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Nauberg

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Nauberg
Große Kreisstadt Grimma
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(110)&title=Nauberg 51° 14′ N, 12° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(110) 51° 13′ 34″ N, 12° 53′ 6″ O
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Höhe: 210 m
Fläche: 3,13 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Nauberg, Kreisstadt Grimma. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: 110 (2025)<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Zschoppach
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 034386
Nauberg (Sachsen)
Nauberg (Sachsen)
Lage von Nauberg in Sachsen

Nauberg ist ein Ortsteil der Ortschaft Zschoppach der Großen Kreisstadt Grimma.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 133 kB) § 19. In: Webauftritt. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>

Nauberg liegt an der Kreisstraße 8332 zwischen Mutzschen und Zschoppach.

Urkundlich wurde Nauberg 1028 das erste Mal als „Nowigroda“ genannt. Weitere Nennungen waren:

  • 1228: Nuenburch
  • 1286: Nuemburc, Nuenberg
  • 1462: Nuenburg
  • 1522: Nawberg
  • 1555: Naumbergk
  • 1791: Nauberg

Geschichte[Bearbeiten]

Im westlichen Ortsteil von Nauberg befindet sich ein Ringwall (Alte Schanze). Zahlreiche Funde bezeugen eine Erbauung im 9. oder 10. Jahrhundert. Im Bereiche der Burg befand sich eine Kapelle.<ref>Werner Coblenz: Handbuch historischer Stätten. Sachsen. Hrsg.: Walter Schlesinger. Alfred Kröner, Stuttgart 1965, ISBN 3-520-31201-8, S. 241.</ref>

1228 bestätigte der Burggraf von Leisnig den Kauf von acht Hufen in Nuenburch von den Herren von Mildenstein durch das Kloster Buch.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 290. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 16.</ref> 1286 verkaufte Mgf. Heinrich dem Kloster das Ober- und Niedergericht in Nuemburc.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1121. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 75.</ref> Gleichzeitig verzichtete Bgf. Otto von Wettin auf den dritten Pfennig am Gericht, der ihm als Burggraf von Döben zustand.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1123. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 76.</ref> 1300 verkaufte der Bischof von Meißen den Bauern von Nauberg den Zehnt von einer Hufe für ihren Pfarrer (von Zschoppach), damit er in ihrer Kapelle dreimal in der Woche eine feierliche Messe hält.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1625a. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 131.</ref> 1333 erwarb das Kloster Buch weitere Rechte in Nauberg.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2629. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 159.</ref> 1359 kaufte das Kloster von den Burggrafen von Leisnig einen weiteren Zehnt in Nauberg.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 3579. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 180.</ref> 1383 übertrug Thimo von Colditz dem Kloster die Lehen des Nickel Staupitz in Nauberg.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 4406. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 208.</ref>

1548 nennt das Amtserbbuch von Kloster Buch zu Nauberg „17 besessene Mann, darunter 9 Pferdner, die sind alle dem Kloster Buch lehen- und zinsbar“ mit 31½ Hufen.<ref>siehe unter Weblinks: Repertorium Saxonicum des ISGV</ref> Das Obergericht und das Erbgericht waren beim Amt Kloster Buch.

Nauberg hatte eine eigene Kapelle, vermutlich die oben genannte Kapelle in dem Ringwall. Nach der Reformation wurden die Einwohner nach Zschoppach gewiesen und Kurfürst August hatte den Amtmann von Colditz angewiesen, er solle dafür sorgen, dass die Bauern eventuell in Nutz genommenes Eigentum der Kapelle zurückgeben sollten.<ref>Johann Kamprad: Leisnigker Chronika von 1753. Abschrift im Auftrag des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins. Leisnig 2013, ISBN 978-3-00-043035-0, S. 288.</ref>

Mit der Eingemeindung nach Zschoppach, die am 1. Juli 1950 wirksam wurde, verlor der Ort seine Eigenständigkeit. Am 1. März 1994 schlossen sich die damals selbstständigen Gemeinden Böhlen, Dürrweitzschen, Leipnitz, Ragewitz und Zschoppach zur Gemeinde Thümmlitzwalde zusammen. Diese wiederum wurde am 1. Januar 2011 nach Grimma eingemeindet, womit Nauberg seither dessen Gemeindeteil ist.

Datei:Nauberg Turmhollaendermuehle.jpg
Nauberg Turmhollaendermuehle

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl<ref>Vgl. Nauberg im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
1548/51 17 besessene Mann, 24 Inwohner, 31 1⁄2 Hufen
1764 16 besessene Mann, 1 Gärtner, 5 Häusler, 31 1⁄2 Hufen
1834 226
1871 226
1890 217
Jahr Einwohnerzahl
1910 203
1925 191
1939 177
1946 307
Jahr Einwohnerzahl
2008 110<ref>Landkreis Leipzig – Nahverkehrsplan. (PDF; 3,2 MB) Landkreis Leipzig, S. 10, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. November 2023.</ref>
2011 108<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Grimma, Stadt. (PDF; 1,8 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Februar 2015.</ref>
2019 110<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2024; abgerufen im Februar 2026.</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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  • die Windmühle des Ortes wurde 1911 als Turmholländer auf einem alten Mühlenstandort errichtet

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Nauberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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