Zum Inhalt springen

Kreis Isenhagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Landkreis Isenhagen)
Basisdaten
Preußische Provinz Hannover
Regierungsbezirk Lüneburg
Verwaltungssitz Isenhagen
Bestandszeitraum 1885–1932
Fläche 818 km² (1925)
Einwohner 22.036 (1925)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km² (1925)
Gemeinden 74 (1932)
Lage des Kreises Isenhagen in der Provinz Hannover
Datei:Isenhagen in Hannover 1905.png
Datei:Merian Isenhagen Kloster.jpg
Merian-Stich von Kloster Isenhagen um 1654
Datei:Isenhagen Kloster Kirche.jpg
Heutige Ansicht des früheren Klosters

Der Kreis Isenhagen war von 1885 bis 1932 ein Landkreis in der preußischen Provinz Hannover im Raum Hankensbüttel-Wittingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Vorgänger des Kreises war das Amt Isenhagen. Dieses entstand 1533 durch die Säkularisation des Klosters Isenhagen als Klosteramt ohne abgerundetes Hoheitsgebiet. 1799 wurden durch Verordnung König Georgs III. die Gografschaft Hankensbüttel und die Vogtei Steinhorst mit insgesamt 31 Dörfern vom Amt Gifhorn abgetrennt und dem Amt Isenhagen zugeschlagen. 1859 vereinigte man die Ämter Isenhagen und Knesebeck zu einem vergrößerten Amt Isenhagen, aus dem 1885 der Kreis Isenhagen hervorging.

Zum 1. Oktober 1932 wurde durch eine Verordnung des preußischen Staatsministeriums der Kreis Isenhagen aufgelöst und mit dem Kreis Gifhorn zusammengeschlossen.<ref>§ 63/Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1. August 1932 (Preußische Gesetzsammlung Nr. 43/1932, S. 260)</ref>

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohner<ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 1890 1900 1910 1925
Kreis Isenhagen 16.402 17.846 20.358 22.036

Landräte[Bearbeiten]

Gemeinden und Gutsbezirke[Bearbeiten]

Dem Kreis gehörten die folgenden Gemeinden an:<ref>Landkreis Isenhagen im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2022; abgerufen am 4. Februar 2026.</ref><ref name="demand" />

Gemeinde eingemeindet
nach
Datum der
Eingemeindung
Heutige
Gemeinde
Anmerkung
Allersehl Dedelstorf
Alt Isenhagen Hankensbüttel
Altendorf Brome
Behren Sprakensehl 30. September 1928 Sprakensehl
Benitz Altendorf 17. Oktober 1928 Brome von 1950 bis 1974
wieder eigene Gemeinde
Betzhorn Wahrenholz
Blickwedel Sprakensehl
Boitzenhagen Wittingen
Bokel Sprakensehl
Bottendorf Schweimke 30. September 1928 Obernholz von 1953 bis 1974
wieder eigene Gemeinde
Brome, Flecken Brome
Croya Parsau
Darrigsdorf Wittingen
Dedelstorf Dedelstorf
Ehra-Lessien Ehra-Lessien Gemeindegründung am
15. November 1928
Ehra Ehra-Lessien 15. November 1928 Ehra-Lessien
Emmen Hankensbüttel
Erpensen Wittingen
Eutzen Wittingen
Fünfmühlen Hagen bei Knesebeck
Wunderbüttel
17. Oktober 1928 Wittingen
Gannerwinkel Wittingen
Glüsingen Wittingen
Grebshorn Eldingen, Lkr. Celle
Groß Oesingen Groß Oesingen
Hagen bei Knesebeck Wittingen
Hagen bei Sprakensehl Blickwedel 30. September 1928 Sprakensehl von 1955 bis 1974
wieder eigene Gemeinde
Hankensbüttel Isenhagen-Hankensbüttel 30. September 1928 Hankensbüttel
Isenhagen Isenhagen-Hankensbüttel 30. September 1928 Hankensbüttel
Isenhagen-Hankensbüttel Hankensbüttel Gemeindegründung am
30. September 1928
Kaiserwinkel Parsau Gemeindegründung am
15. November 1928
Kakerbeck Wittingen
Klein Oesingen Groß Oesingen 30. September 1928 Groß Oesingen
Knesebeck Wittingen
Küstorf Teschendorf 17. Oktober 1928 Wittingen
Langwedel Dedelstorf
Lessien Ehra-Lessien 15. November 1928 Ehra-Lessien
Lingwedel Dedelstorf
Lüben Wittingen
Lüsche Steinhorst
Mahnburg Hagen bei Knesebeck 17. Oktober 1928 Wittingen
Mahrenholz Groß Oesingen
Masel Sprakensehl
Ohrdorf Wittingen
Oerrel Dedelstorf
Plastau Zasenbeck 17. Oktober 1928 Wittingen von 1953 bis 1974
wieder eigene Gemeinde
Rade Wittingen
Radenbeck Wittingen
Räderloh Steinhorst
Repke Dedelstorf
Schneflingen Wittingen
Schönewörde Schönewörde
Schweimke Obernholz
Sprakensehl Sprakensehl
Steimke Obernholz
Steinhorst Steinhorst
Stöcken Wittingen
Suderwittingen Wittingen
Teschendorf Wittingen
Tülau-Fahrenhorst Tülau
Voitze Tülau
Vorhop Wittingen
Wahrenholz Wahrenholz
Weddersehl Dedelstorf
Wentorf Obernholz
Wesendorf Wesendorf
Westerholz Wesendorf
Wettendorf Schweimke 30. September 1928 Obernholz von 1953 bis 1974
wieder eigene Gemeinde
Wierstorf Obernholz
Wiswedel Brome
Wittingen, Stadt Wittingen
Wollerstorf Wittingen
Wunderbüttel Wittingen
Zahrenholz Groß Oesingen
Zasenbeck Wittingen
Zicherie Brome

Im Kreis Isenhagen bestanden bis 1928 außerdem 16 Gutsbezirke:<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Hannover, 1908</ref>

Gutsbezirk eingemeindet
nach
Datum der
Eingemeindung
Heutige
Gemeinde
Forst Betzhornerleu Betzhorn 30. September 1928 Wahrenholz
Forst Bösebruch Wahrenholz 30. September 1928 Wahrenholz
Forst Emmerholz Emmen 30. September 1928 Hankensbüttel
Forst Emmerleu Oerrel 30. September 1928 Dedelstorf
Forst Espenleu Wahrenholz 30. September 1928 Wahrenholz
Forst Espenloh Blickwedel 30. September 1928 Sprakensehl
Forst Jafel und Papenbergsgehege Steinhorst 30. September 1928 Steinhorst
Forst Kiekenbruch Knesebeck 30. September 1928 Wittingen
Malloh Vorhop 30. September 1928 Wittingen
Forst Maselerwald Sprakensehl 30. September 1928 Sprakensehl
Rumstorf Lüben 30. September 1928 Wittingen
Forst Schweimkerholz Schweimke 30. September 1928 Obernholz
Stöckener Teich Lüben und Stöcken 30. September 1928 Wittingen
Stüh Knesebeck 30. September 1928 Wittingen
Forst Welloh Sprakensehl 30. September 1928 Sprakensehl
Zollhaus Ehra-Lessien und Kaiserwinkel 15. November 1928 Ehra-Lessien und Parsau

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kreis Isenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references /> Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein