Zum Inhalt springen

Bernwiller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bernwiller
Datei:Blason de la ville de Bernwiller (68).svg
Bernwiller (Frankreich)
Bernwiller (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux-Niederbruck
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 41′ N, 7° 11′ OKoordinaten: 47° 41′ N, 7° 11′ O
 {{#coordinates:47,691388888889|7,1908333333333|primary
dim=20000 globe= name=Bernwiller region=FR-68 type=city
  }}
Höhe 277–307 m
Fläche –
Einwohner 1.205 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code 68006
Website ammertzwiller-bernwiller.fr
Datei:Bernwiller, Mairie.JPG
Bürgermeisteramt (Mairie)

Bernwiller ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), elsässisch Barnwiller) ist eine französische Gemeinde mit 1.205 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) und ist Mitglied des Gemeindeverbands Sud Alsace Largue.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bernwiller liegt im Sundgau, etwa zwölf Kilometer südwestlich von Mülhausen. Sie besteht aus den Ortsteilen Bernwiller und Ammertzwiller.

Der Ort liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland am Spechbach, der nördlich Soppe-le-Bas im Feldgraben seiner Ursprung hat und nahe Spechbach-le-Bas als Krebsbach die Larg erreicht.

Gliederung[Bearbeiten]

Ortsteil ehemaliger
INSEE-Code
Fläche (km²) Einwohnerzahl zum
1. Januar 2023<ref>aktuelle Einwohnerzahlen gemäß INSEE</ref>
Ammertzwiller (Verwaltungssitz)00 68006 3,05 453
Bernwiller 68031 7,60 752

Geschichte[Bearbeiten]

Bernweiler erstmals 784 als Barunwilare erwähnt. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt, kam dann durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. an Habsburg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam der Ort im Westfälischen Frieden 1648 mit dem ganzen habsburgischen Besitz im Elsass an die französische Krone.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bernweiler als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Thann, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg festigte sich nach einem kurzfristigen französischen Vorstoß auf Mühlhausen die Front in unmittelbarer Nähe von Bernwiller. Der Ort wurde durch Beschuss schwer in Mitleidenschaft gezogen und besitzt deshalb nur noch sehr wenige der typischen Sundgauer Fachwerkhäuser. Im Dezember 1915 wurden die Einwohner auf Anordnung der Deutschen evakuiert und kehrten erst am Kriegsende in ihr weitgehend zerstörtes Dorf zurück.

Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 die deutsche Besatzung. Von der Naziherrschaft wurden sie am 27. November 1944 durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny befreit.

Am 1. Januar 2016 wurden die bisherigen Gemeinden Bernwiller und Ammertzwiller zur Commune nouvelle Bernwiller vereinigt. Grundlage der Fusion war eine Volksabstimmung vom 8. Oktober 2015, die in den beiden Gemeinden eine zustimmende Mehrheit ergab.<ref>Commune nouvelle : Ammertzwiller et Bernwiller se disent « oui », in: L’Alsace vom 9. Oktober 2015.</ref> Mit der Fusion wechselte Barnwiller vom Arrondissement Thann-Guebwiller in das Arrondissement Altkirch und wurde dem Kanton Masevaux-Niederbruck zugeteilt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2016
Einwohner 476 348 372 391 397 447 599 621 1172
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Bernwiller, Eglise Saint-Jean.jpg
Kirche St. Johannes
  • Die Kirche Saint-Jean stammt aus dem Jahr 1784, sie wurde 1915 bombardiert und 1928 wieder aufgebaut sowie 2004 renoviert. Im Chor auf dem Gemälde des toten Christus von J. J. Henner die Eltern und Schwester des Künstlers. Das Hochaltarbild von Martin Feuerstein. Beachtenswerte Skulpturen, u. a. eine Pietà (16. Jahrhundert). Die neubarocke Turmhaube im Sundgau untypisch.
  • Schule (heute Mairie): Anspruchsvoll gestaltetes Dorfschulhaus von 1850, ein Satteldachbau mit Halbwalmen an den Giebeln. Die drei Mittelachsen hervorgehoben durch die Bekrönung mit einem Dreiecksgiebel und drei Erdgeschossarkaden, die sich zu einer kleinen Vorhalle öffnen. Die Arkaden auf dorisierenden (toskanischen) Säulen. Gequaderte Ecklisenen. Die Mairie-École von Suarce ist architektonisch identisch mit der hiesigen Schule!
  • Denkmal für den Maler Jean Jacques Henner aus dem Jahr 1911

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Jean Jacques Henner (1829–1905), in Bernwiller geborener französischer Maler des akademischen Realismus, der durch regelmäßige Besuche seinem Heimatort verbunden blieb.
  • Louis Werner (1825–1901) in Bernwiller geboren. Malte u. a. Porträts der irischen Aristokratie<ref>André Munck etc.: Le Guide du Sundgau. Hrsg.: Sociéte d'Histoire Sundgauvienne. Strasbourg 1989, S. 171.</ref>
  • Louis Schittly (1938–2025), Arzt, Schriftsteller und Mitbegründer der Médecins Sans Frontières

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 132–135.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bernwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Altenach | Altkirch | Aspach | Ballersdorf | Balschwiller | Bellemagny | Bendorf | Berentzwiller | Bernwiller | Bettendorf | Bettlach | Biederthal | Bisel | Bouxwiller | Bréchaumont | Bretten | Buethwiller | Carspach | Chavannes-sur-l’Étang | Courtavon | Dannemarie | Diefmatten | Durlinsdorf | Durmenach | Eglingen | Elbach | Emlingen | Eteimbes | Falkwiller | Feldbach | Ferrette | Fislis | Franken | Friesen | Frœningen | Fulleren | Gildwiller | Gommersdorf | Guevenatten | Hagenbach | Hausgauen | Hecken | Heidwiller | Heimersdorf | Heiwiller | Hindlingen | Hirsingue | Hirtzbach | Hochstatt | Hundsbach | Illfurth | Illtal | Jettingen | Kiffis | Kœstlach | Largitzen | Levoncourt | Liebsdorf | Ligsdorf | Linsdorf | Lucelle | Luemschwiller | Lutter | Magny | Manspach | Mertzen | Mœrnach | Montreux-Jeune | Montreux-Vieux | Mooslargue | Muespach | Muespach-le-Haut | Oberlarg | Obermorschwiller | Oltingue | Pfetterhouse | Raedersdorf | Retzwiller | Riespach | Romagny | Roppentzwiller | Ruederbach | Saint-Bernard | Saint-Cosme | Saint-Ulrich | Schwoben | Seppois-le-Bas | Seppois-le-Haut | Sondersdorf | Spechbach | Steinsoultz | Sternenberg | Strueth | Tagolsheim | Tagsdorf | Traubach-le-Bas | Traubach-le-Haut | Ueberstrass | Valdieu-Lutran | Vieux-Ferrette | Waldighofen | Walheim | Werentzhouse | Willer | Winkel | Wittersdorf | Wolfersdorf | Wolschwiller Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein