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Provinz Driouch

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Datei:Morocco, region Oriental, province Driouch.png
Provinz Driouch in der Region Oriental
Datei:Commune-Driouch.jpg
Lage der Großgemeinde Driouch und anderer westlich gelegener ländlicher Gemeinden (communes rurales) vor der Abtrennung von der Provinz Nador
Datei:Coat of arms of the Driouch Province.png
Wappen der Provinz Driouch
Datei:Temsamane Arif1.jpg
Blick von den Bergen der Gemeinde Temsamane entlang der Mittelmeerküste Richtung Cap des Trois Fourches (franz.) oder Cabo de Tres Forcas (span.)
Datei:Temsamane med1.jpg
Blick von den Bergen der Gemeinde Temsamane aufs Mittelmeer

Die etwa 2870 km² große und etwa 190.000 Einwohner zählende marokkanische Provinz Driouch (arabisch إقليم ,الدريوش, Vorlage:RifS-Tfng)<ref>Provinz Driouch – Karte + Fakten</ref> gehört zur Region Oriental und wird manchmal – nach den beiden größten Städten – auch Provinz Midar-Driouch genannt. Die Hauptstadt der Provinz ist die nur rund 16.000 Einwohner zählende Stadt Driouch.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Provinz Driouch grenzt im Norden ans Mittelmeer, im Osten an die Provinz Nador, im Südosten an die Provinz Guercif, im Südwesten an die Provinz Taza und im Westen an die Provinz Al Hoceïma.

Landschaft[Bearbeiten]

Die Provinz Driouch liegt in den östlichen Ausläufern des Rifgebirges – das Landschaftsprofil ist dementsprechend hügelig. Die höchsten Erhebungen befinden sich bei Midar und erreichen am Tarhit n’Sedda eine maximale Höhe von etwa 1800 m.<ref>Provinz Driouch – höchste Berge</ref> Die beiden größten Städte liegen in Höhen von ca. 290 m (Driouch) bzw. 360 m (Midar).

Klima[Bearbeiten]

Das in den Wintermonaten (Oktober bis Februar) vergleichsweise regenreiche Rifgebirge wird nach Osten hin immer trockener – dennoch fällt hier deutlich mehr Niederschlag als im Süden und Osten Marokkos. Die Tagestemperaturen können im Sommer 40 °C und mehr erreichen; nachts fallen die Werte auf 20 bis 25 °C. Im Winter liegen die Tagestemperaturen bei etwa 15 bis 25 °C; nachts fällt das Thermometer auf Werte um 10 bis 15 °C.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ein Großteil der Bevölkerung (ca. 80 %) sind berberischer Abstammung; diese arbeiten überwiegend in der Landwirtschaft sowie als Tagelöhner, Kleinhändler etc. Die meisten arabisch-stämmigen Bewohner der Provinz sind Beamte, Verwaltungsangestellte, Großhändler, Ingenieure, Anwälte, Ärzte etc. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt in den Städten oder städtischen Gemeinden (communes urbaines), die andere Hälfte verteilt sich auf 23 Landgemeinden (communes rurales), von denen einige bereits kleinstädtischen Charakter haben.

Größere Orte[Bearbeiten]

Gemeinde Einwohner
1994 2004 2014 2024
Ben Taïeb – 10.446 14.257 15.002
Dar El Kebdani – 2.990 3.608 3.595
Driouch – 10.381 14.741 15.661
Midar 15.396 16.022 15.021 15.391
Tafersit – 3.555 3.137 2.964
Temsamane 15.314 14.937 13.920 12.198
Tsaft 10.389 10.284 9.578 8.401

Wirtschaft[Bearbeiten]

Traditionell spielt die Landwirtschaft die primäre Rolle im Wirtschaftsleben der Provinz. Aufgrund des hügeligen Geländes sind die Anbauflächen meist klein und unwirtschaftlich. Früher stand die Selbstversorgung im Vordergrund; heute wird in erster Linie für die städtischen Märkte produziert. Fischfang und Tourismus spielen in der Provinz kaum eine Rolle. Langsam entwickeln die Städte eine wirtschaftliche Eigendynamik – hier konzentriert sich fast der gesamte Dienstleistungssektor (Verwaltung, Gesundheits- und Ausbildungswesen, Transportwesen etc.).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Provinz Driouch entstand im Jahr 2009 durch Abtrennung von der Provinz Nador.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Historische oder kulturelle Sehenswürdigkeiten existieren in der Provinz nicht. Einige einsame Sand- oder Kiesbuchten an der Mittelmeerküste sind touristisch (noch) nicht erschlossen. Die Küstenregion eignet sich für Wanderungen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Driouch Province – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Die mit (**) gekennzeichneten Provinzen liegen zur Gänze, die mit (*) gekennzeichneten teilweise in den territorialpolitisch umstrittenen Westsahara-Gebieten.

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