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Nelkengewächse

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Nelkengewächse
Datei:Illustration Dianthus deltoides0.jpg

A Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum, links), Illustration und
B Heide-Nelke (Dianthus deltoides, rechts), Illustration

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse
Wissenschaftlicher Name
Caryophyllaceae
Juss.

Die Nelkengewächse (Caryophyllaceae) sind eine Familie in der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Es sind meistens krautige Pflanzen mit gegenständigen, ganzrandigen und sitzenden Laubblättern und charakteristischer „gabeliger“ Verzweigung. Die Blüten sind meistens radiärsymmetrisch und zwittrig, die Früchte sind meistens Kapselfrüchte. Sie kommen weltweit in allen Klimazonen vor. Die meisten ihrer rund 2200 Arten findet man mit holarktischer Verbreitung in den gemäßigten Breiten auf der Nordhalbkugel. Sorten vieler Arten werden als Zierpflanzen verwendet.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Caryophyllaceae leitet sich vom heute nicht mehr anerkannten Gattungsnamen Caryophyllus (heute Dianthus) ab. Dieser Name wurde schon vor Carl von Linné als Bezeichnung für verschiedene Nelkengewächse verwendet, etwa von Paulus Hermannus 1687 im Horti Academici Lugduno-Batavi Catalogus. Er stammt von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (im Lateinischen als caryophyllus, gariofilus usw. belegt<ref>Vgl. etwa Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 213.</ref>) ab, womit die Gewürznelke (Syzygium aromaticum), ein Myrtengewächs (Myrtaceae), bezeichnet wurde. Die Bezeichnung wurde aufgrund der Ähnlichkeit der getrockneten Blütenknospe der Gewürznelke mit der nagelförmigen, von braunen schuppigen Hochblättern umgebenen Hülle der Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) auf Letztere übertragen. Auch der deutsche Name „Nelke“ (vom mittelhochdeutschen negelkin „Nägelchen“) beruht auf dem Vergleich ihrer aromatischen, nagelförmigen Blüten mit den formähnlichen Knospen der Gewürznelken.<ref>Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Springer, Basel 1996, ISBN 3-0348-9976-9, S. 131 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Herniaria glabra Sturm2.jpg
Tribus Paronychieae: Kahles Bruchkraut (Herniaria glabra), Illustration

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Nelkengewächse sind meistens ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, seltener sind es verholzende Pflanzen wie Halbsträucher, Sträucher und Lianen. Das Xylem in den unterschiedlichen Lebensformen (krautige bis verholzende Pflanzen) besteht hauptsächlich aus Parenchym und kleinen Gefäßen mit Durchmessern von 20 bis 50 μm.<ref name="Schweingruber2007" /> Die Leitbündel besitzen kein internes Phloem. Das sekundäre Dickenwachstum erfolgt meistens über den normalen Kambiumring, manchmal auch über mehrere konzentrische Kambien (z. B. Spergularia).

Typisch für alle Nelkengewächse ist die dichasiale Verzweigung (siehe Abbildung unten). Die Knoten sind oft geschwollen. Die hier in die Blätter austretenden Leitbündel hinterlassen in der Sprossachse nur eine Lücke (d. h. die Knoten sind unilakunär).

Die Laubblätter sind fast immer kreuzgegenständig, ungeteilt, von länglicher Form und ganzrandig. Häufig sind die Blätter stiellos und die beiden Blätter eines Knotens miteinander am Grund verwachsen (Gamophyllie). Nebenblätter sind selten und treten nur in den Unterfamilien Paronychioideae und Silenoideae auf.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Datei:Silene latifolia from Strassburger.png
Weiße Lichtnelke
1 Blütenzweig, 2 männliche Blüte, 3 weibliche Blüte, 4 Frucht, 5 Same
Datei:Caryophyllaceae flowerdiagram.png
Blütendiagramme
A Lychnis (mit Scheidewänden im unteren Teil des Fruchtknotens)
B Silene (Scheidewände fehlen)

Die endständig (terminal) stehenden Blütenstände sind im Normalfall sogenannte Dichasien (siehe Abbildung unten). Bei vielen Arten ist das Dichasium jedoch reduziert, etwa zu einer Wickel bei Stellaria pendula, zu einer Scheindolde (Doldenspurre) bei Holosteum umbellatum oder sogar zu Einzelblüten.<ref name="Troll1957" />

Die Blüten sind radiärsymmetrisch und in der Regel fünfzählig und zwittrig, seltener eingeschlechtig. Einige Arten sind diözisch (beispielsweise Silene dioica) oder andromonözisch bzw. auch gynodiözisch. Die ursprüngliche Blütenformel lautet:

<math>\star K_5 \; C_5 \; A_{5+5} \; G_{\underline{(5)}}</math>

Die Blütenhülle ist meistens in Kelch und Krone gegliedert. Der Kelch ist frei (Paronychioideae, Alsinoideae) oder verwachsen (Caryophyllidae). Die Kronblätter sind immer frei. Bei den Caryophyllidae sind die Kronblätter „genagelt“, d. h. sie besitzen einen langen Stiel („Nagel“) und eine „Platte“, am Übergang sitzt oft eine Nebenkrone (Ligula). Charakteristisch ist die regelmäßig nach links deckende ("linksgedrehte") Knospenlage der Kronblätter-Platten vieler Nelkengewächse. Bei vielen Alsinoideae sind die Kronblätter stark zweilappig, sodass der Eindruck entsteht, die Krone sei zehnzählig. Manche Gattungen besitzen nur eine einfache Blütenhülle (Bruchkräuter, Herniaria).

Die Staubblätter sind ursprünglich zehnzählig und stehen in zwei Kreisen. Sie sind nicht miteinander verwachsen. Manchmal sind sie an der Basis mit der Krone oder dem Kelch verwachsen, meistens jedoch frei. Alle Staubblätter sind fruchtbar (fertil). Die Anzahl der Staubblätter kann auf fünf (Herniaria) oder auch auf vier, drei oder eins reduziert sein (bei manchen Stellaria media-Formen). Die Pollensäcke öffnen sich mit Längsschlitzen. Die Pollensackwand besitzt eine faserige, verdickte Mittelschicht (Endothecium). Die innere Schicht der Pollensackwand, das Tapetum, ist drüsig. Die Pollenkörner besitzen drei bis zwölf Keimöffnungen (Aperturen), die je nach Art verschiedene Form haben können (colpat, porat, foraminat oder rugat). Die männlichen Gametophyten sind dreizellig. Viele Arten sind proterandrisch, d. h. die männlichen Organe reifen vor den weiblichen.

Der Fruchtknoten ist oberständig und verwachsen. Die ursprünglich fünf Fruchtblätter sind häufig auf drei (Silene, Stellaria) oder zwei (Dianthus) reduziert. Dementsprechend gibt es zwei bis fünf Griffel und Narben. Der Fruchtknoten ist, charakteristisch für die ganze Ordnung, lysikarp, d. h. die Samenanlagen stehen basal oder an einer freien zentralen Mittelsäule (daher stammt auch die alte Bezeichnung der Ordnung als Centrospermae.) Die Entstehung wird durch eine Auflösung der Scheidewände zwischen den einzelnen Fruchtblättern erklärt. Bei manchen Gattungen sind im basalen Teil des Fruchtknotens noch Reste der Scheidewände erhalten (z. B. Lychnis). Jeder Fruchtknoten enthält meistens viele Samenanlagen, seltener nur eine. Die einzelnen Samenanlagen stehen schräg auf ihrem Stiel (kampylotrop).

Daraus ergibt sich folgende, allgemeinere Blütenformel:

<math>\star K_5 \; oder \; K_{(5)} \; C_5 \; oder \; C_0 \; A_{5+5} \; bis \; A_{3+0} \; G_{\underline{(5)}} \; bis \; G_{\underline{(2)}}</math>

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Datei:Dianthus armeria seeds.jpg
Samen der Rauen Nelke (Dianthus armeria)

Die Nelkengewächse bilden in der Regel Kapselfrüchte, seltener Beeren (Silene baccifera) oder Nüsse (Scleranthus, Herniaria). Die Kapselfrüchte öffnen sich mit Zähnen (denticid) im Bereich der Griffel.

Die Samen besitzen meistens ein nukleär gebildetes Endosperm, ein Perisperm, und sind stärkehaltig. Der Embryo besitzt kein Chlorophyll. Die Keimung erfolgt epigäisch.

Chemische Merkmale[Bearbeiten]

Als Blütenfarbstoffe besitzen die Nelkengewächse Anthocyane, aber nicht die für die Nelkenartigen typischen Betalaine.

Die vorhandenen Saponine und Sapogenine sind Grundlage der medizinischen Verwendung einiger Arten. In der Pflanze spielen Glykoside der Saponine dagegen meistens die Rolle eines Schutzes vor eindringenden Pilzen.<ref name="Böttger2011" />

Charakteristisch für die Familie Caryophyllaceae sind auch Mono- und Di-C-Glycosylflavone und davon abgeleitete O-Glykoside. Die Silenoideae speichern in ihren unterirdischen Organen oft kurzkettige Galactane (Lactosin) anstatt Stärke. Alkaloide sind selten.

In dieser Familie fehlen cyanogene Verbindungen, Iridoide und Ellagsäure.

Weitere Merkmale[Bearbeiten]

Die meisten Arten betreiben C3-Photosynthese, wenige Arten betreiben Photosynthese des C4-Typs (z. B. Polycarpaea).

Von den für die Systematik der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) wichtigen Siebröhren-Plastiden besitzen die Nelkengewächse als einzige Familie Plastiden des Typs P III, der sich durch polygonale Proteinkristalloiden auszeichnet.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = meist 7 bis 15 (5 bis 19).

Blütenökologie[Bearbeiten]

Datei:Thymelicus sylvestris - Dianthus deltoides 01.jpg
Der Bestäuber Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymeli­cus sylvestris) auf einer Blüte der Heide-Nelke (Dianthus deltoides)

Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch Insekten (Entomogamie). Es kommen aber auch Autogamie und Kleistogamie vor.

Viele großblütige Arten der Unterfamilie Caryophyllidae werden von Schmetterlingen bestäubt und stellen sogenannte Stieltellerblumen dar. Etliche von diesen Arten werden von Nachtfaltern bestäubt, beispielsweise das Taubenkropf-Leimkraut. Sie besitzen meistens blasse Blüten, die sich erst nachmittags öffnen, duften und reichlich Nektar produzieren. Viele Leimkräuter und verwandte Arten werden unter anderem durch Arten der Nachtfalter-Gattungen Hadena (Familie Eulenfalter) und Perizoma (Familie Spanner) bestäubt, die jedoch auch ihre Eier in die Samenanlagen legen. Die Wechselbeziehungen ähneln denen zwischen Feige und Feigenwespe, sind jedoch nicht eindeutig symbiotisch. Je nach Angebot anderer Bestäuber und anderer Faktoren variieren die Beziehungen von Parasitismus bis zu Symbiose.<ref name="Kephart2006" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Nelkengewächse sind weltweit verbreitet, sie fehlen nur im Amazonas- und Kongobecken und Westaustralien. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in den nördlichen gemäßigten Breiten, besonders im Mittelmeer-Gebiet, West-Asien und Himalaya. In Afrika südlich der Sahara, in Amerika und Ozeanien gibt es nur relativ wenig Arten.

Zumindest in Mitteleuropa gibt es relativ wenige Waldpflanzen. Die meisten Arten wachsen in eher offener Vegetation: Trockenrasen, Schutthalden, Ruderal- und Segetalstandorten.

Einige Gattungen, beispielsweise Cerastium und Arenaria, sind weitverbreitete „Unkräuter“.

Systematik[Bearbeiten]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Familie Caryophyllaceae wurde 1789 mit der Bezeichnung „Caryophylleae“ durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, S. 299<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Typusgattung ist Caryophyllus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill. (veröffentlicht am 28. Januar 1754; ein Synonym von Dianthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), aber dieser Name ist nach den Nomenklaturregeln des ICBN nicht gültig, da Caryophyllus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. (veröffentlicht am 1. Mai 1753; ein Synonym von Syzygium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.Browne ex Gaertn.) als Gattung der Myrtaceae früher veröffentlicht wurde.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" />

Synonyme für Caryophyllaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss. nom. cons. sind: Alsinaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bartl. nom. cons., Dianthaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vest, Herniariaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Martinov, Illecebraceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. nom. cons., Paronychiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss., Scleranthaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bercht. & J.Presl, Silenaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bartl., Spergulaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bartl., Stellariaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bercht. & J.Presl, Telephiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Martinov.<ref name="GRIN" />

Äußere Systematik[Bearbeiten]

Die Zugehörigkeit der Familie zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) ist unstrittig, auch wenn ihre Vertreter keine Betalaine enthalten. Innerhalb der Nelkenartigen ist die nächstverwandte Familie die der Molluginaceae, mit denen sie das Fehlen der Betalaine und das Vorhandensein von Anthocyanen teilen.

Botanische Geschichte[Bearbeiten]

Traditionell wurden die Gattungen nach morphologischen Gesichtspunkten in drei Unterfamilien eingeteilt: Die Paronychioideae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meisn. zeichnen sich durch Nebenblätter aus,<ref name="Fior2006" /> die Alsinoideae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fenz besitzen freie Kelchblätter, während die der Silenoideae verwachsen sind. Zumindest die ersten beiden dürften keine monophyletischen Gruppen sein.<ref>vgl. Strasburger 2002, S. 821 und APG-Seite, abgefragt am 9. Juli 2006.</ref> Eine konsistente moderne Systematik nach phylogenetischen Gesichtspunkten gibt es bis 2006 nicht.

Da alle diese drei Unterfamilien nicht monophyletisch sind, konnte diese Einteilung nach morphologischen Gesichtspunkten nicht aufrechterhalten werden. Stattdessen wird die Familie Caryophyllaceae in zwölf Tribus gegliedert.<ref name="Greenberg2011" />

Tribus mit ihren Gattungen und deren Verbreitung[Bearbeiten]

Die Familie Nelkengewächse (Caryophyllaceae) umfasst 83 bis 89 Gattungen mit 2200 bis 3000 bekannten Arten.<ref name="FoNA2005" /> Die größten Gattungen sind dabei Silene (600 bis 700 Arten), Dianthus (320 bis 600 Arten), Stellaria (175 Arten), Arenaria (210 bis mehr als 300 Arten) und Gypsophila (etwa 150 Arten).

Datei:Telephium imperati 1.JPG
Tribus Corrigioleae: Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Telephium imperati
Datei:Achyronychia cooperi 2.jpg
Tribus Paronychieae: Habitus, Laubblätter und Blüten von Achyronychia cooperi
Datei:Cardionema ramosissimum 1.jpg
Tribus Paronychieae: Cardionema ramosissimum
Datei:Illecebrum verticillatum Grondster DSCF1087.JPG
Tribus Paronychieae: Knorpelkraut (Illecebrum verticillatum)
Datei:Paronychia kapela serpyllifolia 2.jpg
Tribus Paronychieae: Paronychia kapela
Datei:Scopulophila rixfordii 3.jpg
Tribus Paronychieae: Scopulophila rixfordii
Datei:Drymaria cordata 02.JPG
Tribus Polycarpaeae: Habitus und Laubblät­ter von Drymaria cordata
Datei:Ortegia hispanica 20110806 3.jpg
Tribus Polycarpaeae: Habitus von Ortegia hispanica
Datei:Starr 080415-4006 Polycarpon tetraphyllum.jpg
Tribus Polycarpaeae: Habitus, Laubblätter und Blüten von Polycarpon tetraphyllum
Datei:Antarctic Pearlwort.jpg
Tribus Alsineae: Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis) in der Antarktis
Datei:Eremogone capillaris 5658.JPG
Tribus Alsineae: Habitus, Laubblätter, Blütenstand und Blüte von Eremogone capillaris
Datei:Honckenya peploides upernavik kujalleq 2007-07-24 3.jpg
Tribus Alsineae: Salzmiere (Honckenya peploides)
Datei:Pseudostellariajamesiana.jpg
Tribus Alsineae: Habitus, Laubblätter und Blüten von Pseudostellaria jamesiana
Datei:Schiedea adamantis (4839722590).jpg
Tribus Alsineae: Ausschnitt eines Blü­ten­standes von Schiedea adamantis
Datei:Geocarpon minimum.jpg
Tribus Geocarpeae: Geocarpon minimum
Datei:Scleranthus perennis IP0706004.JPG
Tribus Sclerantheae: Habitus von Scleranthus perennis

Mensch und Nelkengewächse[Bearbeiten]

Datei:Gypsophila elegans at lalbagh 7228.JPG
Schleierkraut (Gypsophila elegans) als Schnittblume

Verwendung[Bearbeiten]

Nutzung als Zierpflanze[Bearbeiten]

Die größte Bedeutung haben Nelkengewächse als Zierpflanze und Schnittblumen. Mindestens 70 Arten werden als gartenbauliche Kulturen angebaut.

Von besonderer Bedeutung bei den Schnittblumen ist die Gattung Dianthus, speziell die Sorten von Dianthus caryophyllus, die Schnittnelke. Für 498 Millionen $ wurden 2007 Schnittnelken weltweit gehandelt.<ref name="CarnationTrade" /> In Aalsmeer befindet sich das größte Versteigerungszentrum für Schnittblumen in Europa, heute mit Firmennamen FloraHolland, dort wurden beispielsweise im Jahr 2005 57 Millionen Schnittnelken umgesetzt, davon 38 Millionen importierte Nelken.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bloemenveiling Aalsmeer Key figures 2005 (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)</ref> Damit gehört die Schnittnelke zu den zehn meistverkauften Schnittblumen im internationalen Schnittblumenhandel. Die beiden wichtigsten Erzeugerländer für Schnittnelken sind Kolumbien (262 Millionen $ in 2007) und Kenia (36 Millionen $ in 2007).<ref name="CarnationTrade" /> Sorten einiger anderer Dianthus-Arten werden im geringeren Umfang als Schnittblumen gehandelt. Ein anderer für die Floristik wichtige Vertreter der Nelkengewächse ist das Schleierkraut (Gypsophila spec.).

Sorten beispielsweise der Gattungen Agrostemma, Arenaria, Cerastium, Dianthus, Gypsophila, Lychnis, Minuartia, Paronychia, Sagina, Saponaria, Scleranthus und Silene werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet. Je nach Art eignen sie sich für Beete oder Steingärten.<ref name="Botanica" />

Nutzung als Heilpflanze[Bearbeiten]

Datei:Herniaria Saponin I.svg
Struktur eines Saponins im Bruchkraut

Einige Arten sind aufgrund ihres Saponingehaltes als Arzneipflanzen von Interesse. Gypsophila-Arten liefern die Droge Saponinum album. Auch das Gewöhnliche Seifenkraut (Saponaria officinalis) findet medizinische Verwendung.<ref name="PFAF" /> Saponine im Kahlen Bruchkraut senken bei Laborratten einen überhöhten Blutdruck und fördern die Filtrationsrate ihrer Nieren<ref name="Rhiouani1999" />; Bruchkraut wird kräuterkundlich als Diuretikum zur Durchspülungstherapie bei Harnsteinen, Nierengrieß und Krämpfen verwendet.<ref name="Gehrmann2005" />

Die Vogelmiere (Stellaria media) gilt nach Hildegard von Bingen als vorbeugendes Mittel gegen Blutergüsse nach Prellungen.<ref name="ÖApothekerzeitung" />

In der Traditionellen chinesischen Medizin werden Dianthus superbus, Pseudostellaria heterophylla, Stellaria dichotoma var. lanceolata und Vaccaria hispanica für vielfältige Zwecke verwendet.<ref name="FoC2001" />

Als Giftpflanze war früher die Kornrade (Agrostemma githago) von Bedeutung, da die Samen des Ackerunkrauts als Verunreinigung des Getreides häufig in Mehl gelangten. Der hohe Saponingehalt (6–7 %, hauptsächlich Githagosid) verursacht Schleimhautreizungen, aber auch Atemlähmungen und Schock. Auch die medizinischen Wirkungen wurden untersucht. Während Hungersnöten wurden die Blätter gegart gegessen (Problem giftig!).<ref name="PFAF" />

Die medizinischen Wirkungen von Cerastium arvense, Cerastium viscosum, Silene acaulis, Silene baccifera, Silene conoidea, Silene firma, Silene nigrescens, Stellaria alsine, Stellaria dichotoma und Stellaria media wurden untersucht.<ref name="PFAF" /> Vom Quendel-Sandkraut (Arenaria serpyllifolia), vom Wasserdarm (Myosoton aquaticum), von Drymaria cordata, Paronychia argentea, Paronychia capitata, Spergula arvensis, Spergularia rubra, einigen Dianthus-Arten und wenigen Gypsophila-Arten wurden die medizinischen Wirkungen untersucht.<ref name="PFAF" />

Nutzung als Nahrungspflanze[Bearbeiten]

Die jungen grünen Pflanzenteile des Wasserdarm (Myosoton aquaticum) werden während Hungersnöten gegart gegessen. Sie sind süß und zart und sind reich an Mineralstoffen.<ref name="PFAF" />

Die oberirdischen Pflanzenteile vom Quendel-Sandkraut (Arenaria serpyllifolia) werden als Gewürzkraut verwendet.<ref name="PFAF" />

Die grünen Pflanzenteile von Cerastium fontanum, Cerastium furcatum, Cerastium holosteoides subsp. glandulosum, Cerastium semidecandrum und Cerastium viscosum werden roh oder meist gegart gegessen.<ref name="PFAF" />

Die grünen Pflanzenteile von Silene acaulis, Silene baccifera, Silene gallica, Silene firma und Silene vulgaris werden roh oder meist gegart gegessen.<ref name="PFAF" />

Die grünen Pflanzenteile von Stellaria alsine, Stellaria diversiflora, Stellaria jamesiana, Stellaria media, Stellaria neglecta, Stellaria nipponica und Stellaria radians werden roh oder meist gegart gegessen. Von Stellaria jamesiana werden auch die unterirdischen Pflanzenteile roh oder meist gegart gegessen, sie sind süß und schmeckend. Die gemahlenen Samen von Stellaria media werden beispielsweise zum Andicken von Suppen verwendet, sie enthalten 17,8 % Proteine and 5,9 % Fette.<ref name="PFAF" />

Die grünen Pflanzenteile von Spergula arvensis werden gegessen. Von Lychnis fulgens werden die jungen grünen Pflanzenteile gegart gegessen. Die Blätter von Drymaria cordata werden roh oder meist gegart gegessen.<ref name="PFAF" />

Während Hungersnöten werden die getrockneten und gemahlenen Samen von Spergula arvensis und Spergularia rubra zum Brotbacken verwendet.<ref name="PFAF" />

Die Blätter von Vaccaria hispanica werden als Gewürz verwendet. Die gemahlenen Samen gegessen und enthalten viel Stärke, 13,8–16,1 % Proteine sowie 1,6–3,2 % Fette. (Problem giftig!)<ref name="PFAF" />

Aus den oberirdischen Pflanzenteilen von Paronychia capitata und aus den Blüten von Paronychia argentea sowie Paronychia jamesii kann man einen Kräutertee aufbrühen.<ref name="PFAF" />

Die oberirdischen Pflanzenteile von Dianthus superbus werden als Gewürzkraut verwendet. Die Kronblätter (ohne ihre Basis) von Dianthus caryophyllus sowie Dianthus plumarius werden ähnlich wie die von Rosen-Arten zum Dekorieren und Herstellen von Getränken, Süßspeisen und Salaten verwendet, sie duften und schmecken gut.<ref name="PFAF" />

Die grünen Pflanzenteile von Honckenya peploides werden als sauer schmeckendes Gewürzkraut oder wie Sauerkraut verwendet. Ihre Samen werden gemahlen verwendet, manchmal anderem Mehl hinzugefügt.<ref name="PFAF" />

Sonstige Nutzung[Bearbeiten]

Aus allen Pflanzenteilen, aber besonders den Wurzeln des Gewöhnlichen Seifenkrautes (Saponaria officinalis) kann Seife hergestellt werden; daher der Name. Auch einige Silene-Arten, Gypsophila licentiana, Gypsophila struthium, Lychnis fulgens und Lychnis flos-cuculi können zur Seifenherstellung genutzt werden.<ref name="PFAF" />

Geschichte und Bedeutung[Bearbeiten]

Datei:Philippe de Marlier Nelkenstrauss in Glasvase.jpg
Philippe de Marlier: Nelkenstrauß in Glasvase, 1639. Die drei Blütenblätter am Tisch symbolisieren die Kreuzesnägel Christi.<ref>Klaus Ertz: Philippe de Marlier. Nelkenstrauss in Glasvase. In: Das Flämische Stillleben 1550–1680. Luca Verlag, Lingen 2002, ISBN 3-923641-48-6, S. 304.</ref>

Der Sage nach wurden die Nelken 1270 vom Heer des französischen Königs Ludwig IX. bei der Belagerung von Tunis dort entdeckt, nach Hause gebracht und in den Gärten weitergezüchtet.<ref name="schockwellenreiter">schockwellenreiter</ref>

Der Ruf der Gewürznelken, eine aphrodisierende Wirkung zu haben, übertrug sich im Mittelalter auch auf die Nelken. Ab dem Mittelalter galten sie als Symbol für Verlobung, Liebe und Ehe. Sie zierte viele Brautbilder. Als Zeichen der göttlichen Liebe findet sie sich auf vielen Mariendarstellungen besonders des 15. bis 17. Jahrhunderts.<ref name="Lust">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wissenswertes aus der Geschichte der Nelken: (Memento vom 10. Februar 2010 im Internet Archive)</ref>

Ende des 18. Jahrhunderts waren Nelken groß in Mode. So schrieb etwa Heinrich Christian Brocke 1771: „Denn so, wie die Moden in allen Sachen abwechseln, so ist es auch bei den Blumen, so dass jetzo eine Nelke mit ausgezacktem Blatte wenig mehr geachtet wird, weil die Franzosen, von denen wir was die Moden betrifft, getreue Nachahmer sind, die Nelken mit den runden Blättern sehr lieben.“<ref>In: Beobachtungen von einigen Blumen, deren Bau, und Zubereitung der Erde. 2. Aufl. 1771, zitiert nach Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wissenswertes aus der Geschichte der Nelken: (Memento vom 10. Februar 2010 im Internet Archive)</ref>

Während der französischen Revolution war die rote Nelken ein Zeichen der Aristokraten, die mit einer roten Nelke im Knopfloch zur Guillotine schritten.<ref name="schockwellenreiter" /><ref name="Gartentechnik">www.gartentechnik.de</ref>

Datei:Stamps of the Faroe Islands-15.jpg
Rote Lichtnelke (Silene dioica) auf Briefmarke

Seit den ersten 1.-Mai-Demonstrationen 1890 ist die rote Nelke jedoch zum Symbol für die internationale Arbeiterbewegung geworden. Da das Mitführen von Fahnen verboten war, wählte man rote Nelken als Symbol. Jedoch auch diese Zeichen fielen unter das polizeiliche Verbot, sodass auch das Tragen der roten Nelke zu Verhaftungen führte. Rote Nelken zieren heute noch die Gräber etwa von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.<ref name="schockwellenreiter" /><ref name="Gartentechnik" /> Die sozialdemokratischen Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat tragen heute noch bei der Eröffnungssitzung nach einer Wahl traditionell eine rote Nelke im Knopfloch, die Abgeordneten der ÖVP eine weiße Nelke.

Die portugiesische Nelkenrevolution vom 25. April 1974 hat ihren Namen von den Blumen, die die revolutionären demokratietreuen Truppen in ihren Gewehrläufen trugen.<ref name="schockwellenreiter" />

Datei:LEONARDO-DA-VINCI - MADONNA-MIT-DER-NELKE-7779 917154 BSTGS.jpg
Madonna mit der Nelke, Leonardo da Vinci, zwischen 1473 und 1478

Im Volksglauben des deutschsprachigen Raumes spielten die Nelken keine große Rolle. Nach dem „Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens“ galt die Rote Lichtnelke als Heilmittel gegen ausbleibende Menstruation, das Mitführen von geweihten Lichtnelken gegen Verblendung am Weg.<ref>nach www.sagen.at - Lichtnelke</ref> Nelken erblühen dem Volksglauben nach aus dem Blut unschuldig getöteter. Die blutigen Nägel vom Kreuz Christi sollen sich in rote Nelken verwandelt haben. Das Abreißen von Karthäuser-Nelken führe zu Unwettern, das von Blut-Nelken oder auch Karthäuser-Nelken führe zu Nasenbluten.<ref>nach www.sagen.at - Nelke</ref>

Nelken in der Literatur[Bearbeiten]

Von den Nelkengewächsen sind in der deutschsprachigen Literatur praktisch nur die Nelken vertreten und auch diese spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle. In Gedichten wird sie manchmal im Zusammenhang mit der Rose oder in anderen Aufzählungen von Blumen verwendet. Ein Beispiel sind folgende Zeilen aus der Sammlung Des Knaben Wunderhorn: <poem style="margin-left:2em;"> Keine Rose, keine Nelke kann blühen so schön, Als wenn zwey verliebte Seelen beysammen thun stehn.<ref>Achim von Arnim: Des Knaben Wunderhorn. zitiert nach: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka – Studienausgabe (= Digitale Bibliothek. Bd. 1). Directmedia, Berlin 2000, ISBN 3-89853-101-5.</ref> </poem> Johann Wolfgang Goethe lässt im Gedicht Das Blümlein Wunderschön die Nelke sogar zu Wort kommen: <poem style="margin-left:2em;"> Nelke Das mag wohl ich, die Nelke, sein, Hier in des Wächters Garten, Wie würde sonst der Alte mein Mit so viel Sorge warten? Im schönen Kreis der Blätter Drang, Und Wohlgeruch das Leben lang, Und alle tausend Farben.

Graf Die Nelke soll man nicht verschmähn, Sie ist des Gärtners Wonne: Bald muß sie in dem Lichte stehn, Bald schützt er sie vor der Sonne, Doch was den Grafen glücklich macht Es ist nicht ausgesuchte Pracht, Es ist ein stilles Blümchen.<ref>Johann Wolfgang von Goethe: Berliner Ausgabe. Poetische Werke. Band 1. Aufbauverlag, Berlin 1960 ff., S. 120; zitiert nach: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka – Studienausgabe (= Digitale Bibliothek. Bd. 1). Directmedia, Berlin 2000, ISBN 3-89853-101-5.</ref> </poem> Die Brüder Grimm zeichneten in ihren Kinder- und Hausmärchen auch das Märchen Die Nelke auf. Annette von Droste-Hülshoff konnte dem Reimpaar „Nelke – welke“ nicht widerstehen: <poem style="margin-left:2em;"> Doch wenn ein frischer Hauch die welke Todsieche Nessel hat berühret: Dann hält sie sich wie Ros’ und Nelke Und meint sich königlich gezieret.<ref>Droste-Hülshoff: Am Sonntage nach Weihnachten, in: Sämtliche Werke in zwei Bänden. Nach dem Text der Originaldrucke und der Handschriften. Herausgegeben von Günther Weydt und Winfried Woesler, Bd. 1, München: Winkler, 1973; zitiert nach: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka – Studienausgabe (= Digitale Bibliothek. Bd. 1). Directmedia, Berlin 2000, ISBN 3-89853-101-5.</ref> </poem> Ebenso wenig Heinrich Heine in seinen Neuen Gedichten: <poem style="margin-left:2em;"> Ich breche Rosen, ich breche Nelken, Zerstreuten Sinnes und kummervoll; Ich weiß nicht, wem ich sie geben soll; - Mein Herz und die Blumen verwelken.<ref>Heinrich Heine: Werke und Briefe in zehn Bänden. Herausgegeben von Hans Kaufmann, 2. Auflage, Berlin und Weimar: Aufbau, 1972, S. 276; zitiert nach: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka – Studienausgabe (= Digitale Bibliothek. Bd. 1). Directmedia, Berlin 2000, ISBN 3-89853-101-5.</ref> </poem>

In einem von Clemens Brentanos Rheinmärchen wird die Nelke in eindeutig erotischem Zusammenhang erwähnt: „Wie er so betend ihr in das liebliche Angesicht schaute, summte eine kleine goldene Biene um sie her und wollte sich eben auf ihren roten Mund, den sie für eine duftende rote Nelke hielt, niederlassen.“<ref>Friedhelm Kemp (Hrsg.): Clemens Brentano. Werke. Bd. 3: Märchen. Carl Hanser, München 1965, S. 19.; zitiert nach: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka – Studienausgabe (= Digitale Bibliothek. Bd. 1). Directmedia, Berlin 2000, ISBN 3-89853-101-5.</ref>

Theodor Storm widmete den Nelken ein eigenes Gedicht: <poem style="margin-left:2em;"> Nelken

Ich wand ein Sträußlein morgens früh, Das ich der Liebsten schickte; Nicht ließ ich sagen ihr, von wem, Und wer die Blumen pflückte.

Doch als ich abends kam zum Tanz Und tat verstohlen und sachte, Da trug sie die Nelken am Busenlatz, Und schaute mich an und lachte.<ref>Theodor Storm: Nelken. in: Sämtliche Werke in vier Bänden. 4. Auflage, Aufbau, Berlin 1978, Band 1, S. 209; zitiert nach: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka – Studienausgabe (= Digitale Bibliothek. Bd. 1). Directmedia, Berlin 2000, ISBN 3-89853-101-5.</ref> </poem>

Der Wiener Theaterdichter Johann Nestroy benannte eine seiner Zauberpossen „Nagerl und Handschuh“, nach der wienerischen Bezeichnung „Nagerl“, die auf das mittelhochdeutsche Wort negellîn für Nelke zurückgeht.<ref>Peter Wehle: Sprechen sie Wienerisch? Von Adaxl bis Zwutschkerl. Ueberreuter, Wien/Heidelberg 1980, ISBN 3-8000-3165-5, S. 208.</ref>

Ausgestorbene (0, EX) und vom Aussterben
bedrohte (1, CR) Arten im deutschsprachigen Raum
Artname D<ref name="RoteListeDeutschland" /> A<ref name="Niklfeld" /> CH<ref name="buwal" />
Agrostemma githago 1 1
Arenaria procera subsp. glabra 1
Dianthus collinus 1
Dianthus serotinus 1
Gypsophila fastigiata 0
Herniaria incana 0
Illecebrum verticillatum 1
Minuartia viscosa 1
Minuartia stricta 0
Moenchia mantica CR
Silene conica 1 CR
Silene linicola 0 0
Silene viridiflora 1
Silene viscosa 0
Spergula morisonii 1
Spergula pentandra 1
Spergularia echinosperma 1
Spergularia segetalis 0
Stellaria crassifolia 1
Stellaria palustris CR
Vaccaria hispanica 1 1 CR

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Die IUCN führt im Jahr 2013 61 Arten aus der Familie Caryophyllaceae mit unterschiedlichen Einstufungen in ihrer Datenbank der gefährdeten Arten.<ref name="IUCN" /> In Deutschland stehen 1996 19 Arten und Unterarten mit den Einstufungen 0 bis 3 (ausgestorben bis gefährdet) auf der Roten Liste,<ref name="RoteListeDeutschland" /> in Österreich 1999 29 Arten und Unterarten mit den Einstufungen 0 bis 4 (ausgestorben bis potentiell gefährdet)<ref name="Niklfeld" /> und mit der Schweiz 20 Arten und Unterarten in den Einstufungen NT bis EX (near threatened bis extinguished).<ref name="buwal" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dietrich Frohne, Uwe Jensen: Systematik des Pflanzenreichs unter besonderer Berücksichtigung chemischer Merkmale und pflanzlicher Drogen. 4. neubearbeitete Auflage. Gustav Fischer, Stuttgart / Jena / New York 1992, ISBN 3-437-20486-6.
  • Caryophyllaceae. (PDF), In: Santiago Castroviejo, Manuel Laínz, Ginés López González et al. (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares, Vol. II. Platanaceae-Plumbaginaceae (partim). Real Jardín Botánico, CSIC, Madrid 1990, ISBN 84-00-07034-8, S. lii + 897.
  • Dequan Lu, Zhengyi Wu, Lihua Zhou, Shilong Chen et al.: In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2001, ISBN 1-930723-05-9. Caryophyllaceae. S. 1 ff. - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Systematik und Beschreibung)
  • Rob D. Smissen, John C. Clement, Phil J. Garnock-Jones, Geoffrey K. Chambers: Subfamilial relationships within Caryophyllaceae as inferred from 5′ ndhF sequences. In: American Journal of Botany. 2002, Volume 89, Issue 8, S. 1336–1341, doi:10.3732/ajb.89.8.1336.
  • Richard K. Rabeler, Ronald L. Hartman: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 5: Magnoliophyta: Caryophyllidae, Part 2, Oxford University Press, New York und Oxford, 2005, ISBN 0-19-522211-3. Caryophyllaceae. - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitt Systematik)
  • Simone Fior, Per Ola Karis, Gabriele Casazza, Luigi Minuto, Francesco Sala: Molecular phylogeny of the Caryophyllaceae (Caryophyllales) inferred from chloroplast matK and nuclear rDNA ITS sequences, In: American Journal of Botany. Volume 93, Issue 3, 2006, S. 399–411, doi:10.3732/ajb.93.3.399 (Abschnitt Systematik).
  • Per Erixon: Phylogenetic Support and Chloroplast Genome Evolution in Sileneae (Caryophyllaceae). Dissertation an der Universität von Uppsala, In: Acta Universitatis Upsaliensis. 2006, PDF.
  • Danica Harbaugh, Molly Nepokroeff, Richard K. Rabeler, John Mcneill, Elizabeth A. Zimmer, Warren L. Wagner: A new lineage based tribal classification of the family Caryophyllaceae. In: International Journal of Plant Sciences, Volume 171, Issue 2, 2010, S. 185–198. doi:10.1086/648993
  • Anne K. Greenberg, M. J. Donoghue: Molecular systematics and character evolution in Caryophyllaceae. In: Taxon, Volume 60, Issue 6, Dezember 2011, S. 1637–1652. doi:10.1002/tax.606009, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) PDF.
  • Samuel Brockington, Patricia Dos Santos, Beverley Glover, Louis Ronse De Craene: Androecial evolution in Caryophyllales in light of a paraphyletic Molluginaceae. In: American Journal of Botany. Volume 100, Issue 9, 2013, S. 1757–1778, doi:10.3732/ajb.1300083.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Volume 54, Issue 6, 1999, S. 735–9, PMID 10709449. </ref> <ref name="ÖApothekerzeitung"> Österreichische Apothekerzeitung Nr. 24/2005, Die Heilpflanzen der Hildegard von Bingen – kritisch betrachtet. III, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.online (Memento vom 20. Mai 2007 im Internet Archive). </ref> <ref name="Gehrmann2005"> Beatrice Gehrmann, Wolf-Gerald Koch, Claus O. Tschirch, Helmut Brinkmann: Medicinal Herbs: A Compendium. Haworth Press, 2005. ISBN 0-7890-2530-2 (Hardcover), ISBN 0-7890-2531-0 (Softcover), S. 103. </ref> <ref name="Kephart2006"> Susan Kephart, Richard J. Reynolds, Matthew T. Rutter et al.: Pollination and seed predation by moths on Silene and allied Caryophyllaceae: evaluating a model system to study the evolution of mutualisms. In: New Phytologist. Volume 169, 2006, S. 667–680, doi:10.1111/j.1469-8137.2005.01619.x. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Caryophyllaceae: In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FoC2001"> Dequan Lu, Zhengyi Wu, Lihua Zhou et al.: In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6 - Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2001, ISBN 1-930723-05-9. Caryophyllaceae, S. 1 ff. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoNA2005"> Richard K. Rabeler, Ronald L. Hartman: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 5: Magnoliophyta: Caryophyllidae, Part 2. Oxford University Press, New York und Oxford, 2005, ISBN 0-19-522211-3. 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Dezember 2013. </ref> <ref name="Fior2006"> Simone Fior, Per Ola Karis, Gabriele Casazza, Luigi Minuto, Francesco Sala: Molecular phylogeny of the Caryophyllaceae (Caryophyllales) inferred from chloroplast matK and nuclear rDNA ITS sequences. In: American Journal of Botany. Volume 93, Issue 3, 2006, S. 399–411, doi:10.3732/ajb.93.3.399. </ref> <ref name="NSWFo"> A. Doust: Eintrag bei New South Wales Flora Online - PlantNET = The Plant Information Network System of The Royal Botanic Gardens and Domain Trust, Sydney, Australia. </ref> <ref name="FoP"> Shahina Ghazanfar: Caryophyllaceae. In: Flora of Pakistan. Volume 175, Department of Botany, University of Karachi, Karachi 1986, online bei Tropicos.org des Missouri Botanical Garden. </ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Caryophyllaceae bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Botanica"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, Köln 2000, ISBN 3-8290-0868-6, S. 69, 109, 209, 299, 419, 545, 579, 640, 808, 820, 831, 841. </ref> <ref name="Oxelman2001"> Bengt Oxelman, M. Lidén, Richard K. Rabeler, Magnus Popp.: A revised generic classification of the tribe Sileneae (Caryophyllaceae). In: Nordic Journal of Botany, Volume 20, 2001, S. 513–518. PDF. </ref> <ref name="Oxelman2002"> Bengt Oxelman, Britta Ahlgren, Mats Thulin: Circumscription and phylogenetic relationships of Gymnocarpos (Caryophyllaceae-Paronychioideae). In: Edinburgh Journal of Botany. Band 59, Nr. 2, 2002, S. 221–237, Abstract: doi:10.1017/S0960428602000045. </ref> <ref name="Sakai2006"> Ann K. Sakai, Stephen G. Weller, Warren L. Wagner et al.: Adaptive Radiation and Evolution of Breeding System in Schiedea (Caryophyllaceae), an Endemic Hawaiian Genus. In: Annals of the Missouri Botanical Garden. 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Ngeleza, Andrew Muhammad: European Union Preferential Trade Agreements with Developing Countries and Their Impact on Colombian and Kenyan Carnation Exports to the United Kingdom. IFPRI Discussion Paper, Volume 862 vom International Food Policy Research Institute, 2009, S. 1–19 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Frajman2007"> Božo Frajman: Taxonomy and reticulate phylogeny of Heliosperma and related genera (Sileneae, Caryophyllaceae) Doktorarbeit an der Universität von Uppsala, 2007. ISBN 978-91-554-6946-7. </ref> <ref name="Frajman-Oxelman2007"> Božo Frajman, Bengt Oxelman: Reticulate phylogenetics and phytogeographical structure of Heliosperma (Sileneae, Caryophyllaceae) inferred from chloroplast and nuclear DNA sequences. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 43, Issue 1, 2007, S. 140–155: doi:10.1016/j.ympev.2006.11.003 </ref> <ref name="Popp2008"> Magnus Popp: New Combinations in Lychnis (Caryophyllaceae) from Africa. In: Novon: A Journal for Botanical Nomenclature, Volume 18, Issue 1, 2008, S. 99–100: doi:10.3417/2006120. </ref> <ref name="Frajman2009"> Božo Frajman, Frida Eggens, Bengt Oxelman: Hybrid origins and homoploid reticulate evolution within Heliosperma (Sileneae, Caryophyllaceae) – a multigene phylogenetic approach with relative dating. In: Systematic Biology, Volume 58, Issue 3, 2009, S. 328–345. doi:10.1093/sysbio/syp030 </ref> <ref name="Harbaugh2010"> D. T. Harbaugh, M. Nepokroeff, R. K. Rabeler, J. McNeill, E. A. Zimmer, W. L. Wagner: A new lineage-based tribal classification of the family Caryophyllaceae. In: International Journal of Plant Science, Volume 171, 2010, S. 185–198. doi:10.1086/648993 </ref> <ref name="Greenberg2011"> Anne K. Greenberg, M. J. Donoghue: Molecular systematics and character evolution in Caryophyllaceae. In: Taxon, Volume 60, Issue 6, Dezember 2011, S. 1637–1652. doi:10.1002/tax.606009 Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) PDF. </ref> <ref name="Willyard2011"> Ann Willyard, Lisa E. Wallace, Warren L. Wagner et al.: Estimating the species tree for Hawaiian Schiedea (Caryophyllaceae) from multiple loci in the presence of reticulate evolution. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Volume 60, Issue 1, 2011, S. 29–48, doi:10.1016/j.ympev.2011.04.001. </ref> <ref name="Böttger2011"> Stefan Böttger, Matthias F. Melzig: Triterpenoid saponins of the Caryophyllaceae and Illecebraceae family. In: Phytochemistry Letters. Volume 4, Issue 2, 2011, S. 59–68, doi:10.1016/j.phytol.2010.08.003. </ref> <ref name="Lee2012"> Sangtae Lee, Kyeong-In Heo, Seung-Chul Kim: A New Species of Pseudostellaria (Caryophyllaceae) from Korea. In: Novon: A Journal for Botanical Nomenclature. 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In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 178, Issue 4, 2015, S. 648–669. doi:10.1111/boj.12293 Volltext-PDF. </ref> <ref name="Rabeler2015"> Richard Kevin Rabeler, Warren Lambert Wagner: Eremogone (Caryophyllaceae): new combinations for Old World species. In: PhytoKeys Volume 50, 2015, S. 35–42. doi:10.3897/phytokeys.50.4736 </ref> <ref name="Madhani2018"> Hossein Madhani, Richard k. Rabeler, Atefeh Pirani, Bengt Oxelman, Guenther Heubl, Shahin Zarre: Untangling phylogenetic patterns and taxonomic confusion in tribe Caryophylleae (Caryophyllaceae) with special focus on generic boundaries. In: Taxon, Volume 67, Issue 1, Februar 2018, S. 83–112. doi:10.12705/671.6 [1], PDF PDF. </ref> <ref name="Jafari2020"> Farzaneh Jafari, Shahin Zarre, Abbas Gholipour, Frida Eggens, Richard K. Rabeler, Bengt Oxelman: A new taxonomic backbone for the infrageneric classification of the species‐rich genus Silene (Caryophyllaceae). In: Taxon, Volume 69, Issue 2, April 2020, S. 337–368. doi:10.1002/tax.12230 </ref> <ref name="Arabi2022"> Zahra Arabi, Farrokh Ghahremaninejad, Richard K. Rabeler, Irina Sokolova, Maximilian Weigend, Shahin Zarre: Intergeneric relationships within the tribe Alsineae (Caryophyllaceae) as inferred from nrDNA ITS and cpDNA rps16 sequences: A step toward a phylogenetically based generic system. In: Taxon, Volume 71, Issue 3, Juni 2022, S. 608–629. doi:10.1002/tax.12688 </ref> <ref name="Fassou2022"> G. Fassou, N. Korotkova, A. Nersesyan, M. A. Koch, P. Dimopoulos, T. Borsch: Taxonomy of Dianthus (Caryophyllaceae): Overall phylogenetic relationships and assessment of species diversity based on a first comprehensive checklist of the genus. In: PhytoKeys, Volume 196, Mai 2022, S. 91–214. doi:10.3897/phytokeys.196.77940 </ref> <ref name="Xue2023"> Bine Xue, Zhuqiu Song, Jie CaiJie Cai, Zhonghui Ma, Jiuxiang Huang, Yuling Li, Gang Yao: Phylogenetic analysis and temporal diversification of the tribe Alsineae (Caryophyllaceae) with the description of three new genera, Hesperostellaria, Reniostellaria and Torreyostellaria. In: Sec. Plant Systematics and Evolution In: Frontiers in Plant Science, Volume 14, Juni 2023. doi:10.3389/fpls.2023.1127443 </ref> <ref name="Madhani2024"> Hossein Madhani, Richard K. Rabeler, Shahin Zarre: Generic delimitation of Bolanthus and resurrection of Jordania within Caryophylleae (Caryophyllaceae). In: Taxon, Volume 73, Issue 5, 2024, S. 1239–1250. doi:10.1002/tax.13234 </ref> <ref name="Mnxati2025"> Edward Sifiso Mnxati, Ledile Mankga: Phylogenetic Relationships of Dianthus (Caryophyllaceae) Species Found in South Africa. In: Diversity 2025, März 2025, Volume 17, 202. doi:10.3390/d17030202 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Nelkengewächse (Caryophyllaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Patricia Hernández-Ledesma, Walter G. Berendsohn, Thomas Borsch, Sabine von Mering, Hossein Akhani, Salvador Arias, Idelfonso Castañeda-Noa, Urs Eggli, Roger Eriksson, Hilda Flores-Olvera, Susy Fuentes-Bazán, Gudrun Kadereit, Cornelia Klak, Nadja Korotkova, Reto Nyffeler, Gilberto Ocampo, Helga Ochoterena, Bengt Oxelman, Richard K. Rabeler, Adriana Sanchez, Boris O. Schlumpberger, Pertti Uotia: A taxonomic backbone for the global synthesis of species diversity in the angiosperm order Caryophyllales. In: Willdenowia. Volume 45, Issue 3, 2015, S. 281–383 (doi:10.3372/wi.45.45301).
  • Thomas Borsch, Patricia Hernández-Ledesma, Walter G. Berendsohn, Hilda Flores-Olvera, Helga Ochoterena, Zuloaga, Sabine von Mering, N. Kilian: An integrative and dynamic approach for monographing species-rich plant groups – Building the global synthesis of the angiosperm order Caryophyllales. In: Perspectives in Plant Ecology, Evolution and Systematics. Volume 17, Issue 4, 2015, S. 284–300. doi:10.1016/j.ppees.2015.05.003 PDF.

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