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Kleinbothen

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Kleinbothen
Große Kreisstadt Grimma
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(208)&title=Kleinbothen 51° 11′ N, 12° 46′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(208) 51° 11′ 26″ N, 12° 45′ 55″ O
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Höhe: 134 m
Fläche: 4,36 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Kleinbothen, Kreisstadt Grimma. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: 208 (2025)<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Großbothen
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 034384
Kleinbothen (Sachsen)
Kleinbothen (Sachsen)
Lage von Kleinbothen in Sachsen
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Kleinbothen ist ein zur Ortschaft Großbothen der Großen Kreisstadt Grimma gehöriger Ortsteil im sächsischen Landkreis Leipzig.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 133 kB) § 19. In: Webauftritt. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref> Es wurde am 1. Juli 1950 nach Großbothen eingemeindet, dessen fünf nördliche Ortsteile am 1. Januar 2011 zur Stadt Grimma kamen. Seitdem bildet Kleinbothen mit Großbothen und Schaddel die Ortschaft Großbothen.

Geographie[Bearbeiten]

Datei:Großbothen Bahnhof.jpg
Bahnhof Großbothen, Empfangsgebäude (2017)

Geographische Lage und Verkehr[Bearbeiten]

Kleinbothen befindet sich am Westufer der Mulde zwischen Grimma im Norden und Colditz im Süden. Lediglich eine kleine, unbewohnte Parzelle an der Mündung des Schelbitzbachs in der nördlichen Ortsflur befindet sich auf der östlichen Seite der Mulde. Direkt im Westen schließt sich jenseits der stillgelegten Trasse der Muldentalbahn der Nachbarort Großbothen an. Der durch den Ort fließende Schaddelgraben mündet nördlich des Orts bei Schaddel in die Mulde.

Südlich von Kleinbothen befindet sich die Bundesstraße 107 und der Bahnhof Großbothen, welcher teilweise in der Flur von Kleinbothen liegt. Während heute nur noch die Bahnstrecke Borsdorf–Coswig in Betrieb ist, hielten in der Station früher auch Züge der Bahnstrecken Glauchau–Wurzen (Muldentalbahn) und Borna–Großbothen (Querbahn). Auf dem Abschnitt Großbothen–Grimma der Muldentalbahn befindet sich heute der Muldentalbahn-Radweg.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Schaddel Höfgen
Großbothen Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Förstgen
Leisenau Kössern

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich wurde das Gassendorf Kleinbothen 1181 das erste Mal im Zusammenhang mit einem Rotolfus, Conradus de Batin genannt, was einen Herrensitz in dem Ort belegt. Dieses als Wasserburg Batin bezeichnete Bauwerk entstand im Mittelalter. Sie befand sich im Osten des Orts und schloss ich westlich an den bestehenden Vorwerksteich an. Die Reste des Bauwerks sind als Bodendenkmal eingestuft.<ref>Die Wasserburg Kleinbothen auf www.sachsens-schloesser.de</ref>

Weitere Nennungen des Orts waren:

  • 1203: Batin
  • 1291: Patin (in diesem Jahr wurde der Nachbarort Großbothen erstmals als Patin Theutunica erwähnt)
  • 1300: Windischenbatyn
  • 1402: Nydern Batyn
  • 1421: Boten minor
  • 1463: Wenigen Bothen
  • 1514: Cleinpoten
  • 1535: Kleinen Bothen

Bis ins 16. Jahrhundert gehörte Kleinbothen zum Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters Nimbschen, welches infolge der Einführung der Reformation und der Säkularisation als geistliches Institut im Jahr 1536 aufgelöst wurde. Anschließend wurde der Wirtschaftsbetrieb und die dazugehörigen Besitzungen vorerst von dem Klosterverwalter fortgeführt, bis im Jahr 1542 der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen (1525–1554) das Klostergut verpachtete. Als Teil des einstigen Besitzes des säkularisierten Klosters Nimbschen bildete Kleinbothen zwischen 1550 und 1856 ein Amtsdorf des kurfürstlich-sächsischen bzw. königlich-sächsischen Schulamts Grimma,<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 60 f.</ref> welches für die Verwaltung des Besitzes und der wirtschaftlichen Unterhaltung der Fürstenschule Grimma zuständig war. Das Schulamt Grimma wurde ab 1829 schrittweise mit dem Erbamt Grimma zusammengeführt. Kirchlich gehört Kleinbothen seit jeher zu Großbothen.

Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Kleinbothen im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Grimma und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Grimma.<ref>Die Amtshauptmannschaft Grimma im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Februar 2025; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Der Bahnhof Großbothen, welcher teilweise in der Flur von Kleinbothen liegt, wurde am 27. Oktober 1867 mit dem Teilstück Grimma–Leisnig der Bahnstrecke Borsdorf–Coswig eröffnet. Die später eröffneten Bahnstrecken Glauchau–Wurzen (Muldentalbahn) und Borna–Großbothen (Querbahn) sind heute nicht mehr in Betrieb.

Am 1. Juli 1950 erfolgte die Eingemeindung von Kleinbothen nach Großbothen.<ref>Kleinbothen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Kleinbothen als Ortsteil von Großbothen dem Kreis Grimma im Bezirk Leipzig angegliedert, der ab 1990 als sächsischer Landkreis Grimma fortgeführt wurde und 1994 im Muldentalkreis bzw. 2008 im Landkreis Leipzig aufging. Bei der Auflösung der Gemeinde Großbothen kam Kleinbothen am 1. Januar 2011 mit den vier weiteren nördlichen Ortsteilen – Großbothen, Schaddel, Kössern und Förstgen zur Großen Kreisstadt Grimma. Seitdem bildet Kleinbothen mit Großbothen und Schaddel die Ortschaft Großbothen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vereinbarung über die Eingliederung, Stand 13.09.2010 (Großbothen, Grimma) (Memento vom 20. März 2014 im Internet Archive) (PDF; 86 kB), abgerufen am 16. Januar 2021.</ref>

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl<ref>Vgl. Kleinbothen im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
1548/51 21 besessene Mann, 30 Inwohner, 15 3⁄4 Hufen
1764 21 besessene Mann, 8 Häusler, 16 1⁄4 Hufen
1834 280
1871 324
Jahr Einwohnerzahl
1890 366
1910 442
1925 460
1939 486
Jahr Einwohnerzahl
1946 734
2011 223<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Grimma, Stadt. (PDF; 1,8 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Februar 2015.</ref>
2019 Stadt Grimma.] Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2024; abgerufen im Februar 2026.</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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  • das Kriegerdenkmal des Ortes wurde 1920 für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kleinbothen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

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