Mimberg
Mimberg Gemeinde Burgthann
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1587)&title=Mimberg 49° 21′ N, 11° 17′ O
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| Höhe: | 370–423 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 1587 (Okt. 2022)<ref name="Einwohnerzahl">Einwohnerzahlen | Gemeinde Burgthann. Abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90559 | |||||
| Vorwahl: | 09183 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Mimberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Mimberg liegt in der Gemarkung Burgthann.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. November 2024.</ref>
Geografische Lage[Bearbeiten]
Das Dorf liegt am Mühlbach, einem linken Zufluss der Schwarzach. Die Kreisstraße LAU 34 durchquert den Ort und führt zur Bundesstraße 8 (1,2 km westlich) bzw. nach Burgthann (2,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung ist auf das Jahr 1343 datiert und berichtet von einem „Gehöft am Berg des Munno“. Ab dem Jahre 1360 der Ort unter den Namen "Obern- und Nidern-Munperg" erwähnt, womit die Existenz zweier Weiler, die in mittelbarer Nachbarschaft liegen, nachgewiesen. Im Jahre 1360 gelangen die beiden Gehöfte, die bis dahin einem "Herrn von Buttenheim" gehörten, in den Besitz des Engelhard von Thann.<ref name=":0">Hans Wedel: Burgthann - Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Hrsg.: im Selbstverlag. Druckerei Carl Hessel GmbH, Feucht 1982, S. 143 ff.</ref>
Auf den Urpositionsblättern der Bayerischen Landvermessung sind die beiden Weiler, die sich im Bereich des Kreisverkehrs in der Burgthanner Straße – für Untermimberg – bzw. an der Erlenstraße – für Obermimberg – befanden, gut ersichtlich.<ref>Historische Karte. In: BayernAtlas. Kartenviewer des Freistaats Bayern, abgerufen am 9. Juni 2026.</ref>
In dem etwas abseits gelegenen Ort wurde jahrhundertelang hauptsächlich Landwirtschaft und Zeidlerei betrieben. Im ältesten "Nürnberger Honigbüchlein" aus dem Jahre 1505 sind daher auch die "honigpflichtigen" Güter Mimbergs aufgeführt. Im Jahre 1558 wurde Mimberg von der Pestepidemie getroffen.<ref name=":0" />
Im Jahre 1797 bestand der Weiler Obermimberg aus 3 und Untermimberg aus 4 Anwesen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurden Ober- und Untermimberg dem Steuerdistrikt Burgthann und der Ruralgemeinde Burgthann zugewiesen.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 21 (Digitalisat).</ref><ref>Burgthann > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 8. November 2024.</ref>
Im Jahre 1850 ging eine Ziegelei aus einem Steinbruch hervor und bestand bis 1971. Der Bau der Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg in den Jahren 1869 bis 1871 veränderte das Dorfbild Mimbergs nachhaltig, zumal das Anwesen mit der Hausnummer 4 (in Untermimberg) diesem Infrastrukturprojekt weichen musste. Mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke im Jahre 1894 erhielt auch des "Ziegelwerk Mimberg" einen eigenen Bahnanschluss.<ref name=":0" />
Am 9. April 1901 entgleiste im Ortsbereich Untermimberg der Personenzug Nr. 447, der von Nürnberg über Regensburg nach Wien unterwegs war. Mehrere Personen, meist Offiziere, die nach Österreich reisen wollten, wurden schwer verletzt.<ref name=":0" />
Im Weiler Obermimberg wird im Jahre 1926 von privater Seite ein erstes Stromnetz erstellt, das mittels eines Rohölmotor mit Strom versorgt wurde. Am 25. September 1935 erfolgte die Inbetriebnahme des vom Fränkischen Überlandwerk errichteten Stromnetzes der beiden Orte Ober- und Untermimberg.<ref name=":0" />
Den Zweiten Weltkrieg überstand der Ort ohne direkte Schäden.
Mit Einweihung der Haltestelle Mimberg am 14. Mai 1950 erhielt der Ort einen Anschluss an das Bundesdeutsche Eisenbahnnetz. Die hierfür notwendigen Baumaßnahmen wurden großteils von der Mimberger Bevölkerung in unentgeltlicher Eigenleistung durchgeführt. Im Jahre 1952 werden die Orte Ober- und Untermimberg an die zentrale Wasserversorgung Burgthanns angeschlossen. Am 29. Juni 1952 wurde das neu errichtete Altenheim mit 75 Pflegebetten eingeweiht.<ref name=":0" />
Im Jahre 1966 wurde der in der Burgthanner Strasse ansässige Tankstellen- und Kfz-Reparaturbertrieb gegründet. Im Zeitraum von 1966 bis 1970 wurden die Siedlungsgebiete "Blumenstraßen", "Vogelstraßen" und Kappelstraße erschlossen. 1975 folgten die Siedlungen "Sandgrube" und Ginsterweg.<ref name=":0" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Obermimberg[Bearbeiten]
| Jahr | 1871 | 1925 | 1950 |
|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 21 | 26 | 41 |
Quelle<ref>Historische Einwohnerzahlen Obermimberg. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 9. Juni 2026.</ref>
Untermimberg[Bearbeiten]
| Jahr | 1871 | 1925 | 1950 |
|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 67 | 105 | 328 |
Quelle<ref>Historische Einwohnerzahlen Untermimberg. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 9. Juni 2026.</ref>
Mimberg[Bearbeiten]
| Jahr | 1987 | 2007 | 2010 | 2015 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 1464 | 1667 | 1602 | 1558 | 1591 | 1615 | 1584 | 1600 | 1619 | 1741 |
Quellen: 1987<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 343 (Digitalisat).</ref> / 2007–2025<ref>Einwohnerzahlen. In: Website. der Gemeinde Burgthann, abgerufen am 9. Juni 2026.</ref>
Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]
Der Haltepunkt Mimberg wurde von den Mimberger Bürgern großteils in Eigenleistung erstellt und 1950 eröffnet. Neben der S-Bahn Nürnberg ist Mimberg durch die örtliche Buslinie 555 des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg an die Gemeinde Burgthann angebunden.
Die von der Arbeiterwohlfahrt Nürnberger Land e.V. betriebene Senioreneinrichtung Mimberg "Rudolf Scharrer" verfügt über 76 Pflegeplätze in Einzel- und Doppelzimmern.<ref>Website der AWO abgerufen am 9. Juni 2026</ref>
Am 15. Januar 1973 wurde der von der Ev. Luth. Kirchgengemeinde getragene Kindergarten eröffnet und kann bis zu 50 Kinder aufnehmen.<ref name=":0" />
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Mimberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 615 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Obermimberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 199 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks[Bearbeiten]
- Mimberg. In: burgthann.de. Abgerufen am 8. November 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Mimberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Mimberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references />
Bachmühle | Burgthann | Dörlbach | Ezelsdorf | Großvoggenhof | Grub | Heinleinshof | Mimberg | Oberferrieden | Osterhof | Pattenhofen | Peunting | Rübleinshof | Schwarzenbach | Steinbach | Unterferrieden | Westhaid