Unterferrieden
Unterferrieden Gemeinde Burgthann
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1208)&title=Unterferrieden 49° 20′ N, 11° 19′ O
{{#coordinates:49,325855|11,3099585|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Unterferrieden | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 436–453 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,13 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 1208 (2022)<ref name="Einwohnerzahl">Einwohnerzahlen | Gemeinde Burgthann. Abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 132 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 90559 | |||||
| Vorwahl: | 09183 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Unterferrieden (Nürnbergisch: „Undafräin“) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Unterferrieden hat eine Fläche von 9,131 km². Sie ist in 2049 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4456,52 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Unterferrieden (093473). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 4. November 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. November 2024.</ref>
Geografische Lage[Bearbeiten]
Das Dorf befindet sich in Luftlinie ca. 2,5 km südlich des Hauptortes Burgthann. Die Bundesstraße 8 verläuft ca. 600 m nördlich des Ortes. Die Kreisstraße LAU 31/NM 42 durchquert den Ort und führt in nördlicher Richtung zur Bundesstraße 8 bei Pfeifferhütte (rd. 1,4 km) bzw. in südlicher Richtung nach Pyrbaum (3,2 km). Gemeindeverbindungsstraßen führen in das wenige hundert Meter östlich liegende Oberferrieden und nach Oberlindelburg, dass sich rd. 1 km nordwestlich von Unterferrieden befindet.<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Südwestlich des Kirchdorfes liegen ausgedehnte Waldgebiete.
Geschichte[Bearbeiten]
Erstmalig wurde das Dorf mit Urkunde vom 14. Juli 1335 erwähnt, als zwischen dem Domkapitel Eichstätt und dem Zollern Johann II. ein Vertrag geschlossen, mit dem die Domherren "ihr Gut, Gult und Aygenschaften zu Nydern- und Obern-Verrieden" an den Nürnberger Burggrafen verkauften. Bereits im Jahre 1360 ist Unterferrieden dann Urbar des Pflegamts Thann vermerkt. Mit 23 Gütern handelte es sich im Jahre 1380 um die größte Ansiedlung im Burgthanner Amtsbezirk.<ref name=":1">Hans Wedel: Burgthann - Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Hrsg.: im Selbstverlag. Druckerei Carl Hessel GmbH Feucht, Burgthann 1982, S. 335 ff.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt des Jahres 1808 wurde Unterferrieden dem Steuerdistrikt Oberferrieden zugewiesen. Im Zuge des Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Unterferrieden. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Altdorf.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 22 (Digitalisat).</ref>
| Ab | Name | Ab | Name | Ab | Name | Ab | Name | Ab | Name |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1803 | Heinrich Blödel | 1839 | Leonhard Schrammel | 1869 | Wolfgang Schrammel | 1912 | Johann Georg Schrammel | 1943 | Georg Wittmann |
| 1804 | Wolfgang Holzammer | 1853 | Leonhard Hirsch | 1876 | Michael Schrammel | 1924 | Johann Kellermann | 1945 | Geog Hirsch, Hans Winter, Konrad Schrammel |
| 1832 | Johann Schrödel | 1860 | Johann Georg Göhring | 1900 | Johann Georg Silberhorn | 1935 | Michael Hirsch | 1946 | Stefan Gömmel |
| 1966 | Georg Göhring (bis 1.1.1972) |
Mit Eröffnung am 14. Dezember 1902 erhielt Unterferrieden eine Haltestelle der Bahnstrecke Burgthann-Allersberg, die den Ort an das Bahnnetz der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen anschloss. Am 9. Februar 1907 wird im Kirchdorf der erste Telefonanschluss freigeschaltet. Gegen Ende des Jahres 1927 erhielt im Rahmen der Orts-Elektrifizierung das erste Anwesen Unterferriedens einen Stromanschluss. Zum 1. Januar 1964 trat die Gemeinde dem Kanalzweckverband "Schwarzachgruppe" bei.<ref name=":1" />
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Unterferrieden am 1. Januar 1972 nach Burgthann eingemeindet.<ref></ref><ref>Burgthann > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 4. November 2024.</ref> Die Lokalbahn Burgthann-Allersberg wurde am 3. Juni 1972 eingestellt. Im Jahre 1978 wurde Unterferrieden an das "Wasserverbundnetz Burgthann-Oberland" angeschlossen.<ref name=":1" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1824 | 1846 | 1871 | 1910 | 1925 | 1933 | 1939 | 1950 | 1970 | 1987 | 2007 | 2010 | 2015 | 2020 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 369 | 356 | 372 | 372 | 436 | 450 | 461 | 630 | 720 | 990 | 1226 | 1199 | 1193 | 1190 | 1176 |
Quellen: 1824+1846<ref name=":1" /> / 1871<ref name=":0">Einwohnerstatistik. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 23. Juni 2026.</ref> / 1910<ref>M. W. Ehrenreich (Zusammensteller): Regierungsbezirk Mittelfranken: Bezirksamt Nürnberg. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Juli 2014; abgerufen am 7. Januar 2026 (Einwohner Dezember 1910).</ref> / 1925<ref name=":0" /> / 1933+1939<ref name="verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> / 1950-1987<ref name=":0" /> / 2007-2025<ref>Zahlen und Fakten. In: Website. der Gemeinde Burgthann, abgerufen am 23. Juni 2026.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
- Die evangelische Marienkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Siehe hierzu Marienkirche (Unterferrieden).
- Ein Bauernhaus, zwei Wohnstallhäuser
- Kreuz
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Gefallenendenkmal[Bearbeiten]
Das Denkmal vor der Kirche wurde am 7. August 1921 eingeweiht. In dem Zeitungsbericht darüber wird auch die ursprüngliche Form beschrieben: „Auf zwei Stufen steht eine massive viereckige Säule in die die Namen der Gefallenen eingemeiselt sind, darauf liegt ein Stahlhelm, unter dem ein Eichenlaubkranz hervorschaut, beide aus dem gleichen Stein nachgebildet.“<ref>Quelle: Archiv der Heimatzeitung "Der Bote" – Ausgabe vom 9. August 1921.</ref> Das Denkmal wurde 1959 grundlegend umgestaltet. Der Helm wurde entfernt, die eingemeißelten Namen wurden überputzt. Dann wurde die Säule kopfüber (mit dem neu eingemeißelten Christusbild) wieder aufgestellt. An den Seiten wurden die Namen der Gefallenen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs in Bleibuchstaben angebracht. In der Marienkirche befindet sich noch eine Tafel aus Eichenholz mit 15 Porzellanbildern der Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Am Volkstrauertag findet jedes Jahr eine Gedenkfeier an dem Denkmal statt.
Feuerwehr[Bearbeiten]
Die Freiwillige Feuerwehr Unterferrieden besteht seit 1875. Das Feuerwehrhaus mit fünf Stellplätzen und einer Waschhalle wird von den Feuerwehren Oberferrieden und Unterferrieden gemeinsam genutzt. Im Einsatzfall stehen ihnen ein MZF, ein LF 8/6 mit Rettungssatz, ein LF 8/6 mit einer Tragkraftspritze PFPN 10-1500 und eine Anhängeleiter zur Verfügung. Im Juni wird jedes Jahr die Sonnwendfeier am alten Bahnhof von der Feuerwehr ausgerichtet.
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Ferrieden. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 126–127 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Landkreis Nürnberg
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks[Bearbeiten]
- Unterferrieden. In: burgthann.de. Abgerufen am 4. November 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Unterferrieden in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Unterferrieden im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Bachmühle | Burgthann | Dörlbach | Ezelsdorf | Großvoggenhof | Grub | Heinleinshof | Mimberg | Oberferrieden | Osterhof | Pattenhofen | Peunting | Rübleinshof | Schwarzenbach | Steinbach | Unterferrieden | Westhaid
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Ortsteil von Burgthann
- Ort im Landkreis Nürnberger Land
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nürnberger Land)
- Gemeindegründung 1808
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Nürnberger Land