Semerchet
| colspan="2" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;"| Namen von Semerchet | ||||
|---|---|---|---|---|
| colspan="2" class="center" style="padding: .2em; font-size:11px; color:#Vorlage:Ägyptologie Farbe;" | Datei:Semerkhet label.jpg Elfenbeinetikett mit dem Horusnamen des Semerchet. | ||||
| style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Horusname |
Smrẖt Gefährte der Götterschaft<ref name="HAS"/> | |||
| style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Nebtiname |
Irj-nbtj Hüter der Beiden Herrinnen<ref name="HAS"/> | |||
| style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Eigenname |
<hiero>M23:X1-L2:X1-G16-A21</hiero> | |||
| style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Königspapyrus Turin (Nr.II./18) |
<hiero>HASH-L2:X1-V10A-S29-G17-S29-G17-V11A-G7-HASH</hiero> <ref name="H169">Zahi Hawass (Hrsg.): Egyptology at the Dawn of the twenty-first Century. Band 2. 2nd printing. 2003, S. 169.</ref> | |||
| style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Königsliste von Abydos (Sethos I.) |
Smsw<ref name="H171">Zahi Hawass (Hrsg.): Egyptology at the Dawn of the twenty-first Century. Band 2. 2nd printing. 2003, S. 171.</ref> | |||
| style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Griechisch Manetho-Varianten: bei Eratosthenes: |
Africanus: Semempses Eusebius: Semempses Eusebius, AV: Mempses Pemphōs (Πεμφως)<ref>Johannes von Gumpach: Zwei chronologische Abhandlungen. Heidelberg 1854, S. 20.</ref> |
Semerchet (eigentlich Hor-Semerchet) war der siebte altägyptische König (Pharao) der 1. Dynastie während der sogenannten Frühdynastischen Zeit. Er regierte um etwa 2870 v. Chr. (gemäß Thomas Schneider) oder um etwa 2860 v. Chr. (gemäß Jürgen von Beckerath).<ref>Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002, S. 261, 314.</ref><ref>Jürgen von Beckerath: Chronologie des pharaonischen Ägypten. Mainz 1997, S. 26, 39, 166–169, 173, 176, 178, 187.</ref> Er war der Nachfolger von König Anedjib und der Vorgänger von König Qaa.<ref name="TWRA"/>
Semerchet ist archäologisch umfangreich belegt, besonders aus seinem Grabmal bei Abydos. Er erscheint auch regelmäßig in zeitlich späteren Quellen. Seine Position als siebter Herrscher seiner Dynastie kann dank zeitgenössischer Artefakte und Inschriften als gesichert gelten. Trotz seiner kurzen Regierungszeit ist Semerchet aufgrund zahlreicher politischer und religiöser Veränderungen während seiner Herrschaft von einigem Interesse für die moderne Forschung. So war er der erste ägyptische König, der das Wappen der Beiden Herrinnen einführte. Semerchet ist auch der einzige frühdynastische Herrscher, dessen gesamter Regierungsverlauf auf dem berühmten Annalenstein der 5. Dynastie erhalten ist. Trotz allem bleiben Fragen zu seiner Person, besonders zu seinem familiären Umfeld. Spätere Quellen berichten anekdotenhaft, unter seiner Herrschaft sei es zu einer Katastrophe gekommen.
Name und Identität[Bearbeiten]
Zeitgenössischer Name[Bearbeiten]
Semerchets Horusname erfährt innerhalb der Ägyptologie verschiedene Deutungen. Das im Namen verwendete Gardiner-Zeichen F32 (Torso und Hinterleib einer Biene) wird als „Chet“ gelesen und wahlweise mit „Körper“ oder „Verkörperung“ oder mit „Götterschaft“ übersetzt. Die Silbe „Semer“... kann wahlweise mit „vortrefflich“ oder „rücksichtsvoll“ oder mit „Freund“, „Gefährte“, „Komparse“ übersetzt werden. Daher lesen Ägyptologen Semerchets Horusnamen entweder als „Vortreffliche Verkörperung (des Horus)“, als „Rücksichtsvoller Freund (des Horus)“, oder als „Komparse der Götterschaft (des Horus)“.<ref name="TAH">Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London 1999, S. 78, 79 & 275.</ref><ref name="KBK">Jochem Kahl, Markus Bretschneider, Barbara Kneissler: Frühägyptisches Wörterbuch. Band 1. Wiesbaden 2002, S. 46.</ref><ref name="TWR">Toby A. H. Wilkinson: Royal Annals of Ancient Egypt: the Palermo Stone and its Associated Fragments. London 2000, S. 76.</ref>
Semerchets Eigenname hingegen beschäftigt die Ägyptologie deutlich mehr. Er erfuhr im Lauf der Zeit, ähnlich wie bei König Den, abweichende Schreibungen, die offensichtlich auf Verlesungen unsauber verfasster Vorlagen basieren. Grund hierfür ist ein Hieroglyphenzeichen, das auf zeitgenössischen Artefakten enttäuschend detailarm gezeichnet wurde. Es zeigt einen schreitenden Mann mit etwa knielangem, wehendem Gewand und Nemes-Kopftuch, das im Nacken zu einer Rolle geknotet (oder gewickelt) ist und mit falschem Zeremonienbart. Diese Figur hält einen langen, augenscheinlich schmucklosen Stab in den Händen. Diese spezielle Hieroglyphe (Gardiner-Sonderzeichen A23D) ist in der Tat äußerst selten in der ägyptischen Heraldik belegt und taucht nach Semerchet nur noch in zwei Reliefdarstellungen aus der 5. und 6. Dynastie auf. Dort lassen sich endlich genauere figürliche Details erkennen. Hier trägt die Figur ein schlichtes, knöchellanges Gewand und einen Was-Stab, was auf eine Priester-Darstellung schließen lässt. Die vorerst letzte Darstellung dieser Priesterfigur erscheint in der Königsliste von Abydos in der 7. Kartusche, wo sie 1:1 von der altertümlichen Vorlage übernommen worden war (siehe Abbildung).<ref name="IESE" /><ref name="TAH"/><ref name="KBK"/><ref name="TWR"/>
Die Lesung und Deutung dieser Figur war lange Zeit zuhöchst umstritten. Erst die Reliefs des Alten Reiches fügten der Figur Konsonanten hinzu. Dort finden sich die Gardiner-Zeichen R8 (wehende Fahne) und D4 (menschliches Auge) und bilden das Wort Irj-netjer (deutsch etwa „Hüter Gottes“ oder „Gotteshüter“). Auf nur zwei zeitgenössischen Elfenbeintäfelchen aus dem Grab des Semerchet wurde eine ungewöhnliche Schreibung seines Nebti-Namens entdeckt: dort erscheint eine alleinstehende Augen-Hieroglyphe anstelle der Figur, was die Lesung Irj-Nebti mit der Bedeutung „Hüter der Beiden Herrinnen“, alternativ sogar „Schöpfer der Beiden Herrinnen“, erlaubt. Dies deckt sich hervorragend mit dem historischen Umstand, dass Semerchet den „klassischen“ Nebtinamen in seiner endgültigen Form als offiziellen Königstitel einführte und ihn mit dem Titel Nesut-Bitj kombinierte. Damit war gleichzeitig die Vorlage zum sogenannten Thronnamen geschaffen, der ab Semerchets direktem Nachfolger, König Qaa, zum festen Ensemble der königlichen Heraldik avancierte.<ref name="TAH"/><ref name="KBK"/><ref name="TWR"/> Semerchet änderte dabei den von seinem Vorgänger Anedjib neu eingeführten Nebui-Namen („Die beiden Herren“) in den Nebti-Namen um. Warum genau Semerchet den Nebui-Namen aufgab, ist unbekannt.<ref name="IESE">I. E. S. Edwards: Early history of the Middle East. Cambridge u. a. 2006, S. 28.</ref>
Der Kairostein, ein Fragment des Annalensteins der 5. Dynastie, nennt für Semerchet den Eigennamen „Irj-Nebti“ in ungewöhnlicher Weise: nicht nur ist die Priesterfigur nachgebildet, sie erscheint gemeinsam mit dem Nebti-Wappen innerhalb der Kartusche. Damit impliziert der Kairostein, dass „Nebti“ in diesem Falle nicht bloß ein Königstitel war, sondern direkt zum Eigennamen des Königs gehörte. Des Weiteren gibt die Steintafel für Semerchet einen Goldnamen an, was noch ungewöhnlicher ist, weil Semerchet nach bisherigem Wissensstand einen solchen zu Lebzeiten nicht besessen hatte.<ref name="TWRA"/>
In späteren Königslisten[Bearbeiten]
Wie bereits zuvor erwähnt, erfuhr Semerchets Eigenname eine starke Wandlung in späteren Königslisten. Hintergrund wird wohl gewesen sein, dass die Priesterfigur, die seinen Eigen- und Nebtinamen gebildet hatte, in den Epochen nach dem Alten Reich nicht mehr verwendet wurde und in Vergessenheit geraten war. Während die Abydos-Liste immerhin in der Lage war, die Priesterfigur originalgetreu nachzubilden, waren die Verfasser des Königspapyrus Turin offenbar überfordert und verunsichert. Sie identifizierten die Figur wohl mit dem Gardiner-Zeichen A20, das einen ältlichen Mann mit Stützstock zeigt. Dieses Zeichen wird „Semsu“ oder „Semsem“ gelesen und bedeutet „Ältester“ oder „Altehrwürdiger“. Dies quittierte der Turin-Schreiber mit der konsonantischen Schreibung „Sem-Sem“, die aus dem doppelt aufgeführten Zeichenpaar S29 (stilisierte Stofffalte) + G17 (Schleiereule) besteht. Die Königsliste von Sakkara aus dem Grab des Hohepriesters Tjuneroy (19. Dynastie) lässt Semerchet merkwürdigerweise gar nicht auftreten – allerdings fehlen hier auch die Könige Narmer, Aha, Djer, Wadji und Den der 1. Dynastie. Warum dies so ist, bleibt rätselhaft.<ref name="IESE" /><ref name="TAH"/><ref name="KBK"/><ref name="TWR"/> Walter Bryan Emery zum Beispiel schlägt als möglichen Grund vor, dass Anedjib und Qaa die einzigen Könige sind, deren Souveränität von Unterägypten anerkannt wurde. Und die Sakkara-Liste entspricht rein memphitischen Traditionen. Damit waren Anedjib und Qaa als Herrscher über Memphis bestätigt. Die Königsliste von Abydos und die Königsliste von Karnak hingegen spiegeln thinitische Traditionen wieder und führen deshalb alle Herrscher der 1. Dynastie auf.<ref>Walter B. Emery: Agypten. Geschichte und Kultur der Frühzeit 3200–2800 v. Chr. London (UK) 1999, S. 19.</ref>
Der antike griechisch schreibende Chronist Manetho (um 270 v. Chr.) nennt Semerchet in seinen Aegyptiaca Semempsés (Σεμέμψης), was er augenscheinlich von der konsonantischen Schreibung „Semsem“ übernommen hatte.<ref>William Gillan Waddell: Manetho. Cambridge (Mass.) 2004, S. 33–37.</ref><ref>Iorwerth Eiddon Stephen Edwards, Cyril John Gadd, Nicholas Geoffrey Lempriere Hammond: Early History of the Middle East. Cambridge (UK) 2006, S. 28.</ref>
Herkunft und Familie[Bearbeiten]
Über die Familie des Semerchet ist nichts Konkretes bekannt. Kein zeitgenössisches Artefakt aus Semerchets Regierungszeit erwähnt irgendwelche zu der Zeit üblichen königlichen Verwandtschaftstitel wie zum Beispiel Weret-hetes („Große Gemahlin“) oder Sa-nesut („Sohn des Königs“, ergo Prinz). Der Kairostein nennt eine Dame namens Batiires als Mutter von Semerchet, welche somit wohl die Gemahlin von König Anedjib war. Dann käme Anedjib als Vater von Semerchet in Frage. Auch der antike Chronist Manetho beschreibt Semerchet als Sohn von Anedjib.<ref>I. E. S. Edwards: Early history of the Middle East. Cambridge u. a. 2006, S. 36.</ref> Peter Kaplony identifiziert Batiires hingegen mit einer Hofdame, die von einem Grabstein bekannt ist, der sich bei der Grabanlage des Königs Den in Abydos fand. Demnach wäre Batiires die Gemahlin des Den und Den der Vater von Semerchet gewesen.<ref>Peter Kaplony: Semerchet. In: Wolfgang Helck, Eberhard Otto: Lexikon der Ägyptologie. Band 5: Pyramidenbau – Steingefäße. Harrassowitz, Wiesbaden 1984, ISBN 3-447-02489-5, Spalte 841, Anmerkung 1.</ref> Michael Rice hält es für möglich, dass Semerchets Nachfolger, König Qaa, ein Sohn von Semerchet war.<ref>Michael Rice: Who’s who in ancient Egypt. Routledge, London (UK) 1999, ISBN 0-415-15448-0, S. 179.</ref>
Regierungszeit[Bearbeiten]
Der antike Chronist Manetho bescheinigt „Semempsés“ (aka Semerchet) 18 Jahre, der Turiner Königspapyrus berichtet unter „Semsem“ gar von 72 Jahren. Die Ägyptologie beurteilt beide Angaben bislang als unbeabsichtigte Übertreibungen oder Fehldeutung der Originalquellen aufgrund unsauber ausgeführter Vorlagen. Auswertungen der Inschrift auf dem Annalenstein der 5. Dynastie lassen auf eine Dauer von 8 beziehungsweise 8½ Regierungsjahren schließen, da dort Semerchets gesamte Herrschaft vollständig erhalten ist.<ref name="WoHe">Wolfgang Helck: Untersuchungen zur Thinitenzeit. Wiesbaden 1987, S. 124.</ref> Insgesamt sind 10 Ereignisfenster für Semerchet abgebildet, von denen zwei rechnerisch-kalendarisch abgezogen werden können: das „Krönungsjahr“ wird nicht wirklich mitgezählt, da außer der Krönungszeremonie nichts weiter überliefert wird und diese bei wirklich allen Herrschern immer gleich verlief. Auch das „Sterbefenster“ wird nicht mitgezählt, da es nur dem Datumseintrag des Todeszeitpunkts dient. Es erwähnt den so-und-so vielten Monat und den so-und-so vielten Tag und bezieht sich auf das letztgenannte „echte“ Ereignisfenster. Es ergeben sich für Semerchet also 8 Jahre und ein paar Monate.<ref name="TWRA"/>
Semerchets Titulaturen könnten auf seine Karriere vor seiner Thronbesteigung verweisen, möglicherweise als Priester. Er ist zugleich der erste König, von dem ein Nebtiname direkt nachweisbar ist. Semerchet bezog sich dabei sowohl auf die Kronengöttin Nechbet aus Nechen als auch auf die Schlangengöttin Wadjet aus Buto, die beide als „beschirmende Gottheiten des Königs“ galten. Zu dieser Zeit gab es den an den Königstitel Nesut-Bitj angehängten Nebtinamen nur als Epitheton. Der Nebtiname war somit kein separater Bestandteil der späteren kleinen und großen Königstitulatur. Erst im weiteren Verlauf des Alten Reiches teilte sich die Namensverbindung in die zwei bekannten Einzeltitel.<ref name="HAS"/>
Jean-Philippe Lauer, Walter Bryan Emery,<ref>Walter B. Emery: Ägypten. Geschichte und Kultur der Frühzeit 3200–2800 v. Chr. London u. a. 1999, S. 94–95.</ref> Wolfgang Helck,<ref>Wolfgang Helck: Untersuchungen zur Thinitenzeit. Wiesbaden 1987, S. 101–102, 116–117, 124, 162, 193.</ref> und Michael Rice<ref name="MiRi">Michael Rice: Egypt’s making. The origins of ancient Egypt 5000–2000 BC. Routledge, London u. a. 1990, ISBN 0-415-05092-8, S. 127.</ref> äußerten hinsichtlich Semerchets Herrschaft als legitimer Nachfolger von Anedjib Bedenken, da in Semerchets Grab einige Steingefäße gefunden wurden, die ursprünglich Anedjibs Namen enthielten jedoch Semerchet mit seinem Namen überschreiben ließ.<ref name="W79">Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London u. a. 1999, S. 79.</ref> Unterstützt wurden die Vermutungen durch das Fehlen von Gräbern hoher Beamter und Priester des Semerchet in Sakkara. Die Namen aller anderen Herrscher seit König Aha sind dort inschriftlich in Beamtengräbern belegt.<ref>David O’Connor: The ownership of elite-tombs at Saqqara in the Ist dynasty. In: Khaled Daoud u. a. (Hrsg.): Studies in honor of Ali Radwan. Band 2 (= Annales du Service des Antiquités de l’Egypte. Supplément 34, Nr. 2). Conseil Suprème des Antiquités de l’Égypte, Kairo 2005, ISBN 977-305-826-3, S. 223–230; Walter B. Emery: Ägypten. Geschichte und Kultur der Frühzeit 3200–2800 v. Chr. London u. a. 1999, S. 95.</ref>
Toby Wilkinson verneint die Usurpator-Thesen: auf Steingefäßen aus den unterirdischen Galerien der Djoser-Pyramide und aus dem Grab des Königs Qaa sind die Thronnamen der Könige Den, Anedjib, Semerchet und Qaa jeweils auf ein- und denselben Gefäßen eingraviert. Sie erscheinen dort als geschlossene Aufreihung, ähnlich den Königslisten auf Tonsiegeln mit den Horusnamen aller Herrscher der 1. Dynastie. Zumindest aus der Sicht von Qaa sowie späteren ramessidischen Königslisten lag demnach eine legitime Thronabfolge vor.<ref name="W79" /> Außerdem ließ Semerchet nicht nur Anedjibs Gefäße überschreiben.<ref name="WHG">W. Helck: Geschichte des alten Ägypten (= Handbuch der Orientalistik. Abteilung 1: Der Nahe und der Mittlere Osten. Band 1: Ägyptologie. Teil 3). Brill, Leiden u. a. 1968, S. 34; mit Verweis auf Bernhard Grdseloff: Notes d'épigraphie archaïque. In: Annales du service des antiquités de l’Égypte. Band 44, 1944, ISSN 1687-1510, S. 279–306, hier S. 284ff.</ref>
I. E. S. Edwards und Winifried Needler machen zusätzlich darauf aufmerksam, dass sich in Semerchets Grab auch Gefäße fanden, die aus den ursprünglichen Besitztümern der Königin Meritneith und des Königs Den stammen und von Semerchet überschrieben worden waren. Das Phänomen der Austilgung von Vorgängernamen zieht sich außerdem quer durch die gesamten frühen Dynastien.<ref name="IESE" /> Dass aus Semerchets Regierungszeit keine Beamtengräber erhalten sind, liegt vermutlich daran, dass Semerchet gemäß zeitgenössischen und späteren Quellen nur wenige Jahre regierte. Der bislang einzig belegte Beamte Henuka, dessen Name auf Steingefäßen und auf Jahrestäfelchen des Semerchet erwähnt wird, hatte offenbar seinen Herrn überlebt und war auch unter Qaa tätig, da sein Name nebst seinen Titeln auch auf Qaas Jahrestäfelchen erscheint.<ref>Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London u. a. 1999, S. 80; William Matthew Flinders Petrie, Francis Llewellyn Griffith: The royal tombs of the first dynasty: 1900. Part 1 (= Memoir of the Egypt Exploration Fund. Band 18, ISSN 0307-5109). The Egypt Exploration Fund, London 1900, S. 23, 43; Tafel XII, 1, XVII, 26 (Semerchet); Tafel XVII, 28 (Qaa), Digitalisat.</ref>
Eine Inschrift auf Tonsiegelabdrücken belegt das Bestehen einer königlichen Wirtschaftsdomäne des Semerchet. Die ältere Forschung (zuletzt Hermann A. Schlögl) las noch Hor-djeser-chet und übersetzte dies mit „Horus, der Abgeschirmte der Götterschaft“.<ref name="HAS"/> Eva-Maria Engel liest die Inschrift dagegen als Hor-wep-chet mit der Übersetzung „Horus, der über die Göttergemeinschaft richtet“, wobei Horus der Erste jener Göttergemeinschaft (chet) war.<ref>Eva-Maria Engel: The Domain of Semerkhet. Leuven u. a. 2004, S. 706–708.</ref> Daneben ist die Aufschrift Hut-Ipti bekannt, die vielleicht auf eine Haushaltsanlage der Gemahlin Semerchets hinweist, da das ägyptische Wort Ipet „Haremspalast“ bedeutet.<ref>Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London u. a. 1999, S. 124.</ref> Auf zwei Jahrestäfelchen ist die alle zwei Jahre stattfindende Steuererhebung in Verbindung mit dem Horusgeleit vermerkt. Aus weiteren Einträgen geht das einmalig gefeierte Sokarfest sowie ein Kultfest für die Ahnengottheit Der große Weiße hervor.<ref name="HAS"/>
In den Epitomen der manethonischen Aegyptiaca wird berichtet, dass während der Regierungszeit von Semerchet „großes Unheil angerichtet“ wurde (Africanus), beziehungsweise, sich „viele Vorzeichen und ein Unglück“ (Eusebius) ereignet haben sollen. Die armenische Version von Eusebius enthält hinsichtlich Semerchets Amtszeit den Eintrag: „Während seiner Herrschaft traten viele Vorzeichen und eine große Pestilenz auf“.<ref>William Gillian Waddell: Manetho. Nachdruck. Cambridge (Mass.) 2004, S. 28–31.</ref> Die auf dem Kairostein teilweise zerstörte Chronik nennt in Kurzform die wichtigsten Geschehnisse während Semerchets achtjähriger Regierungsdauer.<ref name="HAS"/> Dabei fällt der Eintrag zum 2. Regierungsjahr des Herrschers auf, den Ägyptologen wie Hermann Alexander Schlögl mit „Zerstörung Ägyptens“ übersetzen wollen.<ref name="HAS">Hermann Alexander Schlögl: Das alte Ägypten. Nachdruck, München 2006, S. 71–72.</ref> Dies wiederum erinnert freilich an Manethos Anekdote. Keine der späteren Quellen beschreibt die wahre Natur des vorgeblichen „Unglücks“, was für die Forscher unerklärlich bleibt. Zeitgenössische Gefäß- und Plakettenbeschriftungen aus Semerchets Grab scheinen nichts von irgendwelchen Katastrophen zu wissen und Schlögls Interpretation wird mittlerweile hinterfragt.<ref name="IESE" />
Auf dem Kairostein ist die komplette Regierungszeit von Semerchet eingetragen. Leider ist die Steintafel durch Abrieb besonders ab der unteren Hälfte kaum bis gar nicht mehr lesbar. So sind unter anderem die Zahlenangaben zum Todesdatum verloren gegangen. Im Folgenden die Ereignisauflistung nach Toby Wilkinson gemäß aktualisierter Untersuchungen und Auswertungen<ref name="TWRA">Toby A. H. Wilkinson: Royal Annals of Ancient Egypt. London 2000, S. 194–201.</ref>, wie sie auf dem Kairostein erhalten geblieben ist:
| Jahr | Ereignisse |
|---|---|
| Namensbanderole | Hor-Semerchet, König der Doppelkrone, Irj-Nebti, der goldene -???- (beschädigt), dessen Mutter Batiires |
| Krönungsjahr | Erscheinen des Königs von Ober- und Unterägypten, Vereinigung der beiden Länder, Umschreiten der Mauern (von Memphis). Nilfluthöhe: 2,43 m |
| 1. Jahr | Horusgeleit an den Gestaden, Lauf des Apis-Stiers. Nilfluthöhe: 1,98 m |
| 2. Jahr | Erscheinen des Königs von Oberägypten. „Geburt“ (Erschaffung) der Statue von ??? (unklar). Nilfluthöhe: ??? (zerstört) |
| 3. Jahr | Horusgeleit, ..???... (zerstört). Nilfluthöhe: 2,10 m |
| 4. Jahr | Erscheinen des Königs von Oberägypten. „Geburt“ von ??? (zerstört), Öffnen der Tore von Pehor-mesen. Nilfluthöhe: ??? (Angaben beschädigt) |
| 5. Jahr | Horusgeleit, „Geburt“ der Statue des Min. Nilfluthöhe: 2,38 m |
| 6. Jahr | Erscheinen des Königs von Oberägypten, Begehen des Sopdu-Fest (Heb-Septu). Nilfluthöhe: ??? (Angaben beschädigt, daher unsicher) |
| 7. Jahr | Horusgeleit… (Rest zerstört). Nilfluthöhe: 2,10 m |
| 8. Jahr | Erscheinen des Königs von Ober- und Unterägypten, „Geburt“ der Statue von ??? (unklar). Nilfluthöhe: 2,10 m |
Gelehrte wie Toby Wilkinson und I. E. S. Edwards machen darauf aufmerksam, dass die Jahreseinträge für Semerchet generell nichts Auffälliges enthalten – sieht man von dem Eintrag im 2. Ereignisfenster ab, in dem angeblich von der „Zerstörung von Ober- und Unterägypten“ berichtet wird. Wilkinson mahnt allerdings zur Vorsicht bezüglich der Lesung des Eintrags. Ihrer Meinung nach gibt die Inschrift gemäß neuesten Auswertungen aus dem Jahr 2000 eine solche Deutung nicht her. Alle anderen beschriebenen Ereignisse entsprechen dem Schema der Einträge anderer erhaltener Könige der frühen Dynastien. Sie drehen sich überwiegend um die „Geburt“ (Erschaffung) von Statuen für damals wichtige Gottheiten.<ref name="TWRA"/>
Dabei ist der Eintrag zu einer Statue im 3. Ereignisfenster von einigem Interesse. Dargestellt ist eine Gottheit in eindeutiger Caniden-Form, die aber namenlos bleibt und daher mehrere Götter meinen kann. Dies wären in Semerchets Falle Khontamenti, Anubis, Upuaut und Sed. Tonsiegelabdrücke sowie ein Gefäßfragment aus Abydos belegen mindestens ein Sedfest des Herrschers. Sollte der Canide auf dem Kariostein tatsächlich Sed repräsentieren, würde die archäologische Fundlage der Steintafel eine noch größere historisch-archäologische Glaubwürdigkeit und Wichtigkeit bescheren.<ref>Eva-Maria Engel: Das Sedfest des Semerchet. In: Miscellanea in honorem Wolfhart Westendorf (= Göttinger Miszelle. Beihefte Nr. 3). Göttingen 2008, S. 11–14.</ref><ref>Iorwerth Eiddon Stephen Edwards, Cyril John Gadd, Nicholas Geoffrey Lempriere Hammond: Early History of the Middle East. Cambridge (UK) 2006, S. 28.</ref>
Ähnlich unklar bleibt es bei der Erschaffung einer Götterstatue im 9. Ereignisfenster, wo diesmal eine namenlose Stiergottheit dargestellt ist. Problematisch daran ist, dass zu Semerchets Zeit und davor mehrere Stiergottheiten verehrt wurden, die aber meist aufgrund eines noch unzureichenden Schriftsystems namenlos blieben und wohl später in Vergessenheit gerieten. Und schließlich wäre noch die Feier zu Ehren des Gottes Sopdu im 7. Ereignisfenster zu nennen. Dies ist gemäß Wilkinson ganz besonders interessant und wichtig, weil aus Semerchets Grab tatsächlich ein Gefäß mit der Nennung von Sopdu stammt. Dieser Fund untermauert daher abermals die Glaubwürdigkeit und Akkuratesse des Kairosteins.<ref name="TWRA"/>
Semerchets Herrschaftsende ist hier augenfällig, weil ein Sterbedatum fehlt. Stattdessen endet Semerchts Herrschaft mit dem „Erscheinen des Königs von Ober- und Unterägypten“, worauf unmittelbar das Krönungsjahr von König Qaa folgt, auch hier ohne Datumsangabe. Toby Wilkinson und I. E. S. Edwards erklären dieses Phänomen damit, dass möglicherweise Semerchets Regierungsende irgendwie exakt an das Ende des altägyptischen Kalenderjahres gefallen war, sodass kein spezifisches Datum angegeben werden konnte (oder musste).<ref name="TWRA"/>
Grabstätte[Bearbeiten]
Das in Umm el-Qaab (nahe Abydos) gelegene Grab „U“ gilt als Semerchets Bestattungsort. Eva-Maria Engel verweist in diesem Zusammenhang auf die im Gegensatz zu Grabanlagen anderer Könige sehr geringe Anzahl von nur 17 dort gefundenen Siegelungen.<ref>Eva-Maria Engel: The Domain of Semerkhet. Leuven u. a. 2004, S. 705–706.</ref> Als Flinders Petrie das Grab 1899 freilegte, entdeckte er anstatt einer Ziegeltreppe, wie von den Gräbern des Den und des Anedjib bekannt, eine in die Königskammer hinabführende, vier Meter breite Rampe mit einem bis zur Grabaußenmauer bestehenden Gefälle von 12 Grad, die etwa zehn Meter östlich der Grabanlage ansetzte. Innerhalb der Grabanlage wies die Rampe unregelmäßige Abstufungen auf, die sich sehr steil bis in die Königskammer fortsetzten. Die Nebengräber waren teilweise noch unverputzt. Diese Umstände legen nahe, dass während der Bauarbeiten großer Zeitdruck vorherrschte, weshalb wohl auf den aufwändigen Treppenbau verzichtet und eine Rampe gewählt wurde.<ref name="DAI2006">Ausgrabungsberichte des DAI aus dem Jahr 2006, S. 103 (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Zur Zeit der Ausgrabungen war die Rampe bis in eine Tiefe von knapp einem Meter mit aromatischem Öl durchtränkt, wobei dessen Geruch noch die gesamte Grabanlage durchdrang.<ref>Ian Shaw (Hrsg.): The Oxford history of ancient Egypt. New edition. Oxford University Press, Oxford u. a. 2003, ISBN 0-19-280458-8, S. 69.</ref>
Neben ihren Maßen von 29,2 m × 20,8 m weist die Anlage eine einfache Struktur auf,<ref name="WBE" /> die gemäß Flinders Petrie eine neue Entwicklung darstellt: Die 67 Nebengräber seines Gefolges sind nun räumlich direkt an die Königskammer angebaut und bilden mit ihr einen einheitlich-konzipierten Grabkomplex.<ref name="W237" /> Walter Bryan Emery wies auf diese bedeutende Änderung hin, da nach seiner Meinung wahrscheinlich der obere Grabaufbau die gesamte Grabanlage umfasste. Toby Wilkinson folgerte daraus, dass die engste Diener- und Verwandtschaft gemeinsam mit dem König begraben wurde, weshalb er hierin den ersten nachweisbaren Beleg einer geplanten Selbstopferung der Angehörigen des Königshauses sieht.<ref name="W237">Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London u. a. 1999, S. 237.</ref> Ergänzend vermutet Wilkinson, dass Semerchet den Versuch unternommen haben könnte, mit der neuen Architektur des Grabkomplexes seine Macht über das Leben und den Tod seiner Untertanen in wörtlicher Auslegung zu demonstrieren.<ref name="W80" /> Die Tradition, dass die engste Diener- und Verwandtschaft ihrem Herrscher in den Tod folgen musste, endete mit der Bestattung Qaas, dem letzten König der ersten Dynastie. Ab seinem Nachfolger Hetepsechemui sind keine solchen Nebenbestattungen mehr belegt.<ref name="HAS"/>
Insbesondere im oberen Bereich der Rampe befanden sich neben Holz- und Mattenresten auch Korbabdrücke sowie zumeist vollständig erhaltene Tongefäße. Die Forschung vermutet deshalb, dass bereits während des Mittleren Reiches wegen des Osiris-Kultes auch das Grab des Semerchet geöffnet und Restaurierungen vorgenommen wurden.<ref name="DAI2006" /> In den Grabräumen fanden sich außerdem Behälter aus Keramik und Stein sowie Krugsiegel. Des Weiteren zahlreiche Einlagen und Möbelfragmente (zum Beispiel Standfüße), dekorierte Kästchenteile, Kupferbeschläge, Werkzeuge und Schmuck.<ref>Günter Dreyer, Andreas Effland, Ute Effland u. a.: Excavations in the tomb of Semerkhet. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. Band 62, 2006, ISSN 0342-1279, S. 95–96.</ref> In der Nähe des Grabkomplexes entdeckten Archäologen eine Grabstele aus schwarzem Granit, die ursprünglich gemeinsam mit einer anderen Stele am Grabeingang stand.<ref name="W80" /> Auf ihrer Vorderseite ist der Horusname des Königs eingraviert.<ref name="WBE">Walter B. Emery: Ägypten. Geschichte und Kultur der Frühzeit 3200–2800 v. Chr. London u. a. 1999, S. 95ff.</ref> Im Grab wurden außerdem Bruchstücke von zehn oder elf Gefäßen entdeckt, die aus Retjenu stammten.<ref name="W80">Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London u. a. 1999, S. 80.</ref> Aus einem Jahrestäfelchen, das im Grab des Qaa gefunden wurde und an einem Beschat-schemat-Ölgefäß befestigt war, geht Semerchets Planung eines Gebäudebaues namens „Hor-ib-netjeru“ hervor.<ref>Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London u. a. 1999, S. 60.</ref> Hierbei handelte es sich vielleicht um einen Anbau für die Grabbeigaben.<ref>Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. London u. a. 1999, S. 79–80.</ref>
Aus weiteren Nebengräbern stammen die Grabstelen des Tanz- und Hofzwergs Nefer.<ref>William R. Dawson: Pygmies and dwarfs in ancient Egypt. In: Journal of Egyptian Archaeology. Nr. 24, Ausgabe 1938, ISSN 0075-4234, S. 185–189.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Jürgen von Beckerath: Handbuch der Ägyptischen Königsnamen (= Münchner ägyptologische Studien. Band 20). Deutscher Kunstverlag, München u. a. 1984, ISBN 3-422-00832-2.
- Jürgen von Beckerath: Chronologie des pharaonischen Ägypten. Die Zeitbestimmung der ägyptischen Geschichte von der Vorzeit bis 332 v. Chr. (= Münchner ägyptologische Studien. Band 46). von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2310-7.
- I. E. S. Edwards (Hrsg.): Early History of the Middle East (= The Cambridge ancient History. Band 1, Teil 2). 3. Auflage, 8. Druck, Cambridge University Press, Cambridge (UK) 2006, ISBN 0-521-07791-5.
- Walter B. Emery: Ägypten. Geschichte und Kultur der Frühzeit 3200–2800 v. Chr. Fourier Verlag, Wiesbaden 1964 (Auch: Routledge, London u. a. 1999, ISBN 0-415-18633-1).
- Eva-Maria Engel: The Domain of Semerkhet. In: Stan Hendrickx (Hrsg.): Egypt at its origins. Studies in memory of Barbara Adams. Proceedings of the international Conference „Origin of the State, Predynastic and Early Dynastic Egypt“, Kraków, 28th August – 1st September 2002 (= Orientalia Lovaniensia analecta. Band 138). Peeters u. a., Leuven u. a. 2004, ISBN 90-429-1469-6, S. 705–710.
- Johannes von Gumpach: Zwei chronologische Abhandlungen: „Über den Apiskreis“ von R. Lepsius, und „Mémoire où se trouve restitué pour la première fois le Calendrier lunisolaire chaldéo-macedonien dans lequel sont datées trois observations planétaires citées par Ptolémée“ par Th. Henri Martin, kritisch gewürdigt. Bangel & Schmitt, Heidelberg 1854.
- Zahi Hawass (Hrsg.): Egyptology at the Dawn of the twenty-first Century. Proceedings of the Eighth International Congress of Egyptologists, Cairo 2000. Band 2: History, Religion. 2. Druck, American University in Cairo Press, Cairo 2003, ISBN 977-424-714-0.
- Wolfgang Helck: Untersuchungen zur Thinitenzeit (= Ägyptologische Abhandlungen. Band 45). Harrassowitz, Wiesbaden 1987, ISBN 3-447-02677-4.
- Jochem Kahl: Inscriptional Evidence for the Relative Chronology of Dyn. 0–2. In: Erik Hornung, Rolf Krauss, David A. Warburton (Hrsg.): Ancient Egyptian Chronology (= Handbook of Oriental studies. Section One. The Near and Middle East. Band 83). Brill, Leiden / Boston 2006, ISBN 978-90-04-11385-5, S. 94–115 (Online).
- Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3.
- Hermann A. Schlögl: Das Alte Ägypten. Geschichte und Kultur von der Frühzeit bis zu Kleopatra. Sonderausgabe, Beck, München 2008, ISBN 3-406-54988-8.
- William Gillan Waddell: Manetho (= The Loeb Classical Library, Volume 350). Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 2004 (Nachdruck), ISBN 0-674-99385-3.
- Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Strategies, Society and Security. Routledge, London u. a. 1999, ISBN 0-415-18633-1.
- Toby A.H. Wilkinson: Royal Annals of Ancient Egypt: The Palermostone and its associated Fragments. Kegan Paul International, London 2000, ISBN 1-136-60247-X.
Weblinks[Bearbeiten]
- Digital Egypt: Grabanlage des Semerchet (englisch)
- The Ancient Egypt Site (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Anedjib | König von Ägypten 1. Dynastie | Qaa |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Semerchet |
| KURZBESCHREIBUNG | altägyptischer König der 1. Dynastie (um 2886 v. Chr. – um 2878 v. Chr.) |
| GEBURTSDATUM | 30. Jahrhundert v. Chr. |
| STERBEDATUM | 29. Jahrhundert v. Chr. |
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- Altägyptischer König (Frühdynastik)
- 1. Dynastie (Ägypten)
- Geboren im 30. Jahrhundert v. Chr.
- Gestorben im 29. Jahrhundert v. Chr.
- Mann