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Leif-Erik Holm

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Datei:2024-05-28-Leif-Erik Holm-Hart aber fair-5368.jpg
Leif-Erik Holm (2024)

Leif-Erik Holm (* 1. August 1970 in Schwerin) ist ein deutscher Politiker (AfD) und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist seit 2013 mit einer Unterbrechung im Jahr 2014 einer der Co-Landesvorstandssprecher der AfD Mecklenburg-Vorpommern, war von September 2016 bis Oktober 2017 als Fraktionsvorsitzender Oppositionsführer im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und von 2017 bis 2023 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion. Holm war vor seiner politischen Karriere als Radiomoderator tätig.

Leben[Bearbeiten]

Leif-Erik Holm stammt aus Klein Trebbow.<ref name="zeit-2016-09-01">Mecklenburg-Vorpommern: Der nette Leif-Erik von der AfD. In: zeit.de. 1. September 2016, abgerufen am 3. September 2016.</ref> Sein Vater war Elektrolehrmeister und seine Mutter Kinderkrankenschwester. Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule in Lübstorf absolvierte er beim volkseigenen Bau- und Montagekombinat Industrie- und Hafenbau Stralsund eine Lehre zum Elektromonteur und war auch als solcher tätig. Im Anschluss leistete er Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee. Er legte das Fachabitur an der Technischen Hochschule Wismar ab und studierte Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Studium schloss er mit einem Master of Science in Ökonomie ab.

Bereits in seiner Studentenzeit arbeitete er als Radiomoderator und Diskjockey.<ref name="faz" /> Seine Karriere als Moderator begann Holm bei Radio MV beim Norddeutschen Rundfunk. Er moderierte ab 1993 bei Antenne MV<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mitarbeitersteckbrief bei Antenne MV (Memento vom 7. Dezember 1998 im Internet Archive)</ref> und wechselte dann zu Hit Radio FFH in Frankfurt am Main (1999–2006) und als freier Mitarbeiter erneut zu Antenne MV (2006–2013).<ref>Armin Fuhrer: AfD-Spitzenmann Leif-Erik Holm: Die Mär vom selbsternannten Opfer aus dem Nordosten. kressNews, 15. September 2016, abgerufen am 15. September 2016.</ref>

Holm ist verheiratet und hat vier Kinder.

Politik[Bearbeiten]

Alternative für Deutschland (AfD)[Bearbeiten]

Leif-Erik Holm trat im Frühjahr 2013 in die Partei Alternative für Deutschland ein und wurde ein knappes Jahr später zum Landesvorsitzenden des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Er war Spitzenkandidat seiner Partei für Mecklenburg-Vorpommern bei der Bundestagswahl 2013,<ref>Uwe Reißenweber: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wie Herr Holm neue Politik machen will. (Memento vom 15. August 2016 im Internet Archive) Nordkurier, 16. September 2013.</ref> bei der die Partei im Land 48.885 Stimmen und damit 5,6 Prozent der Zweitstimmen erhielt.<ref>www.bundeswahlleiter.de Bundestagswahl 2013, abgerufen am 27. Februar 2017.</ref> Danach war er im Berliner Büro der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch als Büroleiter tätig.<ref name="FAZ">Wo wohnen Leif-Erik Holms Nachbarn? faz.net, 29. September 2016, abgerufen am 27. Februar 2017.</ref> Er schied Anfang 2014 aus dem Landesvorstand aus und wurde im November 2014 zusammen mit Matthias Manthei erneut an die Spitze des AfD-Landesverbandes gewählt.<ref>AfD-Parteitag: „Warum haben Sie keine Kinder?“ In: NDR.de. 29. November 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Juni 2016; abgerufen am 27. Oktober 2020.</ref>

Mitglied des Landtags Mecklenburg-Vorpommern (Oktober 2016 bis November 2017)[Bearbeiten]

Leif-Erik Holm war vom 4. Oktober 2016 bis 30. November 2017 Mitglied des Landtags Mecklenburg-Vorpommern.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.www.landtag-mv.de (Memento vom 2. März 2021 im Internet Archive), „Leif-Erik Holm, AfD“, abgerufen am 16. März 2021</ref>

Zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016 trat er als Spitzenkandidat der AfD an.<ref name="faz">Wie die AfD zur stärksten Kraft in Schwerin werden will. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2016.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sonderbeilage: Wahl-Magazin in Mecklenburg-Vorpommern. (Memento vom 15. August 2016 im Internet Archive) In: Schweriner Volkszeitung.</ref> Seine Kandidatur als Direktkandidat im Landtagswahlkreis Nordwestmecklenburg II war erfolglos.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Unser Spitzenkandidat – Wahlkreis 28 – Nordwestmecklenburg II – Leif-Erik Holm (Memento vom 15. September 2016 im Internet Archive) Auf afd-mv.de, abgerufen am 9. September 2016</ref> Er zog über die Landesliste in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ein.<ref>Wahl zum Landtag von Mecklenburg-Vorpommern am 4. September 2016 (Vorläufiges Ergebnis): Gewählte Wahlkreisbewerber (Erststimmen)</ref>

Gegen die Wahl Holms wurden fünf Einsprüche bei der Landeswahlleiterin eingereicht, wobei Holm vorgeworfen wurde, seinen Hauptwohnsitz nicht wie gefordert mindestens drei Monate vor der Wahl nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt zu haben.<ref>Verstieß AfD-Chef gegen Landeswahlrecht? svz.de, 29. September 2016, abgerufen am 27. Februar 2017</ref><ref name="FAZ" /> Die Ostsee-Zeitung berichtete dazu im November 2017, das Innenministerium sei nach einer Anhörung der Meldebehörde des Amtes Lützow-Lübstorf zum Ergebnis gekommen, dass Holm „in dem für die Landtagswahl maßgeblichen Zeitraum seine alleinige Wohnung in Mecklenburg-Vorpommern“ gehabt habe.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der sparsame Herr Holm – Der AfD-Politiker hat in seiner Wohnung vor der Landtagswahl kaum Strom verbraucht. Zweifel an seiner Wählbarkeit bleiben. (Memento vom 26. November 2017 im Internet Archive) Ostsee-Zeitung, 23. November 2017, abgerufen am 25. November 2017.</ref> Der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns wies im Anschluss die Wahleinsprüche in diesem Zusammenhang einstimmig zurück.<ref>Plenarprotokoll 7/31. In: landtag-mv.de. 14. März 2018, abgerufen am 13. Februar 2020.</ref>

Nach seiner Wahl in den Bundestag war Holm bis Ende November 2017 noch Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern und übte somit einen Monat lang ein Doppelmandat aus. Er wollte die Sondierungsgespräche der regierungsbildenden Parteien abwarten, bevor er sein Landtagsmandat abgab.<ref>Stefan Ludmann: AfD – Holm und Komning bleiben vorerst im Landtag. In: NDR.de. 19. Oktober 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. November 2017; abgerufen am 27. Oktober 2020.</ref><ref>Iris Leithold: AfD-Politiker : Holm und Komning legen ihre Landtagsmandate nieder. Schweriner Volkszeitung, 27. November 2017, abgerufen am 28. November 2017.</ref>

Mitglied des Deutschen Bundestags (seit September 2017)[Bearbeiten]

Holm ist seit September 2017 Abgeordneter im Bundestag.<ref>www.bundestag.de, abgerufen am 16. März 2021</ref>

Zunächst hatte der damalige Landtagsabgeordnete Holm Ende Dezember 2016 in einem NDR-Radiointerview gesagt, dass er nicht für den Bundestag kandidieren wolle.<ref>Stefan Ludmann: AfD-Chef Holm zieht es in die Bundespolitik. In: NDR.de. 11. Januar 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. November 2017; abgerufen am 27. Oktober 2020.</ref> Im Januar 2017 erklärte Holm, er wolle nun doch für den Bundestag kandidieren.<ref>Leif-Erik Holm: „Merkel aus MV vertreiben“. svz.de, 11. Januar 2017, abgerufen am 27. Februar 2017.</ref> Am 25. Februar 2017 wurde er auf einem Landesparteitag in Sparow auf den Listenplatz 1 der AfD Mecklenburg-Vorpommern für die Bundestagswahl 2017 gewählt. Holm erreichte im Bundestagswahlkreis Vorpommern-Rügen – Vorpommern-Greifswald I 19,2 Prozent der Erststimmen; die Direktwahl gewann Angela Merkel (CDU) mit 44,0 Prozent der Erststimmen.<ref>www.bundeswahlleiter.de, abgerufen am 1. Oktober 2017</ref> Holm zog über die Landesliste der AfD, die in Mecklenburg-Vorpommern 18,6 Prozent der Zweitstimmen erhielt,<ref>www.bundeswahlleiter.de, abgerufen am 1. Oktober 2017</ref> in den Bundestag ein. Am 5. Oktober 2017 wurde er zu einem der fünf stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion gewählt.<ref>Simon Voigt: Leif-Erik Holm neuer Vize-Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion. Nordkurier, 5. Oktober 2017, abgerufen am 28. November 2017.</ref>

Außerdem war Holm ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.<ref>Deutscher Bundestag – Biografien. Abgerufen am 7. Juli 2020.</ref>

Holm stellte zu Beginn der Legislaturperiode laut Recherchen von Zeit Online Henning Hoffgaard als Büroleiter ein. Hoffgaard war zuvor Fraktionssprecher im Landtag für die AfD Mecklenburg-Vorpommern und Redakteur bei der Wochenzeitung Junge Freiheit.<ref>Kai Biermann, Astrid Geisler, Johannes Radke, Tilman Steffen: AfD-Abgeordnete beschäftigen Rechtsextreme und Verfassungsfeinde. In: Zeit online, 21. März 2018.</ref>

Holm wurde im Februar 2021 von seinem AfD-Kreisverband Vorpommern-Rügen mit 51 zu 49 Stimmen<ref>www.ndr.de, „AfD streitet um ihren Vorsitzenden Holm“, 22. Februar 2021, abgerufen am 16. März 2021</ref> als Kandidat für die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag im Jahr 2021 aufgestellt.<ref>www.ostsee-zeitung.de, „Es ging um 30 Euro: Holm gewinnt Machtkampf in Vorpommern-Rügens AfD“, 4. März 2021, abgerufen am 16. März 2021</ref> Bei einem Parteitag der AfD Mecklenburg-Vorpommern am 15. Mai 2021 in Kemnitz (bei Greifswald) wurde Holm von den etwas mehr als 270 Stimmberechtigten mit 188 Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2021 gewählt.<ref>www.ndr.de, abgerufen am 17. Mai 2021</ref> Holm zog wieder über die Landesliste in den Bundestag ein. Bei der Neuwahl des Fraktionsvorstands zur Mitte der Legislaturperiode unterlag Holm am 10. Oktober 2023 bei der Wahl zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Stefan Keuter.<ref>Leif-Erik Holm verliert Vize-Posten in AfD-Bundestagsfraktion. NDR, abgerufen am 7. November 2023.</ref>

Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte Holm erstmals im Bundestagswahlkreis Schwerin – Ludwigslust-Parchim I – Nordwestmecklenburg I<ref>AfD nominiert Leif-Erik Holm als Direktkandidaten. In: schwerin-lokal.de. 21. Oktober 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024.</ref> und errang mit 35,9 Prozent der Stimmen das Direktmandat gegen den Zweitplatzierten Dietrich Monstadt (CDU, 20,9 Prozent der Erststimmen) und der Drittplatzierten Reem Alabali-Radovan (SPD, 20,1 Prozent der Erststimmen).<ref>Bundestagswahl am 23. Februar 2025 in Mecklenburg-Vorpommern, Wahlkreis Schwerin – Ludwigslust-Parchim I – Nordwestmecklenburg I</ref>

Im 21. Deutschen Bundestag ist er Mitglied in folgenden Gremien: Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss.<ref>Deutscher Bundestag – Leif-Erik Holm. Abgerufen am 5. Juni 2026.</ref>

Oberbürgermeisterwahl Schwerin 2023[Bearbeiten]

Holm kandidierte 2023 bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Schwerin. Im ersten Wahldurchgang am 4. Juni erhielt er 27,4 Prozent, in der Stichwahl am 18. Juni 2023 dann 32,2 Prozent der Stimmen und unterlag gegen den Amtsinhaber Rico Badenschier (SPD).<ref>Schweriner SPD-Oberbürgermeister verteidigt Amt gegen AfD-Kandidaten, Beitrag auf spiegel.de vom 18. Juni 2023.</ref>

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026[Bearbeiten]

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 wurde Holm von seiner Partei nicht mit einem Listenplatz bedacht, aber als "Ministerpräsidentenkandidat" beworben. Er trat in seinem Schweriner Wahlkreis als Direktkandidat an und verlor dort gegen Manuela Schwesig (SPD). Holm verfehlte somit den Einzug in den Landtag. Er hatte bereits vorab angekündigt, in diesem Fall sein Bundestagsmandat behalten zu wollen.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Leif-Erik Holm – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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