftmals Fahrgestellnummer und Typenschild angebracht.

Es existieren alternative Konstruktionen, die entweder ohne Lenkkopf auskommen (zum Beispiel Radnabenlenkung) oder aber den Lenkkopf nur für die geringeren Kräfte der Lenkbewegung selbst vorsehen, nicht jedoch für die krafttragende Verbindung zwischen Vorder- und Hinterrad (Achsschenkellenkung von Yamaha).

Steuerkopflenkung am Kraftrad[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

„Die Steuerkopflenkung ist die älteste und am weitesten verbreitete Bauart der Motorradlenkung.“<ref>Jürgen Stoffregen: Motorradtechnik. S. 328</ref> Dabei ist die Vorderradführung drehbar in einem Rohr am Rahmen gelagert um das Lenken des Motorrads zu ermöglichen. Die Draisine von Karl Drais (1817) hatte noch keine Steuerkopflenkung, sondern das einzelne Vorderrad wurde wie bei einer Kutsche mit einem Drehschemel geführt. Bei der Radführung der Steuerkopflenkung unterscheidet man in Gabeln und Schwingen.<ref>Helmut Werner Bönsch: Fortschrittliche Motorrad-Technik. S. 7.</ref><ref>Peter Witt: Motorräder. 1. Auflage. Verlag Technik, Berlin 1989, ISBN 3-341-00657-5, S. 22.</ref>

Motorradgabeln[Bearbeiten]

Motorradgabeln sind üblicherweise zweiarmig ausgeführt, als eine Ausnahme in der Serienproduktion gilt die Imme.Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. (a)Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. (b)

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Betriebssicherheit[Bearbeiten]

Die einwandfreie Funktion des Lenkkopfes ist für die Fahrsicherheit ähnlich bedeutend wie bei mehrspurigen Fahrzeugen die Funktion der gesamten Vorderachse. Typische Schwachstellen sind Bestandteil von Sicherheitsüberprüfungen wie der Hauptuntersuchung und regelmäßiger Funktionsprüfungen:

  • Lager schwergängig (durch Rost, Schmutz, mangelnde Schmierung oder zu feste Verschraubung): Lenkmanöver können am nötigen Kraftaufwand scheitern, in Extremfällen kann die Lenkung blockieren, ein Sturz ist die Folge.
  • Radiales Lagerspiel: Die Gabel „flattert“, bei höheren Geschwindigkeiten ist das Fahrzeug nicht mehr kontrollierbar.
  • Axiales Lagerspiel: Beim Bremsen bewegt sich das Lager in axialer Richtung („schlägt“). Dadurch entstehen Druckstellen. Durch die Ausführung üblicher Lenkkopflager als Schrägwälzlager entsteht außerdem allmählich radiales Spiel.
  • Druckstellen: Die Kugeln oder Nadeln der Lager haben in der Mittellage Löcher in die Lagerringe gedrückt („Knacken“ beim Drehen des Lenkers). Durch diese Druckstellen entsteht radiales sowie axiales Lagerspiel oder Widerstand beim Drehen des Lenkers.

Anmerkungen[Bearbeiten]

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(a) 
Suzuki stellte 2007 eine Designstudie unter dem Namen Crosscage vor, bei der das Vorderrad von einer einarmigen Teleskopgabel geführt wurde.<ref>Vgl. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.motorrad.suzuki.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/motorrad.suzuki.de.</ref>

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(b) 
Der Prototyp der Hägglund XM 72 von 1973 hatte eine einarmige Kurzschwinge.<ref>Vgl. vintagecycleprints.com</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Winkler, Siegfried Rauch: Fahrradtechnik Instandsetzung, Konstruktion, Fertigung. 10. Auflage, BVA Bielefelder Verlagsanstalt GmbH & Co. KG, Bielefeld, 1999, ISBN 3-87073-131-1
  • Jürgen Stoffregen: Motorradtechnik: Grundlagen und Konzepte von Motor, Antrieb und Fahrwerk. 7. Auflage. Vieweg Verlag, Braunschweig 2010, ISBN 978-3-8348-0698-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />