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Grub (Burgthann)

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Grub
Gemeinde Burgthann
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(666)&title=Grub 49° 20′ N, 11° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(666) 49° 20′ 25″ N, 11° 22′ 41″ O
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Höhe: 468–526 m ü. NHN
Einwohner: 666 (Sep. 2022)<ref name="Einwohnerzahl">Einwohnerzahlen | Gemeinde Burgthann. Abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 90559
Vorwahl: 09187
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Grub (Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[ɡʁuːp] <phonos file="De-grub.ogg"></phonos>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Grub hat eine Fläche von 5,080 km². Sie ist in 1554 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 3269,15 m² haben.<ref>Gemarkung Grub (093429). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 4. November 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Großvoggenhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. November 2024.</ref>

Lage[Bearbeiten]

Beim Dorf entspringen der Kettenbach und der Gruberbach, beides linke Zuflüsse der Schwarzach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2401 (1,7 km nördlich) bzw. nach Kettenbach (3,1 km östlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gspannberg (1,3 km nördlich), nach Großvoggenhof (0,7 km südöstlich) und nach Ezelsdorf (2,1 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. November 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich dürfte sich auf den Anhöhen bei Grub eine befestigte Anlage befunden haben. Hierzu ist im Codex diplomaticus et epistolaris regni Bohemiae (II-Nr. 446-47) folgendes notiert: "Konrad von Helgaben öffnet dem Kaiser Karl IV. die Burg Grub, südlich von Altdorf". Weitere schriftliche Hinweise auf diesen Wehrbau sind bislang nicht erschlossen. Lediglich einige Flurnamen wie "Hofwiese" bzw. Hofstattäcker", die der Uraufnahme Grubs<ref>Uraufnahme Grub: BayernAtlas. In: Kartenviewer. des Freistaats Bayern, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref> zu entnehmen sind, liefern Hinweise auf einen Herrensitz in Grub.<ref name=":0" />

Auch die Herkunft des Ortsnamens lässt sich nicht mit letzter Sicherheit bestimmen. Sofern er slawische Wurzeln hat, könnte er von „grib“ für Anhöhe abgeleitet worden sein. Es könnte sich aber auch um eine Siedlung an der Erzgrube handeln. Am wahrscheinlichsten dürfte jedoch sein, dass der Ortsname auf die Grenzlage zur Pfalz zurückzuführen ist und auf „vergruben“ (Grenzsteine setzen) zurückgeht.<ref name=":0" />

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes erfolgte im Jahre 1339 durch Kaiser Ludwig IV. Ursprünglich war Grub ein Böhmisches Lehen, da Kaiser Karl IV. im Jahre 1358 das Adelsgeschlecht „Redwitz zu Hassenberg“<ref>Prof. Dr. Ernst Heinrich Keschke im Verein mit mehreren Historikern, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Herausgeber: Prof. dr. Ernst Heinrich Kneschke, Leipzig 1867, Seite 395: Adelslexikon. In: Münchener DigitalisierungsZentrum, Digitale Bibliothek. Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 13. Juni 2026.</ref> mit dem Dorf Grub belehnt. Der hiesige Familienzweig nannte sich fortan „Redwitz zu Hassenberg-Grub“ und hatte nachweislich in Bernlohe weitere Besitzungen.<ref name=":0" />

Am 22. Februar 1360 erwirbt der Nürnberger Burggraf Albrecht von seinem Oheim Johannes I. von Nassau u. a. den Zehnten von „Grube“. Damit kam der Ort unter die Hochgerichtsbarkeit des Oberamtes Burgthann. 1366 diente das „Pflegamt Thann“ – und damit auch Grub – als Hochzeitsgabe, als die Tochter des Burggrafen Friedrich V., Elisabeth von Hohenzollern, den Pfalzgrafen Ruprecht heiratete. Bis zur Zahlung der restlichen Mitgift im Jahre 1404 war das Amt Burgthann daraufhin Teil der Pfalzgrafschaft bei Rhein. Danach wurde Grub von den Ansbacher Markgrafen wieder in Besitz genommen. Diese Wechsel hatten augenscheinlich auch Auswirkungen auf die offizielle Hochgerichtsbarkeit, denn eine Nürnberger Beschreibung aus dem Jahre 1504 vermerkte, dass die Hohenzoller Markgrafen und die Deutschherren aus Postbauer diese jeweils für sich reklamierten. Zu jener Zeit gehörten von den 15 Höfen in Grub 13 zum Amt Burgthann und 2 zum Pflegamt Postbauer.<ref name=":0" />

Im Jahre 1749 wird das Dorf von der Seuche Blattern heimgesucht. Grub weist um 1797 aus 21 Anwesen auf, die sich aus 1 Hof, 3 Halbhöfen, 6 Viertelhöfen, 6 Gütern, 4 Häusern und einem Gemeindehirtenhaus zusammensetzten.

Mit Besitzergreifungspatent vom 20. Mai 1806 wurde die Markgrafschaft Ansbach und damit auch das Dorf Grub dem Königreich Bayern angegliedert.<ref>Besitzergreifungs-Patent. In: Haus der Bayerischen Geschichte. Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref> Mit den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 wurde Grub dem Steuerdistrikt Ezelsdorf zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Grub, zu der Großvoggenhof gehörte. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Altdorf.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 21 (Digitalisat).</ref>

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Ab Name Ab Name Ab Name Ab Name Ab Name
1821 Leonhard Vizthum 1840 Johann Nerreter 1854 Johann Pölloth 1876 Johann Kreussel 1925 Andreas Wiedmann
1824 Erhard Odörfer 1844 Joh. Leonhard Wiedmann 1864 Konrad Odörfer 1888 Johann Pölloth 1945 Johann Wiedmann
1827 Johann Wiedmann 1851 Johann Nerreter 1868 Konrad Odörfer 1901 Johann Kreussel

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Datei:Grub5.jpg
Schulhaus in Grub (2024)

Im Oktober 1824 wurde das erste Schulhaus fertiggestellt, so dass die bis dahin ambulierende Schule über ein eigenes Gebäude verfügte. Die Elektrifizierung der Gemeinde wird im Jahre 1925 abgeschlossen und am 2. Juli 1925 mit einer „Lichtfeier“ gewürdigt. Mit dem Bau einer Wasserversorgung wurde im Jahre 1968 begonnen. Die Gesamtbaukosten hierfür summieren sich auf über 2,1 Millionen Mark. Die Volksschule Grub wird 1968 in den Schulverband Nürnberg-Land-Süd mit Sitz in Burgthann eingegliedert.<ref name=":0" />

Nach einer vorangegangenen Abstimmung, bei der nahezu Einstimmigkeit erreicht wurde, erfolgte am 1. Januar 1972, im Zuge der Gebietsreform in Bayern, die Eingemeindung der Gemeinde Grub nach Burgthann.<ref></ref><ref>Burgthann > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 4. November 2024.</ref>

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Gemeinde Grub[Bearbeiten]

Jahr 1824 1846 1871 1900 1910 1925 1933 1939 1950 1970 1987 2007 2010 2015 2020 2025
Einwohnerzahl 203 293 266 231 268 254 257 237 277 230 435 568 570 600 646 684

Quellen: 1824-1846<ref name=":0">Hans Wedel: Burgthann - Geschichte, Geschichten und Notizen aus den Dörfern der Großgemeinde. Hrsg.: im Selbstverlag. Druckerei Carl Hessel GmbH, Feucht 1982, S. 235 ff.</ref> / 1871+1925+1950-1987<ref name=":1">Einwohnerzahlen Dorf Grub. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref> / 1900<ref name=":2">Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern, Herausgegeben vom Königlich Bayerischen Statistischen Bureau, J. Lindauersche Buchhandlung, München 1904, Spalte 1239. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum, Digitale Bibliothek. BSB Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref> / 1910<ref>M. W. Ehrenreich (Zusammensteller): Regierungsbezirk Mittelfranken: Bezirksamt Nürnberg. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Juli 2014; abgerufen am 7. Januar 2026 (Einwohner Dezember 1910).</ref> / 1925+1933<ref name="verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> / 2007-2025<ref>Zahlen und Fakten. In: Website. der Gemeinde Burgthann, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref>

Dorf Grub[Bearbeiten]

Jahr 1824 1846 1871 1900 1925 1950 1970
Einwohnerzahl 152 243 199 179 191 223 192
Datei:Grub6.jpg
Tafel in Grub (2024)

Quellen: 1824+1846<ref name=":0" /> / 1871<ref name=":1" /><ref name=":3" /> / 1900<ref name=":2">Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern, Herausgegeben vom Königlich Bayerischen Statistischen Bureau, J. Lindauersche Buchhandlung, München 1904, Spalte 1239. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum, Digitale Bibliothek. BSB Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref> / 1925-1970<ref name=":1" /><ref name=":3">Einwohnerzahlen Dorf Großvoggenhof. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 12. Juni 2026.</ref>

Ehemaliges Baudenkmal[Bearbeiten]

  • Dorfstraße 27: Wohnstallhaus

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Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Grub (Burgthann) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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