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Prugiasco

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Prugiasco
Datei:GW-TI-Prugiasco.png
Wappen von Prugiasco
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Acquarossa
Gemeinde: Acquarossai2
Postleitzahl: 6723
frühere BFS-Nr.: 5045
Koordinaten: 714706 / 146585Koordinaten: 46° 27′ 39″ N, 8° 55′ 55″ O; CH1903: 714706 / 146585
 {{#coordinates:46,46078|8,93189|primary
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  }}
Höhe: 614 m ü. M.
Höhenbereich: 538–2298 m ü. M.
Fläche: 6,00 km²
Einwohner: 156 (2003)
Einwohnerdichte: 26 Einw. pro km²
Website: www.acquarossa.ch
Karte
Prugiasco (Schweiz)
Prugiasco (Schweiz)
w{ww

Prugiasco (lombardisch Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[pruˈsask pruˈɕaʃk]<ref name="lsg" />) ist eine Ortschaft in der 2004 gebildeten politischen Gemeinde Acquarossa im Schweizer Kanton Tessin. Zuvor bildete sie eine eigenständige Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt auf 614 m ü. M. im mittleren Bleniotal, am rechten Ufer des Flusses Brenno und am Südostfuss des Pizzo Molare; 16 Kilometer nördlich von Biasca.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Kirche Negrentino Ansicht2.jpg
Romanische Kirche San Carlo di Negrentino
Datei:Kirche Negrentino Apsis2.jpg
Innenansicht der Kirche San Carlo
Datei:Karte Gemeinde Prugiasco 2003.png
Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004
Datei:ETH-BIB-Valle di Blenio, Acquarossa, Blick nach Nordnordwesten, Cima di Camadra-LBS H1-016313.tif
Luftbild (1954)

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1209 als Puliçasco, dann 1409 als Pruxiascho. Im Namen steckt womöglich ein lateinischer oder eher keltischer Personenname, derjenige des einstigen Besitzers der Gegend.<ref name="lsg" />

Obwohl geografisch Teil des Bleniotals, gehörte Prugiasco vom Mittelalter bis 1803 als Degagna der Nachbarschaft Chiggiogna zur Leventina.<ref name="HLS" /> Als die Leventina 1440–1441 vom Herzog von Mailand an Uri verpfändet und 1478 endgültig abgetreten wurde, gelangte Prugiasco ebenfalls an Uri. 1798 kam es zum neu gebildeten Kanton Bellinzona, 1803 zum neuen Kanton Tessin.

Der Auskauf der Rechte von der Kirche San Pietro in Biasca erfolgte 1655. Die 1224 erwähnte Kirche Sant'Ambrogio vecchio in Negrentino, heute San Carlo, ist eines der bedeutendsten Beispiele romanisch-lombardischer Architektur in der Schweiz. Sie war wahrscheinlich ab dem 14. Jahrhundert Pfarrkirche, wurde aber im 18. Jahrhundert von Sant'Ambrogio in Prugiasco abgelöst.<ref name="HLS" />

Im Gebiet des Monte Nara entstanden in den 1970er Jahren Ferienwohnungen. Über ein Drittel der Arbeitsplätze in Prugiasco stammte 2000 aus dem ersten und ein Fünftel aus dem zweiten Sektor; zwei Drittel der Erwerbstätigen waren Wegpendler.<ref name="HLS" />

Am 4. April 2004 fusionierte Prugiasco zusammen mit Castro, Corzoneso, Dongio, Largario, Leontica, Lottigna, Marolta und Ponto Valentino zur neuen Gemeinde Acquarossa. Prugiasco bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Prugiasco (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Vorlage:ChartDirektEW

Verkehr[Bearbeiten]

Prugiasco liegt an der Strasse Acquarossa–Ponto Valentino–Aquila, die in Acquarossa und Aquila von der Lukmanierpassstrasse abzweigt. Im öffentlichen Verkehr wird Prugiasco von der Buslinie 62.134 Acquarossa–Ponto Valentino der Autolinee Bleniesi erschlossen.<ref>Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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  • Pfarrkirche Sant’Ambrogio<ref name="Martinoli">Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 100–102.</ref>
  • Kirche Sant’Ambrogio Vecchio, heute Kirche San Carlo di Negrentino, im Ortsteil Negrentino mit Fresken unter anderen des Malers Antonio da Tradate (um 1500)<ref>Kirche Sant’Ambrogio vecchio in portal.dnb.de (abgerufen am: 5. Mai 2016.)</ref><ref name="Martinoli" />
  • spätmittelalterliches Martirologium (1541) im Archiv der Pfarrei<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Il Martirologio di Prugiasco del 1541 (Memento vom 27. August 2018 im Internet Archive) auf salvioni.ch/tishop (abgerufen am: 27. August 2018.)</ref>

Dokumentarfilme[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Giacomo de Prugiasco (* um 1430 in Prugiasco; † nach 1495 in Mailand?), Koch, geheimer Rat des Herzogs von Mailand, Podestà von Blenio<ref>Celestino Trezzini: Giacomo de Prugiasco. In Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 8, Supplement, S. 73 (PDF Digitalisat), abgerufen am 9. Oktober 2017</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Prugiasco – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive>

<ref name="HLS">Vanessa Giannò: Prugiasco. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref>
<ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 721 f.</ref>

</references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein