Dörlbach
Dörlbach Gemeinde Burgthann
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(216)&title=D%C3%B6rlbach 49° 21′ N, 11° 21′ O
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dim=10000 | globe= | name=Dörlbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 413–432 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 216 (Okt. 2022)<ref name="Einwohnerzahl">Einwohnerzahlen | Gemeinde Burgthann. Abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 90559 | |||||
| Vorwahl: | 09183 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Dörlbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Dörlbach hat eine Fläche von 4,890 km². Sie ist in 1057 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4625,87 m² haben.<ref>Gemarkung Dörlbach (093410). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 7. November 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Peunting und Westhaid.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. November 2024.</ref>
Geografische Lage[Bearbeiten]
Das Dorf liegt auf freier Flur am Ludwig-Donau-Main-Kanal und an der Staatsstraße 2401, die nach Schwarzenbach (0,6 km südwestlich) bzw. nach Rasch verläuft (2,4 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Westhaid (1,5 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde erstmals in einer Urkunde Kaiser Ludwigs im Jahre 1339 erwähnt, als dort ein „Chunrad Mayr aus Törlbach“ genannt wird. Der Ortsname lässt sich als „Ansiedlung am Bach (Leimgraben), der durch ein kleines Tor (=enges Tal) fließt“, deuten. Die Dörlbacher Anwesen gehörten lange zu den Nürnberger Klöstern.<ref name=":0">Hans Wedel: Burgthann - Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Hrsg.: im Selbstverlag. Druckerei Carl Hessel GmbH, Feucht 1982, S. 183 ff.</ref>
In einer Beschreibung des Nürnberger Umlands des Jahres 1504 wird darauf hingewiesen, dass die Hochgerichtsbarkeit Dörlbachs höchst umstritten war und hier die Ansbacher Markgrafen, die Pfälzer Kurfürsten und die Stadt Nürnberg konkurrierten. Dies ist auch ein Grund dafür, dass Dörlbach im Landshuter Erbfolgekrieg schwere Zerstörungen hinnehmen musste.<ref name=":0" />
1796 bestand der Ort aus sieben Höfen, einem Nebenhaus und einem Hirtenhaus.<ref name=":0" />
1806 erfolgte die Angliederung an das Königreich Bayern. Mit den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 wurde Dörlbach dem Steuerdistrikt Rasch zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Dörlbach, zu der Peunting und Westhaid gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Altdorf.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 21 (Digitalisat).</ref>
1927 wird der Ort elektrifiziert. Im Jahre 1958 wird Dörlbach an die Wasserversorgung des Zweckverbandes „Schwarzenbach-Dörlbach“ angeschlossen. Mit Beginn des Schuljahres 1969/1970 tritt die Gemeinde Dörlbach dem Schulverband „Nürnberg-Land-Süd“ mit Sitz in Burgthann bei.<ref name=":0" />
| Ab | Name | Ortsherkunft | Ab | Name | Ortsherkunft |
|---|---|---|---|---|---|
| 1818 | Johann Mederer | Dörlbach | 1876 | Johann Poppel | Dörlbach |
| 1827 | Johann Pölloth | Dörlbach | 1885 | Konrad Schrödel | Peunting |
| 1840 | Johann Göhring | Westhaid | 1906 | Michael Schrödel | Peunting |
| 1842 | Georg Pölloth | Westhaid | 1946 | Johann Pölloth | Dörlbach |
| 1848 | Johann Rupprecht | Westhaid | 1948 | Hans Möderer | Dörlbach |
| 1858 | Johann Rupprecht | Westhaid | 1966 | Konrad Schrödl | Peunting |
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Dörlbach, im Zuge der Gebietsreform in Bayern, zusammen mit den Ortsteilen Peunting und Westhaid nach Burgthann eingemeindet.<ref></ref><ref>Burgthann > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 7. November 2024.</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Dorf Dörlbach[Bearbeiten]
| Jahr | 1824 | 1850 | 1871 | 1900 | 1925 | 1950 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 68 | 71 | 75 | 82 | 77 | 80 | 83 | 80 |
Quellen: 1825+1850<ref name=":0" /> / 1871<ref name=":1" /> / 1900<ref name=":2">Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern, Herausgegeben vom Königlich Bayerischen Statistischen Bureau, J. Lindauersche Buchhandlung, München 1904, Spalte 1239. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum, Digitale Bibliothek. BSB Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref> / 1925–1987<ref name=":1">Einwohnerzahlen Dorf. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref> / 1970<ref name=":0" />
Gemeinde Dörlbach[Bearbeiten]
| Jahr | 1824 | 1850 | 1871 | 1900 | 1925 | 1950 | 2010 | 2015 | 2020 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 165 | 159 | 190 | 185 | 167 | 200 | 211 | 219 | 220 | 211 |
Quellen: 1825+1850<ref name=":0" /> / 1871<ref name=":3" /> / 1900<ref name=":2" /> / 1925–1950<ref name=":3">Einwohnerzahlen Gemeinde. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref> / 2010–2025<ref>Zahlen und Fakten. In: Website. Gemeinde Burgthann, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Kriegerdenkmal Dörlbacher Au[Bearbeiten]
In einer Kurve an der Verbindungsstraße zwischen Dörlbach und Westhaid befindet sich ein Kriegerdenkmal. Das Denkmal ist etwa 2 Meter hoch und aus Burgsandstein gefertigt. Es ist mit einem Metallzaun gesichert. Auf dem Denkmal befindet sich eine Marmortafel mit einer Inschrift:
Errichtet zum Andenken an die Glorreichen Siege der Deutschen in Frankreich in den Jahren 1870-71 U. an das Friedensfest am 3. März 1871 Gestiftet von den Gemeinden Schwarzenbach und Dörlbach
Zum Gedenken an den Frieden wurden am Denkmal vier Friedenslinden gepflanzt.
Dörlbacher Einschnitt[Bearbeiten]
Etwa einen Kilometer östlich von Dörlbach befindet sich der Dörlbacher Einschnitt des Ludwig-Donau-Main-Kanals. Dieser Abschnitt steht unter Denkmalschutz und ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop 574A012<ref>Geotop: Böschung am Ludwig-Donau-Main-Kanal östlich von Dörlbach (Abgerufen am 25. August 2013; PDF; 181 kB)</ref> ausgewiesen. Siehe auch: Liste der Geotope im Landkreis Nürnberger Land und Liste der Baudenkmäler in Burgthann.
Geologie[Bearbeiten]
Der Einschnitt erschließt das oberste Drittel des etwa 70 Meter mächtigen Schwarzen Juras. Den Namen erhielten die wegen ihrer dunklen Farbe 178 bis 200 Millionen Jahre alten Ablagerungen eines flachen Epikontinentalmeeres 1837 durch den Geologen Leopold von Buch. Zu sehen ist hier im Aufschluss ganz unten Amaltheenton, ein etwa 38 Meter mächtiger dunkelgrauer Tonstein mit wenigen Fossilien. Darüber liegt der nur 2,1 Meter mächtige Posidonienschiefer mit einem Wechsel von kalkreichen Ölschiefer und fossilenreichen Kalkgestein. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen wurden in dieser Schicht diverse Fossilien gefunden<ref>Nordbayern.de Fischsaurier in Burgthann aufgetaucht (Abgerufen am 10. März 2013)</ref>, die im Kanalmuseum Burgthann und im Universitätsmuseum Altdorf zu besichtigen sind. Die nächste Schicht bildet der 3,2 Meter mächtige Jurensismergel mit kalkreichen Tonen und phosphatischen oder eisensulfidischen Knollen. Den Abschluss bilden dunkelgraue und fossilarme Tonsteine des Opalinuston.<ref>Informationstafel vor Ort (2017)</ref>
1834 hatte König Ludwig I den Auftrag erteilt, die Flüsse Main und Donau zu verbinden. 1840 fand der Durchstich bei Dörlbach statt<ref>http://www.nordbayern.de, Mauern des Alten Kanals Dörlbach noch immer kaputt (Abgerufen am 18. August 2017)</ref>. Bei einer Länge von 1000 Metern, einer Tiefe von etwa 16 Metern und einer Neigung von 47 Grad mussten damals mit einfachen Mitteln enorme Erdmassen bewegt werden. Unterstützt von einem dampfbetriebenen Schaufelbagger des Nürnberger Fabrikanten Johann Wilhelm Spaeth wurde mit Hacke und Schaufel die 17,5 Mio. Gulden teure Baumaßnahmen, was einer heutigen Summe von etwa 8,75 Millionen Euro entspricht, vollendet.
Im Winter 2004/2005 geriet der Nordhang des Abschnitts erstmals ins Rutschen. Nach weiteren Rutschungen 2006 und 2008 wurde ein Rad- und Fußweg aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der felsige und baumbewachsene Südhang ist bis heute stabil. Nach einem geologischen Gutachten wurden in zwei Bauabschnitten 2010 und 2012 umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die Kosten der Sanierung betrugen 2,85 Millionen Euro. Hierbei wurden etwa 80.000 Kubikmeter Erde bewegt und das überwiegend tonige Material mittels Sickerstrang und einer Stützwand gesichert. Im April 2013 wurde der beliebte Rad- und Wanderweg wiedereröffnet.
2017 wurden neue Informationstafeln<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.www.regierung.oberpfalz.bayern.de Neues Informations- und Kommunikationssystem am Ludwig-Donau-Main-Kanal (LDM) eröffnet ( des Vorlage:IconExternal vom 18. August 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Abgerufen am 18. August 2017)</ref> aufgestellt und der Kanalabschnitt für Bauarbeiten erneut trockengelegt.
In den Sommermonaten besteht die Möglichkeit, den Ludwig-Donau-Main-Kanal mit dem Treidelschiff Elfriede wie vor 150 Jahren zu befahren.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gemeinde Burgthann, Treidelschiff Elfriede ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Juni 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Abgerufen am 14. März 2013)</ref>
Bildergalerie[Bearbeiten]
-
Stahlstich Dörlbacher Einschnitt von 1837
-
Dörlbacher Einschnitt nach der Sanierung im März 2013
-
Aufschluss der Erdschichten
-
Trockengelegter Kanal 2017
-
Infotafel vor Ort
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Dörlbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 616 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Landkreis Nürnberg
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Nürnberger Nachrichten, Ausgabe vom 30. April 2013.
Weblinks[Bearbeiten]
- Dörlbach. In: burgthann.de. Abgerufen am 7. November 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Dörlbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Dörlbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Bachmühle | Burgthann | Dörlbach | Ezelsdorf | Großvoggenhof | Grub | Heinleinshof | Mimberg | Oberferrieden | Osterhof | Pattenhofen | Peunting | Rübleinshof | Schwarzenbach | Steinbach | Unterferrieden | Westhaid
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-04
- Ortsteil von Burgthann
- Ort im Landkreis Nürnberger Land
- Ersterwähnung 1339
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nürnberger Land)
- Gemeindeauflösung 1971
- Gemarkung im Landkreis Nürnberger Land