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Strontiomelan

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Strontiomelan
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1995-005<ref name="IMA-Liste">Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: July 2024. (PDF; 3,6 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Juli 2024, abgerufen am 13. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

IMA-Symbol

Sml<ref name="Warr"></ref>

Chemische Formel Sr(Mn4+6Mn3+2)O16
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Oxide und Hydroxide
System-Nummer nach
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

IV/D.08-025

4.DK.10
07.09.01.05
Ähnliche Minerale Kryptomelan
Kristallographische Daten
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse; Symbol monoklin-prismatisch, 2/m
Raumgruppe P21/c (Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14
Gitterparameter a = 10,00 Å; b = 5,758 Å; c = 9,88 Å
β = 90,64°<ref name="CanMineral" />
Formeleinheiten Z = 2<ref name="CanMineral" />
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 4–4,5<ref name="Mindat" />
Dichte (g/cm3) berechnet: 4,66
Spaltbarkeit unvollkommen
Bruch; Tenazität keiner
Farbe schwarz<ref name="Mindat" />, grau<ref name="Mineralienatlas" />
Strichfarbe sepia, braun
Transparenz opak
Glanz metallisch-matt<ref name="CanMineral" />
Kristalloptik
Pleochroismus stark grau-weiß<ref name="CanMineral" />

Strontiomelan ist ein sehr seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide und Hydroxide. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Sr(Mn4+6Mn3+2)O16.<ref name="CanMineral" /> Es tritt in 100 bis 200 μm dicken Aggregaten in Verbindung mit verschiedenen Mineralen auf.<ref name="CanMineral" />

Etymologie und Geschichte[Bearbeiten]

Strontiomelan wurde 1999 in Saint-Marcel, Aostatal, Italien entdeckt. Es ist nach seinem Bestandteil Strontium und seiner schwarzen Farbe, zu griechisch „Melanos“, benannt.<ref name="Mindat" />

Klassifikation[Bearbeiten]

In der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz war der Strontiomelan noch nicht aufgeführt.

In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer IV/D.08-025. Dies entspricht der Klasse der „Oxide und Hydroxide“ und dort der Abteilung „Oxide mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Sauerstoff = 1 : 2 (MO2 und verwandte Verbindungen)“, wo Strontiomelan zusammen mit Cesàrolith, Coronadit, Ferrihollandit, Henrymeyerit, Hollandit, Kryptomelan, Manjiroit, Mannardit, Priderit und Redledgeit die „Kryptomelangruppe“ mit der Systemnummer IV/D.08 bildet.<ref name="Lapis" />

Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte<ref name=IMA-Liste-2009 /> 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Strontiomelan in die Klasse der „Oxide (Hydroxide, V[5,6]-Vanadate, Arsenite, Antimonite, Bismutite, Sulfite, Selenite, Tellurite, Iodate)“ und dort in die Abteilung „Metall : Sauerstoff = 1 : 2 und vergleichbare“ ein. Hier ist das Mineral in der Unterabteilung „Mit großen (± mittelgroßen) Kationen; Tunnelstrukturen“ zu finden, wo es zusammen mit Kryptomelan, Romanèchit und Todorokit die „Kryptomelangruppe“ mit der Systemnummer 4.DK.10 bildet.

In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Strontiomelan die System- und Mineralnummer 07.09.01.05. Das entspricht der Klasse der „Oxide und Hydroxide“ und dort der Abteilung „Mehrfache Oxide“. Hier findet er sich innerhalb der Unterabteilung „Mehrfache Oxide“ in der „Kryptomelangruppe (Hart, schwarz, feinkörnig)“, in der auch Hollandit, Kryptomelan, Manjiroit, Coronadit und Henrymeyerit eingeordnet sind.

Kristallstruktur[Bearbeiten]

Strontiomelan kristallisiert monoklin in der Raumgruppe P21/n (Raumgruppen-Nr. 14, Stellung 2)Vorlage:Raumgruppe/14.2 mit den Gitterparametern a = 10,00 Å, b = 5,758 Å und c = 9,88 Å sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle.<ref name="CanMineral" />

Bildung und Fundorte[Bearbeiten]

Strontiomelan ist mit Braunit, Kryptomelan, Hollandit, Quarz, Arsen-haltigem Fluorapatit, Antimon-haltigem Titanit, Jadeit und Strontiopiemontit (Piemontit mit Sr-Anteil) vergesellschaftet.<ref name="CanMineral" />

Von Strontiomelan sind nur drei Fundorte bekannt. Die Typlokalität in Italien liegt in der autonomen Region Aostatal in Saint-Marcel. Daneben sind eine Fundstelle in Belgien in der Provinz Luxemburg und eine Fundstelle in Japan in der Region Kyushu in der Nähe der Stadt Nagasaki bekannt.<ref name="Mindat" />

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="CanMineral"> </ref> <ref name="IMA-Liste-2009"> Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: IMA/CNMNC List of Minerals 2009. (PDF; 1,9 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2024; abgerufen am 30. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Lapis"> Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018. 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte Auflage. Weise, München 2018, ISBN 978-3-921656-83-9. </ref> <ref name="Mindat"> Strontiomelane. In: mindat.org. Abgerufen am 8. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="Mineralienatlas"> Mineralienatlas:Strontiomelan </ref> </references>