Zum Inhalt springen

Vielbaum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vielbaum
Gemeinde Aland
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(208)&title=Vielbaum 52° 55′ N, 11° 44′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(208) 52° 54′ 53″ N, 11° 43′ 31″ O
 {{#coordinates:52,914722222222|11,725277777778|primary
dim=10000 globe= name=Vielbaum region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 11,07 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 208 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Krüden
Postleitzahl: 39615
Vorwahl: 039386
Vielbaum (Sachsen-Anhalt)
Vielbaum (Sachsen-Anhalt)
Lage von Vielbaum in Sachsen-Anhalt
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Vielbaum ist ein Ortsteil der Gemeinde Aland der Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="HS" />

Geographie[Bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Vielbaum, ein Marschhufendorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt am Alten Augraben in der Landschaft Wische, drei Kilometer nordwestlich der Hansestadt Seehausen und zwei Kilometer südöstlich von Krüden,<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> wo sich der Sitz der Gemeinde Aland befindet.<ref name="HS" /> Die nördlich der durch den Ort verlaufenden Landesstraße 2 gelegenen Gemarkungsteile gehören zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und sind Teil des Naturschutzgebietes Aland-Elbe-Niederung.<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]

Im Jahre 1207 wurde der Verkauf einer Hufe Landes in Vilbom an das Kloster Marienthal bei Helmstedt durch den Markgrafen Albrecht II. bestätigt.<ref name="Krabbo Regesten" /><ref name="PV" /> Weitere Nennungen waren 1208 in Vilbom, 1398 ecclesie in vylbom, 1541 Vilbohm und 1687 Vielbaum.<ref name="HOB-12" />

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 2. Juni 1902 wurden der Gutsbezirk Vielbaum I und die Landgemeinde Vielbaum mit dem Wohnplatz Wilhelminenhof<ref name="Gemeindelexikon1905" /> zu einer Landgemeinde Vielbaum vereinigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg-1902" />

Am 30. September 1928 wurden die Gutsbezirke Voßhof (früher Rittergut Vielbaum II) und Vielbaum II (früher Rittergut Vielbaum III und V) mit der Landgemeinde Vielbaum vereinigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg" />

Das Gut Vielbaum I lag direkt westlich der Kirche, Vielbaum II einen Kilometer westnordwestlich der Kirche.<ref name="MTB-1542" />

Wilhelminenhof war 1885 bis 1931 ein Wohnplatz der Gemeinde Vielbaum,<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Vielbaum nach Krüden eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> 1957 war Vielbaum ein Wohnplatz von Krüden.<ref name="HOB-12" /> 1986 wurden neben Vielbaum auch Wilhelminenhof und Voßhof als Ortsteile von Krüden aufgeführt.<ref name="Orte-DDR-1986" />

Bis Ende 2009 blieb Vielbaum ein Ortsteil der bis dahin selbständigen Gemeinde Krüden. Am 1. Januar 2010 wurde der Ort ein Ortsteil der zum gleichen Datum neu gebildeten Gemeinde Aland.<ref name="AB-SDL" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Dorf/Gemeinde[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 143
1775 217
1789 301
1801 289
1818 311
Jahr Einwohner
1840 343
1864 401
1871 262
1885 158
1895 182
Jahr Einwohner
1905 212
1925 455
1939 335
1946 541
2011 [00]227<ref name="EW-2011-2012" />
Jahr Einwohner
2012 [00]225<ref name="EW-2011-2012" />
2020 [00]206<ref name="EW-2021" />
2021 [00]204<ref name="EW-2021" />
2022 [0]202<ref name="EW-2023" />
2023 [0]208<ref name="EW-2023" />

Rittergut I (Vielbaum I)[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1789 152
1864 054
Jahr Einwohner
1871 38
1885 48
Jahr Einwohner
1895 60
1905 28

Rittergut II (Voßhof)[Bearbeiten]

Ab 1892 amtlich nur noch Voßhof genannt, siehe dort.<ref name="HOB-12" />

Rittergut III/V (Vielbaum II)[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1864 41
1871 38
Jahr Einwohner
1885 68
1895 36

Quelle bis 2006, wenn nicht angegeben:<ref name="HOB-12" />

Religion[Bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Vielbaum gehörte früher zur Pfarrei Krüden (Crüden).<ref name="Almanach1903" /> Seit dem Jahre 1993 gehörten die Evangelischen aus Vielbaum zum Kirchspiel Krüden-Vielbaum<ref name="HOB-12" /> und bis 2018 Pfarrbereich Seehausen.<ref name="Pfarrbereich" /> Seit 2018 gehört Vielbaum zum Pfarrbereich Beuster im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="AB-EKM" />

Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Vielbaum stammen aus dem Jahre 1651.<ref name="Machholz" />

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

  • Die evangelische Dorfkirche Vielbaum steht auf einer Anhöhe 200 Meter nördlich der Landesstraße 2. Sie ist ein im Ursprung spätromanischer Feldsteinbau aus Schiff und eingezogenem Rechteckchor aus dem Ende des 12. Jahrhunderts und steht unter Denkmalschutz.<ref name="PV" /><ref name="HOB-12" />
  • Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.

In Vielbaum sind laut Vereinsregister des Amtsgerichtes Stendal zwei Vereine aktiv.

  • Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Krüden/Vielbaum e. V.
  • Romanische Kirchen Krüden/Vielbaum e. V.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII) – Band 2 – L–Z. In: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, S. 2290 ff.
  • Vorlage:BibOCLC
  • Vorlage:BibOCLC

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Vielbaum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="2VO-LSA-1950"> Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 277 (PDF). </ref> <ref name="AB-EKM"> Amtsblatt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland 10 (2018) Nr. 9, S. 175. </ref> <ref name="AB-SDL"> Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 204 ff. (landkreis-stendal.de [PDF; abgerufen am 25. Juni 2020]). </ref> <ref name="AB-RB-Magdeburg-1902"> Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1902, ZDB-ID 3766-7, S. 342. </ref> <ref name="AB-RB-Magdeburg"> Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 214. </ref> <ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref> <ref name="Bistum-MD"> Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 20. Dezember 2020. </ref> <ref name="EW-2011-2012"> Andreas Puls: Orte verlieren 122 Einwohner in 12 Monaten. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 21. Februar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 19. Juni 2019]). </ref> <ref name="EW-2021"> Ralf Franke: Seehausen hat mehr Zuzügler. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 14. Januar 2022, DNB 1047269554, S. 17. </ref> <ref name="EW-2023"> Karina Hoppe: Seehausen lässt weiter Federn. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 26. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 17. </ref> <ref name="Gemeindelexikon1905"> Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905 </ref> <ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref> <ref name="HS"> Hauptsatzung der Gemeinde Aland. 2. Juli 2015 (verwaltungsportal.de [PDF; 275 kB; abgerufen am 6. Dezember 2015]). </ref> <ref name="Krabbo Regesten"> Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 110, Nr. 532 (uni-potsdam.de). </ref> <ref name="Machholz"> Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925 </ref> <ref name="MTB-1542"> Messtischblatt 1542: Wittenberge. Reichsamt für Landesaufnahme, 1937, abgerufen am 16. Juni 2019. </ref> <ref name="Orte-DDR-1986"> Karla Balkow, Werner Christ: Ortslexikon der Deutschen Demokratischen Republik. Staatsverlag der DDR, 1986, ISBN 3-7685-2185-0, S. 319, 321, 335. </ref> <ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Seehausen. In: ekmd.de. Abgerufen am 25. Februar 2024. </ref> <ref name="PV"> Wolfram Bleis, Hans-Peter Bodenstein: Pfarrkirche Vielbaum. In: ndRom.inn (in nuce). Nr. 4, April 2011 (ndrom.de [PDF; 2,2 MB; abgerufen am 8. Dezember 2015]). </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Ortsteile: Aulosen | Krüden | Pollitz | Scharpenhufe | Vielbaum | Wahrenberg | Wanzer

Wohnplätze und Wüstungen: Braves Land | Gerichsee | Groß Holzhausen | Kahlenberge | Klein Wanzer | Nattewisch | Stresow | Voßhof | Wilhelminenhof | Ziegelei Vorlage:Klappleiste/Ende