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Peertz

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Peertz
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(77)&title=Peertz 52° 39′ N, 11° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(77) 52° 39′ 28″ N, 11° 6′ 11″ O
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Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 5,34 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 77 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Bandau
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Peertz (Sachsen-Anhalt)
Peertz (Sachsen-Anhalt)
Lage von Peertz in Sachsen-Anhalt
Dorfkirche Peertz
Dorfkirche Peertz

Peertz ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie[Bearbeiten]

<mapframe latitude="52.658" longitude="11.1038" zoom="14" width="300" height="200" align="right" /> Peertz, ein Rundplatzdorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt rund fünf Kilometer südlich von Beetzendorf und fünf Kilometer nordwestlich der Stadt Klötze an der Jeetze in der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Östlich des Dorfs liegt der Lelchower Busch, eine Wiese.<ref name="MTB-1751" />

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter bis 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Peertz wurde im Jahre 1346 erstmals als Pertze in einer Urkunde der von der Schulenburg erwähnt.<ref name="Riedel-5" />

Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 führte Pertz auf. Die Hebungen der abgabenpflichtigen Hufen, der Kossäten und der Mühle flossen an die von der Schulenburg. Im Dorf gab es drei Ritterhöfe.<ref name="Landbuch" />

Im Jahre 1816 kaufte die Gemeinde Peertz einen Teil der Lelchower Feldmark, das vormalige Vorwerk Lelchow.<ref name="Hermes-Weigelt" /> Auf der Feldmark von Peertz, ein Kilometer östlich des Dorfes, an der Grenze der Dorfflur, liegt „die Dorfstelle“ an die sich nördlich die „Dorfstellenden“ und westlich die „Dorfstellwiesen“ anschließen.<ref name="Zahn-Wüstungen" /> Bei dieser Dorfstelle Lelchow befindet sich der Überrest einer alten Feldsteinkirche mit einer Mauerbreite von etwa 1,60 Meter.<ref>Landwirtschaftsprodukte eG Bandau. Zusätzliche Infos. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2015; abgerufen am 27. Januar 2018.</ref>

Nach 1960 wurde im Dorf die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft LPG „Lelchow“ Peertz Typ I gegründet, die am 1. Januar 1971 mit der LPG Typ III Bandau zusammengeschlossen wurde.<ref name="LPG" />

Die Großsteingräber bei Peertz wurden spätestens im 19. Jahrhundert zerstört.

Die Hoppesmühle ist eine Wassermühle an der Jeetze, die etwa einen Kilometer nordwestlich des Dorfes liegt. Sie gehörte im 17. Jahrhundert Jochem Hoppe, der sie damals als Hopfenmühle nutzte.<ref name="Enders-2008" />

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Jürgen Udolph führt den Ortsnamen auf das slawische Wort „para“ für „Schmutz“ oder „Morast“ zurück.<ref name="Friske 2021" />

Heinrich Sültmann erkennt in den Namen Perz, Pertsse, Pertze, aufgrund der Lage dicht an der Jeetze, die slavischen Silben „po — pü — pe“ für „längs an“ und „veka“, „reice“ für „Bach“, „Fluß“ und übersetzt zu „Am Bach“.<ref name="Sültmann 1931" />

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Peertz gehörte ursprünglich zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1808 lag es im Kanton Klötze, anschließend bis 1813 zum Kanton Jübar auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es ab 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurde Peertz in die Gemeinde Bandau eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Nach Eingemeindung der Gemeinde Bandau in die Gemeinde Beetzendorf am 1. Januar 2009 wurde der Peertz ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 092
1774 129
1789 106
1798 112
1801 112
1818 125
1840 153
Jahr Einwohner
1864 154
1871 153
1885 167
1892 [00]157<ref name="Zahn-1928" />
1895 209
1900 [00]158<ref name="Zahn-1928" />
1905 225
Jahr Einwohner
1910 [00]162<ref name="Zahn-1928" />
1925 164
1933 160
1939 148
1946 269
2015 085
2018 [00]075<ref name="EW-2018" />
Jahr Einwohner
2020 [00]74<ref name="EW-2021" />
2021 [00]73<ref name="EW-2021" />
2022 [00]75<ref name="EW-2022" />
2023 [0]77<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946<ref name="HOB-12" />

Religion[Bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Peertz, die früher zur Pfarrei Jeeben gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Beetzendorf im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="Enders-2008">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830515043 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Friske 2021">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783867323796 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Antiqua marchia. Equitatura terre Soltowedel foris Portam Buchornighe. Pertz, S. 408, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.uni-potsdam.de (Memento vom 26. April 2019 im Internet Archive).</ref>

<ref name="LPG">Geschichte der Landwirtschaftsprodukte eG Bandau. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2016; abgerufen am 27. Januar 2018.</ref>

<ref name="MTB-1751">Messtischblatt 1751: Klötze. Reichsamt für Landesaufnahme, 1902, abgerufen am 27. Januar 2018.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Beetzendorf. In: ekmd.de. Abgerufen am 13. Mai 2023.</ref>

<ref name="Riedel-5">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Sültmann 1931">Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Salzwedel (= Wochenblatt-Schriften. Folge IX.). 1931, DNB 362852693, S. 22.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="Zahn-Wüstungen">Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 7, 120–121, 485, 365.</ref> </references>

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