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Kuckeland

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Kuckeland
Große Kreisstadt Grimma
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(41)&title=Kuckeland 51° 13′ N, 12° 50′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(41) 51° 12′ 49″ N, 12° 50′ 4″ O
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Höhe: 206 m
Fläche: 98,2 ha<ref name="Gindex">Gemarkung Kuckeland, Kreisstadt Grimma. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Einwohner: 41 (2025)<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Eingemeindet nach: Leipnitz
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 03437
Kuckeland (Sachsen)
Kuckeland (Sachsen)
Lage von Kuckeland in Sachsen

Kuckeland ist ein zur Ortschaft Leipnitz der Großen Kreisstadt Grimma gehöriger Ortsteil im sächsischen Landkreis Leipzig.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 133 kB) § 19. In: Webauftritt. Stadt Grimma, abgerufen im Februar 2026.</ref> Die Gemeinde Kuckeland mit ihren Ortsteilen Frauendorf und Papsdorf wurde am 1. Januar 1973 nach Leipnitz eingemeindet. Als Ortsteil von Leipnitz kam Kuckeland am 1. Januar 1994 zur Gemeinde Thümmlitzwalde, die am 1. Januar 2011 mit der Stadt Grimma fusionierte. Seitdem gehört Kuckeland zur Ortschaft Leipnitz der Stadt Grimma.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage und Verkehr[Bearbeiten]

Kuckeland liegt an der Kreisstraße 8331 zwischen Papsdorf und Leipnitz. Südlich des Orts befindet sich der Thümmlitzbach.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Papsdorf
Zeunitz Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Frauendorf
Leipnitz

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich wurde das Gassendorf Kuckeland im Jahr 1234 das erste Mal als Kugelandt, Kogelant, Kokeilant genannt. Weitere Nennungen waren:

  • 1245: Cuggeilant
  • 1254: Kokeylant
  • 1378: Kukeland, Gukelant
  • 1386: Kuckeland
  • 1551: Kukulannt
  • 1590: Cuculandt

1254 bestätigte Markgraf Heinrich dem Kloster Buch seinen Besitz in Vrowendorf & Kokeylant.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 545. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 37.</ref> Dabei wird u. a. ausgeführt, dass diese Dörfer bereits durch König Heinrich (VII.) dem Kloster übertragen wurden. Er ermahnte seine Vögte, das Kloster nicht in ihrem Besitz zu stören. Im gleichen Jahr 1254 bezeugte Burggraf Albero von Leisnig, dass er seine Gerichtsrechte in Nydadobodewiz & Kokeylant an das Kloster Buch übertragen hat.<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 549. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 38.</ref> In der entsprechenden Urkunde König Heinrichs (VII.) von 1234<ref>Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 319. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 25.</ref> heißen die Dörfer Nidabudowiz & Kogelant. Man kann also davon ausgehen, dass Nidabudowiz ein älterer Name von Frauendorf ist. Bis ins 16. Jahrhundert gehörte Kuckeland gemeinsam mit dem Nachbarort Frauendorf zum Streubesitz des Zisterzienser-Klosters Buch bei Leisnig, welches nach dem Tod des letzten Abts infolge der Einführung der Reformation und der Säkularisation als geistliches Institut im Jahr 1525 aufgelöst wurde. Anschließend wurden der Wirtschaftsbetrieb und die dazugehörigen Besitzungen des Klosteramts Buch zunächst von einem Beauftragten des Amtmanns von Leisnig verwaltet. Bezüglich der Grundherrschaft gehörte Kuckeland nach 1548 zum Klosteramt Buch, von 1590 bis 1856 war der Ort ein Amtsdorf im kurfürstlich-sächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Leisnig.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 58 f.</ref> Er bildete mit den Nachbarorten Frauendorf und Papsdorf eine Leisniger Exklave zwischen dem Erbamt Grimma und dem Amt Colditz. Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Kuckeland im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Leisnig und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Döbeln.<ref>Die Amtshauptmannschaft Döbeln im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Dezember 2022; abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> Kirchlich gehört Kuckeland seit jeher zu Leipnitz. Am 1. Oktober 1935 wurden die beiden Nachbarorte Frauendorf und Papsdorf eingemeindet.

Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde die Gemeinde Kuckeland mit ihren beiden Ortsteilen dem Kreis Grimma im Bezirk Leipzig angegliedert. Am 1. Januar 1973 erfolgte die Eingliederung der Gemeinde Kuckeland nach Leipnitz.<ref>Kuckeland im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Seit 1990 gehörte Kuckeland als Ortsteil der Gemeinde Leipnitz zum sächsischen Landkreis Grimma, der 1994 im Muldentalkreis bzw. 2008 im Landkreis Leipzig aufging.

Durch den Zusammenschluss der Gemeinden Böhlen, Dürrweitzschen, Leipnitz, Ragewitz und Zschoppach wurde Kuckeland am 1. März 1994 ein Ortsteil der Gemeinde Thümmlitzwalde. Am 1. Januar 2011 fusionierte diese mit der Großen Kreisstadt Grimma.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Thümmlitzwalder Einwohner stimmen für Fusion mit Grimma (Memento vom 17. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)</ref><ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011</ref> Seitdem ist Kuckeland einer von sechs Ortsteilen der Grimmaer Ortschaft Leipnitz.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl<ref>Vgl. Kuckeland im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
1548/51 6 besessene Mann, 5 Inwohner, 10 Hufen
1764 6 besessene Mann, 3 Häusler, 10 Hufen
1834 77
1871 81
1890 77
Jahr Einwohnerzahl
1910 69
1925 68
1939Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. 1 224
1946Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. 1 340
1950Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. 1 317
Jahr Einwohnerzahl
1964Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. 1 216
2007 47<ref>Landkreis Leipzig – Nahverkehrsplan. (PDF; 3,2 MB) Landkreis Leipzig, S. 10, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. November 2023.</ref>
2011 43<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Grimma, Stadt. (PDF; 1,8 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Februar 2015.</ref>
2019 41<ref>Einwohner-Statistik. Stadt Grimma, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. September 2024; abgerufen im Februar 2026.</ref>

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1 
mit Frauendorf und Papsdorf

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kuckeland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein