Obernesselbach
Obernesselbach Kreisstadt Neustadt an der Aisch
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(168)&title=Obernesselbach 49° 35′ N, 10° 29′ O
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dim=10000 | globe= | name=Obernesselbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 324 (300–331) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,69 km²<ref name="Gemarkung" /> | |||||
| Einwohner: | 168 (31. Dez. 2019)<ref name="Einwohner"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Eingemeindet nach: | Unternesselbach | |||||
| Postleitzahl: | 91413 | |||||
| Vorwahl: | 09164 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Obernesselbach (fränkisch: Ejba-nässlbach<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 155. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „eibɘnęsɘlbax“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Neustadt an der Aisch im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Obernesselbach hat eine Fläche von 5,688 km². Sie ist in 515 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11044,74 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Obernesselbach (093009). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 30. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Unmittelbar nördlich des Dorfes fließt der Nesselbach und südlich der Schachengraben, der weiter östlich als rechter Zufluss in den Nesselbach mündet. 0,25 km westlich des Ortes erhebt sich der Bernhardsbühl (338 m ü. NHN), 0,5 km südlich der Ellerberg (335 m ü. NHN) und 1 km südöstlich der Eulenberg (421 m ü. NHN). Der Ort ist von Flurgebieten umgeben: 0,25 km nordwestlich Hundsruck, 0,5 km nordöstlich Kraftsleiten, 0,5 km östlich Alte Gasse, 0,75 km südwestlich Griesfeld, 1 km westlich Aufeld. Das Güterholz liegt 0,75 km nördlich, der Güterwald 1,5 km westlich.
Die Kreisstraße NEA 6 verläuft nach Unternesselbach (1,5 km östlich) bzw. nach Rehhof (3,2 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Hausenhof (1,2 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 26. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Obernesselbach ist eine Ausgründung des seit 881 als „Nezzilbach“ urkundlich belegten (Unter-)Nesselbach.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref> 1300 wurde es als „inferiorem villam Nezzelbach“ erstmals eindeutig zuordenbar urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des ursprünglichen Gewässernamens ist die Nessel.<ref>E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 196 f.</ref>
Als die Obernesselbacher 1602 einen Maibaum aufstellten, duldete dies der Kastner von Neustadt nicht, da er den Vorgang als Wahrzeichen der „Dorffsgerechtigkeit“ ansah.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Obernesselbach 28 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Vogtamt Lenkersheim aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Ipsheim. Grundherren waren das Kastenamt Ipsheim (20 Anwesen: 1 Hof, 17 Güter, 1 Gütlein, 1 Haus), das Spital Neustadt an der Aisch (3 Häckersgüter), die Pfarrei Neustadt (2 Häckersgüter), die Herrschaft Sugenheim (1 Sölde) und das Rittergut Ullstadt (1 Gut, 1 Gütlein).<ref name="H119">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 119.</ref>
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:
„Ober-Nesselbach, Bayreuthisches Dorf im Amte Neustadt, eine Stunde von Schauerheim, wurde mittelst eines 1365 zwischen Andreas Ringsmaul und Burggraf Friedrich IV. zu Nürnberg getroffenen Kaufes diesem übergeben.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Band 4, Sp. 206.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Külsheim und Kammeramt Ipsheim. 1810 kam Obernesselbach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Altheim und dem 1817 gebildeten Ruralgemeinde Altheim zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Unternesselbach.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 73 (Digitalisat).</ref><ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 226.</ref> Diese war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Windsheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Die freiwillige Gerichtsbarkeit und die Polizei für ein Anwesen hatte jedoch bis 1848 das Patrimonialgericht Ullstadt inne, für ein weiteres das Patrimonialgericht Sugenheim.<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 215.</ref> Ab 1862 gehörte Obernesselbach zum Bezirksamt Uffenheim (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt) und ab 1856 zum Rentamt Windsheim (1919 in Finanzamt Windsheim umbenannt, seit 1972 Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Windsheim (1879 in Amtsgericht Windsheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,707 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Juli 1972 wurde Obernesselbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Unternesselbach eingemeindet.<ref> </ref> Am 1. Januar 1980 wurde schließlich die Gemeinde Unternesselbach nach Neustadt eingegliedert.<ref> </ref><ref>Neustadt an der Aisch > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Mai 2025.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
In Obernesselbach gibt es vier Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Neustadt (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 7: Wohnhaus eines Dreiseithofs
- Haus Nr. 25: Wohnstallhaus
- Haus Nr. 36a: Bauernhaus
- Haus Nr. 38: Bauernhaus
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Bodendenkmäler[Bearbeiten]
In der Gemarkung Obernesselbach gibt es zwei Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St.-Bartholomäus (Unternesselbach) gepfarrt.<ref name="H119"/> Die Katholiken sind nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Sonstiges[Bearbeiten]
Nordwestlich des Ortes liegt ein heute aufgelassener Steinbruch. ▼
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|name=Steinbruch Obernesselbach
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}} Dort wurde bis ca. 1960 der grünliche Nesselbacher Sandstein abgebaut. Er wurde als Baumaterial oder für Schleifsteine verwendet.
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Ober-Nesselbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 206 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769699270 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Reinhold Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 730115267, S. 85–86.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 119 (Digitalisat). Ebd. S. 215 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Uffenheim (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 22). Deutscher Kunstverlag, München 1966, DNB 457879262, S. 154–155.
Weblinks[Bearbeiten]
- Obernesselbach. In: neustadt-aisch.de. Abgerufen am 22. Mai 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Obernesselbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Obernesselbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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Birkenfeld | Chausseehaus | Diebach | Eggensee | Hasenlohe | Herrnneuses | Hohenwürzburg | Kleinerlbach | Neustadt a.d.Aisch | Obernesselbach | Oberschweinach | Oberstrahlbach | Pulvermühle | Schauerheim | Schellert | Stöckach | Unternesselbach | Unterschweinach | Unterstrahlbach | Virnsbergerhaag | Weiherhof
Sonstige Wohnplätze: Am Ellenberg | Klausberg | Lohmühle | Obermühle | Riedfeld | Rößleinsdorf | Stöckacher Mühle | Wasenmühle
Wüstungen: Fallmeisterei | Kohlenmühle
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2024-04
- Ortsteil von Neustadt an der Aisch
- Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1972
- Ersterwähnung 1300
- Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim