Scharpenhufe
Scharpenhufe Gemeinde Aland
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(84)&title=Scharpenhufe 52° 57′ N, 11° 39′ O
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| Höhe: | 19 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,4 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 84 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 30. September 1928 | |||||
| Eingemeindet nach: | Pollitz | |||||
| Postleitzahl: | 39615 | |||||
| Vorwahl: | 039395 | |||||
Lage von Scharpenhufe in Sachsen-Anhalt
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Scharpenhufe ist ein Ortsteil der Gemeinde Aland im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="HS" />
Geographie[Bearbeiten]
Lage[Bearbeiten]
Der Ort liegt zehn Kilometer nordwestlich der Hansestadt Seehausen und fünf Kilometer nordwestlich von Krüden,<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> wo sich der Sitz der Gemeinde Aland befindet.<ref name="HS" /> Die Gemarkungsteile nördlich der durch den Ort verlaufenden Landesstraße 2 gehören zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und sind Teil des Naturschutzgebietes Aland-Elbe-Niederung.<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref>
Gliederung[Bearbeiten]
Der heutige Ortsteil Scharpenhufe besteht aus Scharpenhufe und der kleineren Ansiedlung Nattewisch,<ref>Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2014, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2016</ref> die knapp einen Kilometer östlich von Scharpenhufe liegt.
Geschichte[Bearbeiten]
Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]
Die erste Erwähnung von Scharpenhufe stammt aus dem Jahre 1309 als In Curia dicta scarpenhoue. So wurde der Hof in einer Urkunde über einen Gütertausch zwischen dem Kloster Arendsee und Peter von Garditz bezeichnet.<ref name="Riedel-22" /> 1499 gehörte der Hof zum Leibgedinge der Frau von Jagow.<ref name="HOB-12" /> Weitere Nennungen sind 1518 die wuste hoffstede geheten de Scharpenhoue, 1598 die wuste Hofstette geheißen die Scharpehoffe, der Hof war also wüst, 1608 heißt er Scharffehüefe und 1804 heißt das adlige Gut Scharpenhufe.<ref name="Bratring-1" />
Das Gut blieb im Besitz der von Jagow, bis sie 1945 enteignet wurden. Im Jahre 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III in Scharpenhufe, die LPG „Morgensonne“.<ref name="HOB-12-b" />
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Gutshaus Scharpenhufe im Jahre 1993 von den früheren Eigentümern, der altmärkischen Adelsfamilie von Jagow, zurückgekauft. Es wird seitdem als ein etwa 600 Hektar umfassender Landwirtschaftsbetrieb fortgeführt.<ref name="AMT" />
Zwei Kilometer ostnordöstlich von Scharpenhufe stand noch am Anfang des 20. Jahrhunderts das Fischerhaus Ganseburg
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}},<ref name="GemLex-1909, S. 103" /> auch Kolonie Gänseburg<ref name="MTB-40" /> genannt, in dessen Nähe lag die von den Gänsen von Putlitz erbaute Ganseburg.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es einen Kilometer nördlich von Scharpenhufe eine Ziegelei
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}}.<ref name="GemLex-1909, S. 103" /><ref name="MTB-40" />
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Bis 1807 gehörte das Gut zum Seehausenschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Pollitz auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte es zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.<ref name="HOB-12" />
Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Scharpenhufe mit seinen Wohnplätzen Ganseburg, Nattewisch, Ziegelei<ref name="GemLex-1909, S. 103" /> mit der Landgemeinde Pollitz vereinigt, mit Ausnahme der Kolonie Dosse, die zur Landgemeinde Groß Garz kam.<ref name="AB-RB-Magdeburg" />
Bis Ende 2009 war Scharpenhufe ein Ortsteil der bis dahin selbständigen Gemeinde Pollitz. Am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Scharpenhufe zu der zum gleichen Datum neu gebildeten Gemeinde Aland.<ref name="AB-SDL" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1818:<ref name="HOB-12" />
Religion[Bearbeiten]
Die evangelischen Christen aus Scharpenhufe sind in die Kirchengemeinde Pollitz eingepfarrt, diese gehörte früher zur Pfarrei Groß Wanzer.<ref name="Almanach1903" /> Die Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchengemeindeverband Beuster-Aland im Pfarrbereich Beuster des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Pollitz stammen aus dem Jahre 1766.<ref name="Machholz" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Das historische Gutshaus Scharpenhufe des ehemaligen Rittergutes Scharpenhufe ist ein im neoklassizistischen Stil erbautes Herrenhaus. Daneben gehören zu dem unter Denkmalschutz stehenden Gutshof umfangreiche Wirtschaftsgebäude, alles umgeben von einem offenen Landschaftspark.<ref name="AMT" />
Vereine[Bearbeiten]
- Förder- und Heimatverein für die Orte Pollitz und Scharpenhufe e. V.
Literatur[Bearbeiten]
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks[Bearbeiten]
- Scharpenhufe im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 214.</ref>
<ref name="AB-SDL">Landkreis Stendal: Gebietsänderungsvertrag zwischen den Gemeinden Aulosen, Krüden, Pollitz und Wanzer. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 17, 12. August 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 204–207 (landkreis-stendal.de [PDF; 7,0 MB; abgerufen am 20. Dezember 2020]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="AMT">Gutshaus Scharpenhufe. Schlösser und Herrenhäser. In: www.altmarktourismus.de. Tourismusverband Altmark e. V., abgerufen am 16. Juni 2019.</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 20. Dezember 2020.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 320 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-2011-2012">Andreas Puls: Orte verlieren 122 Einwohner in 12 Monaten. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 21. Februar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 19. Juni 2019]).</ref>
<ref name="EW-2021">Ralf Franke: Seehausen hat mehr Zuzügler. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 14. Januar 2022, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Seehausen lässt weiter Federn. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 26. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="GemLex-1909, S. 102">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref>
<ref name="GemLex-1909, S. 103">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref>
<ref name="Gemeidelex-1873">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref>
<ref name="HS">Hauptsatzung der Gemeinde Aland. 2. Juli 2015 (verwaltungsportal.de [PDF; 275 kB; abgerufen am 7. Dezember 2015]).</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HOB-12-b">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="MTB-40">Meßtischblatt 40: Wittenberge. Reichsamt für Landesaufnahme, 1873, abgerufen am 16. Juni 2019.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Beuster. In: ekmd.de. Abgerufen am 15. Februar 2024.</ref>
<ref name="Riedel-22">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Ortsteile: Aulosen | Krüden | Pollitz | Scharpenhufe | Vielbaum | Wahrenberg | Wanzer
Wohnplätze und Wüstungen: Braves Land | Gerichsee | Groß Holzhausen | Kahlenberge | Klein Wanzer | Nattewisch | Stresow | Voßhof | Wilhelminenhof | Ziegelei Vorlage:Klappleiste/Ende
