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Marolta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marolta
Datei:GW-TI-Marolta.png
Wappen von Marolta
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Acquarossa
Gemeinde: Acquarossai2
Postleitzahl: 6723
frühere BFS-Nr.: 5042
Koordinaten: 713765 / 148554Koordinaten: 46° 28′ 43″ N, 8° 55′ 12″ O; CH1903: 713765 / 148554
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Höhe: 793 m ü. M.
Höhenbereich: 671–2581 m ü. M.
Fläche: 2,83 km²
Einwohner: 42 (2003)
Einwohnerdichte: 15 Einw. pro km²
Website: www.acquarossa.ch
Datei:Marolta1.jpg
Karte
Marolta (Schweiz)
Marolta (Schweiz)
w{w

Marolta (lombardisch ebenso<ref name="lsg" />) ist eine Ortschaft in der 2004 gebildeten politischen Gemeinde Acquarossa im Schweizer Kanton Tessin. Zuvor bildete sie eine eigenständige Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt im mittleren Bleniotal auf 793 m ü. M., am Osthang des Pizzo Molare, 18 Kilometer nördlich von Biasca. Die Gemeinde umfasste das gleichnamige Dorf auf einer Terrasse am rechten Hang des mittleren Bleniotals sowie einen Teil der Siedlung Traversa.<ref name="HLS" />

Geschichte[Bearbeiten]

Marolta findet sich erstmals im Jahre 1205 als Malouta urkundlich erwähnt. Die Herkunft des Namens ist unsicher.<ref name="lsg" />

Datei:Marolta - 1 von 5.jpg
Casa dei Pagani von Westen
Datei:Karte Gemeinde Marolta 2003.png
Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004

Im Mittelalter gehörte es mit Castro und Ponto Valentino zur Nachbarschaft (vicinia) und zum Abgabebezirk (rodaria) Consiglio. Die Abtei San Pietro in Ciel d’Oro von Pavia hatte dort zu Ende des 12. Jahrhunderts Grundbesitz. Oberhalb des Dorfes liegen die Reste einer Casa dei Pagani<ref>Casa dei Pagani</ref>, einer Höhlenburg aus dem 9.–11. Jahrhundert, die als Wacht-, Signalhaus (Hochwacht) oder Fluchtburg gedient haben könnte.

Im 16. Jahrhundert wurde Marolta eidgenössisch. Die Gemeingüter der alten Nachbarschaft wurden 1895 aufgeteilt; seit 1897 bildet Marolta eine selbständige Ortsbürgergemeinde. Nach der Abtrennung von Castro 1909 wurde Marolta eine selbstständige Pfarrei. Die 1402 den Heiligen Bartholomäus und Gotthard geweihte Kirche erfuhr 1674 eine Neugestaltung.<ref name="HLS" />

Die Emigration vieler Einwohner in europäische Länder und die übrige Schweiz, wo sie sich als Kastanienröster, Kellner oder Hausangestellte verdingten, brachte Marolta zwar Einkünfte, sorgte aber gleichzeitig ab Beginn des 19. Jahrhunderts für eine konstante Bevölkerungsabnahme. In den letzten Jahrzehnten nahm die Zahl der Zweitwohnungen zu. Die Güterzusammenlegung wurde 1945 eingeleitet, 1946 folgte die Eröffnung einer Fahrstrasse. 2000 stellte die Landwirtschaft noch ein Drittel der Arbeitsplätze in Marolta.<ref name="HLS" />

Am 4. April 2004 fusionierte die damalige Gemeinde mit Castro, Corzoneso, Dongio, Largario, Leontica, Lottigna, Ponto Valentino und Prugiasco zur neuen Gemeinde Acquarossa. Marolta bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Marolta (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Vorlage:ChartDirektEW

Verkehr[Bearbeiten]

Marolta ist über die 1,4 Kilometer lange Via Giuseppe Martinoli mit Traversa Welt-Icon

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  }} an der Strasse Acquarossa–Ponto Valentino–Aquila verbunden.

In Traversa befindet sich eine Haltestelle der Buslinie 62.134 Acquarossa–Ponto Valentino der Autolinee Bleniesi.<ref>Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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Datei:Marolta Casa Romagnolo.jpg
Casa Romagnolo, erbaut von Hauptmann Francesco Romagnolo
  • Pfarrkirche Santi Bartolomeo e Gottardo 1402 erstmals erwähnt<ref name="Martinoli">Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 103.</ref>
  • Oratorium Santa Maria Assunta im Ortsteil Traversa, 1663<ref name="Martinoli" />
  • Casa Romagnolo (18. Jahrhundert)<ref name="Martinoli" /> Die Casa Romagnolo wurde zwischen 1683 und 1688 von Hauptmann Francesco Romagnolo, Richter des Kreises Castro, erbaut. Vermutlich wurden die Freskes auf der Ost-, West- und teilweise der Hauptfassade 1745 (Datum auf den Kaminen) von Carlo Biucchi gemalt. Der lustige Charakter der Brüder Biucchi aus Castro zeigt sich in den beiden Figuren. Der Nackte sagt: «Ich habe immer gekämpft und immer gewonnen, schaut wie ich gemalt bin.» Der andere, wie ein reicher Ritter gekleidete Mann, sagt: «Ich habe immer gekämpft und immer verloren, schaut wie ich verschieden bin.»
  • Casa Vescovi<ref name="Martinoli" />
  • Schalenstein im Ortsteil Migiodico (1167 m ü. M.)<ref>Franco Binda: Il mistero delle incisioni. Armando Dadò editore, Locarno 2013, S. 36.</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Datei:Strassenschild Martinoli.jpg
Strassenschild in Marolta

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Marolta – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive>

<ref name="HLS">Sonia Fiorini: Marolta. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref>
<ref name="lsg">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 571 f.</ref>

</references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende