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Provinz Larache

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Provinz Larache in der ehemaligen Region Tanger-Tétouan
Wappen der Provinz Larache
Larache – Stadtansicht
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Moschee in der Medina von Larache
Datei:Cromlech de M'zora.jpg
Steinkreis von M'zora

Die Provinz Larache (arabisch إقليم العرائش, Tamazight: ⵜⴰⵙⴳⴰ ⵏ ⵍⵄⵔⴰⵢⵛ) ist eine ca. 2.750 km² große und ca. 500.000 Einwohner zählende Provinz in der Region Tanger-Tétouan-Al Hoceïma (vor 2015 Tanger-Tétouan) im Nordwesten Marokkos.<ref>Provinz Larache – Karte + Fakten</ref> Sie gehört zur Region Tanger-Tétouan-Al Hoceïma. Hauptstadt ist die Stadt Larache.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Provinz Larache grenzt im Westen an den Atlantik, im Norden an die Präfektur Tanger-Asilah, im Nordosten an die Provinz Fahs-Anjra im Osten an die Provinzen Tétouan und Chefchaouen, im Südosten an die Provinz Ouezzane und im Süden an die Provinz Sidi Kacem in der Nachbarregion Rabat-Salé-Kénitra.

Landschaft[Bearbeiten]

Das Landschaftsprofil der Provinz ist überwiegend flach bis wellig; im Osten jedoch erreichen die westlichen Ausläufer des Rifgebirges Höhen von ca. 600–700 m. Einziger Fluss von Bedeutung ist der Oued Loukos.

Klima[Bearbeiten]

Das in hohem Maße vom Atlantik beeinflusste Klima ist vergleichsweise gemäßigt und regenreich (ca. 700–800 mm/Jahr).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Larache hat einen Fischereihafen; außerdem sind die umliegenden Strände beliebte Ziele vieler Marokkaner. Im Hinterland dominiert die Landwirtschaft.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Antike gründeten die Phönizier, später dann die Römer eine Siedlung auf einem Hügel auf der Nordseite des Oued Loukos eine Ansiedlung, in welcher in römischer Zeit Garum hergestellt verschifft wurde. Im Jahr 1489 versuchten die Portugiesen, den Ort und sein Umland einzunehmen, mussten aber das eroberte Gebiet noch im selben Jahr wieder räumen. Im Jahr 1578 versuchte der noch junge portugiesische König Sebastian in der Nachfolge des Kreuzzugsgedankens und der Reconquista Marokko zu christianisieren. Die Mission scheiterte an Truppen unter Abu Marwan Abd al-Malik in der Schlacht der drei Könige von Alcazarquivir (Ksar-el-Kebir). In der Zeit zwischen 1610 und 1689 gehörte Larache zu Spanien. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt – wie andere marokkanische Küstenstädte auch – zu einem Seeräubernest und wurde in der Folge zweimal (1829 und 1860) von europäischen Flottenverbänden angegriffen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der megalithische Steinkreis von M'zora befindet sich auf einer Anhöhe beim Dorf M'zora, das etwa auf halber Strecke zwischen Larache und Tanger liegt, aber nur per Taxi oder PKW zu erreichen ist. Die Altstadt (medina) von Larache, aber auch von den Franzosen erbaute Neustadt bieten reizvolle Einblicke in das heutige Marokko.

Größte Orte[Bearbeiten]

Insgesamt besteht die Provinz aus 19 Gemeinden, von denen 15 als Landgemeinden (communes rurales) eingestuft sind. Die im Folgenden genannten Orte sind als Städte oder städtische Siedlungen eingestuft.

Stadt / Gemeinde Einwohner
1994 2004 2014 2024
Larache 90.400 107.371 125.008 133.731
Ksar-el-Kebir 107.065 107.380 126.617 124.701
Khémis Sahel – 4.826 6.242 7.077
Laouamra – – 7.793 9.941

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Larache Province – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Präfekturen

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Die mit (**) gekennzeichneten Provinzen liegen zur Gänze, die mit (*) gekennzeichneten teilweise in den territorialpolitisch umstrittenen Westsahara-Gebieten.

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