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Klein Gischau

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Klein Gischau
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(15)&title=Klein+Gischau 52° 44′ N, 11° 8′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(15) 52° 44′ 25″ N, 11° 7′ 54″ O
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  }}
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 1,72 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 15 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Gischau
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Klein Gischau (Sachsen-Anhalt)
Klein Gischau (Sachsen-Anhalt)
Lage von Klein Gischau in Sachsen-Anhalt

Klein Gischau ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie[Bearbeiten]

<mapframe latitude="52.742" longitude="11.132" zoom="15" width="200" height="300" align="right" /> Das Dorf Klein Gischau liegt rund fünf Kilometer nordöstlich von Beetzendorf in der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Groß Gischau und Valfitz im Nordwesten, Hagen im Nordosten, Stapen im Südosten und Käcklitz im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter bis 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Klein Gischau wurde 1344 erstmals als slavicalis gyschowe urkundlich erwähnt als Markgraf Ludwig dem Kloster Dambeck Hebungen aus mehreren Dörfern überlässt.<ref name="Riedel-17" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf Wendischen Gischow genannt. Das slawische Dorf gehörte dem Kloster Dambeck. Die Bede ging an die von Bartensleben.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1541 Deutsch oder Groß-Gischo, 1573 Grossen Gischow, 1593 Deutzschenn Gießkow, 1608 Teutsch Gischow<ref name="HOB-12" /> und 1804 Groß Gischau oder Giskau, Dorf mit 7 Ganzbauern und einem Rademacher.<ref name="Bratring-1" />

Die hauptsächlich angebaute Getreideart in der westlichen Altmark war der Roggen. Jedoch auch Hafer und Gerste kamen häufig als Abgaben vor.<ref name="Stephan 2006, S. 23" /> Klein Gischau zählte zu den wenigen Ortschaften, in denen Weizen als Abgabe erschien.<ref name="Stephan 2006, FN 93" />

Das ursprüngliche Rundlingsdorf wurde nach dem Brand im Jahre 1854 baulich stark verändert.

Kirche[Bearbeiten]

Im Jahre 1541 wurde erstmals eine Kirche im Ort genannt.<ref name="Friske 2021" /> Am südlichen Ortsausgang stand eine kleine Fachwerkkirche

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  }} aus dem 19. Jahrhundert.<ref name="MTB-1679" /> Die Kirche wurde bei einem schweren Sturm während eines Gewitters in der Nacht vom 11. zum 12. Juli 1984 vollständig zerstört. Die große Eiche hinter der Kirche stürzte um und begrub das Kirchengebäude unter sich. Die Eiche stand auf einem Weideland, auf dem sich täglich Schweine tummelten. Unter der Eiche hatte sich eine Suhle gebildet, die letztlich der Eiche den Halt nahm. Die Kirche wurde nicht wieder aufgebaut. Die Kirchengemeinden Klein Gischau und Groß Gischau wurden 1988 zur Kirchengemeinde Gischau vereinigt.<ref name="Gischau 2019" /> Heute sind der Altar und das Harmonium aus Klein Gischau in der Kirche in Groß Gischau untergebracht.<ref name="Gemeindebote" />

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Klein Gischau gehörte ursprünglich zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Beetzendorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurden die Gemeinden Klein Gischau und Groß Gischau aus dem Landkreis Salzwedel zur neuen Gemeinde Gischau zusammengeschlossen.<ref name="2VO-LSA-1950" /><ref name="GuABl-LSA-2VOkorr" />

Am 1. Januar 2004 wurde die Gemeinde Gischau in die Gemeinde Beetzendorf eingemeindet.<ref name="Destatis" /> Die Ortsteile Klein Gischau und Groß Gischau wurden damit Ortsteile von Beetzendorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 39
1774 42
1789 20
1798 29
1801 32
1818 30
Jahr Einwohner
1840 44
1864 78
1871 61
1885 63
1892 [00]60<ref name="Zahn-1928" />
1895 70
Jahr Einwohner
1905 061
1910 [00]064<ref name="Zahn-1928" />
1925 061
1933 [00]060<ref name="EW-1933" />
1939 062
1946 106
Jahr Einwohner
1988 [00]24<ref name="Gischau 2019" />
2015 [00]17<ref name="EW-2018" />
2018 [00]16<ref name="EW-2018" />
2020 [00]15<ref name="EW-2021" />
2021 [00]15<ref name="EW-2021" />
2022 [00]15<ref name="EW-2022" />
2023 [0]15<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946<ref name="HOB-12" />

Religion[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Klein Gischau hatten früher eine eigene Kirchengemeinde, die zur Pfarrei Beetzendorf gehörte.<ref name="Almanach1903" /> Sie werden heute betreut vom Pfarrbereich Beetzendorf im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="2VO-LSA-1950"> Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (Commons). </ref> <ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref> <ref name="Bratring-1"> Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 374 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D396~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref> <ref name="Destatis"> Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys auf destatis.de. Gebietsänderungen (Namen-, Grenz- und Schlüsseländerungen), siehe 2004. Abgerufen am 28. Januar 2018. </ref> <ref name="EW-1933"> Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 3. Auflage. Band 450. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, 1936, ZDB-ID 223601-1, S. 84, urn:nbn:de:bsz:180-digad-21790. </ref> <ref name="EW-2018"> Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf (Hrsg.): Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019. </ref> <ref name="EW-2021"> Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17. </ref> <ref name="EW-2022"> Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17. </ref> <ref name="EW-2023"> Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15. </ref> <ref name="Friske 2021"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783867323796 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref> <ref name="Gemeindebote"> Gemeindebote Pfarrbereich Beetzendorf. Juni bis August 2022. (PDF) Evangelisches Pfarramt Beetzendorf-Jeeben, Juni 2022, abgerufen am 7. Mai 2023. </ref> <ref name="Gischau 2019"> Gemeinde Gischau (Hrsg.): Alte Dorfchronik Gischau (Ehrenbuch der Gemeinde Gischau). 12. Oktober 2019 (beetzendorf.net [PDF]). </ref> <ref name="GuABl-LSA-2VOkorr"> Berichtigung zur Zweiten Verordnung vom 20. Juli 1950 (GuABl. S. 274) zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 27. April 1950 (GuABl. S. 161) vom 25. August 1950. In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. 25. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 322 (Digitalisat). </ref> <ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref> <ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 404 (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.uni-potsdam.de (Memento vom 22. März 2019 im Internet Archive)). </ref> <ref name="MTB-1679"> Meßtischblatt 1679: Beetzendorf, 1939. Anstalt für Kartographie und Kartendruck, 1902, abgerufen am 28. Januar 2018. </ref> <ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Beetzendorf. In: ekmd.de. Abgerufen am 7. Mai 2023. </ref> <ref name="Riedel-17"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref> <ref name="Stephan 2006, S. 23"> Joachim Stephan: Die Vogtei Salzwedel. Land und Leute vom Landesausbau bis zur Zeit der Wirren (= Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 17). Peter Lang, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-631-54808-7, S. 23 (peterlang.com Open Access). </ref> <ref name="Stephan 2006, FN 93"> Joachim Stephan: Die Vogtei Salzwedel. Land und Leute vom Landesausbau bis zur Zeit der Wirren (= Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 17). Peter Lang, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-631-54808-7, S. 23, Fußnote 93 (peterlang.com Open Access). </ref> <ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>

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