Zum Inhalt springen

Unterferrieden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Unterferrieden
Gemeinde Burgthann
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1208)&title=Unterferrieden 49° 20′ N, 11° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1208) 49° 19′ 33″ N, 11° 18′ 36″ O
 {{#coordinates:49,325855|11,3099585|primary
dim=10000 globe= name=Unterferrieden region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 436–453 m ü. NHN
Fläche: 9,13 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 1208 (2022)<ref name="Einwohnerzahl">Einwohnerzahlen | Gemeinde Burgthann. Abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 90559
Vorwahl: 09183
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Unterferrieden (Nürnbergisch: „Undafräin“) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Unterferrieden hat eine Fläche von 9,131 km². Sie ist in 2049 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4456,52 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Unterferrieden (093473). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 4. November 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. November 2024.</ref>

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Dorf befindet sich in Luftlinie ca. 2,5 km südlich des Hauptortes Burgthann. Die Bundesstraße 8 verläuft ca. 600 m nördlich des Ortes. Die Kreisstraße LAU 31/NM 42 durchquert den Ort und führt in nördlicher Richtung zur Bundesstraße 8 bei Pfeifferhütte (rd. 1,4 km) bzw. in südlicher Richtung nach Pyrbaum (3,2 km). Gemeindeverbindungsstraßen führen in das wenige hundert Meter östlich liegende Oberferrieden und nach Oberlindelburg, dass sich rd. 1 km nordwestlich von Unterferrieden befindet.<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Südwestlich des Kirchdorfes liegen ausgedehnte Waldgebiete.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmalig wurde das Dorf mit Urkunde vom 14. Juli 1335 erwähnt, als zwischen dem Domkapitel Eichstätt und dem Zollern Johann II. ein Vertrag geschlossen, mit dem die Domherren "ihr Gut, Gult und Aygenschaften zu Nydern- und Obern-Verrieden" an den Nürnberger Burggrafen verkauften. Bereits im Jahre 1360 ist Unterferrieden dann Urbar des Pflegamts Thann vermerkt. Mit 23 Gütern handelte es sich im Jahre 1380 um die größte Ansiedlung im Burgthanner Amtsbezirk.<ref name=":1">Hans Wedel: Burgthann - Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Hrsg.: im Selbstverlag. Druckerei Carl Hessel GmbH Feucht, Burgthann 1982, S. 335 ff.</ref>

Mit dem Gemeindeedikt des Jahres 1808 wurde Unterferrieden dem Steuerdistrikt Oberferrieden zugewiesen. Im Zuge des Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Unterferrieden. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Altdorf.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 22 (Digitalisat).</ref>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Ab Name Ab Name Ab Name Ab Name Ab Name
1803 Heinrich Blödel 1839 Leonhard Schrammel 1869 Wolfgang Schrammel 1912 Johann Georg Schrammel 1943 Georg Wittmann
1804 Wolfgang Holzammer 1853 Leonhard Hirsch 1876 Michael Schrammel 1924 Johann Kellermann 1945 Geog Hirsch, Hans Winter, Konrad Schrammel
1832 Johann Schrödel 1860 Johann Georg Göhring 1900 Johann Georg Silberhorn 1935 Michael Hirsch 1946 Stefan Gömmel
1966 Georg Göhring (bis 1.1.1972)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Mit Eröffnung am 14. Dezember 1902 erhielt Unterferrieden eine Haltestelle der Bahnstrecke Burgthann-Allersberg, die den Ort an das Bahnnetz der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen anschloss. Am 9. Februar 1907 wird im Kirchdorf der erste Telefonanschluss freigeschaltet. Gegen Ende des Jahres 1927 erhielt im Rahmen der Orts-Elektrifizierung das erste Anwesen Unterferriedens einen Stromanschluss. Zum 1. Januar 1964 trat die Gemeinde dem Kanalzweckverband "Schwarzachgruppe" bei.<ref name=":1" />

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Unterferrieden am 1. Januar 1972 nach Burgthann eingemeindet.<ref></ref><ref>Burgthann > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 4. November 2024.</ref> Die Lokalbahn Burgthann-Allersberg wurde am 3. Juni 1972 eingestellt. Im Jahre 1978 wurde Unterferrieden an das "Wasserverbundnetz Burgthann-Oberland" angeschlossen.<ref name=":1" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1824 1846 1871 1910 1925 1933 1939 1950 1970 1987 2007 2010 2015 2020 2025
Einwohnerzahl 369 356 372 372 436 450 461 630 720 990 1226 1199 1193 1190 1176

Quellen: 1824+1846<ref name=":1" /> / 1871<ref name=":0">Einwohnerstatistik. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 23. Juni 2026.</ref> / 1910<ref>M. W. Ehrenreich (Zusammensteller): Regierungsbezirk Mittelfranken: Bezirksamt Nürnberg. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Juli 2014; abgerufen am 7. Januar 2026 (Einwohner Dezember 1910).</ref> / 1925<ref name=":0" /> / 1933+1939<ref name="verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> / 1950-1987<ref name=":0" /> / 2007-2025<ref>Zahlen und Fakten. In: Website. der Gemeinde Burgthann, abgerufen am 23. Juni 2026.</ref>

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Datei:Unterferrieden Kirche2.jpg
Marienkirche (2023)
  • Die evangelische Marienkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Siehe hierzu Marienkirche (Unterferrieden).
  • Ein Bauernhaus, zwei Wohnstallhäuser
  • Kreuz

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Gefallenendenkmal[Bearbeiten]

Datei:Gefallenendenkmal Unterferrieden.JPG
Gefallenendenkmal Unterferrieden

Das Denkmal vor der Kirche wurde am 7. August 1921 eingeweiht. In dem Zeitungsbericht darüber wird auch die ursprüngliche Form beschrieben: „Auf zwei Stufen steht eine massive viereckige Säule in die die Namen der Gefallenen eingemeiselt sind, darauf liegt ein Stahlhelm, unter dem ein Eichenlaubkranz hervorschaut, beide aus dem gleichen Stein nachgebildet.“<ref>Quelle: Archiv der Heimatzeitung "Der Bote" – Ausgabe vom 9. August 1921.</ref> Das Denkmal wurde 1959 grundlegend umgestaltet. Der Helm wurde entfernt, die eingemeißelten Namen wurden überputzt. Dann wurde die Säule kopfüber (mit dem neu eingemeißelten Christusbild) wieder aufgestellt. An den Seiten wurden die Namen der Gefallenen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs in Bleibuchstaben angebracht. In der Marienkirche befindet sich noch eine Tafel aus Eichenholz mit 15 Porzellanbildern der Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Am Volkstrauertag findet jedes Jahr eine Gedenkfeier an dem Denkmal statt.

Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Unterferrieden besteht seit 1875. Das Feuerwehrhaus mit fünf Stellplätzen und einer Waschhalle wird von den Feuerwehren Oberferrieden und Unterferrieden gemeinsam genutzt. Im Einsatzfall stehen ihnen ein MZF, ein LF 8/6 mit Rettungssatz, ein LF 8/6 mit einer Tragkraftspritze PFPN 10-1500 und eine Anhängeleiter zur Verfügung. Im Juni wird jedes Jahr die Sonnwendfeier am alten Bahnhof von der Feuerwehr ausgerichtet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Unterferrieden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende