Pattenhofen
Pattenhofen Gemeinde Burgthann
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(147)&title=Pattenhofen 49° 22′ N, 11° 18′ O
{{#coordinates:49,359722222222|11,304166666667|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Pattenhofen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 359–409 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 147 (6. Juni 2020)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 90559 | |||||
| Vorwahl: | 09183 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Pattenhofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Pattenhofen liegt in der Gemarkung Burgthann.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. November 2024.</ref>
Geografische Lage[Bearbeiten]
Das ländlich geprägte Dorf liegt an der im Tal der Schwarzach verlaufenden Staatsstraße 2401 zwischen Burgthann (1,2 km östlich) und Ochenbruck (3 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Altenthann (0,8 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Wahrscheinlich wurde Pattenhofen bereits im 10. Jahrhundert gegründet. Der Name des Dorfes geht auf den oberdeutsch-althochdeuschen Personennamen Patufried in der Kurzform Patto zurück.<ref name="BUTH" />
Der Ort wurde erstmals in der Monumenta Zollerana mit dem Datum 28. Februar 1289 urkundlich erwähnt, als König Rudolf I. den Nürnberger Burggrafen Friedrich III. von Zollern u. a. mit zwei Gütern „in villa pettenhofen“ belehnte. In einer weiteren Urkunde vom 14. April 1329 wird darüber berichtet, dass Ludwig von "Steinelpach" seinen Hof in Pattenhofen an das Klarissenkloster in Nürnberg verkauft hat. Als Burggraf Friedrich V. im Jahre 1360 von Kaiser Karl IV. mit dem Amt Altdorf belehnt wird, geht auch das Dorf Pattenhofen in Besitz der Hohenzollern über.<ref>Rudolf von Stillfried-Rattonitz und Dr. Traugott Maercker, Die Monumenta Zollerana, Berlin, Ernst & Korn (Gropius'sche Buch- und Kunsthandlung), 1856: Band 2: Urkunden der fränkischen Linie 1235-1332. In: Münchener DigitalisierungZentrum, Digitale Bibliothek. Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref>
Als Folge des Landshuter Erbfolgekriegs wurde das Amt Altdorf im Jahre 1504 von der Freien Reichsstadt Nürnberg erobert<ref>Altdorfs Geschichte / Altdorfer Zeitreise / Teil 10. In: Website. der Stadt Altdorf, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref> und der Stadt Nürnberg mit dem „Kölner Schiedsspruch“ des Jahres 1505 durch Kaiser Maximilian I. auch rechtlich zugesprochen.<ref>Altdorfs Geschichte / Altdorfer Zeitreise / Teil 11. In: Website. der Stadt Altdorf, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref>
Da die Schwarzach die Grenze zwischen dem nunmehr nürnbergischen Pflegamt Altdorf und dem ansbachisch-markgräflichen Amt Burgthann bildete, wurde Pattenhofen zum „Grenzdorf“. Der Ort selbst lag dabei auf Nürnberger Gebiet, während der Großteil der Felder und Waldungen jenseits der Schwarzach auf markgräflichem Territorium lag. In der Folgezeit kam es daher zu Jahrzehnte andauernden Spannungen zwischen den beiden Herrschaften, die auch mit dem betreffenden Urteil des Reichskammergerichtes zu Speyer vom 18. September 1585 nicht beigelegt werden konnten.<ref name="HW" />
Im Jahre 1610 wurde das Dorf, das bis dahin der Kirchengemeinde Altdorf angehörte, in die Kirchengemeinde St. Veit Altenthann umgepfarrt.<ref name="HW" />
Während es Dreißigjährigen Krieges kam es am 30. Juli 1932 im Schwarzachtal zwischen der Einöde Fröschau und Pattenhofen zu einem blutigen Gefecht zwischen dem Schwedenkönig Gustav-Adolf und General Ernst Georg von Sparr mit seinen Truppen der Katholischen Liga.<ref name="HW" /><ref>Altdorfs Geschichte / Altdorfer Zeitreise / Teil 35. In: Website. der Stadt Altdorf, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref> In der Folgezeit, insbesondere im Jahre 1634, wurde der Ort schwer von der Pest heimgesucht. Am Ende dieses epochalen Kriegsgeschehens bestand Pattenhofen noch aus 9 Nürnberger und 4 markgräflichen Anwesen.<ref name="HW" />
Im Jahre 1806 wird Pattenhofen Teil des neu gegründeten Königreichs Bayern. Mit den Gemeindeedikten von 1808 bzw. 1818 wurde Pattenhofen dem Steuerdistrikt bzw. der Ruralgemeinde Altenthann zugeordnet.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 21 (Digitalisat).</ref>
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges kam es auch um Pattenhofen zu Kämpfen zwischen der US-Armee und der Deutschen Wehrmacht. Im Zeitraum vom 16. bis 21. April 1945 wurden hierbei durch Artilleriebeschuss sechs Wohnstallgebäude und acht Scheunen zerstört.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Altenthann aufgelöst und das Dorf Pattenhofen nach Burgthann eingegliedert.<ref></ref><ref>Burgthann > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 8. November 2024.</ref> In der vorausgegangenen Bürgerabstimmung haben sich die Einwohner Pattenhofens einstimmig für die Eingemeindung nach Burgthann ausgesprochen.<ref name="BM" /><ref name="TAFEL" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Berichtsjahr | 1871 | 1910 | 1925 | 1950 | 1970 | 1987 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 97 | 78 | 96 | 101 | 105 | 146 | 147 |
Quellen: 1871<ref name=":0">Einwohnerzahlen. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 10. Juni 2026.</ref> / 1910<ref>Hans Wedel: Burgthann - Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Hrsg.: im Selbstverlag. Druckerei Carl Hessel GmbH, Feucht 1982, S. 163 ff.</ref> / 1925–1987<ref name=":0" />
Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Ein Anwesen ist vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal ausgewiesen. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Felsenkeller Bumberer[Bearbeiten]
Der Felsenkeller Bumberer befindet sich etwa 500 Meter nordöstlich von Pattenhofen. Der in den Sandstein getriebene Felsenkeller gehörte bis 1963 zum abgegangenen Pattenhofener „Gasthaus zum Felsenkeller“. Er wurde als Lager- und Sommerkeller genutzt. Wegen der durch einen Widder erzeugten Geräuschentwicklung einer nahen Quellpumpe, wurde der Keller im Volksmund Bumberer (bumbern für klopfen)<ref>bumbern für klopfen</ref> genannt. In den 2010ern wurde der Keller restauriert und zweimal für lokale Veranstaltungen genutzt. Der Plan einer dauerhaften Revitalisierung wurde aufgegeben. Der Keller ist in Privatbesitz und versperrt.<ref name="BM" /><ref name="HW" />
Quelle beim Bumberer[Bearbeiten]
Unmittelbar am Felsenkeller befindet sich eine Schichtquelle. Die ergiebig schüttende und 1920 gefasste Quelle diente der Wasserversorgung der Altenthanner Bauernhöfe. Zu den höher gelegenen Höfen wurde das Wasser mittels zweier Widder hochgepumpt. Heute entwässert die Quelle in einen kleinen Bach, der nach 100 Metern in einen Teich mündet. Der Abfluss des Teichs entwässert anschließend nach 200 Metern in die Schwarzach.<ref name="NN" /><ref name="BYAT" />
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Pattenhofen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 311 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Petershofen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 324 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Landkreis Nürnberg
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks[Bearbeiten]
- Pattenhofen. In: burgthann.de. Abgerufen am 8. November 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Pattenhofen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Pattenhofen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="BYAT"> Lage im BayernAtlas (abgerufen am 7. März 2019) </ref> <ref name="BM"> Exkursions-Skript, Von Steinbrüchen, Bergwerken, Höhlen und Quellen. Bernd Mayer (Diplom-Geologe), Ausgabe 7. Oktober 2018 </ref> <ref name="NN"> Als das Bumberer-Wasser noch Zankapfel war. n-land.de (abgerufen am 7. März 2019) </ref> <ref name="HW">Hans Wedel. Burgthann: Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Burgthann 1982, S. 172</ref> <ref name="TAFEL"> Infotafel zu Pattenhofen vor Ort </ref> <ref name="BUTH"> Pattenhofen auf www.burgthann.de, abgerufen am 19. Juni 2020 </ref> </references>
Bachmühle | Burgthann | Dörlbach | Ezelsdorf | Großvoggenhof | Grub | Heinleinshof | Mimberg | Oberferrieden | Osterhof | Pattenhofen | Peunting | Rübleinshof | Schwarzenbach | Steinbach | Unterferrieden | Westhaid