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M10 Wolverine

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M10 Wolverine
Datei:M10 destroyer du 8e RCA, Illhauesern 1.JPG

M10 der französischen 1. Armee als Denkmal in Illhaeusern, Frankreich (2007)

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 5 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze, MG-Schütze)
Länge 6,83 m<ref name="TM 9-2800 S. 72–73" />
Breite 3,05 m
Höhe 2,57 m (Turm Oberseite)
Masse 29,6 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 8–57 mm
Hauptbewaffnung 1 × 76,2-mm-L52-Kanone M7
Sekundärbewaffnung 1 × cal .50-Fla-MG Browning M2
Beweglichkeit
Antrieb Varianten
Federung Vertikalkegelfederung
Geschwindigkeit 51 km/h
Leistung/Gewicht 9,3 kW/t

Die 3-inch Gun Motor Carriage, M10,<ref>so die offizielle Bezeichnung der US Army</ref> auch M10 Wolverine<ref>(dt. „Vielfraß“)</ref> genannt, ist der erste Panzerjäger der US-amerikanischen Streitkräfte, der im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde und zum Einsatz kam. Darüber hinaus wurde er in einigen anderen Armeen verwendet. Gefertigt wurden die Modelle M10 und M10A1.

Amerikanische Doktrin[Bearbeiten]

Die "U.S. Combined Arms Doctrine" zu Beginn des Zweiten Weltkriegs sah vor, dass Panzer dafür entworfen würden, die gegnerischen Linien zu durchbrechen und ins Hinterland vorzustoßen. Unabhängige Panzer-Bataillone würden die Infanterie dabei unterstützen, befestigte Stellungen des Gegners zu zerstören. Panzerdivisionen würden dann den Durchbruch ausnutzen und einen empfindlichen Vorstoß in die Tiefe des gegnerischen rückwärtigen Raums vornehmen. Amerikanische Kampfpanzer sollten zwar in der Lage sein, gegnerische Panzer zu bekämpfen, auf die sie während des Vorstoß trafen, aber konzentrierte gegnerische Panzertruppen sollten durch eine neue Truppengattung, die "Tank Destroyer Force", die 1941 aufgestellt worden war, bekämpft werden.

Die "Tank Destroyer Force" war eine neue Truppengattung, die als Reaktion auf die deutsche "Blitzkrieg"-Taktik der ersten Kriegsjahre gebildet wurde. Statt sich auf ein "schmales Band" mit Panzerabwehrkanonen zu verlassen, das bei einem konzentrierten Angriff überrannt werden würde, sollten die "Tank Destroyer Force"-Einheiten, als Reserve hinter der Hauptkampflinie unter der Führung eines Korps oder einer Armee stehend, schnell an eine von einem Durchbruch bedrohte Stelle geschickt werden.

Die Einheiten sollten aggressiv manövrieren und aus dem Hinterhalt gegnerische Panzer zerstören, wobei allerdings die Jagd und Vorstöße ausdrücklich verboten waren. Hieraus folgte die Anforderung, dass die Fahrzeuge sehr schnell und gut bewaffnet sein sollten. Obwohl die Fahrzeuge über einen Drehturm verfügten, anders als die meisten Jagdpanzer damaliger Zeit, kombinierten die amerikanischen Fahrzeuge eine stärkere Bewaffnung mit einer leichten Turmkonstruktion, um im besseren Motorisierungs-Gewicht-Verhältnis eine bessere Mobilität zu erhalten als ein üblicher Kampfpanzer. Die Idee war, Geschwindigkeit und Beweglichkeit anstelle starker Panzerung in der Defensive zu nutzen, und Panzer mit leistungsstarken Selbstfahrlafetten zu bekämpfen, genauer gesagt, mit hoher Geschwindigkeit vor dem Feind getarnte und geschützte Feuerstellungen in der Flanke des gegnerischen Vorstoß zu beziehen und dann das Feuer zu eröffnen. Sollte man nicht in der Lage sein, die gegnerischen Kräfte zu zerstören oder sie zum Rückzug zu zwingen, würde die hohe Beweglichkeit dazu genutzt, gegnerischem Beschuss auszuweichen und im Idealfall eine neue Hinterhaltstellung beziehen zu können. Das Duell mit gegnerischen Panzern galt es möglichst zu vermeiden.

Entwicklung[Bearbeiten]

Ende der 1930er-Jahre forderte das US-Militär einen Panzerjäger (Tank Destroyer) zur Formierung einer Panzerjägertruppe. Erst 1942 jedoch begannen die Arbeiten an dem Fahrzeug, für das man zunächst das Fahrgestell des Kampfpanzers M4A2 verwendete und das die Bezeichnung T35 erhielt. Man übernahm dafür den für den Kampfpanzer T1 vorgesehenen gegossenen Turm. Das Ergebnis befriedigte noch nicht gänzlich, sodass Änderungen notwendig wurden. Das Fahrzeug erhielt nunmehr einen leichteren, nach oben offenen Turm, die Wanne wurde umgebaut und mit abgeschrägten Flächen kampfwertgesteigert. Letzteres wurde dadurch erreicht, dass über der Kette eine ausspringende Schräge geschaffen wurde, die nach einem Knick in eine nach innen verlaufende Schräge überging. Diese reichte bis zur Wannenoberkante und entsprach in etwa der Schräge der Turmseitenwand.<ref>dadurch erhöhte sich die Fahrzeugbreite</ref> Das Verhältnis zwischen ausspringender und einspringender Fläche betrug etwa 1:4. Das nunmehrige Fahrzeug wurde T35E1 genannt und im Juni 1942 als M10 die Serienfertigung aufgenommen.

Produktion[Bearbeiten]

Zwischen September 1942 und Dezember 1943 wurden 4.993 M10 und 1.441 M10 A1 hergestellt, etwa 1.100 Fahrzeuge beider Typen wurden in Großbritannien zum Achilles umgebaut.

Technik[Bearbeiten]

Datei:Chrysler multibank.jpg
„Multibank“-Reihensternmotor mit 30 Zylindern

Der M10A1 entstand als Folgemodell des M10; die Unterschiede waren jedoch nur von hinten sichtbar (Auspuff- und Kühleranordnung), da sich mit der Verwendung des M4A3-Fahrgestells nur die Motorisierung änderte. Die Fahrzeuge wurden mit unterschiedlichen Motoren ausgerüstet:<ref name="TM 9-2800 S. 72–73" />

  • Chrysler A 57 „Multibank“-Motor mit 30 Zylindern (Die Konstruktion mit 20,6 Litern Hubraum und einer Leistung von 425 PS bestand aus fünf gekoppelten Reihenmotoren mit je sechs Zylindern, die in einem Dreiviertelkreis um das Getriebe angeordnet waren)
  • Ford-GAA V8-Ottomotor mit 18 Litern Hubraum und 450, später 500 PS.
  • Wright Continental R-975EC2 Ottomotor mit 350 PS
  • Wright Continental R-975C1 Ottomotor mit 400 PS
  • General Motors GMC 6046 6-71 Twin Diesel Dieselmotor mit 420 PS<ref>Möglicherweise nur für die nach England gelieferten Fahrzeuge</ref>

(Über die Motorisierung des Fahrzeuges gibt es, je nach Quelle, unterschiedliche Angaben. Die meisten Fahrzeuge scheinen jedoch mit dem General Motors GMC 6046 6-71 Twin Diesel oder dem Ford GAA Ottomotor ausgerüstet gewesen zu sein.)

Viele Fahrzeuge dieses Modells verließen die USA nicht, da sie als Ausbildungsfahrzeuge eingesetzt wurden. Bei anderen entfernte man den Turm und setzte sie als Zugmaschine für die 240-mm-Haubitze oder die 203-mm-Kanone ein. Als Kette wurde eine Verbinderkette mit abnehmbaren Gummipolstern oder eine Scharnierkette ohne Polsterung verwendet.

Neben den USA wurde der M10 auch von Frankreich, Italien und Dänemark (hier waren die Fahrzeuge noch bis Ende der 1960er-Jahre im Dienst) eingesetzt.

Bewaffnung[Bearbeiten]

Der Wolverine war mit einer 76,2-mm-Kanone M7 L52 (3 Inch/Zoll) bestückt. Sie war ursprünglich ein Flugabwehrgeschütz aus dem Jahre 1918, das so schwer war, dass am Turmheck ein Gegengewicht von 1134 kg angebracht werden musste, um die Balance des Turms zu gewährleisten.<ref>Anderenfalls wäre der von Hand zu drehende Turm nicht mehr zu bewegen gewesen.</ref> Mit der Kanone wurde eine Mündungsgeschwindigkeit von 792 m/s und eine Reichweite von etwa 14.500 Metern erreicht. Eine Panzergranate durchschlug auf eine Entfernung von 910 Metern 102-mm-Panzerstahl. Eine technische Weiterentwicklung war nicht mehr möglich. Aufgrund ihrer ursprünglichen Bestimmung hatte die Kanone keine Mündungsbremse.

Die britische Armee baute in die M10, die sie im Rahmen des Lend-Lease Acts erhielten, eigene QF 17-pounder-Kanonen (76,2-mm) sowie ein britisches 7,92-mm-BESA Maschinengewehr ein; diese Jagdpanzer wurden als 17 pdr SP Achilles bezeichnet. Äußerlich unterschieden sie sich nur wenig vom Standardmodell.

Weitere Technische Daten[Bearbeiten]

Fazit[Bearbeiten]

Die Bewaffnung des M10 erwies sich als zu schwach gegen die deutschen Panzer des Typs Tiger und Panther. Deshalb wurde er auf dem europäischen Kriegsschauplatz einige Monate vor Kriegsende durch den stärker bewaffneten M36 Jackson ersetzt.

Insgesamt wurden alle 106 Panzerjägerbataillone der US-Armee mit dem Fahrzeug ausgerüstet. Da man mit der Zeit zu der Überzeugung gekommen war, dass ein Panzer auch nur mit einem Panzer bekämpft werden könne, stand die Führung dem Konzept der Panzerjäger und deren Taktik immer skeptischer gegenüber. Aus diesem Grunde wurde der M10 – obwohl die Panzerjägertruppe nominell noch mindestens bis zum Kriegsende bestand – mehr und mehr als Angriffsfahrzeug und zur Infanterieunterstützung eingesetzt. Anfang 1945 wurden die Panzerjägerbataillone in normale Panzerbataillone mit gleicher Aufgabenstellung umgegliedert.

Siehe auch: M18 Hellcat

Literatur[Bearbeiten]

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3828953859 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Peter Chamberlain / Chris Ellis: Britische und amerikanische Panzer des Zweiten Weltkrieges. 1. Auflage. J.F.Lehmanns Verlag, München 1972, ISBN 3-469-00362-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: M10 Wolverine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="TM 9-2800 S. 72–73"> U.S. War Department: TM 9-2800 Standard Military Motor Vehicles. In: US-Department of the Army, Ordnance Department (Hrsg.): War Department Manuals. Washington D.C. 1. September 1943, OCLC 1029574401, S. 72–73 (Textarchiv – Internet Archive). </ref> </references>

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Leichte Panzer

Light Tank Mk I • Light Tank Mk II • Light Tank Mk III • Light Tank Mk III • Light Tank Mk V • Light Tank Mk VI • Light Tank Mk VII Tetrarch • Light Tank Mk VIII Harry Hopkins • Vickers Mk E • M3 Stuart (US) • M5 Stuart IV (US) • M22 Locust (US) • M24 Chaffee (US)

Mittlere Panzer

Vickers Medium Mark II • Cruiser Tank Mk I • Cruiser Tank Mk II • Cruiser Tank Mk III • Cruiser Tank Mk IV • Cruiser Tank Mk V Covenanter • Cruiser Tank Mk VI Crusader • Cruiser Mk VII Cavalier • Cruiser Mk VIII Centaur/Cromwell • Cruiser Mk VIII Challenger • Cruiser Tank A34 Comet • Centurion • M3 Lee/Grant (US) • M4 Sherman (US) • Sherman Firefly

Infanterieunterstützungspanzer

Infantry Tank Mk I Matilda • Infantry Tank Mk II Matilda • Infantry Tank Mk III Valentine • Infantry Tank Mk IV Churchill • Infantry Tank (A38) Valiant (P-Typ) • Infantry Tank (A43) Black Prince (P-Typ) • Heavy Tank TOG (P-Typ) • A39 Heavy Assault Tank "Tortoise" (P-Typ)

Gepanzerte Truppentransporter

Carden-Loyd-Tankette • Bren Carrier • Scout Carrier • Universal Carrier • Loyd Carrier • Ram Kangaroo (CAN) • Terrapin Mk I • M3 (US)

Panzerspähwagen

Standard Beaverette • Rolls-Royce Armoured Car • Lanchester 6x4 Armoured Car • Humber LRC • AEC Armoured Car • Coventry Armoured Car • Daimler Dingo • Daimler Armoured Car • Guy Armoured Car • Humber Armoured Car • Marmon-Herrington Armoured Car • Morris CS9 • T18 Boarhound (US)

Panzerjäger und Jagdpanzer

AEC Mk I Deacon • Archer SP 17pdr • Achilles SP 17pdr • M10 Wolverine (US)

Panzerartillerie und Selbstfahrlafetten

Bishop SP 25pdr • Sexton SP 25pdr • Priest SP 105mm (US)

Artillerie-Zugmaschinen

AEC Matador MAT • Albion CX22S • Albion FT15N • CMP FAT • Guy Quad Ant • Morris CDSW • Morris C8 FAT • Scammell Pioneer

Lastkraftwagen

Austin K2 • Austin K5 • Bedford MW • Bedford OY • Bedford QL • CMP Class Trucks • Commer Q2 • Fordson WOT • Guy Ant • Karrier K6 • Leyland Hippo • Leyland Lynx • Leyland Retriever • Mack EH • Mack NM • Morris PU • Morris CS8 • Morris C9 • Thornycroft Nubian • Thornycroft Tartar • DUKW

Schwerlasttransporter

Diamond T Tank Transporter • M19 Tank Transporter • Mack EXBX • Scammell Pioneer Semi-Trailer

mil. PKW / Nutzfahrzeuge / Motorräder

Ford Fordor • Humber Super Snipe 1938 • Humber FWD • James ML • Matchless G3/L • Tilly • Willys MB (US) • Welbike • Royal Enfield WD/RE

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Panzer (Tanks)

Leichte: Marmon-Herrington CTL • Combat Car M1 • Combat Car M2 • Light Tank M2 • Light Tank M3 • Light Tank M5 • Light Tank M22 Locust • Light Tank M24 Chaffee
Mittlere: Medium Tank M2 • Medium Tank M3 Lee/Grant • Medium Tank M4 Sherman
Schwere: Heavy Tank M6 • Heavy Tank M26 Pershing

Pionier- und Bergepanzer

M31 Tank Recovery Vehicle • M32 Tank Recovery Vehicle

Panzerjäger und Jagdpanzer
(Gun Motor Carriages/Tank Destroyer)

M3 75mm Gun Motor Carriage • M6 Fargo • M10 Wolverine • T48 57mm Gun Motor Carriage • M18 GMC Hellcat • M36 GMC Jackson

Selbstfahrlafetten

M7 GMC Priest (105mm) • M8 GMC (75mm) • M12 Gun Motor Carriage (155mm) • M37 GMC (105mm) • M40 GMC Cardinal (155mm) • M41 GMC (155mm) • M2 Mortar Motor Carriage (4.2-inch) • M4 Mortar Carrier (81mm) • M21 Mortar Carrier (81mm)

Panzerspähwagen

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Gepanzerte Truppentransporter
(Armoured Personal Carriers)

M2 Half-track Car • M3 Half-track Personnel Carrier • M5 Half-track Personnel Carrier • M9 Half-track Car • M39 Armored Utility Vehicle

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M13 Multiple Gun Motor Carriage • M14 Multiple Gun Motor Carriage • M15 Multiple Gun Motor Carriage • M16 Multiple Gun Motor Carriage • M17 Multiple Gun Motor Carriage • M19 Gun Motor Carriage

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Geländefahrzeuge

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Personenkraftwagen

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