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Bernbruch (Grimma)

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Bernbruch
Große Kreisstadt Grimma
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(181)&title=Bernbruch 51° 11′ N, 12° 40′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(181) 51° 11′ 2″ N, 12° 39′ 39″ O
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Höhe: 171 m
Fläche: 3,45 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Bernbruch, Kreisstadt Grimma. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: 181 (2025)<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Eingemeindet nach: Großbardau
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 03437
Bernbruch (Sachsen)
Bernbruch (Sachsen)
Lage von Bernbruch in Sachsen

Bernbruch ist ein zur Ortschaft Großbardau der Großen Kreisstadt Grimma gehöriger Ortsteil im sächsischen Landkreis Leipzig.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 133 kB) § 19. In: Webauftritt. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref> Es wurde am 1. Januar 1974 nach Großbardau eingemeindet, mit dem es am 1. Januar 2006 zur Stadt Grimma kam.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bernbruch liegt südwestlich von Grimma im Sächsischen Burgen- und Heideland, am Nordwestrand des Glastener Forsts. Nördlich von Bernbruch befindet sich das Frauenholz, in dem der Schnellbach entspringt. Östlich von Bernbruch befindet sich der Oberlauf der Parthe.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Großbuch Großbardau
Lauterbach Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Kleinbardau
Etzoldshain Glasten

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche in Bernbruch

Urkundlich wurde das Platzdorf Bernbruch im Jahr 1253 das erste Mal als „Bernbruch“ genannt. Der Ortsname bedeutet „Siedlung im Bruch, die einem Mann namens Bero gehört“.<ref>Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin: Alter - Herkunft - Bedeutung. be.bra Wissenschaft, 2005, S. 21.</ref> Weitere Nennungen waren:

  • 1269: Berenbruch
  • 1289: Berrnbruch
  • 1335: Bernebruch
  • 1378: Bernbruch
  • 1875: Bernbruch b. Grimma (Bernbach)

Bernbruch lag um 1394 in der Pflege Naunhof, die im Jahr 1487 mit dem Erbamt Grimma vereinigt wurde. Die Kirche von Bernbruch wurde erstmals im Jahr 1289 erwähnt. Sie war bis 1932 eine Filialkirche von Großbuch, seitdem von Großbardau. Der in Bernbruch existierende Klosterhof wurde infolge der Reformation und Säkularisation nach 1525 in ein Rittergut umgewandelt, welches dem Landesherren, den Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen (1525–1554) unterstand. Dieser verkaufte Bernbruch im Jahr 1543 mit weiteren Orten an Hans von Ponickau auf Pomßen. Bezüglich der Grundherrschaft gehörte Großbuch somit um 1551 zum Rittergut Pomßen,<ref>Das Rittergut Pomßen. In: www.sachsens-schloesser.de. Abgerufen am 14. August 2025.</ref> ab 1590 als Amtsdorf zum kursächsischen Amt Colditz. Das Rittergut Bernbruch kam im Jahr 1587 an den sächsischen Kurfürsten Christian I. von Sachsen, der in dem Anwesen ein Kammergut einrichtete. Dieses verblieb bis 1834 beim sächsischen Staat, bis es wieder in Privathand kam.

Bernbruch gehörte bis um 1835 zum kurfürstlich-sächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Colditz.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 58 f.</ref> Danach erfolgte die Umgliederung der Orte Kleinbardau, Großbuch und Bernbruch an das Erbamt Grimma.<ref>Historisches Dokument in der Sächsischen Staatsbibliothek</ref><ref>Großbuch und Bernbruch in einer Beschreibung des Erbamts Grimma, S. 260f.</ref> Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Bernbruch im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Lausick und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Grimma.<ref>Die Amtshauptmannschaft Grimma im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Februar 2025; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Das Rittergut Bernbruch besaß ab 1901 Emil Boden.<ref>Das Rittergut Bernbruch. In: www.sachsens-schloesser.de. Abgerufen am 14. August 2025.</ref> Seine Familie wurde im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945 enteignet.<ref>Das Rittergut Bernbruch auf www.alleburgen.de</ref>

Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde die Gemeinde Bernbruch dem Kreis Grimma im Bezirk Leipzig angegliedert. Am 1. Januar 1974 erfolgte die Eingemeindung nach Großbardau,<ref>Bernbruch im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> als dessen Ortsteil Bernbruch seit 1990 zum sächsischen Landkreis Grimma gehörte, der 1994 im Muldentalkreis bzw. 2008 im Landkreis Leipzig aufging. Seit der Eingemeindung der Gemeinde Großbardau nach Grimma am 1. Januar 2006<ref>Großbardau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> bildet Bernbruch einen von vier Ortsteilen der Ortschaft Großbardau der Großen Kreisstadt Grimma.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl<ref>Vgl. Bernbruch im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
1548/51 21 besessene Mann, 12 Inwohner, 12 Hufen
1764 16 besessene Mann, 6 Gärtner, 4 Häusler, 7 1⁄2 Hufen
1834 217
1871 254
1890 230
Jahr Einwohnerzahl
1910 235
1925 240
1939 249
1946 356
Jahr Einwohnerzahl
1950 318
1964 273
2011 170<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Grimma, Stadt. (PDF; 1,8 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Februar 2015.</ref>
2019 Stadt Grimma.] Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2024; abgerufen im Februar 2026.</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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Viertelmeilenstein in Bernbruch

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  • die Kirche des Ortes stammt aus der Zeit um 1200 und ist eine romanische Chorturmkirche

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bernbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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