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AEC Armoured Car

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AEC Armoured Car

AEC Mk I

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 3 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze)
Länge 5,18 m
Breite 2,7 m
Höhe 2,55 m
Masse 11 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 16–65 mm
Hauptbewaffnung Ordnance QF 2-Pfünder
Sekundärbewaffnung koaxiales 7,92-mm-Maschinengewehr Besa
Beweglichkeit
Antrieb 6-Zylinder-Diesel AEC
105 PS
Federung Drehstabfeder
Geschwindigkeit 58 km/h
Leistung/Gewicht 9,5 PS/Tonne
Reichweite 402 km

Der AEC Armoured Car (englisch Panzerwagen) ist ein britischer Radpanzer der als Spähpanzer im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde und auf der Basis eines Lastwagenfahrgestells entwickelt worden war.

Entwicklung[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Nach dem italienischen Angriff auf Ägypten 1940 waren die britischen Kräfte zunächst in der Defensive, doch dann gelang ihnen ein spektakulärer Vorstoß durch die Kyrenaika. Da Italien kurz davor stand ganz Nordafrika zu verlieren wurde ein deutscher Sperrverband nach Libyen entsendet. Im Wüstenkrieg waren die Vorstöße und Patrouillen mit gepanzerten Spähfahrzeugen ein wichtiger Teil der Kampfhandlungen, um Kenntnisse über die Positionen des Gegners zu gewinnen. Anfänglich waren die britischen Panzerwagen in Nordafrika nur mit leichten und schweren Maschinengewehren bewaffnet, während die italienischen und deutschen Panzerwagen und Panzerspähwagen über 2-cm-Kanonen verfügten. Als erster Behelf wurden erbeutete italienische und deutschen Kanonen in britische Fahrzeuge montiert.

Entwicklung des AEC Armoured Car[Bearbeiten]

Das britische Unternehmen Associated Equipment Company (AEC) mit Firmensitz in Southall war in den 1930er Jahren ein sehr bekannter Hersteller von Lkw- und Omnibus-Fahrgestellen, der mit dem AEC Matador die Fertigung eines Allrad-Artillerieschleppers für mittelschwere Geschütze begonnen hatte. Während zu dieser Zeit beim britischen Hersteller Daimler Motor Company ein Panzerwagen, der Daimler Armoured Car, in Entwicklung war, hatte man sich bei AEC überlegt, dass es bisher keine Arbeit an einem Panzerwagen gab, der sowohl die Bewaffnung, als auch den Panzerschutz eines aktuellen Cruiser Panzers bieten würde.

Die Ingenieure bei AEC entwickelten einen solchen Panzerwagen ohne einen offiziellen Auftrag und präsentierten einen Modell bei der jährlichen Parade der Horse Guards im Zentrum von London im Jahr 1941. Nachdem Winston Churchill den Entwurf dort gesehen hatte, erhielt AEC einen Auftrag über 120 Fahrzeuge des neuen Typs.

Technische Beschreibung[Bearbeiten]

Aufbauend auf dem Fahrgestell des Matador-Lastwagens, änderte AEC die Konfiguration von Motor und Antriebsstrang, um einen möglichst guten Panzerschutz für die ursprünglich 3 Mann Besatzung zu schaffen.

In der ersten Ausführung Mk I kam der Turm des Infantry Tank Mk III Valentine zum Einsatz, der über eine 40-mm-QF 2-pdr Kanone verfügte. Hinzu kam im Turm ein achs-koaxiales einzelnes Besa-Maschinengewehr im Turm und ein Bren Light Machine-Gun in offener Aufhängung für den Kommandanten, um gegnerische Flugzeuge bekämpfen zu können.<ref name="Bishop">Chris Bishop: The Encyclopedia of Weapons of WWII: The Comprehensive Guide to Over 1,500 Weapons Systems, Including Tanks, Small Arms, Warplanes, Artillery, Ships, and Submarines. 2002, MetroBooks, ISBN 978-1-58663-762-0, S. 91.</ref>

Die stärkere Panzerung und Bewaffnung der deutschen Fahrzeuge in Nordafrika führte dazu, dass dort Mk I - Fahrzeuge mit Crusader-Panzertürmen mit 57-mm-QF 6-pdr Panzerkanonen umgebaut wurden.

Nach dieser Erkenntnis wurden bei den Ausführungen Mk II und Mk III nunmehr ein vergrößerter Turm vier Mann Besatzung und einer seriellen 57-mm- oder 75-mm-Bewaffnung verbaut.

Der AEC besaß wahlweise einen Zwei- oder Vierradantrieb sowie eine Lenkung der Vorderräder. Der Turm wurde elektrische geschwenkt, allerdings gab es eine manuelle Richtoption für den Notfall.

Produktion[Bearbeiten]

Von der ersten Ausführung Mk I wurden 129 Stück gefertigt.

Die Gesamtproduktion aller Modelle belief sich auf 629 Stück.

Ausführungen[Bearbeiten]

  • AEC Mk I mit Ordnance QF 2-Pfünder<ref name="Bishop" />
  • AEC Mk II bekam einen 3-Mann-Turm mit einer elektrischen Traverse und eine 6-Pfünder-Kanone (57 mm).<ref name="Bishop" />
  • AEC Mk III trug eine amerikanische 75-mm-Panzerkanone des M3.<ref name="Bishop" />
  • AEC AA als Prototyp eines Anti-Aircraft Fahrzeug mit einer Zwillingskanone 20mm Oerlikon wie im Crusader AA

Einsatz[Bearbeiten]

Negativ waren jedoch sein hohes Profil und seine eckige Erscheinungsform, wodurch er bei Erkundungen nur schwer zu tarnen war. Der AEC sollte die leichteren Daimler Dingos und Humber Armoured Cars unterstützen.

Einige Mk I sind von den alliierten Truppen in Nordafrika Ende 1942 zum Einsatz gebracht worden. Nach Berichten sollen dort einige Fahrzeuge mit dem Turm des Crusader-Panzer ausgerüstet worden sein.

Die Ausführungen Mk II und Mk III kamen in den folgenden Jahren mit britischen und indischen Truppen zum Einsatz. Oft wurden diese gemeinsam mit amerikanischen Staghound Armoured Car an der Front verwendet. Öfter war das Fahrzeug in Italien anzutreffen und gelangte auch als Ausrüstung zu den jugoslawischen Streitkräften.

Bei einigen amerikanischen Einheiten ersetzten die Fahrzeuge die 75-mm-Selbstfahrlafetten amerikanischer Armoured Car Regimenter.

Einige gingen später nach Belgien.

Nachfolger der AEC Armoured Cars waren längere Zeit nach dem Krieg die Alvis Saladin.

In der Libanesischen Armee ist eine Verwendungshistorie bis ins Jahr 1976 dokumentiert. Einige der Gefechtstürme der AEC wurden dort auf Staghound Armoured Cars montiert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3828953859 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Christopher F. Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge von 1916 bis heute, Buch&Zeit Verlagsges. mbH, Köln 1978, S. 38

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: AEC Armoured Car – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Leichte Panzer

Light Tank Mk I • Light Tank Mk II • Light Tank Mk III • Light Tank Mk III • Light Tank Mk V • Light Tank Mk VI • Light Tank Mk VII Tetrarch • Light Tank Mk VIII Harry Hopkins • Vickers Mk E • M3 Stuart (US) • M5 Stuart IV (US) • M22 Locust (US) • M24 Chaffee (US)

Mittlere Panzer

Vickers Medium Mark II • Cruiser Tank Mk I • Cruiser Tank Mk II • Cruiser Tank Mk III • Cruiser Tank Mk IV • Cruiser Tank Mk V Covenanter • Cruiser Tank Mk VI Crusader • Cruiser Mk VII Cavalier • Cruiser Mk VIII Centaur/Cromwell • Cruiser Mk VIII Challenger • Cruiser Tank A34 Comet • Centurion • M3 Lee/Grant (US) • M4 Sherman (US) • Sherman Firefly

Infanterieunterstützungspanzer

Infantry Tank Mk I Matilda • Infantry Tank Mk II Matilda • Infantry Tank Mk III Valentine • Infantry Tank Mk IV Churchill • Infantry Tank (A38) Valiant (P-Typ) • Infantry Tank (A43) Black Prince (P-Typ) • Heavy Tank TOG (P-Typ) • A39 Heavy Assault Tank "Tortoise" (P-Typ)

Gepanzerte Truppentransporter

Carden-Loyd-Tankette • Bren Carrier • Scout Carrier • Universal Carrier • Loyd Carrier • Ram Kangaroo (CAN) • Terrapin Mk I • M3 (US)

Panzerspähwagen

Standard Beaverette • Rolls-Royce Armoured Car • Lanchester 6x4 Armoured Car • Humber LRC • AEC Armoured Car • Coventry Armoured Car • Daimler Dingo • Daimler Armoured Car • Guy Armoured Car • Humber Armoured Car • Marmon-Herrington Armoured Car • Morris CS9 • T18 Boarhound (US)

Panzerjäger und Jagdpanzer

AEC Mk I Deacon • Archer SP 17pdr • Achilles SP 17pdr • M10 Wolverine (US)

Panzerartillerie und Selbstfahrlafetten

Bishop SP 25pdr • Sexton SP 25pdr • Priest SP 105mm (US)

Artillerie-Zugmaschinen

AEC Matador MAT • Albion CX22S • Albion FT15N • CMP FAT • Guy Quad Ant • Morris CDSW • Morris C8 FAT • Scammell Pioneer

Lastkraftwagen

Austin K2 • Austin K5 • Bedford MW • Bedford OY • Bedford QL • CMP Class Trucks • Commer Q2 • Fordson WOT • Guy Ant • Karrier K6 • Leyland Hippo • Leyland Lynx • Leyland Retriever • Mack EH • Mack NM • Morris PU • Morris CS8 • Morris C9 • Thornycroft Nubian • Thornycroft Tartar • DUKW

Schwerlasttransporter

Diamond T Tank Transporter • M19 Tank Transporter • Mack EXBX • Scammell Pioneer Semi-Trailer

mil. PKW / Nutzfahrzeuge / Motorräder

Ford Fordor • Humber Super Snipe 1938 • Humber FWD • James ML • Matchless G3/L • Tilly • Willys MB (US) • Welbike • Royal Enfield WD/RE

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Klappleiste/Anfang Busse (Eindecker): Regal | Reliance | Swift | Merlin

Busse (Doppeldecker): Regent | Routemaster

Lastkraftwagen: Matador | Mammoth

Panzer: Panzerspähwagen | Deacon Vorlage:Klappleiste/Ende