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BMW R 3

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Datei:BMW R3 Fritz Busch Wolfegg all 20090308.jpg
BMW R 3 in Wolfegg

Die BMW R 3 war ein Tourenmotorrad mit 300 cm³ des deutschen Motorradherstellers BMW, das nur 1936 gebaut wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Vier Jahre nach Einführung des großen Einzylinder-Motorrades R 4 stellte BMW die R 3 im Februar 1936 auf der Deutschen Automobilausstellung in Berlin vor.<ref name="BMW_3610024" /> Von der R 3 wurde nur eine Serie gebaut. Der Preis bei der Einführung betrug 1050 RM;<ref name="BMW_3087672_Preisliste 58" /> bereits im September 1936 war der Preis auf 995 RM gesenkt.<ref name="BMW_3087625_Preisliste 60" />

Mit 300 cm³ Hubraum war sie ungünstig am Markt platziert, weil sie weder die Leistung der R 4 besaß noch den Vorteil der Führerschein- und Steuerbefreiung hatte, der die R 2 attraktiv machte. Mit nur 740 gefertigten Exemplaren im einzigen Produktionsjahr blieb sie hinter den Erwartungen zurück. Bereits 1937 wurden die Modelle R 3 und R 4 durch die R 35 abgelöst.<ref name="BMW_3860320_R3" />

Konstruktionsmerkmale[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Datei:BMW R3 Fritz Busch Wolfegg drive 20090308.jpg
Motor, Getriebe und Kardanantrieb

Die R 3 zeichnet sich durch einen größeren Hubraum als bei der R 2 und ebenso durch große Robustheit aus. Technisch ist die R 3 aber eher mit den beiden letzten Serien 4 und 5 der BMW R 4 verwandt.

Motor[Bearbeiten]

Der Stoßstangenmotor weist hängende Ventile auf (OHV-Bauart). Das Bordspannungsnetz wird durch eine 6 V/45 W Gleichstromlichtmaschine, links oben am Motorblock befindlich, gespeist. Als Stromspeicher befindet sich links hinter dem Motor eine Batterie. Die Zündung ist eine sogenannte Batteriezündung. Sie wird von einem durch die Nockenwelle betätigten Unterbrecher gesteuert, der sich vor dem Motor in einer zylindrischen Dose befindet.<ref name="BMW_2827770_Motor" />

Antrieb[Bearbeiten]

Die R 3 hatte ein handgeschaltetes Vierganggetriebe mit Antriebswelle auf der rechten Seite des ungefederten Hinterrades.

BMW bezeichnete die Kraftübertragung vom Getriebe zum Hinterrad als „Kardanantrieb“, die Antriebswelle als „Kardanwelle“ und das Getriebegehäuse am Hinterrad als „Kardangehäuse“ – technisch richtig war es lediglich ein Wellenantrieb des Hinterrades, da es keine Kardangelenke gab.<ref name="BMW_3083011_Handbuch 1936" />

Das Getriebegehäuse war direkt an das Motorgehäuse angeflanscht. Die Eingangswelle wurde direkt von der Einscheiben-Trockenkupplung im Schwungrad der Kurbelwelle angetrieben. Die Ausgangswelle trieb über eine Hardyscheibe in direkter Verlängerung die Antriebswelle an.

Der Kickstarter war auf der rechten Seite angeordnet – ein Beiwagenbetrieb war nicht vorgesehen.

Fahrwerk[Bearbeiten]

Dieses Motorrad erschien in der damals gängigen BMW-Bauform, mit einem gepressten und vernieteten Stahlblechrahmen ohne Hinterradfederung und der gezogenen Kurzschwinggabel mit Blattfederung für die Führung des Vorderrades. Die Vorder- und Hinterradbremse sind dem damaligen Stand der Technik entsprechend als Halbnabenbremsen ausgeführt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Vorlage:Tabellenstile

Kenngröße Daten der R 3<ref name="BMW_3083011_Handbuch 1936" />
Bohrung 68 mm
Hub 84 mm
Hubraum 305 cm³
Leistung 11 PS (8 kW) bei 4.200 min−1
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Leergewicht 149 kg
Gesamtgewicht 349 kg
Tankinhalt 12 L

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erwin Tragatsch: Alle Motorräder 1894–1981. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-87943-410-7.
  • Udo Stünkel: BMW-Motorräder Typenkunde : Alle Serienmodelle ab 1923. Delius Klasing, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-7688-2451-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: BMW R 3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="BMW_2827770_Motor"> BMW R 3 Motor. In: BMW Geschichte. BMW AG, 1936, abgerufen am 14. Dezember 2018 (Foto im BMW Group Archiv). </ref> <ref name="BMW_3083011_Handbuch 1936"> Handbuch für die BMW-Räder, Baumuster R 2, R 3 und R 4. (PDF) In: BMW Geschichte. BMW AG, März 1936, abgerufen am 14. Dezember 2018 (Handbuch mit Bildern, 71 Seiten). </ref> <ref name="BMW_3087625_Preisliste 60"> Preisliste Nr. 60. In: BMW Geschichte. BMW AG, 1. September 1936, abgerufen am 14. Dezember 2018 (Dokument im BMW Group Archiv). </ref> <ref name="BMW_3087672_Preisliste 58"> Preisliste Nr. 58. In: BMW Geschichte. BMW AG, 1. Februar 1936, abgerufen am 14. Dezember 2018 (Dokument im BMW Group Archiv). </ref> <ref name="BMW_3860320_R3"> BMW R 3. In: BMW Geschichte. BMW AG, abgerufen am 14. Dezember 2018 (Dossier des BMW Group Archivs): „Mit lediglich 740 gefertigten Exemplaren im ersten Jahr blieb die R 3 weit unter den in sie gesteckten Erwartungen, so daß die R 3 bereits 1937 von einem neuen Einzylindermodell, der R 35 abgelöst wurde.“ </ref> <ref name="BMW_3610024"> BMW präsentiert die R 3. In: BMW Geschichte. BMW AG, 15. Februar 1936, abgerufen am 14. Dezember 2018 (Dokument im BMW Group Archiv). </ref> </references>

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Klasse Typ 1920er 1930er 1940er
3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5
bis 250 cm³ Tourenmotorrad R 2 R 20
R 23
Sportmotorrad R 39
bis 500 cm³ Tourenmotorrad R 32 R 42 R 52 R 4
R 3 R 35
Sportmotorrad R 37 R 47 R 57 R 5 R 51
bis 750 cm³ Tourenmotorrad R 62 R 11 R 12 R 71
R 6 R 61
Sportmotorrad R 63 R 16 R 17 R 66

Prototypen, Rennmotorräder R 7 R 36
WR 750 WR 500
500 Kompressor
R 51 RS

Militärmotorräder R 12
R 75 Gespann

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Vorkriegszeit
Einzylinder

R 39 • R 2 • R 3 • R 4 • R 35 • R 20 • R 23 • R 36 (Prototyp)

Boxer

R 32 • R 37 • R 42 • R 47 • R 52 • R 57 • R 62 • R 63 • R 11 • R 16 • R 7 (Prototyp) • R 12 • R 17 • R 5 • R 6 • R 51 • R 61 • R 66 • R 71 • WR 500 (Rekordmaschine) • WR 750 (Rekordmaschine) • RS 500 Kompressor (Rennmotorrad)

Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp) • R 24 • R 25 • R 25/2 • R 25/3 • R 51/2 • R 51/3 • R 67/2 • R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26 • R 27 • R 50 • RS 54 (Rennmotorrad) • R 60 • R 69 • R 50/2 • R 60/2 • R 50 S • R 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5 • R 60/5 • R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6 • R 75/6 • R 90/6 • R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7 • R 75/7 • R 80/7 • R 100/7 • R 100 S • R 100 RS • R 100 RT • R 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45 • R 65 • R 65 S • R 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GS • R 850 RT • R 850 R / R Comfort • R 850 C • R 1100 R • R 1100 RS • R 1100 S • R 1100 GS • R 1100 RT • R 1150 RT • R 1150 R • R 1150 R Rockster • R 1150 RS • R 1150 GS • R 1150 GS Adventure • R 1200 C • R 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GS • R 1200 GS Adventure • R 1200 R • R 1200 RT • R 1200 S • R 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineT • R nineT Pure • R nineT Scrambler • R nineT Racer • R nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GS • R 1200 GS Adventure • R 1200 R • R 1200 RS • R 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure • R 1250 R • R 1250 RS • R 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
Dreizylinder

K 75 • K 75 C • K 75 S • K 75 RT

Vierzylinder

K 100 • K 100 RS • K 100 RT • K 100 LT • K 1 • K 1100 LT • K 1100 RS • K 1200 GT • K 1200 LT • K 1200 R • K 1200 R Sport • K 1200 RS • K 1300 GT • K 1300 S • K 1300 R

HP-Baureihe

HP4 • HP2 Enduro • HP2 Sport • HP2 Megamoto

Roller

R 10 (Prototyp) • C1 125 • C1 200 • C 600 Sport • C 650 GT • C Evolution

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Supersportler

G 310 RR • S 1000 RR • M 1000 RR

Sporttourer

F 900 XR • R 1300 RS • S 1000 XR • M 1000 XR

Tourer

R 1300 RT • K 1600 GT • K 1600 GTL • K 1600 B • K 1600 Grand America • R 18 B • R 18 Transcontinental

Reiseenduro

F 450 GS • F 800 GS • F 900 GS • F 900 GS Adventure • R 1300 GS • R 1300 GS Adventure

Naked Bike

G 310 R • F 900 R • R 1300 R • S 1000 R • M 1000 R • R 12 • R 12 G/S • R 12 nineT • R 12 S

Scooter

C 400 X • C 400 GT • CE 02 • CE 04

Cruiser

R 18 • R 18 Classic • R 18 Roctane

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