Wuthenow
Wuthenow Stadt Neuruppin
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(437)&title=Wuthenow 52° 55′ N, 12° 50′ O
{{#coordinates:52,908908333333|12,836269444444|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Wuthenow | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 44 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 8,4 km² | |||||
| Einwohner: | 437 (31. Dez. 2023)<ref>Statistiken der Fontanestadt Neuruppin. (PDF; 61 kB) Stadt Neuruppin, abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 6. Dezember 1993 | |||||
| Postleitzahl: | 16818 | |||||
| Vorwahl: | 03391 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Wuthenow ist ein Ortsteil<ref>Auflistung als Ortsteil von Neuruppin im Kommunalverzeichnis Brandenburg. Abgerufen am 4. Juni 2026.</ref> der Kreisstadt Neuruppin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Land Brandenburg. Mit 437 Einwohnern ist das Dorf Wuthenow der fünftgrößte Ortsteil der Stadt (von insgesamt 14).
Am 6. Dezember 1993 wurde Wuthenow nach Neuruppin eingemeindet.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Lage[Bearbeiten]
Das Straßendorf Wuthenow liegt an einer länglichen Ausbuchtung des Ruppiner Sees, der Wuthenower Lanke. Am direkt gegenüber liegendem westlichen Seeufer befindet sich die Kernstadt von Neuruppin.
Geschichte[Bearbeiten]
In slawischer Zeit bestanden an der Lanke zwei Siedlungen, eine innerhalb des heutigen Dorfes, die andere nahe der Grenze zur Gemarkung Neuruppin am Rande des Lankebergs. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts haben sich deutsche Siedler um den Berg herum niedergelassen.<ref>Evangelische Kirchengemeinde Wuthenow (Hrsg.): 1837–1987; 150 Jahre Kirche Wuthenow. Neuruppin 1987.</ref> Wuthenow ist wahrscheinlich das älteste Dorf des Ruppiner Landes. Erstmals urkundlich erwähnt 1319 als Wotenowe<ref>Märkische Oderzeitung. 10./11. September 2005, S. 11.</ref> und im Visitationsbericht von 1541 als Wothenow uber dem sehe oder vormals auch als Wütenow bezeichnet.<ref>Gerhard Zimmermann (Hrsg.): Die Brandenburgischen Kirchenvisitations-Abschiede und -Register des XVI. und XVII. Jahrhunderts. Zweiter Band: Das Land Ruppin. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1963.</ref> Grundherren waren die Grafen von Lindow-Ruppin bis zum Erlöschen des Geschlechts im Jahre 1524. Anschließend fällt das Dorf mit der Herrschaft Ruppin an die Mark Brandenburg und unterstand dem Amt Alt Ruppin. Mitbesitzer waren damals die Gräfin von Lindow (1 Vierhüfner und 7 Dreihüfner), die Schöffen von Neuruppin (1 Dreihüfner) und einige Bürger von Neuruppin sowie ein Pfarrer und ein Altar zu Neuruppin. Diese kleineren Anteile verschwanden bald darauf, so dass alles dem Amt direkt unterstand.
Von Anfang an war Wuthenow ein reines Bauerndorf. 1525 gab es insgesamt 23 Bauernhöfe, welche 62,5 Hufen Land bewirtschafteten, dazu kamen einige Wiesen bei Radensleben und der wüsten Feldmark Neukammer. 1624 hatte sich die Zahl der Bauernstellen auf 19 verringert, von den übrigen waren vier voffenbar zu 6 Kossätenstellen herabgesunken. daneben wird eine Schäferei genannt.
1652 waren 6 der 18 Bauernhöfe wüst, daneben bestanden ein Schulzengut und 7 Kossätenstellen. 1687 werden genannt: Ein Schulze und ein Bauer mit 4 Hufen Land, 14 Dreihüfner (4 wüst), 2 Zweieinhalbhüfner (1 wüst), 1 Zweihüfner, 3 Kossäten mit je einem Hufen Land, ein Kossät ohne Land sowie ein Schmied, ein Kuhhirt, ein Schäfer oder Schweiner und ein Ochsenhirt. Es wurde keine Fischerei und nur wenig Mastung betrieben. Auch 1722 waren 17 Bauern im Dorf, daneben 7 Kossäten, 1 Schmied, 1 Schäfer, 3 Hirten und ein Müller sowie 14 Knechte und 7 Mägde. Insgesamt zählte Wuthenow damals 135 Einwohner.
Am 28. September 2019 wurde das 700-jährige Bestehen Wuthenows mit einem Festumzug gefeiert.<ref>Märkische Allgemeine Zeitung: Großer Festumzug zur Geburtstagsfeier 700 Jahre Wuthenow. 29. Dezember 2024, abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref>
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Einwohnerentwicklung in Wuthenow<ref name="frie" /> | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1766 | 1777 | 1785 | 1798 | 2017 | ||||||||||||
| Einwohner | 221 | 221 | 221 | 245 | 437 | ||||||||||||
Historische Landwirtschaft[Bearbeiten]
| Aussaat und Tierbestand Wuthenow im Jahre 1798<ref name="frie">Friedrich Wilhelm August Bratring: Die Grafschaft Ruppin in historischer, statistischer und geographischer Hinsicht ein Beitrag zur Kunde der Mark Brandenburg. Haym, Berlin 1799, S. 433 (google.de).</ref> | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aussaat | Weizen | Roggen | Gerste | Hafer | Erbsen | Wicken | Hirse | Kartoffeln | Leinsamen | Buchweizen | |||||||
| Menge | 2 Scheffel | 19 Winspel 2 Scheffel | 15 Winspel 4 Scheffel | 7 Winspel 14 Scheffel | 5 Winspel 6 Scheffel | 1 Winspel 3 Scheffel | 1 Scheffel 7 Metze | 7 Winspel 1 Scheffel | 1 Winspel 7 Scheffel | 12 Scheffel | |||||||
| Tierbestand | Pferde | Rinder | Schweine | Schafe | |||||||||||||
| Stück | 94 | 232 | 123 | 1114 | |||||||||||||
Ortsbeirat[Bearbeiten]
Ortsvorsteherin: Ariane Feierbach
Ortsbeiratsmitglieder: Peter Lenz, Hans-Joachim Relitz<ref>Homepage der Stadt Neuruppin</ref>
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
- Die 1836/1837 erbaute Dorfkirche wurde von Baumeister Karl Friedrich Schinkel als Normalkirche entworfen. In ihr befindet sich das Gemälde der ältesten Stadtansicht Neuruppins.<ref>Peter Schmidt: Wuthenows Kirche – ein Schinkelbau In: Ruppiner Anzeiger. 22./23. Januar 2000.</ref>
- Nahe dem Ortseingang (vom Seedamm aus) befindet sich ein Kossätenhaus aus dem 18. Jahrhundert.<ref>Geschichte des Kossätenhauses. Abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref>
Bemerkenswertes[Bearbeiten]
- Theodor Fontanes Roman Schach von Wuthenow spielt teilweise im fiktiven Schloss Wuthenow. In seinen Briefen ist der Bericht über eine Exkursion eines Berliner Geschichtsvereins zu diesem erfundenen Schloss überliefert.<ref>Schach von Wuthenow. Abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref><ref>Schinkelkirche zu Wuthenow - Anhang. Abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref>
- In den Legenden über Wichmann von Arnstein wird berichtet, dass er von Wuthenow nach Neuruppin über das Wasser des Ruppiner See geschritten sei.
- Theodor Fontane beschreibt Wuthenow in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg – Erster Band: Die Grafschaft Ruppin.<ref>Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Erster Teil. Die Grafschaft Ruppin. Abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref><ref>Schinkelkirche zu Wuthenow - Anhang. Abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Ortsteil Wuthenow auf der Website der Fontanestadt Neuruppin
- Schinkelkirche zu Wuthenow
- Wuthenow in der RBB-Sendung Landschleicher vom 6. Juni 2004
- Historische Karte Mayers Ortslexikon Wuthenow erkunden (bereitgestellt auf google (en) auf meyersgaz.org)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Ortsteile: Alt Ruppin | Buskow | Gnewikow | Gühlen-Glienicke | Karwe | Krangen | Lichtenberg | Molchow | Nietwerder | Radensleben | Stöffin | Wulkow | Wuthenow
Gemeindeteile: Binenwalde | Boltenmühle | Kunsterspring | Neuglienicke | Pabstthum | Radehorst | Rheinsberg-Glienicke | Seehof | Steinberge | Stendenitz | Zermützel | Zippelsförde
Wohnplätze: Alte Schäferei | Ausbau Nietwerder | Ausbau Wulkow | Bechlin | Birkenhof | Bürgerwendemark | Bütow | Dietershof | Fristow | Gentzrode | Gildenhall | Heidehaus | Hermannshof | Lietze | Musikersiedlung | Neumühle | Quäste | Rägelsdorf | Roofwinkel | Rottstiel | Stöffiner Berg | Tornow | Treskow