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Provinz Tata

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Datei:Morocco, region Guelmim-Es Semara, province Tata.png
Provinz Tata in der ehemaligen Region Guelmim-Es Semara
Datei:Province of Tata.JPG
Landschaft in der Provinz Tata

Die ca. 26.090 km² große, aber nur etwa 110.000 Einwohner zählende Provinz Tata<ref>Provinz Tata – Karte + Fakten</ref> (arabisch إقليم طاطا, Vorlage:ShiS-Tfng) gehört seit 2015 zur Region Souss-Massa (davor zu Guelmim-Es Semara) und liegt im Süden Marokkos an der Grenze zu Algerien. Hauptstadt der Provinz ist die gleichnamige Stadt Tata.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die auf der Südseite des Antiatlas gelegene Provinz Tata grenzt im Südosten an Algerien, im Südwesten an die Provinz Assa-Zag, im Westen an die Provinz Guelmim, im Nordwesten an die Provinz Tiznit, im Norden an die Provinz Taroudannt, im Nordosten an die Provinz Ouarzazate und im Osten an die Provinz Zagora.

Landschaft[Bearbeiten]

Die Landschaft ist geprägt durch die südlichen Ausläufer des Anti-Atlas-Gebirges mit seinen teils flachen, teils hügeligen Geländeformen; auch die kleine Bergkette des Jbel Bani ist zu erwähnen. Während in den höheren Lagen – abgesehen von einigen wenigen Oasentälern – Felslandschaften vorherrschen, sind die Ebenen von Steinen übersät.

Klima[Bearbeiten]

Im Sommer können die Tageshöchsttemperaturen 45 °C und mehr erreichen; nachts kühlt es sich – je nach Bewölkung – auf 5 bis 15 °C ab. In den vier Wintermonaten November bis Februar kann es manchmal etwas regnen, doch erreichen die Tagestemperaturen immer noch Werte um die 25 bis 30 °C; nachts fällt das Thermometer auf Werte zwischen 0 und 10 °C.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Provinz besteht zur überwiegenden Mehrheit aus Berbern; viele von ihnen haben seit den 1970er Jahren – wegen ausbleibender Regenfälle, aber auch aus soziokulturellen Gründen – ihre Heimatdörfer verlassen und sind in die stetig wachsenden Städte im Norden und Westen Marokkos gezogen. Infolge der zunehmenden Trockenheit ist die Einwohnerzahl leicht rückläufig.

Größere Orte[Bearbeiten]

Datei:Palmeraie (Akka).JPG
Oase Akka im Frühjahr

Die Provinz Taourirt besteht aus insgesamt 20 Gemeinden, von denen nur die im Folgenden genannten vier Städte oder Gemeinden als städtische Siedlungsgebiete (communes urbaines) eingestuft sind; alle anderen Orte sind Oasen und gelten als Landgemeinden (communes rurales) und bestehen manchmal aus mehreren Dörfern.

Städte Einwohner
1994 2004 2014 2024
Tata 12.549 15.239 18.611 19.544
Akka 6.519 7.102 6.870 5.575
Fam El Hisn 7.040 7.085 6.353 5.908
Foum Zguid 9.903 9.630 8.986 8.660

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Provinz verfügt über keinerlei Industrie. Die Bevölkerung lebt überwiegend von Transfergeldern der Migranten sowie von der Oasenwirtschaft, von Kleinhandwerk, Kleinhandel und ein wenig Tourismus. Viehzucht spielt keine nennenswerte Rolle. Es gibt nennenswerte Vorkommen von Gold, Blei und Kupfer, die auch abgebaut werden.

Wasser[Bearbeiten]

Ganzjährig vorherrschend ist ein äußerst trockenes, beinahe wüstenartiges Klima. In der gesamten Provinz fällt kaum Niederschlag. Das lebensnotwendige Wasser wird aus Brunnen hochgepumpt. Die unterirdischen Wasservorräte werden – wenn auch nur teilweise – durch Sickerwasser aus den bergigen Regionen des Antiatlas wiederaufgefüllt. Da der Wasserverbrauch stetig steigt, zeichnen sich Versorgungsprobleme ab.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Außer der kargen, aber eindrucksvollen Landschaft mit ihren voneinander weit entfernt liegenden Dattelpalmenoasen gibt es so gut wie keine historischen Sehenswürdigkeiten. Zu nennen wären lediglich die teilweise 6000 Jahre alten, aber nur mit Hilfe von lokalen Führern zu findenden Felszeichnungen (Petroglyphen) und der Stumpf eines möglicherweise aus almohadischer Zeit stammenden Minaretts in der Umgebung von Akka. Der abgelegene Ort Aït Kine mit seinem sehenswerten ‚Stadttor‘ und seiner Speicherburg (agadir) gehört ebenfalls noch zur Provinz Tata.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tata Province – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Die mit (**) gekennzeichneten Provinzen liegen zur Gänze, die mit (*) gekennzeichneten teilweise in den territorialpolitisch umstrittenen Westsahara-Gebieten.

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