Zum Inhalt springen

Leontica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Leontica
Datei:GW-TI-Leontica.png
Wappen von Leontica
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Acquarossa
Gemeinde: Acquarossai2
Postleitzahl: 6716
frühere BFS-Nr.: 5038
Koordinaten: 714122 / 145793Koordinaten: 46° 27′ 14″ N, 8° 55′ 27″ O; CH1903: 714122 / 145793
 {{#coordinates:46,45375|8,92409|primary
dim=5000 globe= name= region=CH-TI type=city
  }}
Höhe: 874 m ü. M.
Höhenbereich: 517–2415 m ü. M.
Fläche: 7,37 km²
Einwohner: 303 (2003)
Einwohnerdichte: 41 Einw. pro km²
Website: www.acquarossa.ch
Datei:Leontica air.jpg
Leontica
Leontica
Karte
Leontica (Schweiz)
Leontica (Schweiz)
w{w

Leontica (lombardisch Lontia Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[ˈlontja, ˈlontia]<ref name="lsg" />) ist eine Ortschaft in der 2004 gebildeten politischen Gemeinde Acquarossa im Schweizer Kanton Tessin. Zuvor bildete sie eine eigenständige Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf Leontica liegt im mittleren Bleniotal auf einer Höhe von 876 m ü. M. Die ehemalige Gemeinde erstreckte sich vom Fluss Brenno bis zu den Abhängen des Nara (2330 m ü. M.) und umfasste neben dem Dorf Leontica auch den wenig über dem Talgrund liegenden Weiler Comprovasco.<ref name="HLS" />

Comprovasco ist Sitz des Bezirksgerichts, der Scuola media (Gesamtschule für 12- bis 14-Jährige) und des Primarschulverbunds.<ref name="HLS" />

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wird urkundlich erstmals 1204 als Levontega erwähnt. Im Namen steckt der Volksname der Lepontier.<ref name="lsg" /> Es bildete damals eine eigene Nachbarschaft (vicinìa), die zur fagìa Malvaglia oder de subtus gehörte.

Datei:ETH-BIB-Valle di Blenio, Acquarossa, Blick nach Nordnordwesten, Cima di Camadra-LBS H1-016313.tif
Luftbild von Werner Friedli (1954)
Datei:Karte Gemeinde Leontica 2003.png
Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004

Die bereits im selben Jahr erwähnte Pfarrkirche San Giovanni Battista fiel 1762 teilweise einem Brand zum Opfer und wurde 1778 bis 1784 – mit Ausnahme des romanischen Glockenturms, der 1925 erneuert wurde – neu aufgebaut. Neuere Grabungen lassen auf Vorgängerbauten aus dem Frühmittelalter schliessen. Die Kapelle San Vincenzo in Comprovasco stammt aus dem Jahr 1867.<ref name="HLS" />

In der Mediationsakte bestimmte Napoleon I., dass das Tessin von einem Untertanengebiet der Eidgenossenschaft zu einem Kanton werden musste. Aus Dankbarkeit zogen Männer aus dem Bleniotal mit ihm in die Napoleonischen Kriege.<ref>Dominic Iten: Die Linke in der Schweiz: Eine Einführung. Nachwort von Franco Cavalli (= Reihe «mandelbaum kritik & utopie»). Mandelbaum Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-99136-522-8, S. 135.</ref> Mit dem jährlichen Aufmarsch der Milizia storica napoleonica gedenken die Nachkommen der Überlebenden bis heute der Toten.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts machten sich Binnen- und Auswanderung bemerkbar. Nach einer ersten Phase der touristischen Entwicklung, die nach der Eröffnung (1968) der Skilifte an den Hängen des Nara erfolgte und eine Zunahme von Zweitwohnungen (1970 59, 1990 255) bewirkte, wartet die Region auf einen erneuten touristischen und wirtschaftlichen Aufschwung.<ref name="HLS" />

Am 4. April 2004 schlossen sich die zuvor selbständigen Gemeinden Castro, Corzoneso, Dongio, Largario, Leontica, Lottigna, Marolta, Ponto Valentino und Prugiasco zur neu gebildeten Gemeinde Acquarossa zusammen. Leontica bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Leontica, Eigentümer. In: www4.ti.ch/fileadmin/DI/DI_DI/SEL/Patriziati, abgerufen am 22. Juli 2024 (mit Mappe).</ref><ref>Patriziato di Leontica (mit Fotos) (italienisch) auf patriziatoleontica.ch</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Vorlage:ChartDirektEW

Verkehr[Bearbeiten]

Leontica liegt an der Strasse Corzoneso–Acquarossa, die in Corzoneso und Acquarossa von der Lukmanierpassstrasse abzweigt. Im öffentlichen Verkehr wird Leontica von der Buslinie 62.133 Acquarossa–Leontica der Autolinee Bleniesi erschlossen.<ref>Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

  • Pfarrkirche San Giovanni Battista, erstmals im Jahr 1204 erwähnt, renoviert 1778–1784 unter der Leitung von Tommaso Colonetti; Kirchturm von Riccardo Gianella (1925). Im Innern ein Hochaltar (1780) von Carlo Andrea Galetti aus San Fedele Intelvi und die drei Fresken Battesimo di Cristo, Madonna Assunta und San Giovanni Evangelista des Malers Lorenzo Peretti aus Buttogno.<ref>Lorenzo Peretti. In: www4.ti.ch/decs/dcsu</ref> In der Rosenkranzkapelle befindet sich eine Holzstatue der Madonna mit Kind (1523), in der zweiten Kapelle von links ein Holztabernakel des 17. Jahrhunderts.<ref>Galettis Hochaltar (Foto)</ref><ref name="Martinoli" />
  • ehemaliges Kurhotel Terme mit Thermalbad, erbaut 1887 von Giuseppe Martinoli
  • Schalenstein auf dem Monte Foppa (1562 m ü. M.)<ref>Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, S. 35.</ref>

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • Unterhalb des Pizzo Molare liegt die Piandios-Hütte, in der Bergwanderer übernachten können<ref>Piandios Hütte auf capanneti.ch/</ref>
  • Das mit einer Sesselbahn zu erreichende Skigebiet Leontica-Nara umfasst 30 Pistenkilometer und bietet auch eine Schlittelpiste<ref>Skigebiet Leontica-Nara auf bergfex.ch</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Leontica – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive> <ref name="HLS">Sonia Fiorini: Lottigna. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> <ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 524.</ref> <ref name="Martinoli">Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von det Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 93–95.</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein